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	<title>Rocket Men &#8211; metal-heads.de</title>
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		<title>Rückblick auf Konzerte und Interviews 2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2024 07:08:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Kammerer]]></category>
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					<description><![CDATA[KALANDRA, LiLi Refrain, MÚR, Kimmo Kuusniemi, ROCKET MEN, Lindy-Fay Hella und Christine Kammerer In 2024 gab es nicht nur tolle, großartige, interessante abwechslungsreiche Alben (über die Qual der Wahl und die Alben die ich&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">KALANDRA, LiLi Refrain, MÚR, Kimmo Kuusniemi, ROCKET MEN, Lindy-Fay Hella und Christine Kammerer</h2>



<p>In 2024 gab es nicht nur tolle, großartige, interessante abwechslungsreiche Alben (über die Qual der Wahl und die Alben die ich letztlich ausgewählt habe), sondern auch sonst noch Neues und Neuigkeiten, viele erlebnisreiche Ereignisse und interessante Gespräche.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Konzerte</h2>



<h3 class="wp-block-heading">KALANDRA und <strong>LiLi Refrain</strong> in Köln: ein <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/kalandra-mit-lili-refrain-live-in-koeln/">Konzert</a>, das noch lange nachgeklungen hat</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="600" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC09450.jpg" alt="Kalandra Köln 11.9.24" class="wp-image-176703" style="width:144px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC09450.jpg 400w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC09450-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure></div>


<p>KALANDRA haben im September das Album <strong>„A Frame of Mind“</strong> herausgebracht (<a href="https://metal-heads.de/reviews/kalandra-a-frame-of-mind/">review</a>) und sind im Herbst auf eine Tour mit 30 Shows gegangen. Der Tourauftakt war in Köln. Dort haben sie mit 15 Songs ein langes Set gespielt, das nie an Spannung nachließ. KALANDRAs Musik ist Rock auf orchestraler Basis, der von nordischem Folk durchzogen ist. Die Texte handeln von aktuellen, aber auch grundsätzlichen Themen. So geht es z.B. um Überlegungen zum Zustand der Welt (<strong>„The State of the World“</strong>) oder wie wichtig es ist, jemanden zu haben, mit dem man reden und etwas teilen kann (<strong>„Ensom“</strong>).Mich hat sehr gefreut, dass sie auch <strong>„Bardaginn“</strong> meinen Lieblingssong vom neuen Album gespielt haben. Es ist ein Nordic-Folk-Song, der unglaublich dicht, kraftvoll und dynamisch ist. Voll mit tollen Leads, großartigem Drumming und schweren Riffs.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img decoding="async" width="400" height="600" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC09344.jpg" alt="Lili Refrain Köln 11.9.24" class="wp-image-176690" style="width:141px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC09344.jpg 400w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/09/DSC09344-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure></div>


<p>Den Anfang machte an diesem Abend <strong>LiLi Refrain</strong>, eine Künstlerin, deren psychedelisch-rockige Folk-Metal-Musik ich sehr schätze. Sie verwendet auch bei ihren Bühnen-Shows ausschließlich Real-Time-Loops, ohne vorher aufgenommene Passagen. So entstehen die Songs in den Shows immer wieder neu. Mit Klängen, die ineinander übergehen und nach und nach poetische, unheimliche und komplexe Strukturen entstehen lassen. Und diese Strukturen durchdringt LiLis sirenenhafter, lyrischer Gesang.<br></p>



<h3 class="wp-block-heading">MÚR: kraftvoll bis verspielt – und immer voller Enthusiasmus</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img decoding="async" width="400" height="600" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/12/mur-koeln-27.11.24-14.jpg" alt="múr köln 27.11.24 - 14" class="wp-image-180780" style="width:148px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/12/mur-koeln-27.11.24-14.jpg 400w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/12/mur-koeln-27.11.24-14-200x300.jpg 200w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure></div>


<p>Im November waren <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/mur-live-in-koeln/">MÚR in Köln </a>(als Support für WHEEL). MÚR sind eine isländische Band, die die isländische Wacken Metal Battle (2022) gewonnen haben und gerade erste ihr Debüt-Album „Múr“ herausgebracht hatten. (<a href="https://metal-heads.de/reviews/mur-das-debuetalbum-von-mur/">review</a>)<br>Die Bühne war in rotes Licht getaucht, wabernde Klänge eröffneten den Song <strong>„Heimsslit“</strong> und füllten schnell den ganzen Raum. Es entstand ein Eindruck von Leere, die gleichzeitig eine Sogwirkung hat. Dumpfe Bassklänge, doomiges Riffing und infernalische Vocals schaffen eine dystopische Atmosphäre.  Die donnernden Drums bauen zusammen mit harten Riffs eine Soundwand auf, die immer konkreter und massiver wird. Bis wieder wundschöne sphärische Klänge überwiegen, die dann aber in ein trostloses und dennoch gewaltiges Finale münden. Ich fand es mutig, dass sie ihr Set mit einem 10-minütigen Song begonnen haben. Doch der begeisterte Applaus zeigte, dass sie das Publikum von Anfang an mitnehmen konnten. Auch der Rest des Sets war eine großartige Wanderung zwischen roher Energie und verspielten Klängen, hämmernden djentigen Strukturen und abgefahrenen Rhythmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Interviews</h2>



<p>Das waren einige spannende, lange, anregende und informative Gespräche mit engagierten,interessanten und angenehmen Gesprächspartnern.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kimmo Kuusniemi</strong>: über Nachhaltigkeit, Überraschungen und persönlichem Ausdruck statt Perfektion</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="899" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/ASA_KimmoKuusniemi4-1200x899.jpg" alt="ASA_KimmoKuusniemi4" class="wp-image-161562" style="width:226px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/ASA_KimmoKuusniemi4-1200x899.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/ASA_KimmoKuusniemi4-300x225.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/ASA_KimmoKuusniemi4-768x575.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/ASA_KimmoKuusniemi4-600x450.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/ASA_KimmoKuusniemi4.jpg 1284w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure></div>


<p>Das Jahr begann mit dem <a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/kimmo-kuusniemi-im-interview/">Interview</a> mit <strong>Kimmo Kuusniemi</strong>, den einige von euch wahrscheinlich durch seine Band SACROFAGUS kennen. Anlass für das Interview war sein Projekt ANCIENT STREAMING ASSEMBLY, einem Cross-Arts Projekt, das er zusammen mit <strong>Tuomas Rounakari</strong> (KORPIKLAANI, Shamanviolin) auf den Weg gebracht hat. Es ist ein intermediales Projekt, das sich im weiten Sinne mit Umweltschutz beschäftigt. Wir haben uns lange unterhalten: über das Verhältnis des Menschen zur Umwelt und dem sich daraus ergebenden Umgang mit ihr, den Möglichkeiten von Film und Musik als Medium von Dokumentation, Information, Anregung und Herausforderung zum Nachdenken. Es ging auch um Dystopien, digitale Möglichkeiten und um die Möglichkeiten des Einzelnen, Einfluss zu nehmen, sowie die Untätigkeit von Verantwortlichen, die Veränderungen in der Umwelt anzuhalten.  <br>Und auch um Musiker wie <strong>Tuomas Rounakari</strong>, <strong>Steve di Georgio</strong> und <strong>Esa Kotilainen</strong>, die in der einen oder anderen Weise an ASA beteiligt sind.</p>



<p>Kimmo hat davon erzählt, dass er bereits in den 1980er Jahren Filme zum Umweltthema gemacht hat. Z.B. 1991 mit <strong>„Dream On“</strong> ein Musikvideo als Warnung vor einer Umweltkrise, die heute Realität geworden ist. Aber die Menschheit hat nicht schnell gehandelt, sondern ist eher untätig geblieben. Er ist der Ansicht, dass wir am Rande des ökologischen Zusammenbruchs stehen, dass ständiges Wachstum nicht möglich ist und wir (zumindest in unseren Umgebungen) genug haben.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wir sollten lernen, mit dem zufrieden zu sein, was wir haben. … Ich glaube, dass wir unsere auf Wachstum basierende Wirtschaft in eine nachhaltige umwandeln können, wenn wir alle wollen, dass sich etwas ändert.</p>
</blockquote>



<p>Auch über Abwechslung, Überraschung und Perfektionismus gerade in der Musik haben wir gesprochen. Kimmo meint, dass Überraschungen wichtig sind, weil sich sonst nichts verändern kann.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Überraschungen und Abwechslungen sind wichtig, weil sich sonst nichts verändern kann. Für mich ist es langweilig, immer wieder die gleiche Musik zu machen, die gleichen Dinge zu tun. Wenn ich ein Solo spiele, ist es jedes Mal anders. Weil ich in diesem Moment nicht plane, was ich spiele, sondern einfach spiele. Zuletzt ist vieles in der Musik so technisch geworden und damit in gewisser Weise limitiert. Wenn die Fertigkeiten, das Perfekte im Vordergrund stehen und nicht der eigene Ausdruck.</p>
</blockquote>



<p>Der Gedanke, dass Perfektion auch begrenzen kann, hat mir im Verlauf des Jahres auf unterschiedliche Situationen einen anderen Blick vermittelt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">ROCKET MEN: Musik, die nach Weltraum klingt</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="579" height="386" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men_Portrait-1_Color.jpg" alt="Rocket_Men_Portrait-1_Color" class="wp-image-170216" style="width:243px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men_Portrait-1_Color.jpg 579w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men_Portrait-1_Color-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px" /></figure></div>


<p><a href="https://metal-heads.de/reviews/the-orbiter-sessions-neues-album-von-rocket-men/">Das neue Album </a>von ROCKET MEN <strong>„The Orbiter Sessions“</strong>, habe ich zum Anlass genommen, mich mit <strong>Philipp Püschel</strong> (Trompete) und <strong>Felix Dehmel</strong> (Schlagzeug) über das Album und den Entstehungsprozess, Storytelling, Weltraum, Veränderungen beim Publikum und über kommende Events zu unterhalten. <a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/rocket-men-im-interview/">(interview)</a> <br>Nachdem geklärt war, dass sie sich nicht über Tinder, sondern durch die Musikschule kennengelernt hatten und wie sie zu ihrem Bandnamen gekommen sind, haben sie davon erzählt, dass zunächst die Musik da war und dann das Thema ‚Weltraum‘.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Aber es war nicht so, dass wir von Anfang an gesagt haben: wir wollen was mit Weltall machen. Sondern es war eher so: wir haben Musik geschrieben, die klang cool und irgendwie nach Weltraum.</p>
<cite>Felix Dehmel</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Musik, die wir schreiben und spielen, hat immer etwas von Weite und Ferne so dass es nach Weltraum klingt. Ich kann gar nicht beschreiben, welche Faktoren es sind, die das ausmachen, aber da wir viel Synthesizer und Keyboard in der Band haben, hat man viele Delays, viel Spielzeug, viel Space.</p>
<cite>Philipp Püschel</cite></blockquote>



<p>Damit wird schon gut beschrieben, wie die Musik klingt. Aber auch die Geschichte, das Storytelling ist ihnen wichtig. Da sie ohne Lyrics auskommen, drücken sie dies durch den Titel und die Musik aus und lassen auf diese Weise intensive Bilder entstehen.<br>Für mich ist ‚der ROCKET MEN – Sound‘ die Ausgewogenheit zwischen Trompete, Saxophon, Schlagzeug und den Keyboards und Synthesizern sowie der Groove, die ‚Tanzbarkeit‘.<br>Oder wie Felix so passend sagt: „Aber ich glaube, bei uns spielt das authentische Element eine große Rolle und das Beat-Element. Man kann die Musik fühlen, als Groove, als Beat und man kann sich dazu bewegen.“<br>Also hört mal rein in das Album! Das Interview könnt ihr hier lesen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Lindy-Fay Hella: Stimme, Sythesizer und dies Suche nach Unbekanntem</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1200" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-800x1200.jpg" alt="Lindy-Fay Hella" class="wp-image-171962" style="width:168px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-800x1200.jpg 800w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-200x300.jpg 200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-768x1151.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-1025x1536.jpg 1025w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-1366x2048.jpg 1366w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-1320x1979.jpg 1320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/DSC09780-1-scaled.jpg 1708w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></div>


<p>Ein <a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/interview-mit-lindy-fay-hella/">Interview</a>, auf das ich mich gefreut hatte, ist das mi tLindy-Fay Hella. Vielleicht kennt ihr sie als Sängerin bei WARDRUNA. Diesmal ging es aber um ihre andere Formation: <strong>Lindy-Fay Hella &amp; Dei Farne</strong> und das Album <strong>„Islet“</strong>.(<a href="https://metal-heads.de/reviews/islet-von-lindy-fay-hella-dei-farne/">review</a>)  <br>Sie hat mir erzählt, welche Rolle DEPECHE MODE und insbesondere das Album <strong>„Black Celebration“</strong> für sie gespielt hat und was sie an Synthesizern so fasziniert hat, dass sie sie selbst spielen wollte.<br>Wir haben uns auch darüber unterhalten, was Synthesizer und die Stimme als Ausdrucksmittel miteinander zu tun haben.</p>



<p>Lindy-Fay dazu: „Mit der Stimme kann man bewusst die Resonanz des eigenen Körpers nutzen, um den Klang zu manipulieren. Synthesizer waren jedoch auch eine Inspiration für mich beim Gesang. Bei bestimmten Synthesizern gibt es Filter, mit denen man den Klang selbst verändern kann, wie scharf oder gedämpft man ihn haben möchte, den Anschlag, das Sustain und das Release. All dies kann man auch mit der Stimme tun, außer mit den extrem tiefen und hohen Klängen.“</p>



<p>Denn der Kontrast zwischen den elektronischen Elementen und der ‚organischen Stimme‘ spielt auch auf <strong>„Islet“</strong> eine wichtige Rolle. Damit kann die ständige Suche nach dem Unbekannten und die Neugier auf das, was die Natur, die Vergangenheit, Träume und das Universum zu bieten haben, auf eine spezielle Weise ausgedrückt werden.<br>Denn der Kontrast zwischen den elektronischen Elementen und der ‚organischen Stimme‘ spielt auch auf <strong>„Islet“</strong> eine wichtige Rolle. Damit kann die ständige Suche nach dem Unbekannten und die Neugier auf das, was die Natur, die Vergangenheit, Träume und das Universum zu bieten haben, auf eine spezielle Weise ausgedrückt werden.</p>



<p>Daher brauchte sie für die Songs auf <strong>„Islet“</strong> auch nicht viele Worte. Worte, Geschichten und Märchen spielen eine wichtige Rolle für sie und daher verwendet sie viel Zeit darauf, die für sie ‚richtigen Worte‘ zu finden. „Ich mag es, einfache und wenige Worte zu finden, da ich das Gefühl habe, dass dann verschiedene Geschichten aus diesen Worten entstehen können, je nachdem, was der Zuhörer daraus macht. Diese Worte müssen jedoch genau richtig sein. Ich mache normalerweise lange Spaziergänge, beobachte Dinge, lasse mich aber auch von Begegnungen mit Menschen inspirieren und so weiter. Und natürlich das Unbekannte, das Geheimnis des Universums. Die Eindrücke von einer Reise zum Beispiel. Es kann Monate dauern, bis die Geschichten in meinem Kopf Gestalt annehmen“ sagt Lindy-Fay. Und ich finde, dass man dies in den Liedern hört. Das ganze Interview gibt es hier.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Christine Kammerer: Nordische Mythologie und schottischer Whisky</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-whisky-and-witches-2.jpg" alt="christine kammerer whisky and witches 2" class="wp-image-174393" style="width:273px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-whisky-and-witches-2.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-whisky-and-witches-2-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-whisky-and-witches-2-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


<p>Das Interview, das mir unglaublich viel Spaß gemacht hat, habe ich mit <strong>Christine Kammerer</strong> geführt. Wir haben nicht nur über ihr Album <strong>„Echoes of North“</strong> gesprochen, sondern auch über die Veranstaltung <strong>„Whisky and Witches“</strong>. Denn Christine ist nicht nur Musikerin, sondern auch Whisky-Liebhaberin und Kennerin. (vollständige Interviews <a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/interview-mit-christine-kammerer/">hier</a> und <a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/whisky-and-witches-another-form-of-whisky-tasting/">dort</a>)<br>Zusammen mit <strong>Jane Ross</strong> hat sie <strong>„Whisky and Witches“</strong> ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Whiskyverkostung, die Whisky mit seiner Geschichte und seinen Geschichten sowie der Rolle der Frauen bei der Whiskyherstellung, Liedern über die Region, aus der er stammt, und Liedern, die den Whisky selbst beschreiben, zusammenbringt.<br><br>Und was haben Hexen mit Whisky zu tun? Im 13. Und 14. Jahrhundert war die Herstellung von Whisky und Aquavitae Frauensache. Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Hexenprozessen und dem Besitz und der Herstellung von Alkohol. Frauen, die Alkohol herstellten, wurden in dieser Zeit der Hexerei bezichtigt. Und „Hexe“ wurde zu einem Schimpfwort für Frauen, die eine tiefe Verbundenheit zur Natur hatten, die sich mit Naturheilmitteln und Heilkräutern auskannten und beispielsweise wussten, wie man daraus verschiedene Arten von Aquavitae, Lebenswasser, destilliert. Und hier spannt Christine – wie sie es musikalisch auch auf ihrem Album <strong>„Echoes of North“</strong> macht – den Bogen zur nordischen Mythologie: „In der nordischen Mythologie gibt es die Völva. Sie war eine wichtige Figur in der gesamten Gesellschaft. Und sie wurde für ihre Ratschläge hochgeschätzt. Sie konnte vorhersagen, wie die Ernte ausfallen würde, wie die Winter verlaufen würden, was wir tun mussten, um die Gesellschaft für den Winter zu sichern, und warum Dinge schief liefen.“<br>Aus dieser Achtung wurde später die Dämonisierung dieser Fähigkeiten. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt oder auch, welches der Lieblingswhisky von Christine Kammerer ist, lest das Interview.</p>



<p>Das waren die Konzerte und Interviews, die mir viele neue Impulse gegeben haben. Ich wünsche euch viel Spaß, wenn ihr das eine oder andere Interview lest und ansonsten viele neue Impulse im Jahr 2025!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Meine &#8222;Alben des Jahres 2024&#8220;</title>
		<link>https://metal-heads.de/behind-the-scenes/meine-alben-des-jahres-2024/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Dec 2024 11:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[Árstiðir Lífsins]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Kammerer]]></category>
		<category><![CDATA[Lindy-Fay Hella & Dei Farne]]></category>
		<category><![CDATA[MÚR]]></category>
		<category><![CDATA[Rocket Men]]></category>
		<category><![CDATA[ROTTING CHRIST]]></category>
		<category><![CDATA[STUBA Skaida Jančaitė & Kjell Braaten]]></category>
		<category><![CDATA[The Third Circle]]></category>
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					<description><![CDATA[mit ÁRSTIÐIR LÍFSINS, ROTTING CHRIST, ROCKET MEN, Lindy-Fay Hella &#38; Dei Farne, Christine Kammerer, STUBA, Skaidra Jančaitė &#38; Kjell Braaten, THE THIRD CIRCLE und MÚR (scroll down for english version) 2024 war wieder ein&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">mit ÁRSTIÐIR LÍFSINS, ROTTING CHRIST, ROCKET MEN, Lindy-Fay Hella &amp; Dei Farne, Christine Kammerer, <strong>STUBA, Skaidra Jančaitė &amp; Kjell Braaten</strong>, THE THIRD CIRCLE und MÚR</h4>



<h6 class="wp-block-heading">(scroll down for english version)</h6>



<p>2024 war wieder ein Jahr mit vielen Veröffentlichungen, so dass mir die Auswahl nicht leichtgefallen ist. Es sind Alben dabei, die mich seitdem regelmäßig begleiten, andere in bestimmten Stimmungen. Die Alben, die ich für diesen Rückblick ausgewählt habe, sind voller Überraschungen, interessanter Strukturen und Herausforderungen, aber auch mit Elementen des ‚Wiedererkennens‘. Und das ist die Mischung, die mir gefällt.</p>



<p>Und los geht’s: ich habe die Alben nach ihrem Erscheinen geordnet, denn ich könnte keine Reihenfolge erstellen oder sagen: das war für mich das beste Album. Dafür sind sie zu unterschiedlich und jedes Album ist auf seine Weise etwas Spezielles.</p>



<p>Hier also – nach der Qual der Wahl – acht Alben, die in 2024 bei mir für einige ganz besondere Momente gesorgt haben.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/arstidir-lifsins-hermalausaz.jpg" alt="árstiðir lífsins hermalausaz" class="wp-image-160991" style="width:546px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/arstidir-lifsins-hermalausaz.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/arstidir-lifsins-hermalausaz-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/arstidir-lifsins-hermalausaz-600x283.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/arstidir-lifsins-hermalausaz-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>„Hermalausaz“</strong> von ÁRSTIÐIR LÍFSINS</h3>



<p>Das Jahr begann mit <strong>„Hermalausaz“</strong> von ÁRSTIÐIR LÍFSINS. (Die EP ist bereits am 21.12.2023 erschienen, aber ich habe sie erst kurz darauf ‚entdeckt‘.) ÁRSTIÐIR LÍFSINS lassen Folk- und Ambient-Elemente in eine Black Metal Struktur einfließen und nutzen neben den genretypischen auch klassische Musikinstrumente. <br>Die Vocals reichen von gutturalem Gesang zu Chorgesang und Erzählung. In den Texten geht es um Themen der nordischen Sagenwelt. Daher ist es stimmig, dass die Texte in Altnordisch verfasst sind. <strong>„Hermalausaz“</strong> besteht aus zwei Stücken, die jeweils ca. 20 Minuten lang. Dabei verbinden sich Black Metal, Folk, Ambient und Elemente klassischer Musik zu einem vielschichtigen Klang.<br> Die Komplexität sowohl der Musik als auch der Gestaltung der Texte macht die Faszination und Anziehungskraft aus. Die Texte zu den beiden Stücken <strong>„Ýrr“</strong> und <strong>„Þistill“</strong> sind sowohl von skaldischen Gedichten der Edda als auch von Inschriften auf Runensteinen inspiriert.  <a href="https://metal-heads.de/reviews/arstidir-lifsins-hermalausaz/">(review</a>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/05/rotting-christ-pro-xristou-review.jpg" alt="rotting christ pro xristou review" class="wp-image-168739" style="width:503px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/05/rotting-christ-pro-xristou-review.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/05/rotting-christ-pro-xristou-review-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/05/rotting-christ-pro-xristou-review-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


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<h3 class="wp-block-heading"><strong>„Pro Xristou“</strong> von ROTTING CHRIST</h3>



<p>Im Mai folgte <strong>„Pro Xristou“</strong> von ROTTING CHRIST. Es ist eines dieser Alben, die sowohl Neues, Überraschendes als auch Bekanntes in einer spannenden Mischung bieten.Nach 35 Jahren Bandgeschichte, die musikalisch vom Grindcore bis zum Black Metal reicht, ist es das 14. Album. In ihren Alben haben ROTTING CHRIST sich immer wieder mit unterschiedlichen religiösen und philosophischen Strömungen, Mystik und alten Kulturen beschäftigt.<br>Auf <strong>„Pro Xristou“</strong> geht es um die letzten heidnischen Könige, die ihre Werte und ihr Wissen gegen den Ansturm des Christentums verteidigen wollten.Die Auseinandersetzung und der Widerstand dieser Weisheiten gegen die christlichen Ideen ziehen sich thematisch durch das Album.<br><strong>„Pro Xristou“</strong> stellt für mich die konsequente Fortsetzung des Albums <strong>„The Heretics“</strong> dar. Wobei die Songs auf <strong>„Pro Xristou“</strong> noch runder und kraftvoller sind. Es ist wohl ihr atmosphärischstes Album, das eingängig und trotzdem voller Härten ist. <a href="https://metal-heads.de/reviews/pro-xristou-von-rotting-christ/">(review)</a></p>


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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/rocket-men-the-orbiter-sessions-rev.jpg" alt="rocket men the orbiter sessions rev" class="wp-image-170503" style="width:519px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/rocket-men-the-orbiter-sessions-rev.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/rocket-men-the-orbiter-sessions-rev-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/rocket-men-the-orbiter-sessions-rev-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


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<h3 class="wp-block-heading">„The Orbiter Sessions“ von ROCKET MEN</h3>



<p>Im Juni haben uns ROCKET MEN mit „The Orbiter Sessions“ wieder in die Tiefen des Weltalls entführt. ROCKET MEN nennen ihr Genre <strong>„Drum and Space“</strong>. Und das bedeutet: eine einzigartige Fusion aus rockigem Drumming, atmosphärischen ‚spacigen‘ elektrischen Strukturen und mitreißenden Bläser-Lines. Tanzbar, mit Jazz-und Techno-Elementen und Passagen, die auch Filmmusik sein könnten.<br>Der Kontrast zwischen organischen Drums und Synthesizer macht den besonderen Reiz aus. ROCKET MEN kommen ohne Lyrics aus, da Trompete und Saxophon dort, wo sie Melodien spielen, das Erzählen übernehmen. Außerdem lenken schon die Song-Titel die Vorstellung und Interpretation in eine Richtung.<br>ROCKET MEN beschreiben die Unendlichkeit des Universums mit einer Musik, die ihre Weite aus der Verbindung von spielerischen Möglichkeiten der Synthesizer, einer riesigen Portion Groove und Melodien mit jazzigen Motiven.<br>Das Album macht mir mit den komplexen Strukturen bei voller Tanzbarkeit nach wie vor viel Spaß! <a href="https://metal-heads.de/reviews/the-orbiter-sessions-neues-album-von-rocket-men/">(review)</a></p>


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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/lindy-fay-hella-dei-farne-islet-cover.jpg" alt="lindy-fay hella &amp; dei farne islet cover" class="wp-image-172004" style="width:498px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/lindy-fay-hella-dei-farne-islet-cover.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/lindy-fay-hella-dei-farne-islet-cover-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/lindy-fay-hella-dei-farne-islet-cover-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


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<h3 class="wp-block-heading"><strong>„Islet“</strong> von <strong>Lindy-Fay Hella &amp; Dei Farne</strong></h3>



<p><strong>Lindy-Fay Hella</strong> kennen viele von euch als Teil von WARDRUNA. Während der Corona-Pandemie sind die Ideen zu <strong>„Islet“</strong> entstanden. Das Album von <strong>Lindy-Fay Hella &amp; Dei Farne</strong> hat dem Gefühl der Einsamkeit, die vielen Menschen zurzeit zu schaffen macht, eine Form gegeben. Dabei sind Lieder entstanden, die einen weiteren klanglichen Raum eröffnet haben, den man erkunden sollte! ‚Einsamkeit‘ ist zudem ein Thema, das auch nach der Corona-Zeit in vielen Bereichen eine Rolle spielt.<br><strong>Linda-Fay Hella &amp; Dei Farne</strong> haben elektronische und traditionelle Musik, experimentelle Elemente und Folk-Strukturen in einer Weise verbunden, wie ich es vorher noch nicht gehört hatte. Aus dem Zusammenspiel von Lindy-Fays ausdrucksvoller und variationsreicher Stimme mit diesen Elementen sind sphärische Klänge und erdende Melodien entstanden, die den besonderen Reiz dieses Albums ausmachen. <br>Dadurch, dass neben Synthesizern auch traditionelle Instrumente wie die Nyckelharpa (übrigens gespielt von WARDRUNA-Kollege <strong>John Stenersen</strong>) oder auch ein Harmonium genutzt werden, ist eine subtile Spannung zwischen Melancholie, Kälte, magischen Momenten und bedrängender Nähe entstanden. Eine Musik, in der das Erleben, Träume und mythischen Wesen eine (Klang-) Welt erhalten haben. <a href="https://metal-heads.de/reviews/islet-von-lindy-fay-hella-dei-farne/">(review)</a></p>



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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-echoes-of-north-.jpg" alt="christine kammerer echoes of north" class="wp-image-174260" style="width:468px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-echoes-of-north-.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-echoes-of-north--300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-echoes-of-north--520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


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<h3 class="wp-block-heading">„Echoes of North“ von Christine Kammerer</h3>



<p>Im July erschien das Debüt-Album von <strong>Christine Kammerer</strong>, die sonst mit JOTUNGER, ihrem “Dark-Folk-Projekt“ unterwegs ist. Aufgewachsen in einer musikalischen Familie und mit einem Hintergrund sowohl in klassischer Musik als auch im Heavy Metal, hat sie sich im Laufe der Zeit immer mehr mit Folk-Musik – und hier besonders mit keltischer Musik &#8211; auseinandergesetzt.<br>In ihrem Album <strong>„Echoes of North“</strong> macht sie die gemeinsamen Wurzeln zwischen Skandinavien und Schottland hörbar. Die 10 Lieder singt sie auf Dänisch, Englisch und Gälisch. Auch sonst gibt sie den Eigenheiten sowohl der skandinavischen als auch der schottisch-gälischen Musik viel Raum.<br>Gut gefallen hat mir, dass sie neben fröhlichen Melodien und hellen Arrangements, auch die dunklen Momente, die es im Leben gibt, vertont hat. Und das nicht nur in den Klageliedern, sondern auch in denen, die vom Nachhauskommen und Zuhause-Sein handeln. Wie ein roter Faden zieht sich der Gedanke, dass traurige, schwere, dunkle Momente zu unserem Leben gehören, durch das Album. Aber es gibt immer wieder diese stärkenden Augenblicke in denen ‚das Licht hervorbricht‘ und man sich wohlfühlt, sich zuhause, angenommen und angekommen fühlt. <br>Christine Kammerer hat mit dem Album auch gezeigt, dass es Themen und Geschichten gibt, die in allen Kulturen eine Rolle spielen, und dass Musik und die mit ihr verbundenen Emotionen eine universelle Sprache sind. <a href="https://metal-heads.de/reviews/echoes-of-north-von-christine-kammerer/">(review)</a></p>



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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/10/serendipitous-meeting-cover-review.jpg" alt="serendipitous meeting cover review" class="wp-image-178959" style="width:478px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/10/serendipitous-meeting-cover-review.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/10/serendipitous-meeting-cover-review-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/10/serendipitous-meeting-cover-review-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


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<h3 class="wp-block-heading"><strong>„Serendipitous Meeting“ von STUBA, Skaidra Jančaitė &amp; Kjell Braaten</strong></h3>



<p>Musik in einer besonderen Form haben <strong>STUBA, Skaidra Jančaitė &amp; Kjell Braaten</strong> mit dem auch sonst ungewöhnlichen Album <strong>„Serendipitous Meeting“</strong> weitergegeben. Es ist – wie der Titel sagt -aus einer zufälligen Gelegenheit entstanden: nach einem Konzert trafen sich die Sängerinnen noch einmal im Haus von <strong>Kjell Braaten</strong>. Es wurde gesungen, die Lieder aufgenommen – und so ist das Album entstanden. <br>Bei der besonderen Gesangsform handelt es sich um Sutartinės. Sie sind eine alte Form mehrstimmiger Musik, die 2010 auf die<strong> Liste der immateriellen Kulturgüter</strong> der UNESCO aufgenommen wurde. Sie werden in der Regel von zwei, drei oder vier Sängerinnen vorgetragen.<br>Die Texte der Sutartinės erzählen von Dingen des Alltags, von Festen und von den Sorgen und Gedanken, die das Leben mit sich bringt. <br>Oft werden dabei menschliche Eigenschaften oder Emotionen durch Elemente der Natur ausgedrückt. Und so sind Lieder entstanden, die die Kreisläufe des Lebens und das damit verbundene Auf und Ab von Freude und Traurigkeit ausdrücken. <a href="https://metal-heads.de/reviews/serendipitous-meeting-von-stuba-skaidra-jancaite-kjell-braaten/">(review)</a></p>



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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/the-third-circle-rev.jpg" alt="the third circle rev &quot;I&quot;" class="wp-image-180182" style="width:499px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/the-third-circle-rev.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/the-third-circle-rev-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/the-third-circle-rev-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


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<h3 class="wp-block-heading">„I“ von THE THIRD CIRCLE</h3>



<p>Um Zyklisches geht es auch in der Debüt-EP <strong>„I“</strong> von THE THIRD CIRCLE. THE THIRD CIRCLE sind ein Trio bestehend aus <strong>John Stenersen</strong> (WARDRUNA, GÅTE, BERGTATT), <strong>Anders Odden</strong> (CADAVER, CELTIC FROST) und <strong>Birger Mistereggen</strong>, also Musikern mit Erfahrungen in ganz unterschiedlichen musikalischen Richtungen.<br>Als <strong>Anders Odden</strong> 2020 lebensbedrohlich erkrankte, entwickelte er eine neue Beziehung zur Musik. Er wollte Musik machen, die persönlich, meditativ und sogar therapeutisch sein sollte. Und so experimentierte mit analogen Synthesizern und sammelte Naturklänge, indem er Aufnahmen insbesondere im Wald machte. Zusammen mit <strong>John Stenersen</strong> und <strong>Birger Mistereggen</strong> haben sie Musik aufgenommen, die zum Innehalten, Nachdenken einlädt, und auch eine Reise jenseits des Alltäglichen ermöglichen soll.<br>Die Stücke haben keine Titel (sondern sind nummeriert) und sind rein instrumental. Somit kann man sich von der Musik dorthin tragen lassen, wozu die Musik inspiriert, da weder Titel noch Texte eine Richtung vorgeben. <br>Das Prinzip von Wiederholung und Variation haben sie mit einem weiter werdenden Klangspektrum und unterschiedlichen rhythmischen Strukturen in vibrierenden Spiralen umgesetzt. Den Klang alter Instrumente und der Synthesizer haben sie in erdverbundenen, sphärischen und dissonanten Formen gebracht. Die Stücke klingen psychedelisch. Aber trotzdem ist die Verwurzelung im Konkreten durchgängig spürbar. <a href="https://metal-heads.de/reviews/the-third-circle-mit-debuet-ep-i/">(review)</a></p>



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<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-1200x800.jpg" alt="mur_bandphoto3_AnnaMaggy" class="wp-image-180363" style="width:427px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-1200x800.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-1536x1024.jpg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-2048x1365.jpg 2048w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-1320x880.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure></div>


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<h3 class="wp-block-heading">„Múr“ von MÚR</h3>



<p>Und zum Ende des Jahres – und zum Schluss meine Auswahl – ein weiteres Debüt-Album. MÚR kommen aus Island. Schon bald nach ihrer Gründung haben sie die isländische <strong>Wacken Metal Battle</strong> gewonnen (2022) und beim internationalen Finale bei <strong>Wacken Open Air</strong> den vierten Platz belegt. Weiteres Aufsehen erhielten sie beim <strong>Soulcrusher Festival </strong>(2023).<br>Im November 2024 erschien das Album <strong>„Múr“</strong>. MÚR heißt ‚Mauer‘. Und die Band beschreibt ihre Musik dann auch als „eine Mauer aus Klang und Emotionen“. Sie verbinden atmosphärisch-apokalyptische Klanglandschaften, die von Naturgewalten inspiriert wirken. So gibt es rohe Strukturen und gleichzeitig einen facettenreichen Sound, in den neben jazzigen und elektronischen Klängen Elemente aus weiteren Genres einfließen. So ist eine faszinierende Mischung aus Post-Rock und progressiver Musik entstanden. <br>Neben Gitarren, Bass und Schlagzeug nutzen sie Synthesizer und Keytar. <strong>„Múr“</strong> ist ein aufregendes und interessantes Album mit vielen Details, cineastischen Passagen und wütenden Ausbrüchen. Mir haben insbesondere die experimentellen Passagen gut gefallen. Daher hoffe ich, dass sie diesen demnächst noch mehr Raum geben. <a href="https://metal-heads.de/reviews/mur-das-debuetalbum-von-mur/">(review)</a></p>



<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;- english version </p>



<h2 class="wp-block-heading">My ‘Albums of the year 2024’</h2>



<h4 class="wp-block-heading"><br>ÁRSTIÐIR LÍFSINS, ROTTING CHRIST, ROCKET MEN, Lindy-Fay Hella &amp; Dei Farne, Christine Kammerer, <strong>STUBA, Skaidra Jančaitė &amp; Kjell Braaten</strong>, THE THIRD CIRCLE und MÚR<br></h4>



<p>2024 was another year with many releases, so it wasn&#8217;t easy for me to make a selection. There are albums that have accompanied me regularly since then, others in certain moods. The albums I have selected for this review are full of surprises, interesting structures and challenges, but also with elements of &#8218;recognition&#8216;. And that&#8217;s the mix I like.<br>And here we go: I&#8217;ve ordered the albums according to their release, because I couldn&#8217;t put them in order or say: this was the best album for me. They are too different for that and each album is special in its own way.<br>So &#8211; after being spoiled for choice &#8211; here are eight albums that provided me with some very special moments in 2024.</p>


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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/arstidir-lifsins-hermalausaz.jpg" alt="árstiðir lífsins hermalausaz" class="wp-image-160991" style="width:503px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/arstidir-lifsins-hermalausaz.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/arstidir-lifsins-hermalausaz-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/arstidir-lifsins-hermalausaz-600x283.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/01/arstidir-lifsins-hermalausaz-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


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<h3 class="wp-block-heading">“Hermalausaz” by ÁRSTIÐIR LÍFSINS</h3>



<p>The year began with <strong>“Hermalausaz”</strong> by ÁRSTIÐIR LÍFSINS. (The EP was already released on 21.12.2023, but I only &#8218;discovered&#8216; it shortly afterwards).<br>ÁRSTIÐIR LÍFSINS incorporate folk and ambient elements into a black metal structure and use classical musical instruments as well as those typical of the genre. The vocals range from guttural singing to choral singing and narration. The lyrics deal with themes from the world of Nordic legends. It is therefore fitting that the lyrics are written in Old Norse.<br><strong>“Hermalausaz”</strong> consists of two tracks, each about 20 minutes long. Black metal, folk, ambient and elements of classical music combine to create a multi-layered sound. The complexity of both the music and the lyrics is what makes them so fascinating and appealing.<br>The lyrics to the two tracks <strong>“Ýrr”</strong> and <strong>“Þistill”</strong> are inspired by skaldic poems from the Edda as well as inscriptions on rune stones. <a href="https://metal-heads.de/reviews/arstidir-lifsins-hermalausaz/">(review)</a></p>


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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/05/rotting-christ-pro-xristou-review.jpg" alt="rotting christ pro xristou review" class="wp-image-168739" style="width:512px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/05/rotting-christ-pro-xristou-review.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/05/rotting-christ-pro-xristou-review-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/05/rotting-christ-pro-xristou-review-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


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<h3 class="wp-block-heading">“Pro Xristou” by ROTTING CHRIST</h3>



<p>This was followed in May by <strong>“Pro Xristou”</strong> by ROTTING CHRIST. It is one of those albums that offer something new, surprising and familiar in an exciting mix.<br>After 35 years of band history, which musically ranges from grindcore to black metal, this is the 14th album. In their albums, ROTTING CHRIST have repeatedly dealt with different religious and philosophical currents, mysticism and ancient cultures.<br>Pro Xristou” is about the last pagan kings who wanted to defend their values and knowledge against the onslaught of Christianity. The confrontation and resistance of this wisdom against Christian ideas runs thematically through the album.<br>For me, <strong>“Pro Xristou”</strong> is the logical continuation of the album “The Heretics”. However, the songs on the album are even more rounded and powerful. It is probably their most atmospheric album, which is catchy and yet full of harshness.<a href="https://metal-heads.de/reviews/pro-xristou-von-rotting-christ/"> (review)</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/rocket-men-the-orbiter-sessions-rev.jpg" alt="rocket men the orbiter sessions rev" class="wp-image-170503" style="width:477px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/rocket-men-the-orbiter-sessions-rev.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/rocket-men-the-orbiter-sessions-rev-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/rocket-men-the-orbiter-sessions-rev-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


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<h3 class="wp-block-heading">“The Orbiter Sessions” by ROCKET MEN</h3>



<p>In June, ROCKET MEN took us back into the depths of space with <strong>“The Orbiter Sessions”</strong>.<br>ROCKET MEN call their genre ‘Drum and Space’. And that means: a unique fusion of rock drumming, atmospheric ‘spacey’ electric structures and rousing horn lines. Danceable, with jazz and techno elements and passages that could also be film music.<br>The contrast between organic drums and synthesiser is the special attraction. ROCKET MEN manage without lyrics, as the trumpet and saxophone take over the narration where they play melodies. In addition, the song titles already steer the imagination and interpretation in one direction.<br>ROCKET MEN describe the infinity of the universe with music that derives its vastness from the combination of the playful possibilities of synthesisers, a huge portion of groove and melodies with jazzy motifs.<br>I still really enjoy the album with its complex structures and full danceability!  <a href="https://metal-heads.de/reviews/the-orbiter-sessions-neues-album-von-rocket-men/">(review)</a></p>


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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/lindy-fay-hella-dei-farne-islet-cover.jpg" alt="lindy-fay hella &amp; dei farne islet cover" class="wp-image-172004" style="width:475px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/lindy-fay-hella-dei-farne-islet-cover.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/lindy-fay-hella-dei-farne-islet-cover-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/lindy-fay-hella-dei-farne-islet-cover-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


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<h3 class="wp-block-heading">“Islet” by Lindy-Fay Hella &amp; Dei Farne</h3>



<p>Many of you know Lindy-Fay Hella as part of WARDRUNA. The ideas for <strong>“Islet” </strong>were born during the coronavirus pandemic. The album by <strong>Lindy-Fay Hella &amp; Dei Farn</strong>e has given form to the feeling of loneliness that many people are currently experiencing. This has resulted in songs that have opened up another sonic space to explore! &#8218;Loneliness&#8216; is also a topic that plays a role in many areas even after the Corona period.<br><strong>Linda-Fay Hella &amp; Dei Farne </strong>have combined electronic and traditional music, experimental elements and folk structures in a way I hadn&#8217;t heard before. The interplay of Lindy-Fay&#8217;s expressive and varied voice with these elements has created spherical sounds and grounding melodies that make this album so appealing. <br>The fact that traditional instruments such as the nyckelharpa (played by WARDRUNA colleague <strong>John Stenersen</strong>) and a harmonium are used alongside synthesizers creates a subtle tension between melancholy, coldness, magical moments and oppressive closeness. A music in which experience, dreams and mythical beings have been given a (sound) world. <a href="https://metal-heads.de/reviews/islet-von-lindy-fay-hella-dei-farne/">(review)</a></p>



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<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-echoes-of-north-.jpg" alt="christine kammerer echoes of north" class="wp-image-174260" style="width:461px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-echoes-of-north-.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-echoes-of-north--300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/07/christine-kammerer-echoes-of-north--520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">“Echoes of North” by Christine Kammerer</h3>



<p>July saw the release of the debut album by <strong>Christine Kammerer</strong>, who is otherwise on the road with JOTUNGER, her “dark folk project”. Having grown up in a musical family and with a background in both classical music and heavy metal, she has become increasingly involved with folk music &#8211; and Celtic music in particular &#8211; over the years.<br>In her album <strong>“Echoes of North”,</strong> she makes the common roots between Scandinavia and Scotland audible. She sings the 10 songs in Danish, English and Gaelic. She also gives a lot of space to the peculiarities of both Scandinavian and Scottish Gaelic music.<br>I liked the fact that, in addition to cheerful melodies and light arrangements, she has also set the dark moments that exist in life to music. And not just in the laments, but also in the songs about coming home and being at home. The idea that sad, difficult, dark moments are part of our lives runs like a red thread through the album. But there are always those strengthening moments when &#8218;the light breaks through&#8216; and you feel at ease, at home, accepted and arrived. With this album, <strong>Christine Kammerer</strong> has also shown that there are themes and stories that play a role in all cultures and that music and the emotions associated with it are a universal language. <a href="https://metal-heads.de/reviews/echoes-of-north-von-christine-kammerer/">(review)</a></p>



<p></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/10/serendipitous-meeting-cover-review.jpg" alt="serendipitous meeting cover review" class="wp-image-178959" style="width:468px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/10/serendipitous-meeting-cover-review.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/10/serendipitous-meeting-cover-review-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/10/serendipitous-meeting-cover-review-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


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<h3 class="wp-block-heading">“Serendipitous Meeting” by STUBA, Skaidra Jančaitė &amp; Kjell Braaten</h3>



<p>STUBA, Skaidra Jančaitė &amp; Kjell Braaten have passed on music in a special form with the album “Serendipitous Meeting”, which is also unusual in other respects. As the title suggests, it was the result of a chance meeting: after a concert, the singers got together again at Kjell Braaten&#8217;s house. They sang and recorded the songs &#8211; and that&#8217;s how the album came about. <br>The special form of singing is sutartinės. They are an ancient form of polyphonic music that was added to UNESCO&#8217;s list of intangible cultural assets in 2010. They are usually performed by two, three or four female singers.<br>The lyrics of the sutartinės tell of everyday life, celebrations and the worries and thoughts that life brings with it. Human characteristics or emotions are often expressed through elements of nature. And so songs have been created that express the cycles of life and the associated ups and downs of joy and sadness. <a href="https://metal-heads.de/reviews/serendipitous-meeting-von-stuba-skaidra-jancaite-kjell-braaten/">(review)</a></p>



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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/the-third-circle-rev.jpg" alt="the third circle rev &quot;I&quot;" class="wp-image-180182" style="width:450px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/the-third-circle-rev.jpg 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/the-third-circle-rev-300x142.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/the-third-circle-rev-520x245.jpg 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">“I” by THE THIRD CIRCLE</h3>



<p>The debut EP<strong> “I” </strong>by THE THIRD CIRCLE is also about the cyclical. THE THIRD CIRCLE are a trio consisting of <strong>John Stenersen</strong> (WARDRUNA, GÅTE, BERGTATT), <strong>Anders Odden</strong> (CADAVER, CELTIC FROST) and <strong>Birger Mistereggen</strong>, musicians with experience in very different musical directions.<br>When <strong>Anders Odden</strong> fell seriously ill in 2020, he developed a new relationship with music. He wanted to make music that was personal, meditative and even therapeutic. And so he experimented with analogue synthesizers and collected natural sounds by making recordings, especially in the forest.Together with <strong>John Stenersen</strong> and Birger Mistereggen, they have recorded music that invites you to pause, reflect and take a journey beyond the everyday.<br>The pieces have no titles (but are numbered) and are purely instrumental. This means that you can let the music take you wherever it inspires you to go, as neither the title nor the lyrics provide any direction.<br>They have realised the principle of repetition and variation with a widening sound spectrum and different rhythmic structures in vibrating spirals. They have transformed the sound of old instruments and synthesisers into earthy, spherical and dissonant forms. The pieces sound psychedelic. Nevertheless, the roots in the concrete are palpable throughout. <a href="https://metal-heads.de/reviews/the-third-circle-mit-debuet-ep-i/">(review)</a></p>



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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-1200x800.jpg" alt="mur_bandphoto3_AnnaMaggy" class="wp-image-180363" style="width:430px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-1200x800.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-1536x1024.jpg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-2048x1365.jpg 2048w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/11/mur_bandphoto3_AnnaMaggy-1320x880.jpg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure></div>


<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">“Múr” by MÚR</h3>



<p>And at the end of the year &#8211; and my final selection &#8211; another debut album. MÚR come from Iceland. Soon after their formation, they won the Icelandic <strong>Wacken Metal Battle</strong> (2022) and took fourth place in the international final at <strong>Wacken Open Air</strong>. They attracted further attention at the <strong>Soulcrusher Festival</strong> (2023).<br>The album <strong>“Múr”</strong> was released in November 2024. MÚR means ‘wall’. And the band describes their music as ‘a wall of sound and emotion’. They combine atmospheric, apocalyptic soundscapes inspired by the forces of nature. There are raw structures and at the same time a multi-faceted sound that incorporates elements from other genres alongside jazzy and electronic sounds. The result is a fascinating mixture of post-rock and progressive music. In addition to guitars, bass and drums, they use synthesisers and keytar. <br>“Múr” is an exciting and interesting album with lots of details, cinematic passages and furious outbursts. I particularly liked the experimental passages. I therefore hope that they will give them even more space in the near future.<a href="https://metal-heads.de/reviews/mur-das-debuetalbum-von-mur/">(review)</a></p>
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		<title>„The Orbiter Sessions“ – neues Album von ROCKET MEN</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Jun 2024 10:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Drum and Space]]></category>
		<category><![CDATA[Rocket Men]]></category>
		<category><![CDATA[The Orbiter Sessions]]></category>
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					<description><![CDATA[„The Orbiter Sessions“ heißt das neue Album der Crew von ROCKET MEN, das heute&#160; (7. Juni 2024) veröffentlicht wird. ROCKET MEN nennen&#160; ihr Genre „Drum and Space“. Und das bedeutet: eine einzigartige Fusion aus&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p>„The Orbiter Sessions“ heißt das neue Album der Crew von ROCKET MEN, das heute&nbsp; (<strong>7. Juni 2024</strong>) veröffentlicht wird.</p>



<p>ROCKET MEN nennen&nbsp; ihr Genre <strong>„Drum and Space“</strong>. Und das bedeutet: eine einzigartige Fusion aus rockigem Drumming, atmosphärischen ‚spacigen‘ elektrischen Strukturen und mitreißenden Bläser-Lines. Tanzbar, mit Jazz-und Techno-Elementen und Passagen, die auch Filmmusik sein könnten.<br>ROCKET MEN beschreiben die Unendlichkeit des Universums mit einer Musik, die ihre Weite aus der Verbindung von spielerischen Möglichkeiten der Synthesizer, einer riesigen Portion Groove und Melodien mit jazzigen Motiven.<br>Mit <strong>„The Orbiter Sessions“</strong> nehmen ROCKET MEN uns mit auf eine Reise durch das Universum. Jeder Song ist wie eine Station oder ein Kapitel in einer Geschichte.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1200" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-1200x1200.jpeg" alt="Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover" class="wp-image-170219" style="width:208px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-1200x1200.jpeg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-300x300.jpeg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-150x150.jpeg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-768x768.jpeg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-1536x1536.jpeg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-2048x2048.jpeg 2048w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-80x80.jpeg 80w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-320x320.jpeg 320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Der Countdown läuft ….</h3>



<p>Der Opener <strong>„Orbiter“</strong> beginnt mit Klängen, die langsam in die Gehörgänge tropfen. Der Song baut sich auf wie ein Sommerregen: ein leichtes Rauschen im Hintergrund, die Klangtropfen fallen unaufhörlich, während der Orbiter langsam abhebt und mit einer neuen Mission im Weltraum verschwindet.</p>



<p>In <strong>„New Mission“</strong> macht eine schwebende Trompetenmelodie den Anfang, die variiert und immer weiter ausgebaut wird. Ein vom rockigen Drumming durchwebter Klangteppich baut dramatische Spannung auf, in die ein Zitat aus <strong>„The Illustrated Man“</strong> eingebaut ist. Die Spannung wird bis zum cliff-hanger-artigen Schluss aufrechterhalten.</p>



<p>(„The Illustrated Man“ ist eine Sammlung von Science Fiction Geschichten von Ray Bradbury, die auch auf „Twerk and Travel in Space“ bereits Verwendung fand.)</p>



<h3 class="wp-block-heading">SPACE!</h3>



<p><strong>„Moon“</strong> ist der ‚spacigste‘ Song des Albums, da ihn die Synthesizertöne und -klänge bestimmen. Das Staccato der Bläser unterstreicht den Eindruck des zu- und abnehmenden Mondes im Zeitraffer.</p>



<p><strong>„Ikeya-Seki“</strong> ist nach einem der hellsten Kometen der letzten 1000 Jahre benannt.</p>



<p>Die funkige Musik ist genau richtig, um die Reise des Kometen nachzuzeichnen, der letztlich zerbrach, als er in Sonnennähe kam und mit einem immer länger werdenden Schweif verglühte. Eine Geschichte, die wunderbar von der Saxophonmelodie erzählt wird.</p>



<p>Der folgende Track <strong>„Hubble</strong>“ ist bereits als Video erschienen. Energiegeladene Bläser und tiefe Synthesizer-Klänge erzeugen eine Aufbruchstimmung. Der Song groovt ordentlich, die Trompetenmelodie und ein verspieltes Keyboard-Solo eröffnen einen weiten Blick in den Raum. Hier hört man das „Drum and Space“ – Konzept noch einmal sehr deutlich. Ein toller Song!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Turbulenzen und ein Blick auf den blauen Planeten</h3>



<p>Schnelle, pulsierende Folgen von Tönen, Akkorden und Motiven, aus denen keine Melodie im engeren Sinne entsteht, prägen <strong>„Jupiter Rising“</strong>. Dieses Pulsieren mit ruhigen Momenten, die anschwellenden Klänge, die letztlich explodieren, passen gut zu diesem Planeten mit seinen Stürmen und Turbulenzen.</p>



<p>Mit der <strong>„Hymn To Planet Blue“</strong> enden Reise und Album. Langsam und entschleunigt spannen eine warme Saxophonmelodie und die elektronischen Elemente klanglich den Bogen zum Opener. Trompete und Saxophon scheinen sich über den Blick auf den blauen Planeten auszutauschen. Oder vielleicht erzählen sie sich, was sie nach ihrer Ankunft auf der Erde tun werden. Denn nach einer langen Reise ist auch schön, wieder zuhause anzukommen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="340" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/rocket-men-interview.png" alt="rocket men interview" class="wp-image-170200" style="width:491px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/rocket-men-interview.png 720w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/rocket-men-interview-300x142.png 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/rocket-men-interview-520x245.png 520w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></figure></div>


<p></p>



<h3 class="wp-block-heading">Geschichten aus der unendlichen Weite des Weltalls</h3>



<p>Die Reise hätte gerne noch weitergehen können. Denn <strong>„The Orbiter Sessions“</strong> sind mit der Verbindung von komplexen Strukturen und Tanzbarkeit voller Überraschungen. Stillsitzen ist wirklich nicht möglich.</p>



<p>Der Kontrast zwischen organischen Drums und Synthesizer macht den besonderen Reiz aus. ROCKET MEN kommen ohne Lyrics aus, da Trompete und Saxophon dort, wo sie Melodien spielen, das Erzählen übernehmen. Außerdem lenken schon die Song-Titel die Vorstellung und Interpretation in eine Richtung.<br>Welche Rolle das Geschichtenerzählen und die Arbeit mit einem Konzept bei diesem Album gespielt haben, könnt ihr noch einmal im Interview lesen, das vor ein paar Tagen <a href="https://metal-heads.de/behind-the-scenes/rocket-men-im-interview/">HIER</a> veröffentlicht wurde.</p>



<p>Übrigens kann man ROCKET MEN nicht nur morgen (<strong>8. Juni 2024</strong>) auf dem <strong>ElbJazz-Festival</strong> (Livestream in ARTE ab 17.45 Uhr) live erleben.</p>



<p>Am <strong>29. und 30.&nbsp; November 2024</strong> gibt es ein ganz besonderes Event, wenn ROCKET MEN im Planetarium in Hamburg auftreten. Da wird die Musik durch speziell dafür produzierte Visuals im 360° Fulldome untermalt. Und die Zuschauer werden, wie Philipp Püschel im Interview sagte: „… ganz schön durchs Weltall geschossen.“<br>Ich finde, dass ihnen dies bereits mit dem Album gelingt, das mit seinem futuristischen und gleichzeitig erdigen Sound auch nach mehrmaligem Hören nichts an seinem Reiz verliert!</p>



<p><strong>„The Orbiter Sessions“</strong> gibt es nicht nur digital sondern auch als <a href="https://rocketmen.bandcamp.com/album/the-orbiter-sessions">weiße Vinyl</a>.</p>



<p>ROCKET MEN sind</p>



<p>Philipp Püschel (Trompete)<br>Lasse Golz (Saxophon)<br>Valentin Mühlbauer (Synthesizer und Keyboard)<br>Paul David Heckhausen (Synthesizer, Elektronik)<br>Felix Dehmel (Drums)</p>



<p>Und jetzt das Video zu<strong> „Hubble“</strong>. Viel Spaß damit!</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="video-container"><iframe loading="lazy" title="ROCKET MEN - Hubble (The Orbiter Sessions)" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/AD4C1Q-xvIU?feature=oembed&#038;wmode=opaque" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
</div></figure>
<div class="isc_image_list_box"><p class="isc_image_list_title">Bildquellen</p>			<ul class="isc_image_list">
		<li>Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100&#215;2100-72ppi: rocket men</li><li>rocket men interview: rocket men foto: Felix Kahlo</li><li>rocket men the orbiter sessions rev: Rocket Men</li>		</ul>
		</div>
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		<title>ROCKET MEN im Interview</title>
		<link>https://metal-heads.de/behind-the-scenes/rocket-men-im-interview/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2024 10:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Dehmel]]></category>
		<category><![CDATA[Rocket Men]]></category>
		<category><![CDATA[Space & Drums]]></category>
		<category><![CDATA[The Orbiter Sessions]]></category>
		<category><![CDATA[Twerk & Travel In Space]]></category>
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					<description><![CDATA[ROCKET MEN nennen ihr Genre „Drum and Space“. Die Bandmitglieder sind in den Jazz-, Rock- und Pop-Szenen von Hamburg, Berlin und Leipzig zuhause. Und am 7. Juni 2024 erscheint ihr neues Album „The Orbiter&#46;&#46;&#46;]]></description>
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<p>ROCKET MEN nennen ihr Genre „Drum and Space“. Die Bandmitglieder sind in den Jazz-, Rock- und Pop-Szenen von Hamburg, Berlin und Leipzig zuhause. Und am 7. Juni 2024 erscheint ihr neues Album <strong>„The Orbiter Sessions“</strong>.<br>Das habe ich zum Anlass genommen, mich mit <strong>Philipp Püschel</strong> (Trompete) und<strong> Felix Dehmel </strong>(Schlagzeug) über das Album und den Entstehungsprozess, Storytelling, Weltraum, Veränderungen beim Publikum und über kommende Events zu unterhalten.</p>



<p>Hallo <mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Philipp</mark> und<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color"> Felix</mark>. Prima, dass ihr euch die Zeit nehmt, um etwas zu ROCKET MEN und dem neuen Album zu erzählen. <br>Ihr seid beide in Hamburg? Und die anderen Bandmitglieder sind in Berlin und Leipzig?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Ja, aber inzwischen wohnen drei von uns in Hamburg.</mark></p>



<p>Wie habt ihr euch eigentlich kennengelernt, wenn ihr in verschiedenen Städten lebt? Wie habt ihr euch gefunden?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Tinder.</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Nee, das war schon anders. Valentin (Keyboard) und ich machen seit 15 Jahren zusammen Musik. Wir haben schon zusammen in der Musikschule in einer Band gespielt. Dann habe ich eine Band für mein Abschlusskonzert zusammengestellt. Und daraus hat sich ROCKET MEN geformt. Es hat noch einige Wechsel gegeben, aber die Besetzung, in der wir jetzt spielen, gibt es schon fast 8 Jahre</mark><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-green-cyan-color">.</mark></p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie ROCKET MEN zu ihrem Bandnamen kamen</h3>



<p>Felix, du warst nicht von Beginn an dabei, oder?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Doch, doch, ich war schon am Anfang mit dabei</mark>.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Unter dem Namen ROCKET MEN waren Felix, Valentin und ich und Lasse, der Saxophonist quasi die Kernbesetzung. Paul, der die Elektronik und die Synthesizer macht, kam später dazu</mark><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-green-cyan-color">.</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Und es gibt noch einen zweiten Ast: Angefangen hat der mit Konzerten, die wir zusammen mit einem Bassisten in der Pony-Bar in Hamburg gespielt haben. Mit dabei war damals noch Noah Rott [Piano].</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Aber bei der ersten JazzLab Ausgabe oder der Sommersause haben wir schon mit dem Keyboard-Set-Up gespielt, oder?</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Ja genau, da hatten wir noch keinen richtigen Bandnamen. Wir haben das Publikum gebeten, Begriffe auf kleine Zettel zu schreiben, die sie mit uns und unserer Musik assoziieren. Interessant war, dass viele etwas mit Weltraum assoziiert hatten. Das Space-Thema war schon von Anfang an in der Musik präsent. Nur noch nicht als Titel. Dann haben wir die Zettel ausgewertet und gedacht: okay, wenn der Weltraumbegriff so präsent ist, dann muss es in die Richtung gehen. Und dann kamen wir auf den Begriff ROCKET MEN.</mark></p>



<h3 class="wp-block-heading">Erst der Sound dann ‚der Weltraum‘</h3>



<p>Wie hat es sich entwickelt, dass ihr das Weltraumthema in den Vordergrund gestellt habt und das in gewisser Weise auch lebt? Ihr habt entsprechende Songtitel, die Musik klingt danach. Das hatte ja nicht nur mit dem Publikum zu tun.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Die Musik, die wir schreiben und spielen, hat immer etwas von Weite und Ferne so dass es nach Weltraum klingt. Ich kann gar nicht beschreiben, welche Faktoren es sind, die das ausmachen, aber da wir viel Synthesizer und Keyboard in der Band haben, hat man viele Delays, viel Spielzeug, viel Space.</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Aber es war nicht so, dass wir von Anfang an gesagt haben: wir wollen was mit Weltall machen. Sondern es war eher so: wir haben Musik geschrieben, die klang cool und irgendwie nach Weltraum.</mark></p>



<p>Ja, und für mich hat die Musik auch ohne die Titel nach ‚Weltraum‘ geklungen. So was Schwebendes, Abgehobenes. Weil sie viel Spielerei hat und dennoch eine Strenge und Klarheit, die Ruhe ausstrahlt, wie ich sie mir im Weltall vorstelle.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Wie Philipp schon angedeutet hat: das Set-Up der Band diktiert ein wenig den Sound. Die Band hatte sich gefunden und daraus entwickelten sich das Konzept und die Musik auf eine ganz organische Art und Weise. Später wurde das Ganze greifbarer, konnte benannt werden. Und ‚Weltraum‘ ist ein Thema, das viel Interpretationsfreiraum lässt. Und viel Spielraum für einen selbst. Was man im Einzelnen macht oder beleuchtet ist offen.</mark></p>



<h3 class="wp-block-heading">Der gemeinsame Nenner</h3>



<p>Ist das immer Gemeinschaftsarbeit oder gibt es jemanden, der den Sound ‚überwacht‘? Also jemanden der sagt: das klingt jetzt noch nach ROCKET MEN und dass nicht mehr.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Nee, eigentlich gibt es das nicht, ne Philipp?</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-green-cyan-color">Nee</mark>. ( beide lachen) <br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Total schön ist, dass wir fünf eine ähnliche Vorstellung davon haben, wie die Musik klingen soll. Natürlich nicht zu 100% gleich. Und das ist ja auch wünschenswert, dass da jeder seinen Input geben kann. Ich finde, es hat sich auf eine sehr organische Art entwickelt, dass wir alle auf einen gemeinsamen Nenner gekommen sind. Es gab nie eine Person, die sagt: das machen wir jetzt so und so. Sicher ist es am Ende des Tages auch wichtig, dass jemand eine Entscheidung fällt. Aber du hattest ja nach dem Sound gefragt. Trotz der Unterschiede sind unsere Vorstellungen sehr ähnlich und lassen sich gut unter einen Hut bringen. Und das macht diese Band auch aus, dass man hört, dass das alle authentisch finden.</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Ja und der Bandsound hat sich in den letzten acht Jahren immer wieder gewandelt. Ich finde das auch super wichtig, dass man als Band flexibel bleibt. Denn die eigenen musikalischen Interessen verändern sich im Laufe der Jahre. Und durch die Besetzungswechsel steht man immer wieder vor neuen Herausforderungen.</mark></p>



<h3 class="wp-block-heading">Der ROCKET MEN – Sound ist formbar</h3>



<p>Wenn das Storytelling wichtig ist: welche Bedeutung hat der Ort, an dem ihr spielt?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Wir versuchen, das Set auch immer daran anzupassen, wo wir spielen. Wir haben ein Konzert in der Elbphilharmonie gespielt. Da kann man andere Sachen machen als auf einem Festival um 22 Uhr. Das ist auch etwas, das uns reizt: es gibt den ROCKET MEN-Sound und der kann sich formen. Wir können ein tanzbares Set spielen oder eher etwas Atmosphärisches. <br>Zwischen diesen beiden Welten wollen wir uns auch bewegen, weil wir aus unterschiedlichen musikalischen Kreisen kommen. Lasse und ich haben eher den Jazz-Fokus, Felix hat zudem noch einen Rock-Background. Paul kommt aus der elektronischen Musik und Valentin schwimmt so dazwischen. Und all das findet sich in der Musik wieder. Da hat jeder auch mal Bock auf einen anderen Fokus.</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Und so etwas zu verschmelzen ist in einem demokratischen Konstrukt eine Herausforderung, aber macht es natürlich auch aus.</mark></p>



<p>Ich habe euch bisher leider noch nicht live erlebt.&nbsp; Das letzte Mal, als ich mich auf den Weg gemacht habe, habe ich ewig auf der A1 im Stau gestanden. Aber bei den Videos und den&nbsp; Alben hat man schon den Eindruck, dass da etwas authentisch Gewachsenes ist.<br>Auch bei eurem neuen Album hört man diesen ROCKET MEN Sound. Es sind Elemente dabei, die ich eigentlich nur von euch kenne. Das ist vor allem die Besetzung mit den Keyboards und Synthesizern, durch die ihr spezielle Möglichkeiten habt. <br>Was mir gut gefällt, dass sie dennoch nicht ein Übermaß haben im Sound, elektronische Spielereien keinen Selbstzweck haben oder im Vordergrund stehen. Und die Ausgewogenheit zwischen Trompete, Saxophon und dem Schlagzeugspiel. So ausgewogen und miteinander verwoben habe ich das bisher selten gehört.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Zumindest im deutschen Bereich gibt es das nicht so viel. Das ist eher ein UK oder amerikanisches Ding. In Deutschland ist dieser Fusion-Sound oder wo immer man das verorten möchte, noch nicht so präsent.</mark></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="586" height="390" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men_Portrait-2_Color-1.jpg" alt="Rocket_Men_Portrait-2_Color 1" class="wp-image-170217" style="width:288px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men_Portrait-2_Color-1.jpg 586w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men_Portrait-2_Color-1-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 586px) 100vw, 586px" /></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">Elektronische Elemente, Groove, Beat und sich den Arsch abspielen</h3>



<p>Orientiert sich ein junges Publikum eher in diese Richtung? Also wenn die elektronischen Anteile höher sind. Habt ihr dazu eine Idee, Erfahrungen?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Also im Publikum ist schon jedes Alter vertreten.</mark> &nbsp;<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Meine Erfahrung ist, dass sich ein jüngeres Publikum eher zu Musik hingezogen fühlt, zu der man irgendwie tanzen oder sich bewegen oder die man zumindest fühlen kann. Und die nicht zu verkopft ist.. Aber ich glaube, bei uns spielt das authentische Element eine große Rolle und das Beat-Element. Man&nbsp; kann die Musik fühlen, als Groove, als Beat und man kann sich dazu bewegen. Das ist zumindest die Review, die ich immer wieder bekomme, dass das die Faszination dahinter ausmacht.</mark></p>



<p>Das ist, finde ich, noch einmal eine interessante Aussage, ein anderer Blickwinkel. Das „Fühlen“ der Musik bietet einen anderen Zugang zur Musik. Bei Jazz denken viele Leute, dass das wahnsinnig kompliziert ist, dass es Musik ist, die man ‚verstehen‘, über die man etwas wissen muss, um Spaß daran zu haben. Die Verbindung von Jazzelementen und Tanzbarkeit ist bei euch immer da. Und dieses gleichberechtigte Zusammenspiel von elektronischen Elementen, Rhythmus und Melodie. Aus diesem Zusammenspiel kann man&nbsp; sich etwas Intellektuelles rausholen oder sich einfach drauf einlassen und dem Groove oder Beat nachgehen, was den Körper anspricht. Oder auf das Lockere, Schwebende.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">In der Kommunikation nach außen verwenden wird den Jazzbegriff gar nicht. Die Improvisation hat bei uns nicht mehr eine so große Rolle gespielt. Aber Fusion: Drum and bass, Elektronik, Rock sind Elemente, die sich in der Musik finden lassen.</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Und wie Felix vorhin schon sagt: gerade junge Leute achten darauf, ob etwas authentisch ist oder nicht. Und dabei ist &nbsp;es fast egal – also im übertragenen Sinne &#8211; , was da an Musik gespielt wird, wenn da Leute auf der Bühne stehen, bei denen man merkt, dass sie für das brennen, was sie machen, und sich gerade den Arsch abspielen. Dann finden die meisten Leute das geil</mark><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-green-cyan-color">.</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Wir haben auch auf klassischen Kulturveranstaltungen gespielt, auf denen viel älteres Publikum war. Die ein klassisches Jazzkonzert erwartet haben und dann sagten, dass sie so etwas noch nie gehört hatten. Und dass es zwischendurch wie Pink Floyd oder Rock klang. Dass sie sich wie ein einem Berliner Club der 80er gefühlt haben.</mark></p>



<h3 class="wp-block-heading">Mit der Musik zu den Leuten gehen</h3>



<p>Das heißt, ihr holt die Leute an ganz unterschiedlichen Punkten ab. <br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Jeder hat irgendwie einen Anknüpfungspunkt. Die einen im Jazz, die anderen finden so einen rockigen Drumsound cool, die anderen, dass das überall Knöpfe blinken und so.</mark> (Felix lacht)<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Aber gemeinsam bringt man die Leute auf eine Reise.</mark></p>



<p>Die Frage nach dem jüngeren Publikum hat auch damit zu tun, dass ich mir das JazzLab angeschaut habe. Das Label und die Veranstaltungen. Da scheint Bewegung drin zu sein, es ist Nachwuchs da sowohl bei den Musikern als auch bei Publikum. Denn in vielen Bereichen -auch im Metal &#8211; wird die Frage gestellt, wie man junge Leute begeistern und hinterm Ofen hervor bzw. vom Handy weglocken kann.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Ich denke, dass es im Jazz wie in der Klassik eine hohe Erwartung gibt, dass man dies an die junge Generation weitergibt. &nbsp;Dass die alle auf jeden Fall Jazz und Klassik und auch Metal hören sollen. Und es besteht die Ansicht, dass die Leute zu einem kommen. Das ist Quatsch. Gerade z.B. in einer Stadt wie Hamburg, die total übersättigt ist. Man muss als Band, als Musiker, als Veranstalter zu den Leuten hingehen. Das haben wir mit JazzLab versucht, da hin zu gehen, wo die Leute sind und nicht zu warten, bis sie zu einem kommen. Die jungen Leute sind&nbsp; halt an anderen Orten als im klassischen Konzertsaal. Man kann&nbsp; das scheiße finden, aber das wird den Fakt nicht ändern</mark><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-green-cyan-color">.</mark></p>



<p>Dahin zu gehen, wo die Leute sind, also ein niedrigschwelliges Angebot zu machen, scheint mit den Veranstaltungen von JazzLab ja gelungen zu sein. <br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Ja, man merkt, das ein breites Interesse da ist.</mark></p>



<h3 class="wp-block-heading">Storytelling, Konzepte und Drehbücher</h3>



<p>Ihr habt vorhin schon gesagt, dass Storytelling eine wichtige Rolle spielt. Und wie läuft das so grundsätzlich: habt ihr erst die Geschichte und schreibt die Musik dazu oder ist es eher umgekehrt?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Es war diesmal so, dass wir vor ungefähr einem Jahr ein paar Tage intensiv geprobt haben und dann ganz oldschool an der Tafel Themen aufgeschrieben und Brainstorming betrieben hatten. Und daraus hat sich dann die Musik entwickelt. Und wir haben uns die Zeit genommen, einfach zu spielen, zu jammen und daraus sind sehr coole Ideen entstanden. Oder es gab so eine Grundidee, dann spielt man ein bisschen und versucht sie so weiterzuentwickeln. Und es ist hinterher ein Mix aus beidem. Ja und diesmal hatten wir tatsächlich so eine Art Mindmap.</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Ja, fast wie ein Drehbuch. Wir haben immer den Traum gehabt, eine eigene Videoshow zu haben. Also man spielt eine Show und dahinter läuft eine dafür entwickelte Videoshow ab. Und das machen wir im Winter das erste Mal. Wir haben erst die Musik entwickelt, dann die Story und jetzt wird das Videomaterial dafür hergestellt.</mark></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="579" height="386" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men_Portrait-1_Color.jpg" alt="Rocket_Men_Portrait-1_Color" class="wp-image-170216" style="width:285px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men_Portrait-1_Color.jpg 579w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men_Portrait-1_Color-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 579px) 100vw, 579px" /></figure></div>


<p>Das wird ja richtig interessant und spannend! Damit bekommt das Ganze noch eine weitere Dimension durch die Videos.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Ja, das wird eine musikalische Reise durchs Weltall, die durch das Video unterstützt wird. Wir spielen Ende November zwei Abende im Hamburger Planetarium. Die haben eine Fulldome 360° Projektionsfläche. Und da werden wir ganz schön durchs Weltall geschossen.</mark></p>



<h3 class="wp-block-heading">Von uns war keiner im Weltraum – aber „The Illustrated Man“</h3>



<p>Wow, das klingt toll. Auf dem letzten Album waren Soundgeschichten dabei, die ihr irgendwo auf Reisen aufgenommen hattet. Habt ihr so etwas für das neue Album auch gemacht?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Nee, da sind diesmal keine Handyaufnahmen drauf.</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">War ja von uns noch keiner im Weltraum. Und wir sind ja komplett im Weltraum auf der Platte.</mark></p>



<p>Bei<strong> „New Mission“</strong> ist eine Texteinspielung. Ich habe nicht rausgekriegt, was es ist.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Das ist von „Illustrated Man“. Von dem haben wir schon ein paar Mal Sachen geklaut. Das ist ein ziemlich cooles Buch mit Kurzgeschichten über einen Astronauten, der seinen Kindern von seinen Expeditionen ins Weltall erzählt. Das sind ziemlich coole Geschichten. Unser Keyboarder hat sich davon inspirieren lassen und den Track danach konzipiert und geschrieben.</mark></p>



<p>Zufälligerweise hatte ich kurz bevor ich euer Album bekommen habe, noch einmal <strong>„The Planets“</strong> von <strong>Gustav Holst</strong> gehört. Kennt ihr das? Ist das Musik, die euch inspiriert? Oder spielt Klassik für euch als Hintergrund keine große Rolle?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Klassik ist nicht Einflussquelle Nummer eins. Bei „The Planets“ finde ich den Ansatz, eine Geschichte zu haben, mit der man den Leuten ja auch superviel an die Hand gibt, inspirierend.Bei uns gibt es die Challenger-Katastrophe oder einen Himmelskörper oder eine Party auf dem Mars. Man gibt den Leuten mit: das ist das, was wir gefühlt und gedacht haben. Das haben wir musikalisch umgesetzt. Das finde ich eigentlich voll schön.<br>Man hört ja häufig Musik und dann willst du wissen: warum hat er den Songtext so geschrieben, warum heißt das Stück so? Und das ist gerade im Jazzbereich echt häufig so, dass man Sachen hört und das Stück heißt dann „Milchkanne Nr. 2“ und man denkt sich: ja ok, irgendwas wird sich diese Person dabei gedacht haben. Aber erzähl es mir doch. Erzähl mir mehr dazu, dann höre ich die Musik anders.Das finde ich bei Gustav Holst halt cool. Denn jeder Himmelskörper oder Planet, den er vertont hat, hat ja eine Eigenschaft: ist kalt oder ultraheiß. Und dann hört man die Musik anders.</mark></p>



<h3 class="wp-block-heading">Den Vibe einfangen</h3>



<p>Wenn Leute zu euch kommen und danach fragen, was habt ihr euch dabei gedacht, warum habt ihr den Titel gewählt, was verbindet ihr damit. Ist es überhaupt möglich, das zu beantworten? Ihr habt ja mit mehreren Leuten zusammen den Song geschrieben und zusammengetragen, was euch gedanklich und emotional dazu eingefallen ist. Kann man das erklären? <br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Auf dem vorletzten Album gab es einen Song „Rio“, den du vorhin wegen der Samples angesprochen hast. Der wurde von Valentin geschrieben mit einer ganz klaren Idee im Kopf. Weil er da war, herumgereist ist. Es war seine musikalische Verarbeitung.So gibt es immer Songs, die mit einer klaren Idee, einem Bild geschrieben sind. Und es gibt Songs, die komplett als Kollektivarbeit entstanden sind, wo es dann keine situationsspezifische Geschichte ist sondern es mehr darum ging, einen gewissen Vibe oder eine Stimmung einzufangen, oder eine Atmosphäre zu kreieren. Wenn es darum ging, dass wir etwas Melancholisches oder Böses oder Fröhliches brauchten, um die Story des Konzertes oder des Albums zu vervollständigen.<br>Ich denke, es ist sehr ergiebig, innerhalb gewisser Rahmenbedingungen kreativ zu sein.</mark></p>



<p>Ja, ich denke auch, dass es gut ist, einen Rahmen zu haben, der ausgestaltet werden kann. Da fällt es leichter, sich zu fokussieren und Entscheidungen zu treffen.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Generell ist ja alles offen. Und das ist vielleicht das Jazz-Element dieser Band. Wir haben diese Storyline, die wir vertonen wollten. Oder dass wir noch z.B. ein düsteres Element für die Geschichte brauchen. Es hat also immer einen Grund, warum die Musik so klingt oder warum genau die Musik entstanden ist.</mark></p>



<p>Und ihr habt den Vorteil, dass ihr Leute habt, die ihre Ideen aus verschiedenen Bereichen haben.Damit&nbsp; ist die Musik ja auch interpretationsoffen und der Hörer kann für sich entscheiden, wie er die Musik erlebt und einordnet.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Absolut. Das ist ja auch ein Stück weit Sinn der Sache.</mark></p>



<h3 class="wp-block-heading">Sänger? Texte?</h3>



<p><br>Habt ihr irgendwann darüber nachgedacht, mit einem Sänger oder einer Sängerin zu arbeiten?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Nicht wirklich.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; </mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-green-cyan-color">Nee.</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Das ist in gewisser Weise auch ein zweischneidiges Schwert. Und ich glaube, dass das, was wir machen, mit Gesang nicht funktionieren würde. Weil, wie du auch schon richtig gesagt hast, wir das, worum es geht, nicht auf einem Silbertablett präsentieren. Ich glaube, dass Lyrics, die dann im klassischen Sinne darüber gesungen werden und die Geschichte erzählen, ein bisschen dieses Momentum rausnehmen würden. Und ich glaube, dass der Bandsound, so wie er sich jetzt entwickelt hat, dann auch nicht mehr funktionieren würde, da man Platz für die Vocals machen müsste.</mark></p>



<p>Mir kam die Frage auch deswegen, weil ich an LONG DISTANCE CALLING dachte, die ja auch mit Gesang experimentiert haben. Nun, die Bläser bringen bei euch ja auch so etwas wie vokale Elemente ein. <br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Ja, die Bläser übernehmen ein Stück weit das Storytelling, aber insgesamt wird es von der ganzen Band übernommen.</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Natürlich wird es für die Zuhörer einfacher, wenn mit dem Gesang etwas erzählt wird. Anderseits finde ich, dass wir eine sehr lyrische Art der Instrumentalmusik gefunden haben, die auch ohne Worte vokal klingt.</mark></p>



<p>Und so kann man die Musik anders auf sich wirken lassen.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Ja, und es wird deutlich, dass wir fünf Jungs sind, die zusammen Musik machen. Künstlerisch betrachtet oder musikalisch betrachtet eigentlich total ergiebig und sogar ein Stück weit einfacher, zumindest für mich.<br></mark><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Und fürs Publikum bei den Konzerten wird das sehr deutlich. Ich meine, wir haben unsere Anzüge, wir schlüpfen da rein und schlüpfen gleichzeitig auch in eine gewisse Rolle und sind da als Astronauten auf der Bühne und wir sind einfach eine Crew, wie Felix ja gesagt hat. Und es ist uns wichtig, das auch nach außen zu kommunizieren.</mark></p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Band als Crew und ein neues Video</h3>



<p>Das wird für mich beim Hören dadurch deutlich, dass sich die Geschichten mal aus dem Rhythmus, mal aus der Melodie heraus entwickeln und kein Instrument im Vordergrund steht. Und dass es um ein Konzept geht, ist mir dadurch besonders deutlich geworden, dass ich keinen ‚Lieblingssong‘ habe, sondern mal der eine mal der andere eine besondere Wirkung hat. Je nachdem, aus welcher Stimmung heraus ich das Album höre.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Also alles Lieblingssongs? Dann erstmal vielen Dank für die Blumen, das ist ein großes Kompliment, freut mich, dass es gefällt.<br>Ich finde das auch total schön, dass man unsere Alben als Gesamtkonzept sehen kann, und wenn Menschen mir mitteilen, dass sie das Ding von A bis Z gehört haben. Wir wollen es u.a. mit dem Storytelling ermöglichen, dass es als Konzeptalbum gesehen wird. Jeder Song hat seinen speziellen Platz auf dem Album.</mark></p>



<p>Ihr habt den Song „Hubble“ vom kommenden Album als Video veröffentlicht. Weshalb gerade diesen Song?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Weil er cool ist. Es war so, dass wir die Studiosession für die Aufnahme zum Album gefilmt haben. Und dann mussten wir uns irgendwie für einen entscheiden.</mark></p>



<h3 class="wp-block-heading">Musik und Visuals in der Elbphilharmonie und Party auf dem Fusion-Festival</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="1200" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-1200x1200.jpeg" alt="Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover" class="wp-image-170219" style="width:196px;height:auto" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-1200x1200.jpeg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-300x300.jpeg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-150x150.jpeg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-768x768.jpeg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-1536x1536.jpeg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-2048x2048.jpeg 2048w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-80x80.jpeg 80w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-320x320.jpeg 320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2024/06/Rocket_Men-The_Orbiter_Sessions-Cover-2100x2100-72ppi-1320x1320.jpeg 1320w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></figure></div>


<p>Das Album erscheint am<strong> 7. Juni 2024</strong>. Dann werdet ihr auch wieder Konzerte spielen. Ihr habt schon an den unterschiedlichsten Orten wie z.B. in der Elbphilharmonie gespielt. Welches Konzert war für euch ein besonderes Ereignis?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Das Konzert in der Elbphilharmonie war natürlich extrem schön. Es war mit Visuals unterlegt. Das war atemberaubend. Der volle Saal, und die Stimmung, als man da auf der Bühne saß und die Leute auch wirklich zugehört haben und dass sie sich so auf das Gesamte, also auf die Musik und die visuellen Aspekte, eingelassen haben, war schon großartig.</mark><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Wir haben auch zweimal auf dem Fusion Festival gespielt. Das waren auch ganz fantastische Konzerte. Da ging es eher um eine Party und gute Zeit und Stimmung und so weiter, aber das waren auch echt extrem schöne Momente, extrem schöne Konzerte. Wir dürfen einfach wahnsinnig schöne Konzerte an tollen Orten spielen. Und das ist im Wesentlichen auch auf Philipps Arbeit zurückzuführen.</mark></p>



<p>Ihr habt ja schon von den Videoelementen erzählt, die demnächst dazukommen. Z.B. bei dem Konzert im Planetarium. Wer produziert die Videos?<mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Das macht ein Hamburger Kollektiv, das u.a. auch fürs ZDF, für Terra X arbeitet. Sie verwenden auch original NASA-Material. Sie erstellen das gerade für die 360 Grad Projektion. Und das ist wird auf jeden Fall ziemlich aufregend. Weil allein diese 360 Grad Bilder total überwältigend sind. Die Zuschauer sitzen da quasi mitten im Weltraum und wir können live dazu spielen. Ja, das ist wahnsinnig und technisch unfassbar anspruchsvoll, was sie da machen.</mark></p>



<p>Und für euch kommt ein neues Element hinzu.<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Ja, das ist für uns natürlich ein cooles neues Spielzeug. Ich denke, dass es auch ein anderes&nbsp; Musizieren ist. Wo wir uns und den Sound neu finden müssen. Das wird eine sehr intensive Erfahrung, weil die Musik ja auch schon so viele Informationen bietet.</mark></p>



<h3 class="wp-block-heading">Oh so much space! ROCKET MEN im Planetarium</h3>



<p>Und wann findet dieses besondere Ereignis statt?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Am 29. und 30. November. Und es wird ein besonderes Ereignis. Den Plan, in einem Planetarium zu spielen, hatten wir schon seit Jahren. Und jetzt können wir das endlich umsetzen.</mark></p>



<p>Ich finde die Idee großartig. Das ist aber auch ein riesiger Kostenfaktor, oder?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Ja, also wir hoffen, dass wir das Ding vollkriegen.</mark></p>



<p>Ihr hört es Leute: Auf nach Hamburg am 29. oder 30. November. So ein Konzert wird es so bald nicht wieder geben, wenn überhaupt!<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Also ich glaube tatsächlich, dass es, zumindest, soweit ich informiert bin, sowas in der Form einfach noch nicht gab. Zumindest mit dieser Art der Musik und dann tatsächlich auch mit dieser Musik, Das ist zumindest in meinem Kosmos komplettes Neuland. Und ich glaube, das wird sehr schön.</mark></p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Outfit: die Raumanzüge</h3>



<p>Zum Abschluss noch eine Frage: wer hat eigentlich die Anzüge ausgedacht, die ihr auf der Bühne tragt?<br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-purple-color">Das war ein Teil der Bachelorarbeit eines Freundes, der in Hannover Modedesign studiert hat.</mark></p>



<p>Also das ist schon großartig, wie sich bei euch Musik und Visuelles zu einem Gesamtkonzept zusammenfügen. Und ein Grund mehr, sich nicht nur eure Musik anzuhören, sondern euch live mitzuerleben und natürlich möglichst auch das Event im Hamburger Planetarium. <br>Ich bedanke mich für das Interview und wünsche euch für das kommende Album (Review demnächst hier auf metal-heads.de) und im November ein ausverkauftes Planetarium!<br><br><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color">Ja, vielen Dank! Und allen viel Spaß beim Hören des neuen Albums!</mark><br><br></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p></p>
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		<title>Interview mit Felix Dehmel (drums)</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2020 16:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[behind the scenes]]></category>
		<category><![CDATA[Dan Patlansky]]></category>
		<category><![CDATA[David Grabowski]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Dehmel]]></category>
		<category><![CDATA[Leon Gurvitch]]></category>
		<category><![CDATA[Matt Penman]]></category>
		<category><![CDATA[Rocket Men]]></category>
		<category><![CDATA[Stu Hamm]]></category>
		<category><![CDATA[The Blue Poets]]></category>
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					<description><![CDATA[Ab heute werde ich in lockerer Folge Interviews präsentieren, die ich mit Schlagzeugern geführt habe, die aus ganz unterschiedlichen Gründen mein Interesse geweckt haben. Den Anfang macht Felix Dehmel, den ich als Drummer bei&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ab heute werde ich in
lockerer Folge Interviews präsentieren, die ich mit Schlagzeugern geführt habe,
die aus ganz unterschiedlichen Gründen mein Interesse geweckt haben. </p>



<p>Den Anfang macht <strong>Felix Dehmel</strong>, den ich als Drummer bei THE BLUE POETS (Weiteres <a href="https://metal-heads.de/reviews/the-blue-poets-all-it-takes-voe-13-9-19/">Hier</a> und <a href="https://metal-heads.de/konzertberichte/the-blue-poets-bluesrockperlen-live-in-koeln/">dort</a>) und ROCKET MEN (<a href="https://metal-heads.de/reviews/rocket-men-twerk-travel-in-space-bereits-veroeffentlicht/">Review</a>) kennengelernt habe. Er hat außerdem mit <strong>Dan Patlansky</strong> sowie mit   <strong>Leon Gurvitch</strong>, dem DAVID GRABOWSKI QUARTETT  und <strong>Matt Penman</strong> gespielt. D.h. er spannt einen weiten musikalischen Bogen vom Blues zum Jazz – ob nun intergalaktisch wie bei den ROCKET MEN oder eher symphonisch bei Leon Gurvitchs <strong>Gershwin &#8211; Gala</strong>. Zur Zeit ist Felix Dehmel mit <strong>Stu Hamm</strong> (dem Bassisten von u.a. Joe Satriani und Steve Vai) auf Tour.</p>



<p>Und hier also das Interview, bei
dem Felix ausführliche interessante, amüsante und aufschlussreiche Antworten gegeben
hat.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-5-800x1200.jpg" alt="felix dehmel 5" class="wp-image-91228" width="253" height="381" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-5-800x1200.jpg 800w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-5-200x300.jpg 200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-5-768x1153.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-5-600x901.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-5-1023x1536.jpg 1023w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-5.jpg 1066w" sizes="auto, (max-width: 253px) 100vw, 253px" /></figure></div>



<h3 class="wp-block-heading">Früh übt sich….</h3>



<p><strong>Wenn ich mich richtig
erinnere, spielst du seit deinem 5. Lebensjahr Schlagzeug. Wie ist es dazu
gekommen? (Ein Schlagzeug findet sich ja seltener in einem Haushalt als eine
Flöte oder Gitarre </strong>…)</p>



<p>Das ist richtig. In meinem Fall habe ich tatsächlich erst mit privaten Unterrichtsstunden angefangen, habe aber dann ca. ein halbes Jahr später ein Schlagzeug bekommen.<br>Es war tatsächlich der klassische Weg. Ich habe als Kind auf Töpfen und Pfannen und sonstigen Haushaltsgeräten rumgehauen. Da lag es irgendwie nahe. Hinzu kam, dass mein Vater Gitarrist ist und in mehreren Bands gespielt hat. Ich glaube, es war ein bisschen auch sein Plan, sich einen Schlagzeuger ranzuziehen.</p>



<p><strong>Was dann ja auch gelungen
ist. Was hat dich eigentlich an dem Instrument so begeistert? Hat sich bis
heute daran etwas geändert?</strong></p>



<p>Ich glaube, sofern ich das noch erinnere, dass das Wilde und Animalische der Grund war. Auf Dingen rumzuhauen wirkt ja erst einmal extrem spaßig. Was es natürlich auch ist.<br>Heutzutage fasziniert mich das tatsächlich immer noch. Es hat etwas sehr Meditatives und Befreiendes. Außerdem kann man sehr gut Aggressionen abbauen. Es sind natürlich noch ein paar Aspekte hinzugekommen über die Jahre, die hauptsächlich musikalischer Natur sind. Das Bindeglied und die Basis zu sein ist ein sehr anspruchsvoller Job. Das wird sehr häufig unterschätzt.</p>



<p><strong>Seit wann hast du
Unterricht erhalten?</strong></p>



<p>Ich habe mit 5 Jahren
angefangen, Unterricht zu nehmen. Das hat sich dann im Prinzip bis 18
durchgezogen, bis ich zum Studium nach New York City gegangen bin.</p>



<p><strong>Hast du auch noch ein
anderes Instrument gelernt?</strong></p>



<p>Ja, Klavier. Das war
tatsächlich ein Pflichtfach während des Studiums. Ich hatte aber schon ein paar
Jahre vorher angefangen, aus reinem Interesse. Allerdings muss ich zu meiner
Schande gestehen, dass ich nicht ansatzweise so viel Klavier spiele, wie ich
eigentlich will oder sollte.</p>



<p><strong>Du hast dann ja schon früh
in deiner Heimatstadt Hamburg in verschiedenen Projekten gespielt. Hattest du
auch eine eigene Band?</strong></p>



<p>Ich hatte noch nie wirklich eine eigene Band. Ich war zu meiner Schulzeit in mehreren „Schulbands“ unterwegs, was super war und tierisch viel Spaß gemacht hat. Erste Erfahrungen hatte ich allerdings schon viel früher gesammelt, da ich seit meinem 7. Lebensjahr in der Band meines Vaters mitspielte. Zu Anfang noch als Ersatz bzw. aus reinem Spaß. Später wurde dann eine „Festanstellung“ daraus (lacht).</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-4-800x1200.jpg" alt="felix dehmel 4" class="wp-image-91227" width="248" height="372" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-4-800x1200.jpg 800w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-4-200x300.jpg 200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-4-768x1153.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-4-600x901.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-4-1023x1536.jpg 1023w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-4.jpg 1066w" sizes="auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px" /></figure></div>



<h3 class="wp-block-heading">Hobby oder Beruf? </h3>



<p><strong>Wann und woran hast du
gemerkt, dass aus dem Schlagzeugspiel mehr als ein Hobby werden könnte?</strong></p>



<p>Das war so mit 14/15 ungefähr. Ich hatte schon damals sehr viel Musik gehört und mich mit Musik beschäftigt. Irgendwann habe ich dann realisiert, dass man das beruflich machen kann. Ab da war es um mich geschehen. Großen Einfluss hatte natürlich mein Lehrer Markus Grosse. [Markus Grosse hat auch ein Studio für Drum-Recording]<br>Er war für mich immer ein Vorbild und eine Bezugsperson. Glücklicherweise sind wir immer noch sehr gute Freunde. Durch ihn habe ich außerdem sehr früh viele Berührungspunkte mit der Szene und dem Schlagzeugerdasein gehabt.</p>



<p><strong>Hast du dich über den
Unterricht und Konzerte hinaus noch weiter mit dem Schlagzeugspiel beschäftigt?</strong></p>



<p>Ich war schon immer irgendwie ein ziemlicher Nerd was das betrifft. Ich habe z.B. sehr viel Zeit damit verbracht, Drumsoli auf Youtube zu gucken oder Equipment/Produkt Videos zu gucken. Die Schlagzug-Welt war für mich schon immer höchst faszinierend. Das hat sich bis heute eher noch verstärkt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Von Selbstmotivation,
Rockstar-Ambitionen und Fortschritt</h3>



<p><strong>Du bist 2012 nach New York
gegangen, um Schlagzeug zu studieren. Dabei hast du ein Spektrum von Jazz über
elektronische Musik und Rock bis hin zu Aspekten der Produktion kennengelernt.
Was war für deine heutige Arbeit als freiberuflicher Musiker besonders wichtig?</strong></p>



<p>Das ist eine schwierige
Frage. Im Prinzip hat alles, was ich im Studium gelernt habe, mehr oder weniger
seine Berechtigung. Egal, ob die Dinge technischer oder konzeptioneller Natur
sind.</p>



<p>Wenn ich mich aber auf eine Sache beschränken müsste, würde ich sagen, dass das Wichtigste, was ich im Studium gelernt habe, die Selbstmotivation ist.<br>Sein eigener Lehrer und größter Kritiker zu sein. Ich denke, dass das definitiv eine der wichtigsten Eigenschaften ist, die man erlernen kann. Sich ständig erneut selbst zu motivieren, zu versuchen das Beste aus sich herauszuholen und ohne Wertigkeit zu analysieren. Mit der Einstellung werden Musik und Kunst zu einem Lebensprojekt und du wirst niemals müde morgens aufzustehen.</p>



<p><strong>Welche Vorstellungen
hattest du damals vom Beruf des Musikers? Was hat sich im Laufe der Zeit
verändert?</strong></p>



<p>Meine Vorstellungen des Berufsmusikers waren eigentlich immer relativ realistisch. Mir war schon immer klar, dass die Millionen eher nicht in Aussicht sind. Auch wenn man natürlich träumen darf. Ich wusste schon früh, was zu dem Berufsfeld dazugehört und worauf man achten muss, da ich mein Leben lang mit Berufsmusikern zu tun hatte. Dass also Sex, Drugs &amp; Rock&#8217;n&#8217;Roll nicht wirklich involviert sind, war relativ schnell abzusehen.<br>Im Studium wurde das mehr und mehr ersichtlich. Der Fokus verschob sich eher noch mehr weg vom „Rockstar-Tum“ hin zum Realismus. Mir wurde klar, dass ohne extrem viel Arbeit, Mühe und Fleiß das ganze Projekt nicht realisiert werden kann. Das hat seitdem eigentlich mein Leben bestimmt.</p>



<p><strong>Du hast das Studium mit
Bestnote abgeschlossen. Was muss man eigentlich alles machen und können, um
einen guten Abschluss zu bekommen?</strong></p>



<p>Das ist selbstverständlich von Uni zu Uni abhängig und genauso von Lehrer zu Lehrer. Ich glaube aber, dass das Hauptziel der Fortschritt ist. Es wird ja im Endeffekt dein Vorankommen bewertet. Also wie groß dein Fortschritt gemessen an einem bestimmten Zeitraum ist. Unabhängig davon musst du natürlich gut spielen können und das bei einem Abschlusskonzert unter Beweis stellen. Hinzu kommen dann noch die ganzen Prüfungen, die du ablegst. Wie die Prüfungen aussehen, hängt vom Instrument ab.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-2-800x1200.jpg" alt="felix dehmel 2" class="wp-image-91225" width="252" height="377" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-2-800x1200.jpg 800w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-2-200x300.jpg 200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-2-768x1153.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-2-600x901.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-2-1023x1536.jpg 1023w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-2.jpg 1066w" sizes="auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px" /></figure></div>



<h3 class="wp-block-heading">Üben: Meditation und
Selbsterhaltung</h3>



<p><strong>Du wolltest ja im
Anschluss eigentlich noch in Deutschland studieren, um auch hier einen
Abschluss zu machen. Was hat dazu beigetragen, dass du dieses Ziel nicht
weiterverfolgt hast? Ist es heute für dich von Nachteil?</strong></p>



<p>Das ist schnell erklärt.
Meine Credits wurden nicht anerkannt. Ich wollte mir die Zeit in New York City
anrechnen lassen, um dann in Deutschland nicht von vorne beginnen zu müssen.
Das ging aber offensichtlich nicht. Also waren meine Optionen relativ erschöpft.
Da habe ich beschlossen, dass ich das dann eben alleine mache, was für mich
keineswegs einen Nachteil darstellt heutzutage. Eher im Gegenteil. Ich genieße
eine relativ schöne, distanzierte Position zu den Lehrinstitutionen, was mir
persönlich gut gefällt. Manchmal ist es gut, der Außenseiter zu sein.</p>



<p><strong>Wie lange/oft übst du
eigentlich? Welche Rolle spielt ‚Üben‘ für dich? Hast du ein eigenes
Übungssystem? </strong></p>



<p>Ich übe jeden Tag. Mal mehr, mal weniger. Ich versuche so viel zu üben, wie ich kann. Der Grund dafür ist einfach: ich tue es aus reinem Selbsterhaltungstrieb. Musik &#8211; und speziell natürlich das Schlagzeug &#8211; sind für mich zu einem so großen Bestandsteil meines Lebens geworden, dass ich ohne regelmäßiges Spielen wahrscheinlich verrückt werden würde.<br>Natürlich muss ich auch relativ viel üben, um kommende Projekte, bzw. Auftritte vorzubereiten. Das nimmt natürlich auch Zeit in Anspruch. <br>Aber generell ist das Üben für mich tatsächlich eher eine Art der Meditation. Ich baue Stress dabei ab und kann mich entspannen. Daher war es für mich auch nie wirklich eine anstrengende Aufgabe, mich zum Üben zu bewegen, auch dann, wenn ich mal keine Lust habe. Es ist eher eine Lebenseinstellung, wenn man so will. </p>



<p><strong>Wie wichtig sind
Motivation und Disziplin?</strong></p>



<p>Natürlich gehören auch
Motivation und Disziplin dazu. Das sind Eigenschaften, ohne die man als
freiberuflicher Musiker wahrscheinlich nicht überleben kann. Es ist
anstrengend. Sehr sogar. Sein eigener Chef zu sein und sich selbst zu
motivieren ist eine Kunst, die leider dazugehört.</p>



<p><strong>Eine Frage, die sich aus verschiedenen Diskussionen ergeben hat: Wie wichtig ist es eigentlich (allgemein und speziell für dich) vom Blatt spielen zu können?</strong></p>



<p>Das kommt darauf an, was man machen möchte.<br>Eigentlich ist es längst nicht mehr so wichtig wie früher. Viele Profimusiker können keine Noten lesen und spielen unfassbar gut.<br>Ich persönlich sehe es eher als Hilfsmittel. Stell dir vor, du müsstest einen Text in einem Sachbuch auswendig lernen. Wenn du ihn nicht selbst lesen kannst, bist du darauf angewiesen, dass jemand anderes dir den Text vorliest, damit du ihn auswendig lernen kannst. Was ja auch funktioniert, aber wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt, als wenn du es alleine machen kannst.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-3-800x1200.jpg" alt="felix dehmel 3" class="wp-image-91226" width="255" height="383" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-3-800x1200.jpg 800w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-3-200x300.jpg 200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-3-768x1153.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-3-600x901.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-3-1023x1536.jpg 1023w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-3.jpg 1066w" sizes="auto, (max-width: 255px) 100vw, 255px" /></figure></div>



<h3 class="wp-block-heading">Das Equipment, der Klang und
die schönste Art, Geld auszugeben</h3>



<p><strong>Nach welchen Kriterien
stellst du dein Drum-Set zusammen? Variierst du das je nachdem, mit wem/welche
Musik du spielst? Welche Rolle spielt grundsätzlich das Equipment?</strong></p>



<p>Gute Frage. Im Prinzip ist das einfach. Der Grundaufbau ist ja in der Regel gleich. Ich spiele allerdings andere Kesselgrößen, andere Becken, andere Felle, andere Stimmungen abhängig von der Musik. Im Jazz will ich z.B. keinen lauten Rocksound und im Rock keinen hohen, obertonreichen Jazzklang.<br>Um das abdecken zu können, brauchst du erstmal mehr Equipment als jemand, der sich auf eine Stilistik beschränkt. Aber der Prozess ist tatsächlich sehr spannend. Seine Stimme in vielen, verschiedenen Arten der Musik zu finden macht unglaublich viel Spaß. Daher spielt Equipment eine sehr große Rolle.<br>Außerdem ist es die schönste Art Geld auszugeben.</p>



<p><strong>Auf deinem rechten Arm
hast du eine Tätowierung mit der Grundfigur „RLRR“. Was hat es damit auf sich?</strong></p>



<p>Haha, ja. Das ist ein
Rudiment. Der Paradiddle. R steht für Rechts und L für Links. Das ist eines der
ersten Rudimente, die du als Drummer lernst und damit meine Hommage an das
Schlagzeug. Daher auch das Tattoo.</p>



<p><strong>Gibt es einen Rhythmus, eine
Figur oder einen (unregelmäßigen) Takt, der dir besonders gefällt?</strong></p>



<p>Viel zu viele leider. Ich tue
mich da wahnsinnig schwer mich festzulegen. Daher lasse ich es lieber (lacht).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Kunst des Schlagzeugspiels:
Geschichten erzählen</h3>



<p><strong>Für mich ist ein Aspekt,
der großen Einfluss darauf hat, ob mir ein Drummer gefällt oder nicht, in
welcher Weise – und wie oft &#8211; er die Hi-Hat anspielt. Worauf achtest du bei
anderen Drummern? Was ist für dich das wichtigste Merkmal eines Drummers? Woran
erkennst du jemand wieder? (Liegt es an der Dynamik, dem Groove…?)</strong></p>



<p>Das ist für mich eigentlich
das Gleiche wie bei allen anderen Instrumentalisten oder Sängern auch. Mir geht
es primär darum, ob ich das Gefühl bekomme, dass mit Emotionen gespielt wird.
Technik oder Geschwindigkeit sind mir persönlich eigentlich relativ egal. Viel
wichtiger ist, dass es sich gut anfühlt und Freude macht. Sowohl dem Publikum als
auch dem Musiker. Wenn das bei mir ankommt, bin ich Fan.</p>



<p>Der Wiedererkennungswert
liegt, meines Erachtens, tatsächlich in einer Kombination aus vielen Dingen.
Dynamik und Groove auf jeden Fall, aber auch sowas wie die Wahl des Equipments
(Drums/Becken/Felle/Sticks), das Tuning, die Intensität, die technische
Versiertheit, der Habitus beim Spielen, die musikalischen Einflüsse, und noch
so viel mehr. Zählt man alles zusammen bekommt man eine einzigartige
Kombination verschiedenster Aspekte.</p>



<p><strong>Es gibt Drummer, die
komplizierte Ostinato-Patterns spielen, wahnsinnig schnell sind und dabei über
eine – zumindest für mich – erstaunliche Unabhängigkeit zwischen Händen und
Füßen verfügen. Was denkst du darüber?</strong></p>



<p>Es ist beachtlich, keine Frage. Definitiv auch etwas, das mich interessiert. <br>Man erkennt unmittelbar, wie viel Zeit und Arbeit die Person investiert hat. Das allein gehört, meiner Meinung nach, schon mal respektiert. Ob man es dann mag oder nicht, ist eine völlig andere Frage. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.<br>Ich persönlich finde die ganze Materie höchst faszinierend, da es eine weiter Art des Schlagzeugspielens darstellt, die vielleicht etwas unkonventioneller ist und nichts mit dem klassischen Ansatz zu tun hat. Es gehört eben dazu und hat absolut seine Daseinsberechtigung und hat sehr maßgeblich zur Entwicklung des Instruments beigetragen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-1-1200x800.jpg" alt="felix dehmel 1" class="wp-image-91224" width="336" height="224" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-1-1200x800.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-1-300x200.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-1-768x512.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-1-600x400.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-1-1536x1023.jpg 1536w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2020/02/felix-dehmel-1.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px" /></figure></div>



<p><strong>Wenn du ein ausgedehntes
Solo spielst (wie z.B. bei den THE BLUE POETS &#8211; Shows) – willst du dann auch
zeigen, was du kannst?</strong></p>



<p>Mal mehr mal weniger. Solieren ist ein sensibles Thema. Man offenbart sich ja dem Zuhörer und ist ja quasi nackt. Das kann sehr beängstigend sein. Ich persönlich improvisiere jedes Solo, das ich spiele.<br>In den meisten Fällen versuche ich, mich einfach nur treiben zu lassen und eine Geschichte zu erzählen. Meistens kommen dabei dann auch die Feuerwerkskörper mit, aber wenn nicht, ist das auch in Ordnung.<br>Aber selbstverständlich möchte man dem Publikum auch ein bisschen was bieten. Daher gehört das für mich auch dazu. Ich setze mich aber glücklicherweise nicht mehr so unter Druck wie früher. Ich versuche eher für mich zu spielen und nicht für das Publikum. Das macht es einfacher.</p>



<p><strong>Du arbeitest jetzt als freischaffender Musiker, spielst fest in verschiedenen Bands, bist mit weiteren Musikern – wie z.B. Stu Hamm, David Grabowski, Matt Penman – auf Tour. Wie bekommst du das mit deinen anderen Aufgaben, wie z.B. Unterricht geben, unter einen Hut?</strong></p>



<p>Ein gutes Zeitmanagement ist unabdingbar. Allerdings ist das gar nicht so schwierig, wie es sich anhört. Ich bin ja schließlich nicht 350 Tage im Jahr unterwegs. Aber man muss schon ein gewisses Organisationstalent haben, ohne wird es schwierig (lacht). Andere Leute gehen auch jeden Tag 8 Stunden arbeiten. Dann muss ich das auch tun, denke ich.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Inspiration und Abwechslung</h3>



<p><strong>Zuletzt hast du zusammen mit <a href="https://www.davidgrabowskimusic.com/">David Grabowski</a> (Gitarre) und <a href="https://mattpenman.com/Site/Welcome.html">Matt Penman</a> (Bass) gespielt, und dies als eine großartige Erfahrung bezeichnet. In welcher Hinsicht war dies eine großartige Erfahrung? In welcher Weise inspirieren dich Musiker, die ein anderes Instrument spielen?</strong></p>



<p>Ich spiele mit David schon seit ein paar Jahren zusammen. Wir sind sehr gute Freunde geworden und verstehen uns musikalisch extrem gut. Als dann <strong>Matt Penman</strong> dazukam, um mit uns eine kleine Tour zu spielen, war das natürlich erstmal aufregend, da ich noch nie mit ihm zusammen gespielt hatte. Matt ist in meinen Augen einer der genialsten Musiker der Erde. Extrem dynamisch und feinfühlig, wahnsinnig gutes Gehör und Intuition und ein unfassbar hohes technisches Niveau. Und nett ist er auch noch. Mit so jemandem zu spielen, der nebenbei bemerkt, einer der gefragtesten Jazz-Bassisten der Welt ist, inspiriert und motiviert mich total. Es geht dabei gar nicht um die Wahl des Instrumentes, sondern eher um die Einstellung des Musikers.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein breites Repertoire</h3>



<p><strong>Wie bereits gesagt, spielst du ja in verschiedenen Bands. Welche Rolle spielt die Verschiedenheit für dich, eventuell auch gewohntes Terrain zu verlassen, das Repertoire zu erweitern?</strong> <strong>Was macht für dich den Unterschied z.B. zwischen ROCKETMEN und THE BLUE POETS aus? Was ist anders, wenn du mit dem DAVID GRABOWSKI-QUARTETT spielst?</strong></p>



<p>Abwechslung ist für mich das Wichtigste überhaupt. Da ich schon seit meiner Kindheit sehr viel verschiedene Musik höre, liegt es nur nahe, dass ich auch ganz verschiedene Musik spiele.<br>Für mich ist es das Schönste überhaupt, mich in verschiedenen Stilistiken wiederzufinden. Ich glaube, ich könnte mich gar nicht auf nur eine Art der Musik beschränken, da sie alle ihre Vorzüge haben.<br>Bei THE BLUE POETS z.B. geht es eher darum, Energie zu übertragen und eine gute Rockshow abzuliefern. Bei sämtlichen Jazz Gigs, die ich jemals gespielt habe, ist das anders. Da geht es eher darum, das Konzert einzigartig zumachen. Durch Improvisation und dem Auskosten des Momentes.<br>Bei ROCKET MEN ist es wieder ein bisschen anders. Da ist das Hauptziel, dass die Leute tanzen, wenn man es banal ausdrücken will. Aber im Prinzip ist es so. Es soll Club-Atmosphäre hergestellt werden. Sich in Ekstase tanzen.<br>Das sind alles sehr unterschiedliche Aufgaben und sehr unterschiedlicher Herausforderungen. Das macht aber gleichzeitig den Reiz aus für mich. Sich jedes Mal wieder in einer anderen Situation wiederzufinden und funktionieren zu müssen. Daran wächst man als Musiker ungemein.</p>



<p><strong>Welche Musik hörst du
eigentlich privat? Hast du momentan einen Lieblingsmusiker/Band/Song?</strong></p>



<p>So ziemlich alles. Ich höre sehr gerne Jazz und Fusion Musik, aber auch Rock und Metal. Das ist tatsächlich eher stimmungsabhängig bei mir. Einen momentanen Lieblingsmusiker habe ich nicht und hatte ich auch nie, da ich schon immer unterschiedliche Musik gehört habe. Das hat in frühster Kindheit angefangen. Irgendwie bin ich nicht dazu gekommen, mich zu entscheiden, wen ich denn nun am liebsten mag. Ich glaube, das muss man auch nicht wirklich.</p>



<p><strong>Vielen Dank für die Zeit, die du dir genommen hast und die aufschlussreichen Antworten. Gibt es eine Frage, die du – als Drummer – gerne beantwortet hättest, die ich aber nicht gestellt habe?</strong></p>



<p>Schwer zu sagen. Mir fällt die Frage gerade nicht ein (lacht). <br>Nein, Spaß beiseite. Mir fällt tatsächlich nichts ein. Das waren alles tolle und spannende Fragen.</p>



<p><strong>Dann wünsche ich dir
weiterhin so viel Spaß am Schlagzeugspielen wie bisher und außerdem viele
Erfolg!</strong></p>
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		<item>
		<title>ROCKET MEN: Twerk &#038; Travel in Space (bereits veröffentlicht)</title>
		<link>https://metal-heads.de/reviews/rocket-men-twerk-travel-in-space-bereits-veroeffentlicht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Birgit]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Mar 2019 16:07:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz Lab]]></category>
		<category><![CDATA[Rocket Men]]></category>
		<category><![CDATA[Twerk & Travel In Space]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer schon häufiger Reviews von mir gelesen hat, weiß, dass ich immer mal wieder über Alben von Bands berichte, die genreübergreifend Musik machen oder die irgendwie in keine der ja immer noch vorhandenen Schubladen&#46;&#46;&#46;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer schon häufiger Reviews von mir gelesen hat, weiß, dass ich immer mal wieder über Alben von Bands berichte, die genreübergreifend Musik machen oder die irgendwie in keine der ja immer noch vorhandenen Schubladen passen.</p>
<p>Heute habe ich mich mit <strong>Twerk &amp; Travel in Space</strong> von ROCKET MEN auf eine Weltraumreise mitnehmen lassen.</p>
<h3>Jazz-Funk-Rock-Electro-Dub in space and on earth</h3>
<p>ROCKET MEN kommen aus Hamburg, Berlin und Leipzig. 2016 gegründet, erschien noch im selben Jahr ihr Debüt-Album <strong>Weightless</strong>. Mit diesem Album starteten ROCKET MEN &#8211; hier noch deutlich an traditionellen Jazzformen orientiert &#8211; zu ihrer Reise ins Universum. Vielleicht haben sie von dort einen umfassenden Überblick über die vielen Möglichkeiten erhalten, die sie im 2018 erschienenen <strong>Twerk &amp; Travel in Space</strong> verarbeitet haben.</p>
<p>Wer Spaß an komplexen Songstrukturen, rhythmischen und klanglichen Überraschungen, sowie gut herausgearbeiteten Soli hat, wird dieses Album mit Vergnügen hören und viele Entdeckungen machen.</p>
<p>Rockige Elemente treffen hier auf live eingespielte jazzige Bläser, die Brass-Band-Rhythmen mit treibendem Electro-Sound verbinden. Eine Besonderheit sind die Vocal Samples, die aus verschiedenen Kulturen stammen, und als Inspiration verstanden wurden. Hinzu kommen Ausschnitte aus Reden amerikanischer Präsidenten und Astronauten.</p>
<h3>&#8222;It&#8217;s different, but very pretty&#8220;</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-75964 alignright" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/02/rocket-men-twerk-and-travel-in-space-cover-amazon-300x300.jpg" alt="rocket men twerk and travel in space cover" width="249" height="249" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/02/rocket-men-twerk-and-travel-in-space-cover-amazon-300x300.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/02/rocket-men-twerk-and-travel-in-space-cover-amazon-150x150.jpg 150w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/02/rocket-men-twerk-and-travel-in-space-cover-amazon-160x160.jpg 160w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/02/rocket-men-twerk-and-travel-in-space-cover-amazon-320x320.jpg 320w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/02/rocket-men-twerk-and-travel-in-space-cover-amazon.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 249px) 100vw, 249px" />Der Opener <strong>Twerk&amp;Travel in Space</strong> beginnt klanglich bedächtig. Stimm-Samples einer Rede von <strong>J.F. Kennedy</strong> und der NASA-Kommunikation zur ersten Mondlandung bereiten die Entfaltung funkiger und von orientalischen Tonleitern beeinflussten Saxofonpassagen vor.</p>
<p><strong>Apollo 13</strong> beginnt jazzig, wird aber zunehmend rockig. Die Spannung baut sich auf mehreren Ebenen auf. Der Sound wird von den Synths geprägt, bis die Gitarre sich rockig durchsetzt.</p>
<p><strong>Rio Doce</strong> ist ein Song, der einfach Spaß macht. Dubbige Rhythmen dominieren. Vocal-Aufnahmen brasilianischer Ureinwohner vom Rio Doce werden von einem warmen Sound umschmeichelt. Den Drums kommt die Aufgabe zu, diese Elemente miteinander zu verbinden.</p>
<p>Auch in den Songs <strong>Ngoma</strong> (Tanz) und <strong>Tuwa</strong> werden Vocal-Samples verwendet, die Bandmitglieder von ihren Reisen mitgebracht haben. <strong>Ngoma</strong> zeigt auf wunderbare Weise, wie traditionelle Gesänge mit Jazzklängen und rockigen Elementen verbunden werden können. Die Drums schaffen hier nicht nur ein rhythmisches Gerüst, sondern lassen die Rhythmen zu einem roten Faden werden, der sich durch die verspielten, erzählerischen Saxofon-Parts zieht.</p>
<p>Nach einem kurzen Intermezzo mit <strong>SpaceFM</strong> folgt mit <strong>Lost In Translation</strong> einer der abwechslungsreichsten Songs, in dem ROCKET MEN das, was sie Intergalactic Jazz, Drum &amp; Space nennen, umsetzen.</p>
<h3>&#8222;This will be the one trip of your life. Keep you eyes wide. Keep your ears clean&#8220;</h3>
<p><strong>Sonic Boom</strong> tastet sich vorsichtig mit tiefen Saxofontönen an komplexe Rhythmen und einen Klangteppich mit interessanten Farben heran.</p>
<p><strong>Kaleidoskop</strong> ist ein wunderschönes Stück Fusion-Jazz, das, mit sphärischen Klängen und beruhigenden Melodien ruhig und warm von Saxofon und Keys gespielt, zum Träumen einlädt. Der Bass hat Raum zur Gestaltung bekommen und das Schlagzeug setzt mit seinen Akzenten immer wieder das Tüpfelchen aufs I. Ein tolles Stück, bei dem man die Augen schließen, mit auf die Reise in die Weiten des Weltraums gehen, Stürme miterleben und am Ende die Ruhe und Schönheit genießen kann.</p>
<p><strong>Tuwa</strong> lässt noch einmal Schlagzeug und Percussion in den Vordergrund treten. Solange, bis die Gesänge näher kommen, sich wieder zurückziehen und forciertem Drumming sowie energisch vorangetriebenen Melodien Platz machen</p>
<h3>&#8222;When you are out there, you wanna be here. And when your here, you wanna be out there&#8220;</h3>
<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-75965 alignleft" src="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/02/rocket-men-300x214.jpg" alt="rocket men band" width="257" height="183" srcset="https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/02/rocket-men-300x214.jpg 300w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/02/rocket-men-768x548.jpg 768w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/02/rocket-men-1200x857.jpg 1200w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/02/rocket-men-600x428.jpg 600w, https://metal-heads.de/wp-content/uploads/2019/02/rocket-men.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 257px) 100vw, 257px" />Interlude</strong> greift &#8211; jedoch ohne die Dämpfung &#8211; das Thema von <strong>SpaceFM</strong> noch einmal auf und schafft den Übergang zum letzten tatsächlich irgendwie tanzbaren Song <strong>Tanz auf dem Mars. </strong></p>
<h3>Twerken, Jazz, Rock und Politik</h3>
<p>Oder doch eher das Twerken, von dem <strong>Philipp Püschel</strong> (er gründete die Band zusammen mit <strong>Valentin Mühlberger</strong>) augenzwinkernd sagt, dies sei &#8222;…der verzweifelte Versuch eines Jazzmusikers, zu tanzen&#8220;.  (Twerken ist der eher Hip-Hop-basierte Arschwackel-Trend, ausgelöst u.a. von <strong>Miley Cyrus</strong> und <strong>Nicki Minaj.)</strong></p>
<p>ROCKET MEN wollen mit ihrer Verschmelzung der verschiedenen Genres Leute ansprechen, die an Jazz genauso interessiert sind, wie an Rock oder eben auch HipHop.</p>
<p>Auch wenn auf diesem Album Reden amerikanischer Präsidenten zitiert werden und <strong>Donald Trump</strong> mit seiner Äußerung über Koreas Präsident Kim Jong-un: &#8222;Rocket man is on a suicide mission for himself and his regime&#8220; aufgenommen wurde, verstehen  sich ROCKET MEN nicht als politische Band. &#8222;Aber wir wollen nicht nur um uns selbst kreisen, sondern auch Themen ansprechen, die unsere Zuhörer beschäftigen&#8220;, wie Philipp Püschel erklärte.</p>
<p>Also mich haben sie damit angesprochen. Und es hat mir viel Spaß gemacht, mit diesem Raumschiff voller musikalischer Überraschungen in der Unendlichkeit des (Klang-) Weltalls unterwegs zu sein.</p>
<p>Zum Schluss möchte ich euch noch die <strong>Crew</strong> vorstellen:</p>
<p>Valentin Mühlberger (Keyboard)<br />
Philipp Püschel (Tormpete)<br />
Bertram Burkert (Gitarre/Bass)<br />
Paul David Heckhausen (Electronics/Percussion)<br />
Lasse Golz (Saxofon/Reeds)<br />
Felix Dehmel (Drums)</p>
<p>Und hier <strong>Lost in Translation</strong>, damit ihr euch selbst einen Eindruck verschaffen könnt.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Mehr über die Band erfahrt ihr <a href="http://rocket-men.com/">HIER</a></p>
<p>[amazonjs asin=&#8220;B07G1ZHWD3&#8243; locale=&#8220;DE&#8220; title=&#8220;Twerk &amp; Travel In Space (Coloured Vinyl + DL) Vinyl Single&#8220;]</p>
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