THE BLUE POETS – All It Takes (VÖ: 13.9.19)

The Blue Poets All It Takes

„All It Takes“ – Nomen est Omen

The Blue Poets All It Takes cover„All It Takes“  ist ein gut gewählter Albumtitel, da alles, was für leidenschaftliche Bluesrock-Songs notwendig ist, auf diesem Album zu finden ist.  Ich bin einfach begeistert davon, wie es THE BLUE POETS wieder gelingt, bei aller kompositorischer Finesse so ursprünglich, lebendig und immer wieder erdig und schmutzig zu klingen.

Wie schon beim ersten selbstbetitelten Album strömt der Blues durch alle Songs. Die Strukturen und Elemente sind auf das Notwendigste reduziert. Wie THE BLUE POETS jedoch mit diesen Strukturen spielen, sie variieren, Neues daraus entwickeln und dabei einen unverwechselbaren Klang schaffen, ist einfach hörenswert.

Intensive Songs und ein ganz eigener Sound

blue-poets-all-it-takesDer Opener „Angry Man“ bietet einen Ausblick darauf, was den Hörer erwartet: intensive Songs mit ganz eigenem Sound. Einige Songs – wie z.B. „Could Have Lived“ oder „Mind Your Own Business“ – ziehen einen mit ihrer Kraft und Dynamik in den Bann. Andere – wie z.B. „Been Here Too Long“ – entfalten nach und nach ihre Wirkung. Und dann gibt es noch die Songs, in denen das Zusammenspiel der einzelnen Instrumente so spannend ist, dass es leichtfällt, die Aufmerksamkeit auch über sieben oder acht Minuten aufrecht zu erhalten.

„All It Takes“: The Memory Of Your Smile

Einer dieser Songs ist der Titelsong „All It Takes“. Ein Song voller Enttäuschung und Schmerz, von Bitterkeit begleitet. Marcus Deml (Gitarre) eröffnet den Song mit einem Thema, das Phil Steen (Bass) aufgreift und fortführt. Währenddessen sorgt Felix Dehmel (Drums) wohldosiert für rhythmische Akzente und die Basis, auf der die Gitarre Variationen des Themas entwickelt.  Die Stimme von Gordon Grey, die hier sowohl sanft und verletzlich als auch aggressiv klingt, gibt dem Song seinen einzigartigen Charakter.

blue-poets-all-it-takesAus einer Passage heraus, in der die Melodien und Klänge ineinanderfließen und Gordon Grey davon singt, was schon die Erinnerung an das Lächeln der Person, die einen enttäuscht hat, anrichten kann, entwickelt Marcus Deml eines dieser Soli, in denen er seine Stratocaster klagen aber auch wütend klingen lässt.

Kunstfertige Leichtigkeit, die einen unverwechselbaren Sound schafft

blue-poets-all-it-takesDie Songs sind intensiv und dicht und dabei von erstaunlicher Leichtigkeit. Die vier Poets sind gut aufeinander eingespielt und bilden dabei ein organisches Ganzes, in dem aber jeder seine Eigenständigkeit behält. Ob dies nun die eigenständigen Basslinien im Zusammenspiel mit der Gitarre sind, oder Passagen, die allein von den Drums angetrieben werden (wie z.B. bei „Cyber Love“). Auf diesem Fundament kann Marcus Deml mit den Soli, die schon mal über mehrere Minuten gehen können (wie z.B. bei „Crawling“) genauso Geschichten erzählen, wie Gordon Grey mit den Vocals.

blue-poets-all-it-takesGerade die Interaktion zwischen Vocals und Gitarre haben einen besonderen Reiz, der im letzten Song „The Day“ in einem Duett zwischen diesen beiden seine Ausprägung findet. Zum Niederknien hier auch, wie Marcus Deml die Gitarre zum Weinen bringt und die Schlusstöne herausperlen lässt.

Rockende Direktheit und bluesgetränkte Emotionalität

THE BLUE POETS spielen mit rockender Direktheit und Emotionalität, die mitreißt, und einen über das komplette Album nicht wieder loslässt. Spieltechnisch und kompositorisch wieder auf hohem Niveau mit Lyrics, in denen jede Menge Herzblut und Sehnsucht stecken. Währenddessen stellt sich die Musik dem Weltschmerz manchmal wütend und fast trotzig entgegen. Das ist Blues-Rock, der unmittelbar unter die Haut geht und lange nachwirkt.

„All It Takes“ kommt am 13. September 2019 via Triple Coil Music auf den Markt.

Außerdem sind THE BLUE  POETS kurz darauf wieder auf Tour. Hier die Termine:

 

27.09.2019 │Aschaffenburg (Colos-Saal)
11.10.2019 │Köln (Yardclub)
12.10.2019 │Rheine (Hypothalamus)
18.10.2019 │Hildesheim (Kulturfabrik Löseke(
19.10.2019 │Hamburg (Downtown Bluesclub)
25.10.2019 │Bocholt (Alte Molkerei)
26.10.2019 │Zülpich (Live Proberaum)
08.11.2019 │Kassel (Kulturzentrum Schlachthof e.V.)
15.11.2019 │Münster (Hot Jazz Club)
16.11.2019 │Esslingen (Dieselstrasse)

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Bildquellen

  • The Blue Poets All It Takes cover: Triple Coil Music
  • blue-poets-all-it-takes: oktober promotion
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  • The Blue Poets All It Takes: Oktober Promotion pic by Nico Bizer
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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