Bathsheba zelebrieren ihr Debüt mit Servus

Bathsheba Band

Am 24.02.2017 veröffentlichen die Belgier von Bathsheba mit „Servus“ ihr Debütalbum über Svart Records. Vorher gab es nur ein selbstveröffentlichtes Demo, das ihnen aber den Deal mit Svart einbrachte. Dem folgte dann im Mai 2015 eine 10″ EP mit dem Titel „The Sleepless God“ und die führte Bathsheba wiederum auf die Festivalbühnen wie beispielsweise des Dooms Over London, Desert Fest oder Dutch Doom Days. Die Stilrichtung ist also klar und bei dem Line-Up auch nicht verwunderlich. Aber mehr dazu am Ende. Jetzt erst einmal das Video zu „Demon 13“ und dann das Review.

 

Bathsheba düster und ein wenig schizophren

Bathsheba starten mit „Conjuration Of Fire“ düster und zäh kriechend in die Gehörgänge, während die Stimme von Frontfrau Michelle Nocon warm darüberfließt. Aber bevor es zu gefällig wird, wird es zum Ende hin musikalisch und stimmlich etwas sperriger und galliger. Ein toller, doomiger Einstieg! Der zweite Song „Ain Soph“ startet dann deutlich schneller, überrascht mit mehreren Tempiwechsel und einem Saxophon-Einsatz (Peter Verdonck) im Mittelteil. Besonders beeindruckt hat mich hier die Vielfalt in den Gesangslinien. Von normal über Gegrowl bis hin zu bedrohlich, schizophren anmutendem Keifen ist alles dabei. So bekommt „Ain Soph“ eine sehr bedrohliche und abgedrehte Atmosphäre, gefällt mir sehr gut. „Manifest“ beschließt dann die erste Hälfte und beginnt düster melodisch mit einem beängstigenden Flüstern. Mit über 10 Minuten der längste Song, ruhig und atmosphärisch.

Verstörend geht es weiterBathsheba Servus Cover

Zu „Demon 13“ gibt es ein tolles Video, welches die Stimmung dieses bösen Songs wunderbar einfängt und widerspiegelt. Michelle Nocon klingt hier wieder richtig evil und verrückt. Ein Lied um Nachts im Dunklen kleine Kinder zu verschrecken. „The Sleepless Gods“ ist im direkten Vergleich dann gefälliger und weniger verstörend. Abgeschlossen wird „Servus“ mit „I, At The End Of Everything“. Immer noch ein guter Doom/Black Metal-Song, der aber nicht ganz die Qualität der anderen erreicht.

Bathsheba furchteinflößend gut

Ich muss gestehen, dass mir Bathsheba vorher vollkommen unbekannt waren. Dementsprechend erwartungslos bin ich an „Servus“ herangegangen und wurde mehr als positiv überrascht. Bathsheba vereinen Einflüsse aus dem Doom, Death, Gothic  und Black Metal in sich. Hinzu kommt noch eine ordentliche Dosis Occult Rock und etwas Sludge. Darüber hinaus schaffen sie es auch noch mit dem Saxophon bei „Ain Soph“ ein vollkommen stilfremdes Instrument unterzubringen, ohne das es störend wirkt. Über allem steht für mich aber der Gesang von Michelle Nocon. Sie schafft es so viele Facetten reinzubringen, von düster melodisch über Growls bis hin zu bösartig, disharmonisch klingenden Vocals. Daher wirkt „Servus“ auch zu keiner Sekunde kitschig, wie es ja sonst bei female fronted Kapellen manchmal leider der Fall  ist. So ist es in der Summe ein Album, das seine Ecken und Kanten hat, bedrohlich wirkt und auch wegen einer guten Produktion eine schön furchteinflößende Atmosphäre schafft. Für Genrefreunde auf jeden Fall sehr empfehlenswert! Alle anderen sollten mal ein Auge und Ohr riskieren und verfallen dann vielleicht auch der dunklen Magie die Bathsheba auf ihrem Debütalbum entfesseln.

Bathsheba – Servus Tracklist

  1. Conjuration Of Fire
  2. Ain Soph
  3. Manifest
  4. Demon 13
  5. The Sleepless Gods
  6. I, At The End Of Everything

Bathsheba Line-Up und Kontakt

Gesang – Michelle Nocon (Serpentcult, Leviathan Speaks, Death Penalty)
Drums – Jelle Stevens (SardoniS)
Bass – Raf Mekens (Death Penalty, Torturerama)
Guitar – Dwight Goosens (Disinterred)

Mehr zu Bathsheba findet ihr wie gewohnt auf der Homepage oder bei Facebook. „Servus“ kann direkt über den Link unten geordert werden.

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Bildquellen

  • Bathsheba Servus Cover: Oktober Promotion
  • Bathsheba Band: Oktober Promotion
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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