BLOODRED: The Raven’s Shadow

bloodred the raven's shadow

BLOODRED veröffentlichen ihr zweites Album

BLOODRED ist das Projekt von Ron Merz, der 2009 damit begann, seine musikalischen Ideen umzusetzen. Dabei übernimmt er nicht nur die Vocals, sondern auch alle Saiteninstrumente. An den Drums sitzt Joris Nijenhuis (LEAVES EYES, ATROCITY). Herausgekommen ist dabei eine Verschmelzung von druckvollem Death Metal mit nuanciert gesetzten Melodien. The Raven’s Shadow ist das zweite Full-Length-Album und ist ab dem 18. Mai 2020 zu erhalten.

bloodred ron merz

Der  Opener „The Raven’s Shadow“ eröffnet einen Ausblick auf das, was das Album bietet. Die ersten Klänge schaffen eine unheimliche Atmosphäre. Irgendwann krächzt der titelgebende Rabe aus dem Nebel heraus. Dann durchbrechen harte dunkle Vocals diese Klangwelt und schwarze Riffs, ein fetter Bass und aggressives Drumming geben dem Song seinen Death Metal Charakter. Doch dabei bleibt es nicht: Melodien und harte Passagen wechseln sich ab. Da sie dynamisch ineinander übergehen, wird die Spannung über den gesamten Song aufrechterhalten.

Gewaltig geht es im nächsten Song „Immense Hall Of Agony“ mit mächtigen Riffs und einem hohen Tempo los. Und so druckvoll bleibt es auch. Doch man wird von den Riffwänden nicht erdrückt, da variantenreiche Melodien für Abwechslung und eine gewisse Leichtigkeit sorgen.

Wechselspiel aus druckvollen Passagen und facettenreich entwickelten Melodien

Dieses Wechselspiel von harten druckvollen Passagen mit facettenreich entwickelten Melodien ist die Grundstruktur dieses Albums. Einen erheblichen Anteil an der Dynamik hat neben den gut gesetzten Tempowechseln das präzise und variable Drumming, das die Tempi entsprechend mit gestaltet.

Bei „Blood On Thy Hands“ z.B. veranstalten die Drums ein Blast-Beats-Happening.  Während sie bei „Hör den Tod“ die Leads und die Vocals antreiben.   

„Raise The Mound“ ist geprägt von martialischen Vocals. Dabei betonen die Rhythmuswechsel die Energie der Vocals und unweigerlich folgt druckvolles und temporeiches Drumming, wenn das Tempo bei den Gitarren herausgenommen wurde.

Wuchtig und hymnisch

Gitarren, Bass und  Vocals steigen langsam ein, die Hi-Hats setzen Akzente, die Melodie von „We Who Ruled The North“ wird von wuchtigen Bassläufen getragen. Wunderbar, wie dem Song Zeit gelassen wird, bis sich diese Elemente verdichten und ihm einen hymnischen Charakter verleihen.

Der „Shadow Warrior“ erhebt sich melodisch aus der Dunkelheit in die Höhe während sich die Intensität von „Under This Sun“ in der Übernahme des Eingangsleads durch die verschiedenen Gitarren und den Bass entfaltet.

Geradezu bombastisch geht das Album mit „The Northstar Whispers“ zuende. Winterliches Sturmgeheul, Schläge des Schmiedehammers auf den Amboß, ein Flüstern, dass die Unwirtlichkeit noch betont und dann wieder eine einfach nur schöne Melodie. Doch dabei bleibt es nicht. Der Song entwickelt diese energische und dynamische Textur, die die Dauerbefeuerung durch die Riffs durch feine Melodien unterbricht.

Fazit

bloodred the raven's shadow cover von Stefan Heilemann

Gelegenheit zum Luftholen lässt einem das Album nicht. Der durchgehend harte Klang und die dunkle Atmosphäre wirken nie erdrückend, da die rhythmischen Komponenten sowohl der Saiteninstrumente als auch der Drums für eine gewisse Leichtigkeit sorgen. Außerdem verstärken das durchgehend hohe Tempo und das Tremolo-Picking den Eindruck der Atemlosigkeit. Dafür, dass dies nicht reine Raserei wird, sorgt neben dem gelungen Songwriting auch die Präzision des Drumming.

Technisch anspruchsvoll und dennoch gefühlvoll, druckvoll und dunkel mit sorgsam eingebrachten Melodien ist ein Album entstanden, das wie eine Wanderung durch das Teufelsmoor im Oktober ist: Nebel, der Geruch von Moder und Endlichkeit, bis die Sonne durch die Wolken tritt und die Regentropfen zum Glitzern bringt.

Alexander Krull hat in seinen Mastersound Studios gute Arbeit geleistet und dem Album einen fetten und doch klaren Klang gegeben, der sowohl die technischen Möglichkeiten der beiden Musiker als auch die Songstruktur unterstreicht.

Neugierig geworden? Dann hört mal rein:

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Ihr wollt noch MEHR über BLOODRED wissen? Dann schaut wieder hier bei metal-heads.de rein, denn demnächst gibt es auch ein Interview mit Ron Merz.

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Bildquellen

  • bloodred ron merz: metalmessage Foto: Stefan Heilemann
  • bloodred the raven’s shadow: Metalmessage Coverartwork: Stefan Heilemann
  • bloodred the raven’s shadow: Metalmessage
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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