Godcomplex und Gloryful rocken Mönchengladbach

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Godcomplex und Gloryful spielten am 25.11.2017 im Kultube in Mönchengladbach. Unsere Gastredakteurin Birgit Hochmann war vor Ort und ihr Bericht ist so gut, dass wir ihn euch nicht vorenthalten wollen. Bitte schön:

Eine Blackend-Death/Thrash-Metal Band und eine Power-Metal-Band in einer Location, die ich bisher nicht kannte. Da war ich wirklich gespannt auf das Publikum und darauf, wie diese Genre-Kombination ankommt. Einige Leute waren als Death-Metaller zu erkennen, andere sind ausdrücklich wegen Gloryful gekommen.

Godcomplex – auch ohne Bass mit Power

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Godcomplex, die als Standort Düsseldorf angegeben haben und deren Mitglieder bereits Erfahrungen aus anderen Formationen mitbringen, gelang es bereits mit dem ersten Song, das Publikum zu aktvieren. Obwohl sie an diesem Abend auf ihren Bassisten Erik verzichten mussten und es daher ein wenig an Druck und Tiefe fehlte, kamen die Songs kraftvoll rüber, woran sicher auch die dichten Growls ihres Frontmannes Martin ihren Anteil hatten. Dass Benne als Gitarrist erst seit 6 Wochen dabei ist, war in dem guten Zusammenspiel mit Lars nicht erkennbar. Spätestens bei „Dissolution“ waren alle Leute mit mehr oder weniger ausgeprägtem Headbangen dabei. Mit „Ashen Empire“, dem Titelsong ihrer EP, der mit einem fast symphonischen Intro einsetzte, beendeten sie ihr Set, dass mich insgesamt überzeugt hat durch fundierte Death-Metal-Elemente, durchaus eingängige Riffs, interessante Rhythmenwechsel und die teilweise sphärisch wirkenden Keyboardpassagen.

Godcomplex – Line-Up und Setlist

Martin – Vocals | Erik – Bass | Lars – Gitarre | Benne – Gitarre | Flo – Drums | Tom – Keyboard

  1. Armageddon Society
  2. Legal Genocide
  3. Symptoms of a Serious Defect
  4. Rotting Alive
  5. Bringer of Light
  6. Cryptic Horrors
  7. Dissolution
  8. Torture
  9. Of Black Heartblood & Diabolic Passion
  10. Ashen Empire

Gloryful – Heavy Metal (More Than Meets The Eye) ist Programm

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Gloryful

Gloryful sorgten – wie gewohnt – von Anfang an für viel Bewegungen auf und vor der Bühne. Schon mit dem ersten Song wurde klar, dass es das Ziel war, auch wirklich jeden im Raum (also auch die Leute an der Theke, die eine ‚Extra-Einladung‘ bekamen) mit einzubeziehen. Und schon beim zweiten Song (Hail to the King) hatte der ‚Mitwippanteil‘ im Publikum auch die Death-Metaller erreicht. Das „Hail to the King“ wurde von immer mehr Leuten mitgerufen und in den weiteren Songs wurde Sänger Johnny LaBomba, der gewohnt kraftvoll shoutete und auch in den hohen Lagen sicher rüberkam, in den Refrains unterstützt. Die choralen Refrains laden ja auch zum Mitsingen ein. Jens Basten und Adrian Weiss zeigten Tempo und Fingerfertigkeit an den Gitarren, ohne dass dies technisch wirkte. Im Gegenteil: sie spielten die Melodien intensiv und die Riffs gefühlvoll. Danij Perl koordinierte die kraftvollen Bassläufe gekonnt mit ebensolchem Headbangen und Hartmut Stoof gingen auch in den Uptempo-Passagen Präzision und Energie nicht verloren.

Schnell und abwechslungsreich

Gloryful haben mir mit ihren schnellen Songs mit den eingängigen wie auch abwechslungsreichen Melodien wieder viel Spaß gemacht und das Publikum zeigte durch den Ruf nach Zugaben, dass es nach der Hymne „The Glorriors“ bereit gewesen wäre, noch mehr Heavy Metal „zu spüren“, wozu sie von Johnny LaBomba mehrmals eingeladen wurden. Schade, dass nicht mehr Leute den Weg ins Kultube gefunden hatten. Für mich hat die Zusammenstellung der Bands in diesem Fall gut funktioniert. Und das Kultube ist eine angenehme Location, die u.a. ein hautnahes Erleben der Bands ermöglicht.

Gloryful – die Setlist

Johnny LaBomba – Vocals | Jens Basen – Gitarre | Adrian Weiss – Gitarre | Danij Perl – Bass | Hartmut Stoof – Drums

  1. Ocean Blade
  2. Hail To The King
  3. Heavy Metal – More Than Meets The Eye
  4. Hiring The Dead
  5. This Means War
  6. For Victory
  7. The Warriors Code
  8. The Glorriors

 

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Bildquellen

  • Gloryful: (c) Doerni, www.metal-heads.de
  • PLH_CROWD_FULL3_TZ: © 2016 Toby - metal-heads.de
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds „Port Royal“ und „Abigail“ von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen…

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