OCEANICA – „One dark“ (VÖ: 25.10.2019)

OCEANICA - Album cover

OCEANICA – „One dark“ (VÖ: 25.10.2019)

Ich muss fairerweise zugeben – und das ist ja absolut keine Schande auf dem vielseitigen und wandlungsfähigen Musikmarkt – dass mir die Formation ENOCHIAN THEORY bis dato nicht über den Weg gelaufen war. Somit näherte ich mich neugierig und völlig offen (ohne eine konkrete Erwartung) als es hieß, deren Frontmann Ben Harris-Hayes habe jetzt sein Debüt fertig und eine Veröffentlichung stehe für Ende Oktober an.

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Ein Multitalent – Frontmann Ben Harris-Hayes

Der Mann muss es ja echt drauf haben…hat er doch die komplette Musik selbst geschrieben und eingespielt, wenn ich den Text in den mir vorliegenden Unterlagen korrekt deute!! Aber keine Sorge. Wir wollen zu diesem Release und den weiteren musikalischen Plänen – schließlich handelt es sich ja erst einmal um Teil 1 einer Trilogie – mehr vom Künstler wissen und werden ihm in einem entsprechenden Interview da mal genauer auf den Zahn fühlen.

Musikalisch geht es mit einem Intro im Stil einer Spieluhr los. Track 3 „All the cool kidz r doin´ it“ kommt dann richtig heavy und mitreißend ´rüber. Das bringt Bock auf mehr. Eine gewisse Melancholie und Schwere schwingt mit. Mit dem nachfolgenden Song geht es auf derselben Schiene weiter. Doublebass-Einlagen unterstreichen die Power. Stark!

Von Prog in heavy bis zu seichteren Tönen

Im weiteren Verlauf des Releases entwickelt sich eine etwas entspanntere Stimmung…ohne dass die grundsätzliche Marschrichtung aus den Augen verloren wird. Teils rücken die melodischen E-Gitarren mehr in den Fokus – als Beispiel sei hier „Oubliette“ erwähnt. Die Drums liefern einen proggigen Beat dazu, Tasteninstrumente erschaffen eher sphärische Klanggebilde. Mit „Got a feeling“ wird es fast ein bisschen mainstreamig und leichtfüßig. Sicher nicht schlecht, aber nicht das, was ich nach dem bisherigen Input auf dieser Scheibe erwartet hätte.

Auch der nächste Track geht in diese poppig-seichte Richtung. Nicht mein Ding, insbesondere nicht auf einem solchen Album. An anderer Stelle mag es ja passen und Sinn machen.

Zum Glück…wieder zurück zum Rock

Da freut man sich direkt, wenn es beim schlicht mit „8“ betitelten neunten Song auf „One dark“ deutlich mehr rockt. Das lässt für den Rest des Materials hoffen. Das zehnte Stück auf diesem Debüt versucht – und das gelingt recht gekonnt – die Heaviness und Eingängigkeit der vorherigen Lieder zu kombinieren. Das passt! Auch mit „The rose, abloom“ geht es vergleichbar weiter.

Nach einem von einer weiblichen Stimme gesprochenen Einschub kommt der Abschluss mit dem längsten Track (über 7 Minuten Spielzeit). Dieser beginnt mit Pianoklängen. Baut sich langsam auf. Gedrückte Stimmung, aber auch ein Schimmer von Hoffnung. Heavy wird es nicht mehr…muss ja auch nicht.

Das Fazit von metal-heads.de

Fazit: das Debüt des ENOCHIAN THEORY-Sängers ist gelungen, wenn auch der eine oder andere Tracks etwas fehlplatziert wirkt. Ich bin gespannt auf inhaltliche Erkenntnisse zur Musik, Entstehungsgeschichte und musikalischen Zukunft…dazu wie gesagt das oben erwähnte Interview, das ihr hier bei metal-heads.de bekommt.

 

 

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Bildquellen

  • OCEANICA – ALbum cover: Progressive Gears Records
  • OCEANICA – Album cover – Beitragsbild: Progressive Gears Records
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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