AMERICAN GRIM – „Ultra Black“

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AMERICAN GRIM – „Ultra Black“

Wütender, verstörender, aber auch mitreißender Industrial-Metal mit Überraschungseffekt! 

Das Cover lässt es schon erahnen und stellt passend zum Albumtitel „Ultra Black“ sehr plastisch dar, dass es bei dem Album nicht um die schönen fröhlichen Seiten des Lebens geht. Wofür mag das schwarze Herz stehen? Im Allgemeinen steht das menschliche Herz für die Seele eines Menschen. Ein schwarzes Herz ist ein vergiftetes Herz, meist entstanden durch persönliche schlimme Erlebnisse und belastende Erfahrungen. So haben die Musiker von AMERICAN GRIM vielleicht selber in den Songs eine schwere Phase ihres Lebens verarbeitet.

Verstörendes Cover – auch bei den Songs!?

Die Worte in den Texten weben ein Gespinst aus Wut, Verzweiflung und Ausweglosigkeit und wirken mitunter sehr verstörend.  Es sind Gedanken eines Menschen, der eine verdammt schwere Zeit durchmacht und von eigenen oder auch fremden Dämonen verfolgt wird.

So verstörend wie das Cover präsentieren sich auch manche der Songs auf dem Album. Die Schockrocker aus den USA haben auf ihrer Langrille viel zu bieten. Da geht richtig was ab und man kann nicht behaupten, dass es beim Hören langweilig wird.  Die eine oder andere Überraschung haben sie auf jeden Fall parat, dürften aber auch mit manchen Songs polarisieren. Der hypnotische Titelsong „Ultra Black“ ist dabei mit seinem düsteren lässigen Sprechgesang im Wechsel mit dem coolen Refrain noch relativ gemäßigt. Er ist wie geschaffen für die dunklen Tanztempel auf der Welt.

Da fühlt man sich, wie in einem Horrorfilm…

Das sehr elektronisch geprägte „Asylum“ mit seinen Beats und verstörenden Samples, welche den aggressiven Rap untermauern, ist da schon spezieller und mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack. Gerade der Refrain könnte eine Szene in einem Splatter- oder Horrorfilm untermalen, wo ein geistesgestörter Killer sich durch seine Opfer metzelt. Dagegen kommt der bassbetonte Song „Tell Me“ mit seinen Rap-Parts noch geradezu groovig rüber und „White Walls“ besitzt eine fast poppige Ader mit gefälliger Melodie und sticht mit seiner ruhigen zurückhaltenden Art auf dem Album hervor.

AMERICAN GRIM - Albumcover - Ultra Black

Ich finde, dass der Songmix sehr gut ausgearbeitet ist und so bereichern auch die speziellen Songs das Album und kommen der musikalischen Aussagekraft des Albums zu Gute. Viel wuchtiger und gitarrenlastiger kommt z.B. „God And Kings“ daher. Hier treffen fette Gitarrenriffs auf eingängige Hooklines und einen kraftvollen catchy Refrain, was man so eher im breit gefächerten Bereich des Modern Metal findet (z.B. frühere Schaffensphase von LINKIN PARK).

Guter Songmix und prominente Einflüsse

Der Opener „Ghost“ kommt mit einer gehörigen Portion ROB ZOMBIE daher, dröhnt mit fetten treibenden Beats und harten knackigen Riffs aus den Boxen. In die ähnliche Richtung geht „Living Terror“. Der Song glänzt mit einem beeindruckenden aufpeitschenden Refrain und hat sogar ein tolles Gitarrensolo zu bieten. Der Sänger Ryan Grim gibt sich vielseitig. Energetisches aggressives Shouting sind ebenso ein Markenzeichen, wie seine beeindruckenden Rapeinlagen, die sogar mich überzeugt haben, obwohl ich der Rapmusik grundsätzlich nicht so viel abgewinnen kann.

Das Fazit zu AMERICAN GRIM

Die Platte folgt keinem bestimmten Klischee und das ist gut so. So ist festzuhalten, dass sich das Album kurzweilig abwechslungsreich darstellt und den Industrial-Metal sehr modern und außergewöhnlich interpretiert. Durch den Stilmix kommt diese Affinität zur dunklen Verstörtheit mit einer Spur Wahnsinn sehr eindrucksvoll rüber. Auf der anderen Seite schaffen sie es aber auch den Hörer mit starken Melodiestrukturen, treibenden Beats und eindrucksvollen Gitarrenwänden mitzureißen.

Fazit: Es ist ein sehr spannendes unterhaltsames Album, bei dem man sich immer wieder fragt, was als nächstes aus den Boxen schallt. Wer sich zusätzlich visuell überzeugen möchte, der möge sich die Videos zu dem Material anschauen. Hier haben wir für euch die drei Songs.

So liebe Leserinnen und Leser von metal-heads.de. Das hier ist der erste Beitrag eines neuen Schreiberlings in unserer Runde. Der gute Mann hört passenderweise auf den Namen „Metalhead“ (das hat nichts mit uns zu tun und war schon vorher so, passt aber natürlich prima!). Wir hoffen, euch hat die Review gefallen, weitere sind in Arbeit und in den kommenden Tagen bei uns online nachzulesen.

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Bildquellen

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Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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