Erfahrungsbericht – Suite in der König Pilsener Arena

Suite König Pilsener Arena – Ein kleines Vorwort

Jetzt fragt ihr euch sicher…“Suite in der König Pilsener Arena“…wieso schreibt der Typ darüber nen ganzen Beitrag? Hat der Langeweile? Macht das Sinn? Ich musste selbst feststellen, das man zu dem Thema quasi gar nix verwertbares im Internet findet. Daher dachte ich mir, ich mache mir mal die Arbeit und trage meine Erfahrungen zusammen.

Die Idee

Amon Amarth, Arch Enemy und Hypocrisy sollten zusammen auf Tour gehen. Wenn man Melodic Death Metal mag, ein durchaus ansprechendes Paket. Und da sie auch Station in der Oberhausener König Pilsener Arena machen wollten, startete ich in unserer Konzerte Whatsapp Gruppe den üblichen Aufruf. „Wer hat Bock auf Amon Amarth?“ Schnell fanden sich ein paar Mitstreiter und dann kam einer der Kollegen auf die Idee, doch mal so eine Loge (bzw. dort Suite genannt) zu buchen. So war das Projekt „Suite König Pilsener Arena“ geboren.

Gesagt, gebucht

Schnell fanden sich 8 Leute zusammen, Preis pro Ticket 137 Euro. Fand ich ehrlich gesagt gar nicht so schockierend…glaub bei Metallica hab ich knapp 120 Euro für nen normalen Platz gezahlt. Und das Bandpackage hier hat ja auch gestimmt. Also 8 Karten bestellt und ab dafür…wenn es am Ende kacke werden sollte, verbucht man das unter dem Kapitel „Erfahrung“ und fertig.

Endlich war es soweit

Endlich war der 14.12.2019 gekommen…netterweise übrigens ein Samstag. Muss sich ja auch lohnen, wenn man auf einem Konzert schon mal umsonst trinken kann 😉 Ich erspare euch Details der Anreise…an der Arena angekommen, mussten wir diese erst mal umrunden. Der Eingang für die Suiten ist nämlich genau auf der anderen Seite der Halle, also quasi an der Rückseite.

Einlass

Der Einlass für die Suiten öffnet mit dem normalen Einlass. Nach dem Konzert kann man noch 45min in seiner Suite bleiben. Am Einlass wurden wir erst mal durchsucht und mit einem Metaldetektor abgetastet. Empfand ich ehrlich gesagt als etwas übertrieben und hat den Zugang auch ganz schön verzögert. Danach bekam man ein Suiten-Bändchen ums Handgelenk und ein 2er Pack Underberg in die Hand gedrückt…schließlich sind Amon Amarth Markenbotschafter von Underberg.

Die Räumlichkeit

Dann wurden wir von einer freundlichen jungen Dame zu unserer Suite Nummer 14 geführt. Wie sich herausstellte, sollte das Mädel den ganzen Abend über für den Service in unserer Suite zuständig sein. Der Raum selbst war sogar etwas größer, als ich mir das vorher vorgestellt hatte. Es gab ein paar Stehtische mit Hockern, am Rand war ein kleines Buffet aufgebaut und es gab eine Theke, die mit 2 Kühlschränken und einem 10l Bierfass bestückt war. Dann hatte man eine Fensterfront, die logischerweise zum Innenraum hin ausgerichtet und komplett geöffnet war. Daneben eine „Balkontür“, durch die man zu den 2 Sitzreihen gelangte, die zur Suite gehörten und von anderen Bereichen quasi komplett abgeschirmt waren. Und was ich richtig angenehm fand…es gab eine Toilette in der Ecke der Suite, sowie eine Handy Ladestation. Man muss sagen, da wurde wirklich an alles gedacht.

Essen und Getränke

Das kleine Buffet gab folgendes her…2 Sorten Salat, 2 Sorten Gemüse, Hähnchenbrust in einer hellen Soße mit Bandnudeln. Als Snacks stand Currywurst bereit, sowas wie Salzstangen mit Schinken umwickelt und Chips (von Lays, meine ich). Dann verteilte die junge Dame irgendwann Eis (Magnum, Eiskonfekt, Cornetto usw). Ich empfand die Speisen wirklich als ok, dass war gut essbar, ausreichend von der Menge her und vor allem wurde den ganzen Abend über auch stetig nachgefüllt.
An der Getränkefront gab es in der König Pilsener Arena natürlich König Pilsener…vom Fass (Pils) und auch aus der Flasche (in den Sorten Rotbier, Radler, Pils, Alkoholfrei). Dann gab es das übliche Softdrink Sortiment in 0,2l Flaschen…Cola, Fanta, Sprite, Wasser. Einen Energiedrink in kleinen 0,2l Dosen habe ich auch erspäht. Als Bier Alternative standen 2-3 Sorten Sekt (Fürst von Metternich) zur Verfügung, außerdem Rotwein (Primitivo) und ein Weißwein. Also eigentlich durchgängig Markenware, da kann man sich nicht beschweren.

Die Stimmung in der Suite

Suiten sind, laut Webseite, für 12-20 Personen ausgelegt. Wir hatten noch vor dem Konzert fantasiert, das wir ja vielleicht Glück haben und zu acht alleine in dem Ding sein könnten. Die Illusion hatte sich schnell zerschlagen, als wir den Raum betraten und dort schon ein paar Leute waren. Die erhielten auch später noch Verstärkung und waren ca 12-15 Personen. So war der Raum ganz gut gefüllt, aber nicht überfüllt. Auch die Stimmung war soweit ganz gut. Was ich wirklich als Nachteil empfinde…man kann mit seinem Bändchen nicht (zumindest nicht legal 😉 ) den Innenraum der Arena betreten, um mal ein wenig abzufeiern. An jeder Treppe steht unten Security vor dem Innenraum, die Tickets überprüfen. Man sollte sich also im Klaren darüber sein, wenn man eine Suite bucht, dann feiert man da auch etwas isoliert.

Sicht und Sound

Wir hatten das Glück, die Bühne relativ frontal vor uns zu haben. So hat man prinzipiell schon eine gute Sicht…aber man ist halt auch ordentlich weit weg. Leider gibt es keine Leinwände/Videowürfel in der König Pilsener Arena, was bei der Entfernung defintiv ein Wermutstropfen ist. Der Sound war bei Hypocrisy leider ziemlich matschig, wurde aber später besser. Also hören kann man da schon ganz gut was 🙂 Auf dem Foto ist einer der Lichttechniker zu sehen…er war quasi direkt neben unserer Suite platziert. Spendabel wie ich bin, habe ich den 2 Jungs, die da standen natürlich auch ein Bier rausgereicht 😉

Vorteile

  • Man hat einen Parkplatz im Parkhaus ganz nah an der Arena (haben wir nicht genutzt)
  • ständig kalte Getränke in ausreichender Menge
  • ständig kalte und warme Speisen in wirklich gut essbarer Qualität
  • Man hat eine Mischung aus stehen und sitzen, wie man es gerade mag
  • Toilette in der Loge vorhanden
  • Garderobe vorhanden

Nachteile

  • Es kostet natürlich
  • Man weiß vorher nicht, mit wem man seine Suite teilen darf
  • Die Sicht…man ist doch recht weit weg von der Bühne
  • Die Partystimmung leidet definitiv etwas, da man nicht unten mit bei steht/feiert

Fazit

Das Fazit fällt mir eigentlich recht einfach…würde ich das Projekt „Suite König Pilsener Arena“ nochmal angehen? Definitiv ja, wenn der Preis stimmt (der ändert sich ja, je nach Veranstaltung). 180 Euro oder sowas wäre mir die Sache jetzt nicht Wert gewesen. Aber so war das wirklich eine runde Sache und ich glaube auch meine Mitstreiter waren insgesamt zufrieden und wären einer Wiederholung nicht abgeneigt gegenüber. Ob sich das für den einzelnen jetzt lohnt, muss jeder für sich entscheiden. Wenn ich euch jetzt erzählen würde, was damals die Tickets für meine Kinder für „Soy Luna“ gekostet haben…ne ich lass es lieber, da kommen mir direkt selbst wieder die Tränen. Wir haben ca 70 Euro mehr gezahlt, als das normale Stehplatzticket gekostet hätte. Da muss man schon ordentlich am Bierbecher hängen, wenn man die Summe vertrinken will 😉 Ja, 137 Euronen für einen Konzertabend sind viel Geld…aber übertrieben kam es mir, für das Gebotene, nicht vor.
Hier gibt es nochmal ein paar offizielle Infos zum Thema

Wer lesen möchte, wie meinen Kollegen den Abend fanden, der kann das hier tun KLICK.
Amon Amarth hatten wir an dem Abend auch noch im Interview KLICK.

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Bildquellen

  • 20191214_215746: (c) metal-heads.de - Moldi
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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