Dust Bolt & Support mischen Helios 37 auf

Dust Bolt 13.03.19 Köln Helios37

Dust Bolt

sind am 13.03.19 in Köln im Helios 37 zu Gast. Quasi ein Auswärtsheimspiel für die Münchener Jungs. Über diverse Auftritte hat man die Kollegen von Pripjat kennengelernt und damit eine gute Connection zu der Kölner Szene aufbauen können. Mit dabei sind Fabulous Desaster aus Bonn und Bloodspot aus Limburg.

InterviewDust Bolt 13.03.19 Köln Helios37

Zuerst aber mal das Interview mit Lenny Bruce, dem Sänger und Gitarristen von Dust Bolt. Kollege Soundchaser hat die Kamera parat gestellt und ein interessantes Gespräch über Dies und Das beginnt. Zur Zeit dieses Berichts ist das Interview noch nicht veröffentlicht. Ich kann euch aber sagen, es lohnt sich. Bleibt also dran und schaut mal wieder auf metal-heads vorbei, um zu sehen was Lenny zu sagen hat.

Fabulous Desaster

Die sympathische Band eröffnet den Abend, der ganz im Zeichen des Thrash Metal steht. Gitarrist Matthes und Sänger Jan haben für mich heute Abend bereits durch ihre Shirts gewonnen. Dark Angel – Darkness Descends und Flotsam & Jetsam – Doomsday for the Deceiver. Beides Scheiben, die ganz oben auf meiner Thrash Hitliste stehen. Da kann ja nix schief gehen. Guten Geschmack haben die beiden bereits bewiesen. Die vier geben auch gut Gas und die ca. 150 Zuschauer feiern Fabulous Desaster auch gehörig ab. Leider machen Fabulous Desaster heute Abend ihrem Namen alle Ehre. Es gibt einige technische Probleme und das Zusammenspiel ist auch nicht das Beste. Im Publikum stört das aber niemanden. Jan entschuldigt sich trotzdem, nimmt die Sache aber mit Fabulous Desaster 13.03.19 Köln Helios37Humor und weiter geht die wilde Fahrt. Die Menge bangt und schert sich einen Dreck um die nicht optimalen Umstände. So muss Thrash. Immer drauf.

Mir gefällt die Show von Fabulous Desaster. „Off with their heads“ wird als Lieblingssong der Band angesagt. Das Akustikintro klingt sehr nach „Metalshock“ von Flotsam. Macht nix, find ich ja geil. Das Thrashrad kann halt nicht neu erfunden werden.

Trotz einiger Schwächen ein Auftritt, der mir viel Spaß gemacht hat. Würde gerne noch eine Show der Jungs sehen. Bis zum nächsten Mal.

Bloodspot

Als zweites kommen Bloodspot an die Reihe. Hatte die Halle bei Fabulous Desaster bereits Spaß, geht jetzt die Post noch um einiges mehr ab. Bloodspot sind Bloodspot 13.03.19 Köln Helios37hart und grooven dabei unbeschreiblich gut. Da bleibt kein Kopf unbewegt und die Fäuste werden in die Höhe gereckt. Die Band gibt eine unglaubliche Menge Energie ab. Das liegt vor allem an Sänger Pete, der in guter Hardcore Manier barfuß auf dem Monitor stehend extrovertiert in die Menge shoutet. Die beiden Gitarristen bangen sich den Arsch ab, das es eine Freude ist. Die Musik ist nicht mit einem Wort zu beschreiben. Hier mischt sich Thrash Metal mit viel Groove, Punk, Hardcore und Doom zu einer harten, und im Positiven gewalttätigen Melange. Das nenn ich mal voll auf die Fresse. Die Zuschauer nehmen die Show dankbar an. Hier geht niemand an die Theke zum Bier holen, weil ihm der Sound nicht gefällt. Geil.

Dust Bolt

Headliner des Abends sind dann die Thrasher von Dust Bolt aus München, die heute Ihre aktuelle CD „Trapped in Chaos“ den Dust Bolt 13.03.19 Köln Helios37Fans vorstellen wollen. Der Longplayer wurde zwiespältig von den Fans aufgenommen, haben Dust Bolt es doch gewagt vom Immer-aufs-Maul-Thrash-Metal mal das Gaspedal zurückzunehmen und in die Songs etwas melodischeren Gesang einzufügen. Zu guter Letzt gibts es mit „Another Day in Hell“ sogar eine, man höre und staune, eine Ballade.

Von einem zwiegespaltenen Publikum kann man heute jedoch nicht sprechen. Die Band eröffnet den Set mit dem Opener des neuen Albums „The Fourth Strike“ und „Dead Inside“. Keinen Schimmer, was man daran nichtDust Bolt 13.03.19 Köln Helios37 mögen kann. So sehen das auch die Zuschauer und die Stimmung ist noch besser, als bei den beiden Bands voher. Man merkt schon, wer hier der Headliner des Abends ist. Dust Bolt. Auf die Show haben die meisten gewartet. Mit großer Spielfreude spielt sich Dust Bolt durch einen bunten Strauß an Songs ihrer vier Alben. Immer mit Spaß und viel Energie. Lenny sieht mit der Flying V und seiner langen Matte am Mikro aus wie Dave Mustaine zu besten Zeiten. Bene springt wie ein Laubfrosch über die Bühne, die etwas größer sein könnte für den lauffreudigen Bassisten.

The Ballad

Von wegen Thrasher mögen keine Balladen. „Another Day in Hell“ wird als erste Zugabe gespielt. Ein Fan in der ersten Reihe hat sich den Song bereits vorher sogar lautstark gewünscht, so dass Bene ihn schon mit den Worten „kommt ja gleich“ beruhigen musste. Und ja, der Song kommt live richtig gut. Ich weiß nicht, ob ich mich mit meiner Aussage zu weit aus dem Fenster lehne, aber bei mir kommt so ein Feeling rüber wie bei „A tout le monde“ von Megadeth. Das hätte ich damals auch bei denen nicht für möglich gehalten.

Mit „Agent Thrash“ schwingen Dust Bolt nochmals den Thrash Hammer und entlassen uns in die Nacht. Gut gemacht. Beim nächsten Mal komme ich wieder. Wer Thrash Metal mag, kommt an Dust Bolt eigentlich nicht vorbei.

Drei geile Bands zu einem guten Preis. Danke für einen wundervollen Abend voller geiler Mukke, Energie und Nackenschmerzen. Das Helios 37 hat gewackelt.

Wer noch ein paar Eindrücke des Abends haben möchte, für den habe ich hier noch einige Bilder.

Fabulous Desaster

Bloodspot

Dust Bolt

 

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Bildquellen

  • Dust Bolt 13.03.19 Köln Helios37: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Fabulous Desaster 13.03.19 Köln Helios37: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Bloodspot 13.03.19 Köln Helios37: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Dust Bolt 13.03.19 Köln Helios37: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
Chipsy

Chipsy

Mag am liebsten Prog, 80's Metal, Thrash und instrumentelle Gitarrenmusik. Gitarrenverrückter Gear Sammler.

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