MIMESIS – „Mimesis“ (09.12.2019)

MIMESIS Albumcover Mimesis - Beitragsbild

MIMESIS – „Mimesis“ (09.12.2019)

Wie ihr ja wisst, sind wir von metal-heads.de ein Verein. Und einer unserer wesentlichen Vereinszwecke ist die Förderung und Unterstützung des musikalischen Nachwuchses der harten Musikszene. Klar, wir schreiben auch über IRON MAIDEN, METALLICA und Co., aber ein besonderes Anliegen ist es uns, euch…also unseren Lesern Einblicke zu verschaffen und euch Bands vorzustellen, die uns aus ganz Europa, ja eigentlich sogar aus der ganzen Welt „angeboten“ werden. Heute geht unser Blick über den großen Teich.

MIMESIS Albumcover Mimesis

Wir blicken in die USA – MIMESIS

Genauer gesagt, wir schauen nach Neu England. Dort gibt es einen hörenswerten Vierer, der sich – laut der Presseinfo – dem Progressive Rock verschrieben hat. Wobei ich finde, das Material ist zeitweise schon deutlich dem Metal zuzuordnen. MIMESIS heißt die Truppe. Sie besteht aus Frontfrau Jen Janet mit ihrer ergreifenden Stimme. Mal hoch, dann wieder eher düster. Das kommt gut. An der Gitarre ist Will „Goreblaster“ Lunden aktiv, er ist auch der Hauptsongwriter bei MIMESIS. Der Drummer ist auch gleichzeitig der Produzent der Tracks: Anthony „Tony“ Lusk-Simone. Zuletzt hat man mit dem Bassisten Kilian Duarte einen waschechten Berklee Absolventen in seinen Reihen.

Das private Musik College in Boston hat schon so manche Stars in der Szene hervorgebracht, denken wir nur an einige Mitglieder von DREAM THEATER, Steve Vai, John Scofield, Mike Stern und Vinnie Colaiuta. Die Musiker in dieser Band blicken schon auf vielfältige musikalische Erfahrungen zurück, jetzt also ist man gemeinsam unter dem Namen MIMESIS aktiv und hat im Dezember 2019 das selbst betitelte 5-Song-Release unter´s Volk gebracht.

Progressiv und teils heavy

Was bekommen wir musikalisch geboten? Zunächst geht es eher gemächlich los. Dann rockt der Opener aber schon und eine deutliche Prognote ist eindeutig. Der zweite Song ist dann doch ein Stück „aggressiver“ und geht in Richtung Metal. Dabei findet sich weiter die vorherige Progressivität. Tempowechsel und instrumentell dominierte Passagen sorgen für Abwechslung. Hier haben wir die Nummer für euch als Video:

Weiter geht es mit „The mirror“. Chorale Gesänge bilden den Einstieg. Dann geht es nach einer Minute völlig überraschend kurz auf die Überholspur, bevor sich das Tempo etwas in der Mitte einpendelt. „Gravity“ plätschert dann so ein bisschen vor sich hin und ist vielleicht der einzige Schwachpunkt des Releases. Zuletzt bekommen wir den Titel „Metamorphosis“ serviert. Asiatisch angehauchte Klänge zu Beginn. Dann aber recht bald wieder die Rückkehr zum progressiven Rock.

Das Fazit von metal-heads.de: keine leichte Kost

Und wie lautet unser Fazit bei metal-heads.de? Insgesamt ist das Material auf diesem Silberling ganz nett anzuhören und die beteiligten Musiker sind sicherlich auch mit einer entsprechenden Begabung ausgestattet, was sie zu Könnern an ihren Instrumenten macht. Aber es ist so wie beim Fußball: 11 tolle Spieler machen noch keine gute Mannschaft und auch kein erfolgreiches Team. So hat man immer wieder bei den Songs den Eindruck, also wenn jeder so sein Ding macht, parallel zu den Bemühungen der anderen Bandmitglieder. Vielleicht ist es auch so gewollt und gedacht!? Aber wenn man sich – jetzt in der Weihnachtszeit – etwas wünschen darf: mehr Zusammenspiel würde den Kompositionen von MIMESIS gut tun. Aber es ist ja immer gut, wenn man schon vielversprechende Ansätze hat, die man weiter verfolgen und ausbauen kann. Alles in allem gefällt mir die Scheibe. Ist halt keine leichte Kost. Aber wir dürfen uns ja auch ruhig einmal herausfordern.

Promo Photo MIMESIS

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Bildquellen

  • MIMESIS Albumcover Mimesis: AGAINST PR
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Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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