Bergisch Metal Festival 2018 – nackte Brüste und viel Schweiß

Bergisch Metal Festival 2018 Beitragsbild

Bestes Grillwetter und das Champions League Finale hatte Samstag, der 26. Mai 2018 zu bieten. Aber das war nicht alles! Das Bergisch Metal Festival ging in die fünfte Runde und etwa 150 Metalheads fanden ihren Weg ins Bergisch Gladbacher UFO. Sechs Bands standen auf dem Programm und waren bereit alles zu geben. Eines vorweg: Der Sound war auch diesmal wieder allererste Sahne. Großes Lob an die Technik! Getränke und kleine Speisen gab es für kleines Geld im UFO. Wer wollte konnte aber für den größeren Hunger auf die Pizzabude auf der gegenüberliegenden Straßenseite ausweichen. Gutes Karma garantiert. Wem es vor der Bühne zu schweißtreibend wurde, fand vor dem UFO frische Luft und auch immer genug Gesprächspartner. Aber pünktlich um 17 Uhr erschollen die ersten hartmetallischen Klänge aus dem Inneren.

Ledfield mit einem guten Beginn

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Die im harten Reigen softeste Band, Ledfield,  hatte die Ehre das diesjährige Bergisch Metal Festival zu eröffnen. Waren sie fehl am Platz? Keineswegs! Zwar boten ihre Songs auch ruhige Momente, aber auch genug heftige Parts bei denen Sänger Julian voll aus sich herausgehen konnte und wild über die Bühne tobte. Basser Stephan blieb da lieber an Ort und Stelle, dafür aber mit vollem Körpereinsatz. Der Einsatz und der Enthusiasmus blieben nicht verborgen und immer mehr Besucher trudelten von draußen herein um sich anzuschauen, was Ledfield da boten. Schön groovender Metal, Alternative mit ein paar Core Einsprengseln. Es gab ordentlich Applaus und es war jetzt schon warm im UFO. Guter Auftakt in das Festival!


 

Mortal Peril ziehen blank

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Als zweite Band enterten Mortal Peril die Bühne. Lokalmatadoren und Band des Veranstalters Pete. Dementsprechend voll war es vor der Bühne und es wurde noch wärmer im UFO. Und jetzt gab es auch die im Titel versprochenen nackten Brüste und viel Schweiß… Bis auf Gitarrist Lukas hatte die komplette Band blank gezogen und feuerte eine Trash Granata nach der anderen ins ausrastende Publikum. Ein neuer ass kickender Song war auch dabei und es gab Headbanging Stuff bis zum Abwinken. Die Stimmung war top und Mortal Peril mussten eine Zugabe geben. Unfreiwillige Pausen gab es nur wenn Pete einen Blick auf die Setlist werfen musste. Ob die Schrift zu klein oder seine Augen zu altersschwach waren sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall war der Abstand zwischen Papier und Gesicht recht klein… Scherz beiseite, es war ein Spitzen Auftritt bei dem Band und Publikum alles gaben. Danach musste sich die Meute erst draußen wieder ein bisschen erholen.


 

Scarlet Anger – der Besuch aus Luxemburg

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Scarlet Anger hatten nicht nur die weiteste Anreise, sondern auch den undankbarsten Slot. Nachdem sich bei Mortal Peril alle verausgabt hatten, kam nur ein kleiner Teil wieder ins UFO um den Gig der Luxemburger beizuwohnen. Ein paar Aufgüsse und das UFO hätte dem nahe gelegenen Mediterana Konkurrenz machen können. Aber Scarlet Anger ließen sich nicht beirren und legten einen energiegeladenen Auftritt auf die Bretter. Vince am Bass führte das Vorurteil das Bassisten langweilig wären ad absurdum. Wie überhaupt alle Bassisten bisher einen sehr agilen Eindruck gemacht hatten. Joe am Mikro schaffte es aber immer wieder das Publikum mitzunehmen. Schlagzeuger Rod war zwar hinter seinem Kit kaum zu erkennen, lieferte aber ein gutes Fundament für den etwas eigenwilligen Thrash von Scarlet Anger. Mir hat es sehr gut gefallen, toller Auftritt der Jungs!


 

Hopelezz – harte Kost aus Wuppertal

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Modern Thrash Metal boten Hopelezz und dazu noch eine schöne Backdrop. Wer sie nochmal live erleben will, der kann das am 19. Juni in Herford tun. Denn da fungieren Hopelezz als Support von Hatebreed. Ob Frontmann Adrian da dasselbe Schuhwerk präsentieren wird? Im Ufo trug er den tropischen Temperaturen angepasste Flip Flops. Zum Glück war das Publikum anders beschuht. Denn bei der harten Kost die Hopelezz da servierten, brauchte es schon Standfestigkeit um beim wilden Headbangen nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Einziger Wermutstropfen in einem ansonsten sehr gelungenem Auftritt waren für mich die zwei gespielte Cover. Eins hätte da durchaus gereicht. Aber ansonsten ein klasse und energiegeladener Auftritt.


 

Aeranea – Frauenpower als Co-Headliner

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Frauenpower beim Bergisch Metal Festival. Aeranea, die Band um Frontfrau Lilli Seth bot eine ansprechende Mischung aus Industrial, Gothic und Symphonic. Einzig das der Bass vom Band kam störte mich ein wenig. Am Merch wurde zwar Champions League gezeigt, aber das Geschehen auf der Bühne war viel interessanter und mitreißender. Trotz oder gerade wegen ihres eigenwilligen Stilmixes waren Aeranea ein würdiger Co-Headliner. Immer wieder wütende Riff- und Drumattacken und eine auch in den ruhigen Momenten brillierende Lilli Seth. Aber bei den harten Passagen war sie voll in Action und rieß das Publikum immer wieder mit. Man sah der Band an, dass sie richtig Spaß auf der Bühne hatten und die gute Stimmung übertrug sich nahtlos auf alle davor. Schaut einfach mal auf die Fotos und überzeugt euch selbst.


 

Neverland In Ashes im Nebel

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Zum Abschluss ihrer May The Force – Tour machten Neverland In Ashes beim Bergisch Metal Festival Station und hüllten das mittlerweile saunaartige UFO auch noch in Nebelschwaden. Vielleicht wollten sie so aber auch verdecken, dass der Bassist fehlte… Aber auch ohne holten sie aus den erschöpften Headbangern noch einmal das Letzte raus. Frontmann Julez schaffte es durch seine persönlichen Ansprachen, dass wirklich alle noch ihre letzten Energiereserven mobiliserten und sich immer wieder Circle Pits bildeten. Milan und John an den Gitarren standen dem wilden Treiben vor der Bühne aber in keinster Weise nach und waren ständig in Bewegung. Zum Ende ihrer Tour waren Neverland In Ashes ein eingespieltes Team und ein starker Headliner für das Bergisch Metal Festival. Das Publikum war zufrieden und ausgepowert. Veranstalter Pete machte ebenfalls einen glücklichen Eindruck und er konnte nach dem Ende des Festivals und seinem ersten Bier für den Abend nicht umhin den Headliner der Winter Edition kundzutun: Pripjat!

Ob das UFO danach noch stehen wird? Wir von metal-heads.de werden vor Ort sein um zu berichten. Aber hier noch die Bilder vom Abriss den Neverland In Ashes geliefert haben:


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Bildquellen

  • Bergisch Metal 2018 Ledfield 7: Laura J (c) metal-heads.de
  • Bergisch Metal 2018 Ledfield 2: Laura J (c) metal-heads.de
  • Bergisch Metal 2018 Mortal Peril 13: Laura J (c) metal-heads.de
  • Bergisch Metal 2018 Scarlet Anger 14: Laura J (c) metal-heads.de
  • Bergisch Metal 2018 Hopelezz 14: Laura J (c) metal-heads.de
  • Bergisch Metal 2018 Hopelezz 2: Laura J (c) metal-heads.de
  • Bergisch Metal 2018 Aeranea 12: Laura J (c) metal-heads.de
  • Bergisch Metal 2018 Aeranea 1: Laura J (c) metal-heads.de
  • Bergisch Metal 2018 Neverland In Ashes 14: Laura J (c) metal-heads.de
  • Bergisch Metal Festival 2018 Beitragsbild: Laura J (c) metal-heads.de
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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