CORRODED und THE HAWKINS begeistern das Publikum in Köln (20.02.2018)

Corroded Köln Blue Shell

Es ist dunkel und es weht ein kalter Wind, als ich mich auf den Weg ins BLUE SHELL in Köln mache, um mir die schwedischen Bands THE HAWKINS und CORRODED anzuhören.

Beide Bands haben vor Kurzem neue Alben auf den Markt gebracht, die mir gut gefallen haben. Näheres dazu könnt ihr hier und dort lesen.

CORRODED und THE HAWKINS überzeugen auch auf der Bühne

Das Blue Shell füllt sich an diesem Dienstagabend erst langsam, als „We Will Rock You“ aus den Lautsprechern ertönt und die Jungs von THE HAWKINS die Bühne betreten.

THE HAWKINS gewinnen das Publikum schon mit dem ersten Song

Schon beim ersten Song „Alco-Hole“ springt der Funke aufs Publikum über. THE HAWKINS spielen einen erfrischend modernen und direkten Rock. Sie zeigen, dass sie Spaß an ihrer Musik haben und überzeugt von dem sind, was sie musikalisch und durch die Texte übermitteln wollen. Sie spielen temporeich und dennoch klar, druckvoll und trotzdem verspielt mit einigen überraschenden Details.

Die Bühne wirkt in verschiedener Hinsicht fast zu klein. Zum einen, weil nicht viel Platz für die Bewegungen ist, zu denen Johannes Carlsson (Vocals und Gitarre), Mikael Thunborg (Gitarre) und Martin Larsson (Bass) immer wieder ansetzen und zum anderen, weil sie zusammen mit ihrem Drummer Albin Grill eine enorme Präsenz zeigen.

Die Songs sind auch live ein Genuss

Es wechseln sich Songs, die nach Sommer und Cabrio-Fahren klingen und am Rock ’n Roll der 60er und 70er Jahre orientiert sind, mit Stücken ab, die punkigen Up-Tempo-Passagen enthalten oder auch Anleihen am Blues nehmen.

Sänger Johannes Carlsson, der auch für Musik und Texte verantwortlich ist, transportiert diese mit ausdrucksvoller Stimme, die – grippebedingt – ab und zu angegriffen wirkt, aber dennoch variationsreich bleibt.

THE HAWKINS verstehen ihr musikalisches Handwerk und können durch ihre direkte Art das Publikum für sich einnehmen. Schaut euch für einen ersten Eindruck das Video an:

 

Fazit: das ist eine Band, die man im Blick behalten sollte!

Auch – durch entsprechende Shirts – ausgewiesene CORRODED-Fans äußerten sich positiv über die Band: THE HAWKINS hätten zwar einen anderen Stil, aber sie würden zum Mitfeiern einladen und wären somit genauso wie CORRODED eine super Live-Band.

Bevor ich auf die Show von CORRODED eingehe, schaut euch doch hier die Fotostrecke von THE HAWKINS an:

CORRODED mit gewohnter Power

CORRODED bringen schon optisch etwas anderes auf die Bühne und präsentieren dem inzwischen zahlreicher gewordenen Publikum ihr „Country of Corroded“, wie Sänger Jens Westin es wiederholt formuliert. Den Einstieg macht „Carry Me My Bones“ mit dem CORRODED direkt zeigen, dass sie mit kraftvollen Klängen, einem dichten Gitarrensound und eingängigen Melodien das Publikum begeistern können.

Mit weiteren Songs ihres letzten Albums „Defcon Zero“ machen Jens Westin (Vocals, Gitarre), Tomas Andersson (Gitarre), Bjarne Elvsgård (Bass) und Per Soläng (Drums) temporeich, groovend und mit griffigen Riffs deutlich, wie eine Verbindung von Metal und Rock wunderbar gelingen kann. Wobei sich CORRODED mit Tempo und der klaren Härte deutlich mehr im Metal bewegen.

Kraftvoller Sound und eine beeindruckende Ballade

Auch wenn CORRODED überwiegend breitbeinig und mit hohem Energielevel rocken, gibt es doch diese wunderbar kontrastreichen Momente wie bei der Ballade „A Note To Me“, die nicht nur zu meinen Lieblingssongs des letzten Albums gehört, sondern auch an diesem Abend zu den gelungensten Stücken. Die akustischen Gitarren unterstreichen die ausdrucksvolle Stimme von Jens Westin und schaffen eine ruhige, fast besinnliche Stimmung.

 

Nach der Ruhe kommt der Sturm

Mit „I Am The God“ geht’s dann aber wieder in die Vollen: krachend mit Stakkato-Drumming und dichten Riffs. Und so energisch und präsent geht es dann auch weiter bis in die Zugabe hinein.

CORRODED können live absolut überzeugen, die Songs kommen kraftvoll und intensiv rüber. Das Publikum wird immer wieder mit einbezogen und die Kölner lassen sich sowohl auf das „I make some noise – you make some noise“ ein als auch darauf, dass es „instead of a wall of death a lot of hugs“ geben soll. Hier bekam man alles, was ein Konzert bieten sollte.

CORRODED und THE HAWKINS haben ihrem Publikum einen tollen Abend verschafft. Und sie sind noch weiter auf Tour. Die nächsten Termine findet ihr hier

Und hier noch einige Bilder der Show von CORRODED

Setlist THE HAWKINS

1 Alco-Hole

2 Frankie Boy

3 Bless Me

4 Rat Race

5 Amnesia

6 Perfect Son

7 Shaking Ground

8 Give It Up

9 Fuck You All – I’m Outta Here

Mehr Informationen über die Band findet ihr auch hier

 

Setlist CORRODED

1 Carry Me My Bones

2 Burn It to the Ground

3 More Than You Can Chew

4 Believe In Me

5 Fall of a Nation

6 Age of Rage

7 Gun and a Bullet

8 Retract and Disconnect

9 A Note to Me

10  Am the God

11 King of Nothing

12 6 Ft of Anger

13 Time and Again

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Bildquellen

  • The Hawkins Köln Blue Shell 30: (c) metal-heads.de - Soundchaser
  • Corroded Köln Blue Shell: (c) metal-heads.de - Soundchaser
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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