The Crimson Ghosts sind Headliner beim Metal Colonia Fest und hier im Interview

Metal Colonia Fest

Wir von metal-heads.de sind stolzer Medienpartner vom Metal Colonia Fest (Homepage | Facebook) und der eine oder andere wird es schon mitbekommen haben. The Crimson Ghosts sind der Headliner des ersten Metal Colonia Fests. Grund genug für uns euch die Band ein wenig näher vorzustellen. Monstro, der Basser, war so freundlich unsere Fragen zu beantworten. Mehr Infos zu The Crimson Ghosts gibt es natürlich auf der Homepage oder bei Facebook. Und zur Einstimmung gibt es mit dem Video zu „Don’t Follow“ etwas für die Augen und auf die Ohren:

 

Metal Colonia Fest goes Horror-Punk

Metal-Heads (MH): Hallo Monstro. Ich bin der Jörg aka soundchaser von metal-heads.de. Vielen Dank erst einmal, dass du dir die Zeit nimmst meine Fragen zu beantworten. Vielleicht kannst du zum Anfang dich und The Crimson Ghosts erst einmal vorstellen.

The Crimson Ghosts (CG): Hallo Jörg. Hier schreibt dir Mark, aka Monstro, Basser von den Crimson Ghosts. Die Crimson Ghosts sind Vlad am Mikro, Jackal an der Gitarre und Vocals, sowie Old Nick an den Drums und mir, Monstro, am Bass. Unsere Musikrichtung nennt sich Horror-Punk, allerdings würde ich unseren Stil als einen Bastard aus Metal, Hardcore und Punk bezeichnen. Wir haben uns 2001 aus einer Partylaune zusammengetan, um auf einer Halloween-Party nur ein paar Misfits-Songs zu spielen. 2018 haben wir unser fünftes Album „Yet not Human“ auf den Markt geschmissen und spielen keine Misfits Songs mehr. Das zum Thema Partylaune! 🙂

MH: Genau, letztes Jahr erschien eure Platte „Yet Not Human“. Was kannst du uns darüber erzählen?

CG: Wie gesagt, unser fünftes Album. Ein schwere Geburt würde ich sagen. Alles in allem haben wir diesmal gute 8 Jahre bis zur Fertigstellung gebraucht. Es gibt 13 Songs plus Intro in einer schicken Aufmachung als Gatefold LP mit farbigem 180g Vinyl, CD im DVD Digipack Schuber und Kassette zu erstehen. Das Coverartwork wurde von Madeleine Scott Spencer kreiert und wir sind verdammt stolz und mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Es gibt was auf die Ohren und auf die Augen! Die Songs sind die ureigene Crimson Ghosts-Mischung aus Melodien, richtig was auf die Mütze und vielen sing-alongs. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit dem Output, wenn man mal von der langen Entstehungszeit absieht.

MH: Die letzte Platte ist überhaupt ein gutes Stichwort. Darauf ist euer neuer Drummer Old Nick zu hören und davor hattet ihr schon einen fast Spinal Tap-mäßigen Schlagzeugerverbrauch… Ich hoffe mal, dass es ihnen gutgeht, aber wie kam es dazu?

CG: Zuerst mal die Entwarnung! Allen Drummern, die bei uns nach dem Rev. vorstellig wurden, geht es soweit gut! 🙂 Unser Drummer und Bandmitbegründer Rev. musste aus gesundheitlichen Gründen die Sticks an den Nagel hängen. Das hat sich alles lange hingezogen, weil er und wir alles versucht haben, um weiter zusammen bleiben zu können. Leider hat es am Ende nicht geklappt und er stieg Anfang 2016 endgültig aus. Das war für uns alle ein riesen Schock, da wir auch schon vor der Gründung der Band zusammen Musik gemacht haben. Es war also mehr Familie, denn ein normales Bandverhältnis. Aber es musste ja irgendwie weitergehen und auch der Rev. hat uns gepushed die Band fortzuführen. Die Suche nach einem Nachfolger war verdammt schwierig. Es galt große Fußstapfen zu füllen. Der Rev. war ja nicht nur ein Top Drummer und Sänger, er war auch als Co-Songwriter für uns tätig. Ich weiß gar nicht wie viele Drummer es bei versucht haben, aber am Ende stand Nick vor der Tür und es konnte endlich so richtig weiter gehen. Wir sind alle mehr als froh und zufrieden, ihn dabei zu haben und wieder eine volle Einheit zu sein.

 

Metal Colonia Fest bietet eine bunte Mischung

MH: Dieses Jahr als Headliner beim Metal Colonia Festival und letztes Jahr mit The Other bei den Hell Nights. Ist Köln einfach ein guter Platz für Underground Konzerte / Festivals?

CG: In Köln ist doch immer etwas los! Das war so und das wird hoffentlich immer so sein. Ich denke, dass der Standort Köln für viele große und vor allem Underground-Bands ein gutes Pflaster ist. Hier hast du die größeren und mittleren Hallen und hier findest du die kleinen, „schmutzigen“ Locations, egal ob offiziell oder das DIY Konzert in Parks oder unter Brücken.

MH: Das Metal Colonia Festival bietet eine bunte Mischung an Bands. Fluch oder Segen? Und fühlt ihr euch dabei wohl?

CG: Wir fühlen uns dabei absolut wohl! Es gibt doch nichts interessanteres, als musikalische Vielfalt auf Festivals! Wir reden ja hier nicht von einem Schlager, Techno oder Disco Event, sondern vom METAL Colonia Festival! Für uns ist es ja nicht das erste mal vor einem Metal-Publikum zu spielen. Wir alle kommen schließlich aus der Szene und das hört man auch, würde ich sagen. Der Begriff Horror-Punk schreckt den einen oder anderen zuerst vielleicht etwas ab, aber man sollte sich zuerst mal anhören was wir so machen und sich dann ne Meinung bilden. Es wird an dem Tag bestimmt für jeden etwas dabei sein und ich freue mich persönlich auf die eine oder andere Band. Vielleicht sind wir etwas die Exoten in dem Billing, aber hey…….das spornt uns nur an! Wenn sich am Ende alle laut singend und etwas angetrunken in den Armen liegen ist alles gut gelaufen! 🙂

MH: Das Metal Colonia Festival ist der Nachfolger vom Cologne Metal Festival. Wie wichtig sind solche Festivals deiner Meinung nach für die Szene?

CG: Sehr wichtig! Vor allem natürlich für die kleineren, noch unbekannten Bands, die sich einem größeren Publikum zeigen können. Wir freuen uns immer auf Festivals zu spielen und es ist am Ende egal, ob es vor 100 oder 10000 Leuten ist, vor denen wir spielen. Für uns als Band ist es auch von Nutzen die anderen Bands oder Promoter kennenzulernen, Verbindungen knüpfen, aus denen dann eventuell Austausch-Gigs in anderen Städten ergeben können. Abgesehen davon sollte man den Party-Faktor nicht vergessen!!! 🙂

Metal Colonia Fest – Mülheim gewinnt und Ehrenfeld verliert

MH: Das Metal Colonia Festival findet im neuen Club Volta statt. Dafür exisistiert das Underground nicht mehr und das Helios 37 wird auch nicht ewig bleiben. Wie siehst und bewertest du die aktuellen Entwicklungen in der Kölner Club Szene?

CG: Das Underground zu verlieren, war schon ein harter Schlag für die Kölner Club-Szene. Ich habe da so viele Bands gesehen, die später so richtig durchgestartet sind und auch wir haben dort ein paar richtig coole Gigs spielen dürfen. Man kann nur hoffen das es weiterhin Leute gibt, die was Neues auf die Beine stellen und sich nicht runterziehen lassen. Ich denke da ist vor allem die Jugend gefragt. Die älteren Semester werden es sich bestimmt zweimal überlegen ob sie sich den Stress nochmal antun wollen, da muss was hinterher kommen. Köln Ehrenfeld verändert sich immer mehr. Ich bin gespannt wie es hier in 5-10 Jahren ausschauen wird. Ob es den Sonic Ballroom noch gibt, die Live Music Hall. Ich darf gar nicht dran denken……….

MH: Bei metal-heads.de ist es üblich, dass das letzte Wort immer der Band gehört. Was willst du unseren Lesern und euren Fans noch gerne mitteilen? Ich bedanke mich schon mal für das Interview und wünsche uns allen viel Spaß auf dem Metal Colonia Fest! See You There!

CG: Danke für das Interview, Jörg und metal-heads.de! Wir sehen uns auf dem Metal Colonia Festival und machen zusammen so richtig einen drauf! Riskiert mal ein Ohr und zieht euch unser neues Album „Yet not Human“ rein! HORNS UP und gute Nacht! 🙂

Wer wissen will wer auch noch auf dem Metal Colonia Fest spielen wird und was sonst noch so in der Szene passiert, sollte unseren kostenlosen Newsletter abonnieren und uns bei Facebook folgen. Eine Auswahl unserer besten Bilder gibt es bei Instagram und auf unserem YouTube Channel findet ihr unter anderem drei Interviews mit PY Fisher und Pete Rode zum Metal Colonia Fest. Schaut mal rein!

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Bildquellen

  • Metal Colonia Fest: Metal Colonia Fest
soundchaser

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Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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