Wolfmother Live in der Garage (Saarbrücken)

Wolfmother – Garage Saarbrücken 21.11.2016

Bereits im April diesen Jahres waren Wolfmother auf großer „VICTORIOUS“ Deutschlandtour und haben viele ausverkaufte Hallen in der gesamten Republik zum Kochen gebracht. Zum Jahresabschluß geben sich die drei Herrschaften aus Down Under erneut die Ehre und kommen für sechs Deutschland Shows zurück. Wir von metal-heads.de waren in Saarbrücken live dabei und berichten ausführlich… Film ab.

Punkt 19 Uhr öffnet die Garage ihre Pforten. Zum Glück, denn es schüttet seit Stunden wie aus Eimern, sodass niemand unnötig in diesem Siff vor der Tür ausharren muss. Nach ausführlicher und vorbildlich freundlicher Kontrolle am Einlass (so muss das sein) geht’s rein in die gut gewärmte Stube.

Erster Stop: Merchandise

Es gibt eine kleine aber feine Selektion an Shirts, Platten und KUNSTDRUCKEN zu erschwinglichen Preisen. Leider nicht ganz so mein Geschmack, deshalb bleibt hier der Geldbeutel heute zu.

Mother’s Cake

Die Halle füllt sich zusehends und wie so oft in Saarbrücken startet die Vorband 10 Minuten vor der Zeit, sodass die Österreicher von Mother’s Cake um 19:50 Uhr auf die Bühne hüpfen. Die Band spielt mittlerweile im achten Jahr zusammen und hat schon einiges an Live Erfahrung gesammelt. So waren die Innsbrucker um Bassist Benedikt Trenkwalder schon Vorband für Deftones, Tito & Tarantula oder Slash’s Velvet Revolver. Das merkt man der Performance heute auch definitiv an.

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Das Trio spielt seine progressiv angehauchten Songs tight wie Sau. Anfangs haben sie etwas mit dem Sound zu kämpfen, was sich aber recht schnell legt. Mother’s Cake spielen eine energiegeladen progressive und funky Rock Mixtur, die in der Form selten zu hören ist. Sänger und Gitarrist Yves Krismer überzeugt auf ganzer Linie und hört sich an manchen Stellen an wie ein aggressiv schreiender Michael Jackson. Insgesamt legen die Jungs mit sieben Songs in stattlichen 45 Minuten eine große Show aufs Parkett, was das Publikum auch mit entsprechendem Applaus zu würdigen weiß.


Wolfmother

Die Halle ist mittlerweile zu gut 90% gefüllt bevor um Punkt 21 Uhr das Saallicht erlischt. WOLFMOTHER!

Unter großem Jubel steigt das Trio die Stufen zur Bühne empor und startet direkt mit der ersten Nummer vom neuen Album. Victorious. Die Band ist super drauf und hat soundtechnisch gewaltig was auf der Pfanne. Gefühlt 1000 Effektgeräte sind alleine um Ian Peres’ Arbeitsplatz verteilt, der von Beginn an wie irre auf seiner Korg rumprügelt, als wäre er vom Teufel besessen. Ach ja, nebenher spielt der Mann auch noch Bass. Oftmals sogar beides gleichzeitig. Muss man gesehen haben, sonst glaubt man es nicht.

Direkt im Anschluss geht es schon weiter mit „New Moon Rising“ und dem allseits bekannten „Woman“. Durchaus positiv ist zu sehen, dass Wolfmother zwischen den Songs nicht lange rumschwafeln, sondern das machen, weshalb die Leute hier her gekommen sind. Rock ’n‘ Roll. So funktioniert es auch, dass in 1,5 Stunden stattliche 19 Songs auf die Setlist gepresst werden können. Da staunt der Leihe und der Fan freut sich. Wolfmother fahren ein breites Spektrum an Songs von allen bisher veröffentlichten Alben auf, wobei der Fokus doch eher auf dem selbsbetitelten Album von 2006 liegt. So finden wir neben White Unicorn, Gypsy Caravan, Dimension, Love Train, Pyramid auch By the Sword, das 2010 für Slashs Soloalbum eingesungen wurde.

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Es gibt was fürs Auge

Die Band bietet neben einer sehr abwechslungsreichen und atmosphärischen Lichtshow auch für die Technikfreaks und Equipmentliebhaber unter euch einiges fürs Auge. Andrew Stockdale wechselt während der Show munter zwischen einer Gibson SG, Les Paul Goldtop, einer traumhaft schönen weißen Gibson SG Doubleneck (zu White Unicorn), bei der selbst Jimmy Page die Spucke wegbleibt und einer Gibson ES 335 in Schwarz hin und her. Auch Amptechnisch sind die Jungs voll auf der Höhe. So nutzt Andrew zwei Vox Combos und zusätzlich ein Marshall Fullstack. Basser Ian prügelt die tiefen Töne durch zwei Boxen, die so hoch sind wie ein Zweifamilienhaus. Ganz davon zu schweigen, dass er in seinem 6 Quadratmeter großen Effektwald rumspringt wie Rumpelstilzchen bei den Bundesjugendspielen. Für eine Siegerurkunde reicht diese Darbietung definitiv aus…

Die Grammy- Gewinner wissen einfach was sie da tun und liefern in den 1,5 Stunden eine wahnsinnig intensive und gutausehende Show ab, die von der ersten bis zur letzten Sekunde stimmig ist. So ist es auch nicht weiter schlimm, dass mit „Joker and the Thief“ nur eine Zugabe gespielt wird, da das Publikum während der regulären Spielzeit schon alles geboten bekommen hat, was nur irgendwie im Rahmen des Möglichen erscheint.

Das Saarbrücker Publikum ist vollends zufrieden mit dem Abend und tritt nur sehr ungern um kurz vor 23 Uhr den Nachhauseweg an. Was nicht nur am Wetter an diesem Tag liegt.

Setlist Wolfmother

Victorious
New Moon Rising
Woman
By The Sword
White Unicorn
Apple Tree
Gypsy Caravan
Pyramid
Where Eagles Have Been
Vagabond
Love That You Give
California Queen
How Many Times
Love Train
White Feather
Dimension
Colossal
Far Away
Joker and the Thief


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Bildquellen

  • mothers cake: (c) Reverend Wrinkle/www.metal-heads.de
  • wolfmother: (c) Reverend Wrinkle/www.metal-heads.de
Reverend Wrinkle

Reverend Wrinkle

Ich höre von AC/DC, Rolling Stones und Led Zeppelin bis in die Neuzeit zu Black Stone Cherry und The Answer so ziemlich alles was hart ist, groovt und Krach macht. Habe aber ebenso eine Vorliebe für den Blues und reise gerne für Konzerte um die ganze Welt.

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