GROZA: The Redemptive End

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GROZA: die deutsche Black – Metal – Formation veröffentlicht am 06.August 2021 via AOP Records ihr zweites Album: „The Redemptive End“.

GROZA wurde 2016 zunächst als Ein-Mann-Projekt von Sänger und Gitarrist P.G. gegründet. Der Bandname lautet wie das erste Album der polnischen Band MGŁA. Auch musikalisch kann man GROZA dort zuordnen.

2018 erschien das Album „Unified In Void“ und GROZA war zur vollständigen Band angewachsen.

„The Redemptive End“: schnörkellos, roh, melodisch

„Sunken in Styx Part I“ beginnt ruhig mit Synthesizerklängen. Damit wird eine melancholische Klanglandschaft erschaffen, die fließend in „Sunken in Styx Part II – Descent“ übergeht. Subtil bereiten cleane, unverzerrte Klänge eine atmosphärische und melodische Grundlage für wütende Vocals, donnernde Drums und Riffs.

groza the redemptive end cover

„Elegance Of Irony“ ist – verglichen mit dem Opener – fast schon beschwingt rockend und angereichert mit schönen Melodien. 

„The Redemptive End” macht atemlos durch Tempo und aggressives, nach vorne gehendes Drumming. Mittendrin dann ein unerwartet ruhiger, stiller Part mit sanftem Gitarren-Picking. Wunderbar auch die Bassläufe. Dabei bleibt es nicht, da mit dem Einsetzen des Schlagzeugs Intensität und Tempo wieder aufgenommen werden.
Dieser Song ist dunkler und melodischer Metal, der einem durchaus Schauer über den Rücken laufen lässt. Man kann regelrecht mitverfolgen, wie der bleiche Mond in den nächtlichen Himmel zieht und zum Blutmond wird.

Embrace the nothingness und umarme den Albtraum

„Nil“ ist ein kraftvoller, dynamischer Song, mit einigen todesmetallischen Parts. Verächtlich werden die Riffwände hingeschmissen und unterstreichen die Lyrics, die uns dazu auffordern, das Nichts anzunehmen und den Albtraum zu umarmen.

„Homewards“ ist voller berührender Melodien und einem hörenswerten Drum-Bass-Spiel, aus dem heraus der Song noch einmal an Fahrt aufnimmt. Hier wird die Ausgewogenheit des Widerparts von brachialen Vocals und ‚schönen‘ Melodien, die auch in den anderen Songs bereits eingewoben wurde, noch einmal ausgiebig genutzt.

Fazit: Interessante Songs aus bekannten Black-Metal-Elementen

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Das Vorhaben, mit den Songs einen Zustand von betäubender Isolation und Verzweiflung in Klänge zu fassen, ist durchaus gelungen.
Dennoch ist das Album nicht niederschmetternd. Es lässt einen auch nicht hoffnungslos zurück, da uns immer wieder fast verträumte Melodien aus der Verzweiflung heraus ansprechen.

Wenn man sich auf diese Musik einlassen kann, ist es schon möglich, in den Sog zu geraten, den die Drums zusammen mit den immer wieder das Tempo steigernden Riffs herstellen.

GROZA verwenden durchaus bekannte Black-Metal-Elemente. Damit sind ihnen musikalisch schlüssige und interessante Songs gelungen, die nicht im Nihilismus baden, aber geschickt aufgebaut sind.
So deuten die Gitarren In den cleanen, ruhigeren Zwischenspielen das Thema an, das dann in den Riffs ausgebaut wird.
Manchmal ist die anhaltend hohe Intensität über die Länge (Die Songs sind zwischen 7 und 11 Minuten lang) ermüdend.

„The Redemptive End“ wurde 2020 von P.G. aufgenommen und von Michael Kraxenberger (der u.a. auch für Songs mit Dee Dammers die Regler betätigt hat) gemastert.  Das Release war für den 30.July 2021 angekündigt, dann aber auf den 6. August 2021verschoben.

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Bildquellen

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Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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