Cologne Metal Festival geht in die 3. Runde

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Am 17. Oktober wackeln im Kulturbunker in Köln-Mülheim wieder die Wände. Nach einer ausverkauften Veranstaltung in 2014 geht das Cologne Metal Festival mittlerweile in die 3. Runde.

Dem Ruf der Kölner Veranstalter um Pete Rode (Mortal Peril, ex All We Hate, ex Asmodina,) folgen namhafte Bands gleichermaßen wie Newcomer und so kann sich auch dieses Jahr das Lineup wieder sehen lassen. In den letzten Jahren kamen die Besucher nicht nur aus dem Kölner Raum – der Bekanntheitsgrad des CMF reicht inzwischen über die Landesgrenzen hinaus.

Toby the Ogre von Metal-Heads.de sprach mit Pete Rode über die Entwicklung des CMF.

MH: Pete, ihr geht mittlerweile in die 3. Auflage des Festivals. Wie seht ihr die Entwicklung des CMF in Betracht auf Bands, Zuschauer, Location?

Pete: Die Idee des Cologne Metal war und ist die lokale Szene zu stärken, indem wir den Bands aus dem Kölner Dunstkreis eine große Bühne anbieten und eine Location, die sie nicht alleine würden füllen können. Wir kümmern uns um die Organisation und die Bands unterstützen uns dafür beim Vorverkauf. Natürlich werden wir zunehmend auch Bands die nicht aus der Region sind auf die Bühne holen. Wir können ja schlecht dauernd die gleichen Bands buchen. Wir sind immer noch dabei unser Festival zu etablieren. An eine größere Location denken wir daher noch nicht.

MH: Wohin entwickelt sich deiner Meinung nach die lokale Szene in Köln und wie wichtig ist dann ein lokales Festival dieser Größenordnung aufzuziehen. Kennen euch inzwischen alle regionalen Bands, oder ist es noch schwierig an Bookings zu kommen?

Pete: Wohin die Reise geht kann ich nicht vorhersagen. Ich kenne aber die Entwicklung der letzten 30 Jahre. Die Zahl der Bands ist gewaltig gestiegen. Ende der 80er konnte man die lokalen Untergrund-Bands an einer Hand abzählen, Ende der 90er waren es vielleicht ein Dutzend Bands die regelmäßig Gigs gespielt haben und wie viele es heute sind, kann ich nur noch schätzen. Das ist schon unübersichtlich weil mit der Zahl der Bands ja auch immer viel Bewegung da ist mit Besetzungswechseln, Auflösungen und Neugründungen. Bei den Bands sind wir sicher gut bekannt. Bewerbungen bekommen wir von überall her. Schwierig ist es erstens die Qualität einzuschätzen und zweitens den Bands zu vermitteln, dass sich der Laden nicht von alleine füllt und sie selber auch was tun müssen. Gelegentlich meckert dann einer rum der keine Ahnung vom Geschäft hat von wegen pay-to-play, weil wir von den Bands verlangen, dass sie auch ein paar Karten verkaufen. Einige Musiker realisieren nicht, dass wir ein Szene-Event ohne große Sponsoren oder externe Förderung sind, der auf entsprechende Mithilfe angewiesen ist. Unser Ziel ist es lokalen Bands einen ansprechenden Rahmen zu präsentieren. Das ist nicht unser Geschäftsmodell, sondern unser persönliches Anliegen. Die Bands müssen sich daher in ihrem Eigeninteresse einbringen. Unsere Aufgabe ist es dabei, die entsprechenden Hebel in Bewegung zu setzen, damit die Geschichte weiterhin ein Erfolg bleibt und weiter wachsen kann. Das ist auch notwendig, denn es gibt in Köln kaum Clubs die lokale Bands buchen. Die Bands müssen auf eigenes Risiko was organisieren. Das können nicht alle und das trauen sich auch nicht alle, schon gar nicht in der Größenordnung in der wir arbeiten.

MH: Bleibt dir bei dem Ganzen noch Zeit für eigene Projekte. Du bist ja seit 2014 bei Mortal Peril und damit dem guten alten Thrash treu geblieben.

Pete: Ich musste tatsächlich mich etwas zurück nehmen und den Teamkollegen Aufgaben aufs Auge drücken, die ich in den ersten beiden Jahren noch selber übernommen habe. Jetzt mache ich nur noch die Buchhaltung, den administrativen Kram und den Vorverkauf. Booking und den Kontakt mit den Bands habe ich abgegeben. Mit Mortal Peril ist die Lust am Musik machen zurück gekommen. Wir haben jetzt innerhalb weniger Monate die Songs für die nächste Scheibe fertig bekommen obwohl wir auch live ganz gut unterwegs waren und für Januar 2016 bereits das Studio gebucht. Im April beim Bergisch Metal Fetival wird sie mit Sicherheit schon draußen sein. Das Festival organisiere ich ja auch noch. Das ist aber erheblich weniger Aufwand als das Cologne Metal.

MH: Danke Pete und wir sehen uns auf dem Cologne Metal Festival am 17. Oktober

Pete: Ich danke dir, auch im Namen des Teams. Wir freuen uns drauf!

Trailer zum 3. CMF:

 

Lineup:

Disillusion (Progressive) – Leipzig
To The Rats And Wolves (Trancecore) – Essen
Sic Zone (Trash/Death) – Köln
Tyron (Trash) – Köln
Shape My Clarity (Metalcore/Alternative/Neon) – Köln
Mortal Peril (Oldschool Trash) – Wesseling
Grey Season (Progressive) – Dormagen
Martyrion (Melodic Death Metal) – Köln
Bowneck (Alternative Metal) – Aachen
Use Möre Gas (Highway Rock`n Roll) – Düsseldorf
Wild Rider (Heavy Rock/Glam Metal) – Bad Breisig

Tickets, Anfahrt und mehr Infos zum Cologne Metal Festival unter:
http://cologne-metal.de

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Bildquellen

  • cmf_logo: Cologne Metal Festival
Toby the Ogre

Toby the Ogre

Früher aktiver Death-Schreihals und Sänger, heute passiver Schreihals. Lieblingsgeräusche: Konzert-Tinnitus und Motorräder. Lieblingsbands: Gojira, Meshuggah, Nile, Rivers of Nihil, Parkway Drive. Wenn der Tinnitus nachlässt höre ich auch gerne in andere Genre rein.

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