Rob Zombie – satanische Orgie im Kölner E-Werk 14.06.2017

Rob Zombie Titel

Im Rahmen seiner Satanic Orgy Tour 2017 machte Rob Zombie am 14. Juni 2017 für sein einziges Deutschland-Konzert in Köln, im E-Werk, Halt. Als Support war Phil Campbell And The Bastard Sons dabei. Die Tour hatten wir von metal-heads.de euch hier schon angekündigt und uns dabei diebisch auf die versprochene große amerikanische Produktion gefreut. Den Zahn kann und muss ich leider ziehen. Rob Zombie hatte  – zumindest im Kölner E-Werk – leider nur seine bereits von früheren Touren bekannte normale Produktion am Start. Sehr schade, zumal es vorher anders angekündigt war. Die Merchandise-Preise bewegten sich im üblichen Rahmen. Die Shirts gab es für 30 Euro. Karten gab es auch noch an der Abendkasse für 52 Euro. Ja, ausverkauft war es nicht. Zur Vorgruppe bevölkerten vielleicht 1200 Leute das E-Werk und bei Rob Zombie waren es grob geschätzt 1300 – 1500.  Aber pünktlich war es diesmal. Punkt 20 Uhr starteten Phil Campbell And The Bastard Sons in ihren Set.

Phil Campbell And The Bastard Sons- solides Handwerk

Für einen Opener haben Phil Campbell und seine Jungs (genaugenommen seine Söhne Todd, Dane und Tyla und Neil Starr an den Vocals) schon ordentlich Licht und ein großes Backdrop bekommen. Aber das ist wahrscheinlich auch seiner Vergangenheit mit Motörhead geschuldet. Am Sound war auch nichts zu beanstanden. Das Publikum war auch schon zahlreich vor der Bühne versammelt. Ich würde mal grob schätzen, dass das E-Werk zu 2/3 gefüllt war. Der Boden für einen zünftigen Auftakt war also gelegt. Phil Campbell And The Bastard Sons lieferten das, was man erwarten konnte. Guten und solide gemachten Heavy Rock’n’Roll. Das Stageacting von Phil war wie bei Motörhead, eher verhalten. Für mehr Bewegung auf der Bühne sorgte von seinen drei Söhnen besonders Todd an der Gitarre, der auch ein paar Vocals übernahm. Auch Sänger Neil Starr, der manchmal wie ein Flummi auf und ab hüpfte,  konnte mit launigen Ansagen das Publikum durchaus auf seine Seite ziehen.  30 Minuten Spielzeit waren natürlich knapp bemessen. Trotzdem brachten sie mit „Born To Raise Hell“ und „Ace Of Spades“ zwei Motörhead Klassiker unter. Auch wenn diese beiden am besten ankamen, der Rest des Sets wurde vom Kölner Publikum ebenso wohlwollend aufgenommen und mit ordentlich Applaus bedacht.

Phil Campbell And The Bastard Sons – die Setlist

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  1. Big Mouth
  2. Spider
  3. Take Aim
  4. Straight Up
  5. Born To Raise Hell (Motörhead Cover)
  6. No Turning Back
  7. Ace Of Spades (Motörhead Cover)

Rob Zombie – teutonisch pünktlich

Auf die Minute pünktlich um 21 Uhr legt Rob Zombie mit seinem Set los. Wie eingangs schon geschrieben, war es leider nicht die versprochene amerikanische Produktion. Aber verglichen mit dem, was man sonst geboten kriegt, war es trotzdem eine mehr als fette Lightshow. So, Thema beendet! Die Halle hatte sich noch etwas mehr gefüllt. Ich schätze, dass jetzt etwas 1300 – 1500 Leute da waren. Und eins muss man Rob Zombie lassen, der mit Hut und langer Fransenjacke die Bühne betrat, wie Show geht, das weiß er. Natürlich war klar, wer der Chef ist. Die ganze Show war auf ihn zugeschnitten, auch wenn seine Mitstreiter zwischendurch mal mit Kostümen und Effekten  (z.B. der roten Lasergitarre)  glänzen durften. Aber genau wie sie dem Chef untergeordnet waren, so willig folgte das Publikum dem Zeremonienmeister Rob Zombie, der im Laufe des Konzertes immer wieder mal die Oberbekleidung oder die Kopfbedeckung wechselte.

Rob Zombie – die Highlights

Die Setlist bot eine bunte Mischung seines Schaffens, ein paar White Zombie Stücke waren auch dabei. Die Menge war bereit zu feiern und bereits bei dem vierten Song „In The Age Of The Consecrated Vampire We All Get High“ gab es die ersten Crowdsurfer. Zwischendurch forderte Rob Zombie immer wieder mal den Applaus ein und bekam ihn selbstredend auch. Zu „Well, Everybody’s Fucking In A U.F.O“ gab es eine längere Erläuterung und es wurden zwei Alien Sex Dolls ins Publikum geschmissen, mit der Bitte sie einmal von vorne nach hinten und wieder zurück wandern zu lassen. Na ja, bis zum Konzertende waren beide nicht mehr aufgetaucht… das möchte ich jetzt gar nicht weiter kommentieren. Bei „More Human Than Human“ kam die erste Reihe in den Genuss, mit dem Meister abklatschen zu dürfen. Was darf auf einem Konzert nicht fehlen? Ein Love-Song natürlich, in diesem Fall wurde „The Hideous Exhibitions Of A Dedicated Gore Whore“ expliziet als  solcher angekündigt. Auf das folgende Gitarrensolo hätte zumindest ich gut verzichten können. Die Cover von den Ramones und Alice Cooper hingegen fand ich gelungen. Am Ende stellte Rob Zombie noch die Band vor und dann war nach knapp 80 Minuten auch schon Schluss. Der Sound war gut. Das Licht ebenso, auch wenn es nicht wie versprochen war. In der Summe ein Konzert, das mir gefallen, aber mich nicht begeistert hat. Für letzteres war es mir persönlich zu sehr durchchoreographiert. Da saß jede Geste und jeder Kick. Das war schön anzusehen, aber ich habe das mehr konsumiert, als das ich mit dem Herzen dabei war.

Rob Zombie – die Setlist

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  1. Dead City Radio And The New Gods Of Supertown
  2. Superbeast
  3. Demonoid Phenomenon
  4. In The Age Of The Consecrated Vampire We All Get High
  5. Living Dead Girl
  6. Scum Of The Earth
  7. Well, Everybody’s Fucking In A U.F.O
  8. More Human Than Human
  9. Never Gonna Stop (The Red, Red Kroovy)
  10. The Hideous Exhibitions Of A Dedicated Gore Whore
  11. Gitarrensolo
  12. Thunder Kiss ’65
  13. Blitzkrieg Bop
  14. Thunder Kiss ’65
  15. School’s Out
  16. The Lords of Salem
  17. Get Your Boots On! That’s The End Of Rock And Roll
  18. Dragula

 

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Bildquellen

  • Phil Campbell And The Bastard Sons – 15.06.2017, Köln, Ewerk: (c) metal-heads.de - Kjo
  • Rob Zombie – 15.06.2017, Köln, Ewerk: (c) metal-heads.de - Kjo
  • Rob Zombie Titel: (c) metal-heads.de - Kjo
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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