MORTIIS – The Great Deceiver (VÖ 04.03.2016)

Mortiis - The Great Deceiver II
Lange ist es her, dass ich mich mit Industrial-Metal beschäftigte und diesen Musikstil auch gehört habe. Daher habe ich gerne das Angebot angenommen, den neuen, am 04.03.2016 erscheinenden, Longplayer von Mortiis mit dem Titel „The Great Deceiver“ genauer unter die Lupe zu nehmen.

Da ich in den 90er Jahren Bands wie Ministry, Skrew, Nine Inch Nails und Die Krupps zu meinen Favoriten zählte, war es für mich wie eine Reise in die Vergangenheit.

Industrial-Metal funzt auch noch in 2016

Mortiis, die es zu dieser Zeit auch schon gab, waren mir allerdings nicht so geläufig. Im Nachhinein schade, denn das neue Mortiis-Album zeigt, dass Industrial-Metal auch im Jahre 2016 noch funktioniert und beindrucken kann.

Mortiis - Band

Håvard Ellefsen und seine Band steigen auch direkt mit den Openern „The Great Leap“ und „The Ugly Truth“ amtlich, krachend ins Album ein. Industrial-Metal in seiner reinen Form!

Die Rückkehr der Dämonen

Es folgt das düster, groovende „Doppelgänger“, welches für meinen Geschmack etwas zu kurz geraten ist. Hätte man, ehrlich gesagt, mehr daraus machen können. Entschädigt wird man dafür aber mit dem Track „Demons Are Back“, welcher ebenfalls düster und treibend ins Ohr geht. Eine Nummer die in Konzerthallen mit Sicherheit gut funktionieren wird.

Akkustik-Gitarren und Tanz-Metal!

Die absolute Überraschung bieten Mortiis mit dem von Akkustik-Gitarren dominierten und sehr gut arrangierten „Hard To Belive“. Akkustik-Gitarren kommen auch beim Song „Road To Ruin“ zur Geltung, ferner werden die Gesangsparts facettenreich in Szene gesetzt.

 Melodisch und schleppend geht mit „Bleed Like You“ weiter zum flotten, poppigen „Scalding The Burnt“.Mit „The Shining Lamp Of God“ ist Mortiis eine geniale Tanz-Metal-Nummer gelungen.

Nicht ganz so gelungen finde ich das theatralische und pathosgeladene „Sins of Mine“. Da wird mir für meinen Geschmack einfach zu viel in die OMD-Kiste gegriffen.

 So wie man ins Album eingestiegen ist,  so endet man auch mit typischen Industrial-Trademarks in Form der beiden Tracks „Feed The Greed“ und „Too Little To Late“.

Als Vorgeschmack zum neuen Mortiis Album, könnt ihr euch bei uns schon einmal „The Shining Lamp Of God“ als Video-Clip ansehen.

Fazit:

Das Resultat ist ein zwölf Tracks umfassendes Album mit einer Spielzeit von rund 49:00 min, welches, trotz kleinerer Abstriche, einschlägt wie ein Hagelsturm im Sommer. Hier treffen brachiale Gitarrenklänge auf stampfende Beats, harmonische Refrains auf unbändigen Hass sowie melodische Arrangements auf platzierte Samples.
Textlich dreht sich „The Great Deceiver“ um Themen wie Wut, Konfusion, Selbstzweifel, Selbstfindung und Gier.

Mortiis haben trotz der langen Pause den roten Faden nicht aus den Augen verloren. Wer, wie ich, in den 90er Jahren gerne Industrial-Metal gehört hat, wird hier nicht entäuscht und findet den alten Spirit wieder.

Tracklist:

01. The Great Leap
02. The Ugly Truth
03. Doppelgänger
04. Demons Are Back
05. Hard To Believe
06. Road To Ruin
07. Bleed Like You
08. Scalding The Burnt
09. The Shining Lamp Of God
10. Sins Of Mine
11. Feed The Greed
12. Too Little To Late

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Bildquellen

  • Mortiis – Band: Hartbeat Promotion
  • Mortiis – The Great Deceiver II: Hartbeat Promotion
STAHL

STAHL

Mit einem Glockenschlag von AC/DCs "Hells Bells" hat 1980 alles angefangen, dann folgte der dreckige Rest in Form von Bands wie Iron Maiden, Venom, Accept und Exciter...long live the loud...

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