INTERVALS – „Circadian“ (VÖ: 13.11.2020)

INTERVALS - Albumcover Circadian - Beitragsbild

INTERVALS – „Circadian“ (VÖ: 13.11.2020)

Ja, die neue Scheibe der INTERVALS ist schon eine Weile auf dem Markt. Aber erstens ist mir das Material erst später im November zu Ohren gekommen und zweitens gab es eine derartige Flut an Releases am 27.11.2020 und drumherum, dass es mit der Review erst jetzt geklappt hat. Was sagen wir da: besser spät als nie. Und schon stürzen wir von metal-heads.de auf die 8 Tracks und schauen uns an, was das Instrumental-Trio da zu bieten hat. Ich weiß ja nicht, wie ihr dem Thema Instrumentalmusik so gegenübersteht. Den einen oder anderen Track ohne Gesang findet man ja schon mal hier und da auf einem Album.

Ohne Worte – von der Kraft der Instrumentalmusik

Das Element der Stimme völlig außen vor zu lassen und sich rein auf die Wirkung der Instrumente zu verlassen…das ist schon was. Aber wir wollen mal sehen, was Aaron Marshall (Gitarre), Bassist Jacob Umansky und Nathan Bulla am Schlagzeug so daraus machen. Die Schublade ist Progressive Rock und das Mitte November erschienene Album heißt „Circadian“. Thematisch geht es um die Verbindung des Menschen zur Sonne und wie dieser wiederkehrende Kreislauf eine Rolle in unserem alltäglichen Leben spielt. Da das Album zum größten Teil in Toronto entstanden ist, hatte Mastermind A. Marshall auch mehr als zuvor die Chance Einfluss zu nehmen. In dem Fall u.a. durch seinen Beitrag als Co-Produzent.

Den Opener bekommt ihr hier mal als Audiotrack präsentiert. Was denkt ihr?

Was erwartet uns sonst so musikalisch?

Der 3-minütige Opener geht gleich frisch und mit Power in die Vollen. Ein guter Einstieg. Melodisch, flotte, progressive Drumparts. Eigentlich ist von Rock die Rede. Aber der zweite Song „Vantablack“ ist nach meinem Eindruck eher im Metal einzusortieren. Gaspedal durchgetreten und heavy getrommelt, mit flinken E-Gitarren. Später nimmt man dann doch das Tempo ein wenig raus – zumindest vorübergehend. Der nächste Track begeistert mit progressiven Drums. Immer wieder wird aber auch die Geschwindigkeit heruntergedreht, dann liegt der Fokus auf melodischen E-Gitarren-Arrangements. Dann kommt „Lock & key“ und dazu sage ich jetzt mal nicht mehr…ihr schaut mal genau hin, was zwei Drittel von INTERVALS hier abliefern.

„Lock & key“ mal mit dem Fokus auf dem Drummer

Mal einen etwas anderen Einblick liefern wir euch mit diesem Video. Drummer Nathan Bulla spielt den Song auf seinem Schlagzeug und ihr seid hautnah dabei. Das ist schon interessant zu sehen und beeindruckt.

Und jetzt das Ganze noch mal vom Bass gespielt.

Heavy, Rock – oder was?

Die fünfte Nummer ist wieder recht heavy und mit ordentlichem Drive. Ich bin einmal mehr beeindruckt von Nathan Bulla hinter dem Drumkit. So schnell und doch präzise und akzentuiert beherrscht er sein Instrument und bringt den Song nach vorne. Das proggt fein im Zusammenspiel mit Gitarrenriffs. Zack, schon sind 3:33 Minuten um. „String theory“ – da gibt es Passagen, wo die Gitarren deutlich im Mittelpunkt stehen, ansonsten sind die Drumbeats bei der Nummer etwas zurückhaltender gestaltet. Beim Song „D.O.S.E.“ konnte man auf einen Gastauftritt von Antonio Hancock am Saxophon bauen. Passt. Der Rausschmeißer des Albums ist nur für wenige Sekunden zurückhaltend, dann marschieren die Drums los und die Gitarren ziehen mit. Damit reiht sich der Song in die grundsätzliche Ausrichtung des Releases ein.

Das Fazit bei metal-heads.de

Das Fazit bei metal-heads.de zum aktuellen Werk von INTERVALS lautet: das kanadische Trio schafft es tatsächlich, progressiven Rock (ich würde eher an mancher Stelle schon von Metal sprechen) ohne die Nutzung von stimmlicher Unterstützung umzusetzen. Rein instrumental sind die 8 Tracks auf „Circadian“ also gehalten. Als Drummer fasziniert mich der Schlagzeuger und vielleicht könnt ihr diesen Eindruck teilen, wenn ihr das Play-Through-Video oben angeschaut habt. Auf die Dauer ist Instrumentalmusik schon recht gewöhnungsbedürftig. Insgesamt haben die 3 Herren das aber gut umgesetzt und 40 Minuten sind auch eine Distanz, die man mitgehen kann.

INTERVALS – „Circadian“ (VÖ: 13.11.2020)

INTERVALS - Albumcover Circadian

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Bildquellen

  • INTERVALS – Albumcover Circadian: HOLD TIGHT PR
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Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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