DONG OPEN AIR 2017 – Festivalbericht Tag 1

Reportage - Dong Open Air 2017

Jungfernfahrt zum Dong Open Air

In diesem Jahr war es soweit. Meine erste Teilnahme am Dong Open Air Festival auf der Halde Norddeutschland. Am Donnerstag, den 13.Juli trat ich die kurze Reise Richtung Neukirchen-Vluyn an, um für unser Magazin für euch zu berichten. 20 Minuten Anreise sind ein ziemlicher Luxus, bedenkt man welche Strecken wir sonst so zurück legen müssen. Der anschließende 20 minütige Fußmarsch inklusive eines ordentlichen Anteils bergauf war dagegen weniger amüsant. Immerhin hatten wir tolles Wetter und mir stellte sich die Frage, ob die lange Jeans nicht die falsche Wahl war. Tipp: Ein kühles Kaltgetränk in der Hand macht das Wandern erträglicher! Oben auf der Halde angekommen wurde der anstregende Marsch belohnt. Eine tolle Aussicht auf die Umgebung: A festival with a view!

Da wir unsere Brötchen mit herkömmlichen Jobs verdienen müssen, trafen wir erst gegen 16:15 Uhr ein. Nach kurzer Orientierungsphase wurden wir freundlich am Presse-Container begrüßt und mit den üblichen Bändchen und Pässen ausgestattet. Startklar für den Einsatz an der Bühne hatten wir keine Zeit um den Bierstand zu besuchen, sollten doch bereits um 16:30 Uhr  SISTERS OF SUFFACATION loslegen.

Bis dahin hatten DARKEST HORIZON, DETRAKTOR und MESSIAH´S KISS ihre Auftritte bereits abgerissen. Sorry, dass wir euch zu deren Spielkunst weder Bericht noch Bilder liefern können!

Death Metal aus Eindhoven

Sister Of Suffacation - Dong Open Air 2017

Sister Of Suffacation – Dong Open Air 2017

Auf dem Weg zur Bühne hatte Els bereits begonnen, das zur Hälfte gefüllte Festivalzelt mit ihren Growls zu verwöhnen. Hätte ich nicht gewusst, dass es sich bei SISTERS OF SUFFACATION um eine rein weibliche Band handelt, wären meine Wertmarken wohl als Wetteinsatz drauf gegangen. Tiefer, breiter, härter passt wohl auch an dieser Stelle. Els, Simone, Amber und Puck bieten Death Metal der puristischen Art. Starke Growls wechseln zu kreischend hellen Gesangsparts als wenn das Nichts wäre. Unglaublich welche Stimmlagen Els zu bieten hat. Begleitet durch starke Gestik und markante Mimik ist die Sängerin der klar dominierende Punkt auf der Bühne. Die Instrumente werden weniger komplex aber dafür druckvoll in Szene gesetzt. Ein gelungener Auftritt für alle Fans des Genres.


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Dem Wahnsinn auf der Spur

Vulture Industries

Vulture Industries

VULTURE INDUSTRIES stehen auf dem Programm. Wenn man über die Musikszene aus Bergen in Norwegen dissuktiert, landet man früher oder später beim Black Metal. Die 5 köpfige Kombo aus dem Norden Europas hat hier aber wesentlich mehr zu bieten. Eine bunte Mixtur aus Progressive, Industrial, Doom aber auch Anteile von Symphonic Metal bilden einen außerordentlichen Cocktail für die Ohren. Øyvind Madsen, Eivind Huse, Tor Helge Gjengedal, Kyrre Teigen und Sänger Bjørnar E. Nilsen geben sich auf der Bühne als eingespieltes Team. Bjørnar könnte auch einer Schauspiel Karriere am Theater folgen, sind seine Ausbrüche doch stets von ausdrucksvollen Gesichtszügen begleitet, welche einen Klaus Kinski zu seiner Zeit in den Schatten gestellt hätten. Barfüßig überzeugen auch die restlichen Musiker dieser Band. Eine willkommene Abwechslung im Programm des frühen Donnerstag Abend.


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Eins, Zwei, Drei – Oberkörper frei

Words Of Farewell

Words Of Farewell

Progressive Death Metal aus dem Pott als weiterer Punkt auf der Liste der härteren Gangart. Insgesamt ist das Lineup des DONG OPEN AIR doch  eher etwas für das geübte Metalohr. Nach genau dieser Eigenschaft verlangt auch der brachiale Sound von WORDS OF FAREWELL. Growling, Sreaming, Shouting? Nenn es, wie du willst, es sind in jedem Fall die kehligen Gesangstechniken, welche Alexander Otto bevorzugt. Erik Gaßmus, Robin Dirks und Konstantin Voßhoff machen verdammt viel Aktion auf der Bühne und lassen es Jeden wissen, dass sie verdammt viel Spaß daran haben, die Leute vor der Bühne zum Pogo zu animieren. Während Tristan Wegner an den Drums und Leo Wichmann an den Keyboards für den Rhythmus sorgen, geben die anderen 4 den Frontsau-Contest des Abends. Das Alexander Otto mehr zu bieten hat als seinen aggressiven Gesang, lässt er das Publikum wissen, als das T-Shirt in der Ecke landet. Imposanter Oberkörper – wahrscheinlich braucht es den, um in der Art mit seinen Stimmbändern zu arbeiten. Das nächste Mal bitte innerhalb der ersten 3 Songs, dann gibt es auch ein Foto dazu!


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THRASH aus Dänemark

Hatesphere

Hatesphere

Nach dem eher Death lastigen Programm bisher wollten HATESPHERE aus Dänemark dem Publikum auf den THRASHER-Zahn fühlen. War das Zelt bisher eher nur zur Hälfte gefüllt, kamen nun eindeutig mehr Metalheads zum Stelldichein guter alter Handwerkskunst an den Saiten. Dass es trotz eines häufigen Wechsels im Lineup der Band zu guter – nein sehr guter – Performance langen kann, zeigten HATESPHERE als Co-Headliner auf beeindruckende Art und Weise. Der Qualitätsunterschied zum bisherigen Programm war einfach spürbar, hörbar, ja allgegenwärtig. Schon lange kein Geheimtipp mehr bieten Esse, Kasper,
Mike, Jimmy und Pepe Thrash Metal der höchsten Güte. Knallhart, glasklar schallt es aus den Lautsprechern in Richtung Zeltinnenraum. Das Publikum haben die Dänen sofort auf Ihrer Seite. So ist es auch kein Wunder, dass die erste angesagte Aktion im Publikum den Jungs rund um Kopenhagen gehört. Esse verlangt nach einer Wall of Death! Er sollte eine bekommen. Diszipliniert spaltet sich der Zuschauerraum in 2 Hälften auf, um nach noch disziplinierterer Haltephase, dem Signal des Sängers zu folgen und los zu stürmen. Eine beachtliche Leistung von Band und Publikum. Standing Ovations für diese Show!


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Wikinger als Headliner

Ensiferum

Ensiferum

Viking Metal und Melodic Death Metal schallen zur Zeit aus jedem Auto mit eindeutigen  Aufklebern auf dem Kofferraum und haben längst den Weg in jedes CD-Regal eines Metal-Fans gefunden. Was wenn man diese beiden Genres zusammen packt und ENSIFERUM drauf schreibt? Na klar, das muss krachen!  Wer die 70.000 tons of Metal zum schaukeln bringt , sollte eine Halde erst recht zum beben bringen. So ist es dann auch. Die aus Helsinki stammende Kapelle füllt das Zelt an diesem Donnerstag Abend wie keine andere Band. Hier stimmt einfach alles vom professionellen Auftreten über die Klamotten und Kriegsbemalung bis zur heißen Akkordeon-Spielerin. Alle heben ihr Trinkhorn zum gemeinsamen Anstoßen auf einen tollen ersten Festivaltag.


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Schon bald geht es weiter mit der Berichterstattung vom 2. Tag! Stay tuned!

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Bildquellen

  • Sister Of Suffacation – Dong Open Air 2017 – Els Prins-17: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
  • Vulture Industries – Dong Open Air 2017-19: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
  • Words Of Farewell – Dong Open Air 2017-22: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
  • Hatesphere – Dong Open Air 2017-22: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
  • Ensiferum – Dong Open Air 2017-22: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
  • Reportage – Dong Open Air 2017: (c) metal-heads.de - Scumbag
SCUMBAG

SCUMBAG

Von AC/DC bis ZZ-Top und wieder zurück. Meine Vorlieben liegen im Stoner Rock Segment. Monster Magnet, Clutch und Pothead werden dabei immer wieder gerne gehört.

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