Interview mit Andi, Dennis und Peter zur Masters of the Underground – DVD

MotU interview

Am 29.Dezember 2018 spielten SECUTOR, DRAGONSFIRE und STEELPREACHER im JUZ in Andernach, um die Masters of the Underground – DVD aufzunehmen. Die Veröffentlichung dieser DVD wird am 2. Mai 2019 mit einer Releaseparty gefeiert. Alle Infos hierzu findet ihr bei uns auf metal-heads.de in diesem Bericht.

Ich hatte die Gelegenheit, mich mit Peter Schäfer, der bei DRAGONSFIRE die Basssaiten zum Schwingen bringt und Dennis Ohler, der dort dasselbe mit seinen Stimmbändern macht, zu interviewen. Mit dabei auch Andreas Dötsch, der Saitenakrobat von STEELPREACHER.

Wenn bierseelige Ideen auch am nächsten Tag noch gut klingen

MotU InterviewWoher kam die Idee, eine Live-DVD zu machen? Ich habe gehört, dass diese aus einer Bierlaune heraus entstanden ist.

P: Ja, der Legende nach ist Jan [Jan Müller von DRAGONSFIRE] die Idee in einem bierseeligen Moment gekommen. Aber die Idee klang auch am nächsten Tag noch gut. Schnell war klar: wenn so etwas gemacht wird, dann zusammen mit STEELPREACHER und SECUTOR. Also wurde mit ihnen gesprochen und dann folgten direkt Überlegungen dazu, wie das aussehen soll und wie das finanziert werden kann.

Im weiteren Gespräch haben sich alle positiv dazu geäußert, wie einfach es war, sich wegen der finanziellen Dinge zu einigen. Denn alle Bandmitglieder haben sich an der Vorfinanzierung der DVD – Produktion beteiligt.

Andi: Und für das, was das alles gekostet hat, sollte auch qualitativ was rauskommen. Und das ist ja auch so gelungen.

Es war ja nicht das erste Konzert in der Kombination Secutor, Dragonsfire und Steelpreacher Was verbindet euch?

P: Wir sind alle aus Koblenz und Umgebung. Wir kennen uns untereinander, haben auch schon bei anderen Veranstaltungen zusammen gespielt, treffen uns auch schon mal so z.B. im Florinsmarkt [das ist eine Metalkneipe in Koblenz].

Wer hat die Reihenfolge festgelegt (war schnell klar, wer den Opener macht und wer den Headliner Slot bekommt)? 

P: Da gab es keine langen Überlegungen. Die Reihenfolge hat vor allen Dingen damit zu tun, dass Mu bei SECUTOR der Drummer ist und bei STEELPREACHER Bassist. Da brauchte er zwischendrin eine Pause, damit die Arme wieder locker werden.
D: Jede Band hatte die gleiche Spielzeit.
A: Die Bands sind ja auch in etwa gleich bekannt.

Metal – Underground – Netzwerk

Damit gibst du das nächste Stichwort: Bekanntheitsgrad – Underground verbindet man ja eher mit weniger bekannten Bands

P: Genau, Underground – da finden sich vor allen Dingen die kleineren Bands, die eher regional bekannt sind.
D: Dazu gehören eben auch die Leute, die man bei den Konzerten trifft. Einige Leute sieht man immer wieder.
P: Es gibt dann viele Gespräche, man kennt sich und es entsteht so etwas wie ein Zusammengehörigkeitsgefühl.
A.: Ja und man merkt da: viele Leute stehen auf gute Musik.

Peter Schäfer screenshot DVD MotUP: Und Masters of the Underground ist eine Konzertreihe, in der eben auch kleinere Bands eine Chance bekommen haben und bekommen, mal auf der Bühne und vor einem größeren Publikum zu spielen.
D: Jede Band will vor Publikum spielen. Und da es so viele Bands gibt, ist es ja nicht so einfach, irgendwo auftreten zu können.
A: So haben die Veranstalter wahnsinnig viele Anfragen, da es gerade im Metal-Bereich viele Nachwuchsbands gibt….Underground ist ja auch ein Netzwerk, in dem man sich gegenseitig unterstützt. So nach dem Motto: was kannst du für die Szene tun und was kann die Szene für dich tun.
P: Die Szene rund um Koblenz bietet da schon gute Möglichkeiten. Und das JUZ bietet vielen Bands eine super Chance, weil da auch Bands auftreten können, bei denen nicht von Vornherein klar ist, dass die viele Leute mitbringen.

Jan Müller hat in einem Interview gesagt, Heavy Metal sei „eine besonders starke Ausdrucksform“. Was ist gerade an Heavy Metal so stark?

P: Stark ist, dass es so viele verschiedene Spielarten und Stilrichtungen gibt, dass für jeden was dabei ist.
D: Und die unterschiedlichen Sachen so nebeneinander stehen können.
P.: Viele Leute habe ich nur durch die Musik kennengelernt.

Hier wurden Erfahrungen ausgetauscht und Geschichten erzählt, mit denen ich weitere Seiten füllen könnte.

„Metal ist für mich eine Form der Freiheit“

Wann seid ihr das erste Mal mit dieser Musik in Berührung gekommen? Was bedeutet sie für euch?

Dennis Ohler Dragonsfire screenshot DVD MotUAlle konnten sich noch ziemlich genau daran erinnern, wann und welche Band sie zum ersten Mal gehört haben. Da waren Iron Maiden und Kiss genauso dabei wie Scorpions. Wie haben uns dann über die Bands und ihre Rolle für den Metal ausgetauscht und über Konzerte auf VHS-Cassetten oder bei MTV.

D: Nachdem ich das gesehen hatte, habe ich angefangen Gitarre zu lernen. Und Metal ist für mich eine Form der Freiheit. Die Bands und wie sie ihre Musik spielen, haben mir gezeigt, dass man sich nicht ein etwas hineinpressen lassen muss.
A: Das ist Musik, die mich in jeglicher Hinsicht emotional bewegt hat und die mir für jede Stimmungslage etwas bietet.

Aus dem, was ihr bereits zur Show erzählt habt, schließe ich, dass ihr am 29.12. was ganz Besonderes machen wolltet.

P: Sowas macht man nur einmal und da sollte es natürlich etwas Besonderes sein: für uns genauso wie für die Fans.
A: Das war schon was Außergewöhnliches und insgesamt auch aufwendig. Wir hatten viele Ideen, mussten dann aber auch schauen, was sich finanziell und auch von den Räumlichkeiten her umsetzen lies. Außerdem sollte es ja eine Underground-Show bleiben.

Wie diese Kompromisse aussehen, könnt ihr auf der DVD sehen. Also – ohne etwas vorweg zu nehmen – da haben sie sich schon ordentlich was einfallen lassen.

Wart ihr vor dieser Show eigentlich aufgeregter als sonst?

P: Ich war schon aufgeregt, weil ich ja mit Dragonsfire noch nicht so viele Shows gespielt habe und ich vor allen Dingen daran gedacht habe, die Show fehlerfrei zu spielen.
A: Da war eine enorme Angespanntheit, die mit den ganzen Vorbereitungen zu tun hatte. Und mit dem Gedanken: hier wird heute Abend was ganz Krasses passieren.
D: Vor allem auch die Frage: kriege ich das so hin, wie ich es mir vorgenommen habe?

War das anders, mit den Kameras auf euch gerichtet? Haben sie euch gestört oder habt ihr sie irgendwann gar nicht mehr bemerkt?

Zu diesem Punkt waren sich wieder alle einig: das Ganze wurde so professionell durchgeführt, dass die Kameras nicht gestört haben. Die Lichtshow war schon anders: vor allen Dingen mehr, was dazu geführt hat, dass es wahnsinnig heiß auf der Bühne geworden ist.

Andy Dötsch Stealpreatcher screenshot MotU DVDInzwischen habt ihr die DVD gesehen. Was gefällt euch? Was nicht?

P: Also ich kann ja jetzt nur für uns sprechen. Aber unseren Auftritt fand ich gut. Ich muss jedes Mal lachen, wenn ich sehe, wie ich da gucke. Einfach weil ich so angespannt war. Da kommen dann so Fragen wie: wieso hast du dich da nicht mehr bewegt. Aber du kannst da ja nichts mehr zurückdrehen. Es ist wie es ist. Das ist live und das ist gut so. Und wenn du dich dann doch mal verspielst denkst du: oh man, die nehmen jetzt auch noch dein Gesicht dabei auf.
A: Alles in Allem haben wir im Rahmen der zur Verfügung stehen Möglichkeiten wirklich das Beste rausgeholt. Das war schon alles Wahnsinn.
D: Und auch wenn wir keinen Drachen mit auf der Bühne hatten, war es doch mehr als sonst.

Mir hat gut gefallen, dass das Video nicht ganz so hektisch geschnitten ist

P: Uns war wichtig, dass es viele Einstellungen gibt, auf denen jeweils die ganze Band zu sehen ist.
A: Es soll für die Fans auch echt sein. Natürlich stand auch die Frage im Raum, noch das eine oder andere zu verbessern. Ich kann da jetzt nur für STEELPREACHER sprechen, aber das waren wir uns einig, dass wir das nicht wollen. So wie es ist, haben wir es gespielt und so bleibt das. Und wenn Verspieler drin sind: das ist einfach live! Es ist ja auch eine Underground-DVD.

Die DVD beinhaltet ja auch einige Fan-Interviews. Was hat euch an den Aussagen der Fans gefreut?

D: Also zunächst einmal: das ist schon was Besonderes, dass die Fans in dieser Form berücksichtigt werden.
A: Ja, und was sie dann über die Bands gesagt haben, wie lange sie sie teilweise schon kennen.

Die Release- Show – wird es da etwas Spezielles geben?

A: Es wird etwas ganz anderes sein als im Dezember.

Da alle grinsend nicken, kann man wirklich gespannt sein.

Zum Abschluss habe ich die drei noch gefragt, was sie den metal-heads-Lesern noch mitteilen wollen:

Danke an alle, die im Dezember dabei waren! Kommt zur Release-Show, das wird eine tolle Party! Und kauft die DVD und holt euch ein Stück Metal-Underground.

Die DVD kann hier bestellt werden!!

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Bildquellen

  • Peter DVD: Masters of the Underground DVD
  • Dennis DVD: Masters of the Underground DVD
  • Andy DVD: Masters of the Underground DVD
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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