Arch Enemy erobern das Kölner E-Werk

Arch Enemy E-Werk 720x340

Bereits Anfang des Jahres waren Arch Enemy im Rahmen ihrer Will To Power-Tour hierzulande unterwegs. Wer sie damals verpasst hat, bekam nun Gelegenheit dies nachzuholen. Am 09. Juli 2018 gastierten Arch Enemy im Kölner E-Werk. Als Support hatten sie diesmal Dawn Of Disease und The Charm The Fury dabei. Karten gab es für unter vierzig Euro, was ich für einen Act dieser Größe sehr fair finde. Die Merchpreise bewegten sich im üblichen Rahmen. Zwar ballten sich dunkle Regenwolken am Kölner Himmel zusammen, aber außer ein paar Tropfen kam dann doch nichts. Die Frage war nun, hatten sich Arch Enemy schon müde getourt oder würden sie wieder ein Feuerwerk abfackeln? Der Einlass verlief schon mal angenehm entspannt und pünktlich um 20 Uhr begann der Konzertabend…

Dawn Of Disease – schwedischer Death Metal aus Osnabrück

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Auch schon seit knapp anderthalb Dekaden aktiv, eröffneten die Osnabrücker Dawn Of Disease den Abend. Das vierte und damit aktuellste Album „Ascension Gate“ erschien im August letzten Jahres bei Napalm Records und erhielt durchweg gute Kritiken. Auch heute Abend boten die Jungs um Sänger Tomasz guten Death Metal schwedischer Prägung. Naturgemäß hatten Dawn Of Disease relativ wenig Platz auf der Bühne, da hinter ihnen schon für Arch Enemy aufgebaut war. Der Sound war okay, gerade wenn man bedenkt, dass jede Band ein eigenes Mischpult hatte. Dreimal dürft ihr raten wer das Größte hatte… Aber Dawn Of Disease machten ihre Sache gut. Die Interaktion mit dem Publikum war da und die Posen stimmten auch. Den Applaus hatten sie sich redlich verdient. Gute Show, Jungs!


 

The Charm The Fury – Frauenpower Teil 1

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The Charm The Fury haben mittlerweile zwei Alben draußen und sind aktuell bei Arising Empire unter Vertrag. Mit Caroline Westendorp haben sie auch eine Powerfrau in ihren Reihen, wobei auch der Rest der Band nicht unaktiv auf der Bühne war. Aber Frontfrau Caroline gelang es durch ihre offene Art und gleichzeitig energiegeladenen Perfomance das Publikum für The Charm The Fury einzunehmen. Die Beschreibung Metalcore oder Post-Hardcore klingt unpassender als es tatsächlich war. Für mich haben sie total in den Abend reingepasst und der ordentliche Applaus mit dem sie verabschiedet wurden, zeigte, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine war. Auch die Fotos vom Auftritt sprechen da eine deutliche Sprache und zeigen wie gut The Charm The Fury abgeliefert haben.


 

Arch Enemy – Frauenpower Teil 2

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Ich will mal direkt mit einem Lob anfangen: Der Sound war erstklassig und schön differenziert. Warum kann das nicht immer so sein? Das E-Werk war zwar nicht ausverkauft, aber doch gut gefüllt. Allen die da waren, wurde aber ordentlich was geboten. Ein klasse Bühnenbild und viel Licht. Da haben sich Arch Enemy nicht lumpen lassen. Die Zutaten stimmten also schon mal. Blieb die Frage, kann die Band liefern? Ja, sie kann! Mittlerweile merkt man der Formation natürlich das ausgiebige Touren an und zwar im positiven Sinne. Da weiß jeder instinktiv was der andere macht und alle Bewegungen und Posen auf der Bühne wirken harmonisch und nicht einstudiert. Jetzt stehen da schon musikalische Talente auf der Bühne, die alleine für sich mit diesem Songmaterial (die Setlist findet ihr weiter unten) schon überzeugen können. Aber das ganze wird noch einmal getoppt durch Alissa, die wie ein wilder Derwisch über die Bühne tobt und dabei immer wieder den Kontakt zum Publikum sucht. Wohlgemerkt ohne sich dabei selber zu sehr in den Vordergrund zu spielen. Arch Enemy machen live einfach unglaublich viel Spaß und sind immer wieder ein Genuss! Man merkt der Band den Willen und die Freude auf der Bühne zu stehen einfach an und das überträgt sich immer wieder aufs Publikum. Abende mit Arch Enemy sind daher einfach per se gelungene Abende. Ich freue mich schon aufs nächste Mal.


 

Arch Enemy – die Setlist

  1. The World Is Yours
  2. War Eternal
  3. My Apocalypse
  4. The Race
  5. Blood On Your Hands
  6. You Will Know My Name
  7. Bloodstained Cross
  8. Intermezzo Liberté
  9. Dead Eyes See No Future
  10. The Eagle Flies Alone
  11. First Day In Hell
  12. As The Pages Burn
  13. Dead Bury Their Dead
  14. We Will Rise
  15. Avalanche
  16. Solo Jeff Loomis
  17. Nemesis
  18. Fields Of Desolation

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Bildquellen

  • Dawn Of Disease E-Werk 1: soundchaser (c) metal-heads.de
  • The Charm The Fury E-Werk 10: soundchaser (c) metal-heads.de
  • Arch Enemy E-Werk 720×340: soundchaser (c) metal-heads.de
  • Arch Enemy E-Werk 2: soundchaser (c) metal-heads.de
soundchaser

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Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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