BIFFY CLYRO mit Hammerkonzert (Bochum, Ruhrcongress, 09.02.2017)

Biffy Clyro 09.02.17 RuhrCongress Bochum

Die Masse springt schwitzend auf und ab, klatscht und singt jedes Wort lauthals mit, während die drei Protagonisten mit durchtrainierten, nackten und teiltätowierten Oberkörpern alles aus sich rausholen – willkommen auf einem Live-Konzert von BIFFY CLYRO!

Biffy Clyro 08.02.17 RuhrCongress BochumSo geschehen am 09.02.2017 im Bochumer Ruhrcongress und auch am Samstag, den 11.02.2017, in Hannover. Wir von metal-heads.de waren beim erstgenannten Gig der Schotten für Euch vor Ort. Und zwar gleich mit drei Redakteuren, die in trauter Einigkeit dasselbe Urteil zum Konzert abgaben: es war einfach super. Mit einer Einschränkung: für fotosensitive Epileptiker war das grelle Lichterspiel während der Show wirklich anstrengend. Derbe hell wurde das Publikum desöfteren angestrahlt.

Konzert von BIFFY CLYRO nichts für fotosensitive Epileptiker

Ansonsten gab es aber wirklich nichts zu meckern. Die Show in Bochum begann überpünktlich gegen 19.45 Uhr (der Start war für 20.00h angekündigt worden). Und zwar mit dem Auftritt der Vorgruppe AVIV GEFFEN FEAT. BLACKFIELD, der Band um Israels Rockstar Nr.1, dem Sänger Aviv Geffen, sowie Steven Wilson (Porcupine Tree). Ohne Steven Wilson auf der Bühne hieß das Kind an diesem Abend halt geringfügig anders. Infos zu BLACKFIELD selbst findet ihr bei uns an dieser Stelle.

Die Vorband Aviv Geffen feat. BLACKFIELD

Aviv Geffen 08.02.17Die Bühnen-Action des Supports von BIFFFY CLYRO war – sagen wir mal – übersichtlich. Auf der Bühne war wenig Bewegung. Passend zu den Stücken  von Aviv Geffen feat. BLACKFIELD. Denn diese klangen recht mon0ton und der Funke aufs gut gelaunte Bochumer Publikum wollte nicht so recht überspringen. Die Band präsentierte Songs ihres aktuellen Albums „V“ sowie ein paar ältere Schmankerl. Das sehnsüchtig auf BIFFY CLYRO wartende Party-Volk klatschte zwar hier und da auf Aufforderung von Sänger Aviv artig mit. Insgesamt hinterließ der Auftritt zumindest bei unserem schreibenden Redakteur jedoch keinen bleibenden Eindruck. Hier mal ein Musikvideo, damit diejenigen, die nicht in Bochum dabei sein konnten, wissen, wovon wir reden, wenn wir von BLACKFIELD sprechen:

 

Eine Fotostrecke zu Aviv Geffen feat. BLACKFIELD bieten wir Euch natürlich auch, und zwar hier:


Der Hauptact betritt die Bühne

Ändern sollte sich am Aktionsradius der Musiker auf der Bühne auch rein gar nichts, als endlich BIFFY CLYRO die Bretter dieser Welt betraten. Denn James (Bass), dessen Zwillingsbruder Ben (Drums) und Simon (Gesang, Gitarre) – wie immer verstärkt mit (dem durchgängig angezogenen) Tourmusiker Mike Vennart an der Gitarre – bewegten sich einfach noch weniger. Nämlich gar nicht. Statisch wie Roboter, denen man den Saft entzogen hatte, warteten die Jungs von BIFFY CLYRO, bis die Intro verhallt war, um dann beim Opener „Wolves Of Winter“ ein wahres Feuerwerk an Rockkonzert zu starten.

Biffy Clyro 08.02.17 RuhrCongress BochumBis zum 3. Lied des Abends, dem großartig intonierten und von über 1.000 Kehlen begeistert mitgesungenen „Sounds like Balloons“ zeigte Sänger Simon noch nicht seinen bloßen Oberkörper. Doch dann musste auch er sich seines schwarzen Hemdes entledigen, um das Tempo, diese Inbrunst und diese Power weiter halten zu können. Der Auftritt geriet wahrlich zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Immerhin bot man den Fans satte 24 Songs. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmte also wieder einmal.

Wir könnten jetzt jeden Song des Abends stumpf durchgehen, aber das lassen wir an dieser Stelle. Stattdessen zeigen wir Euch einfach eins der unzähligen Live-Videos von und mit BIFFY CLYRO und deren Stadion-Hymne „Mountains“ , live präsentiert im Wohnzimmer der Englischen Fußballnationalmannschaft, im Londoner Wembley-Stadion nämlich:

 

Party und wildes Geknutsche

Und genauso wie diese Bilder sah es auch im Ruhrcongress, der zu unserem Leidwesen nicht komplett ausverkauft war, aus. Die meisten Fans ließen ihr Handy einfach mal aus, klatschten und hüpften mit, sangen und feierten sich und eine wahrlich große Live-Rockband. BIFFY CLYRO nämlich. Bei dieser großen Party waren alle Altersschichten vertreten. Der 65-jährige Herr im Hemd, Typ Bankfachwirt, mit schütterem Haupthaar ebenso wie das gepiercte Pärchen Mitte 20. Auf der Rollstuhlfahrertribüne wurde ausgelassen geknutscht, ein guter Abend für echte Gefühle. Wer ein breites Kreuz hatte, trug sogar seine Angebetete auf Schultern wippend zu Songs wie „Black Chandelier“ herum. Die Hände der Menge schwappten wogend von links nach rechts beim tollen Akustiksong „Medicine“ .Biffy Clyro 08.02.17 RuhrCongress Bochum

Wenn der Bassist seelig lächelt

Eine wahre Freude war es auch, immer wieder den glückseelig grinsenden Blick des Bassisten James einzufangen, der es einfach nicht glauben konnte, wie sich die Magie von der Bühne auf das Publikum übertrug. Wer hätte solch einen Erfolg bei Gründung der Band in 1995 jemals für möglich gehalten? BIFFY CLYRO verausgabten sich daher auch an diesem 09. Februar wieder einmal bis aufs Letzte. Als die drei total verschwitzten Schotten nach „Stingin´ Belle“ schließlich die Bühne verließen, gab es tosenden Applaus. Zurecht. BIFFY CLYRO rocken einfach.

Wer das aktuelle Album „Ellipsis“ noch nicht sein eigen nennt, für den haben wir hier der Link zum Online-Angebot:

Hier nun die große Fotostrecke mit vielen pics von BIFFY CLYRO:


Setlist von BIFFY CLYRO:

1. Wolves of Winter

2. Living Is a Problem Because Everything Dies
3. Sounds Like Balloons
4. Biblical
5. Victory Over the Sun
6. On a Bang
7. Opposite
8. Bubbles
9. A Whole Child Ago
10. Friends and Enemies
11. Black Chandelier
12. The Captain
13. Re-Arrange
14. Herex
15. Medicine

16. Glitter and Trauma
17. Mountains
18. In the Name of the Wee Man
19. Flammable
20. That Golden Rule
21. Many of Horror
Zugaben:
22. Folding Stars (Akustik-Nummer)
23. Animal Style
24. Stingin‘ Belle

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Bildquellen

  • Aviv Geffen 09.02.17: (c) Chipsy/www.metal-heads.de
  • Biffy Clyro 09.02.17 RuhrCongress Bochum: (c) Chipsy/www.metal-heads.de
Ralfi Ralf

Ralfi Ralf

Als ich mir mit 14 zum ersten Mal das Nasenbein beim Moshen mit dem Tennisschläger im heimischen Kinderzimmer brach, war es um mich geschehen! METAL...

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