DAGOBA- „By Night“ Review

(English review down below)

Modern Metal

DAGOBA (Facebook) kommen aus Frankreich und haben sich mit ihrem modernen synthiegeprägten Metalcore bereits eine große Fangemeinde erspielt. Am 18.02.2022 ist es soweit und das neue Album „By Night“ wird veröffentlicht. Das Albumcover und Video zu „The Hunt“ versprühen einen gewissen nostalgischen Charme, der so in Richtung der späten 80’er und frühen 90’er geht.

Harter Einstieg

Die Synthies wurden im Vergleich zum letzten Album deutlich intensiver eingesetzt. Insgesamt werden sie passend eingebunden und sorgen mitunter für coole Effekte und für die richtige Atmosphäre. Im Ergebnis haben wir es hier zwar immer noch nicht mit einem cheesy Metalfondue zu tun, doch der deftige Metaleintopf hat insgesamt an Schärfe und Biss verloren.

Mit flauschigen Federn schmeißen DAGOBA jedoch nicht um sich. Das wird spätestens beim ersten Song „The Hunt“ wird klar. Gnadenlose Shouting-Fists landen in Eurem Gesicht. Martialische Riffs und wuchtige dynamische Drums treiben den Sound voran. Der Refrain kommt hochmelodisch daher, die Riffs fahren zurück und machen Platz für die schmeichelnden Leads und schließlich wird der Song in düsterer Stimmung ausgeblendet.

Temperamentvoll

geht es mit „Sunfall“ in die nächste Runde. Der Song startet mit vehementen Drumsalven, welche sich zu Blastbeats wandeln, über die sich mit melodischen Gesangslinien die kräftige Stimme von Sänger Shawter legt. Das klingt verdammt gut. Auch die Entwicklung von den hämmernden Blastbeats in den treibenden rhythmischen Part finde ich sehr gut gelungen.

Von knallhart auf Schmusekurs

Okay, ganz so krass ist es nicht , aber wenn man sich die ersten Töne von dem Song „On The Run“ anhört, dann könnte man dies meinen. „On The Run“ ist der Song mit der poppigsten Attitüde auf dem Album. Seichte Synthies und eine schöne harmonische weibliche Stimme leiten den Song ein. Der Song behält seinen leichten Charakter, wird aber überraschenderweise zu einer knackigen flotten Rocknummer. Apropos Rock… „City Lights“ schlägt in die gleiche Kerbe, nur ohne poppige Einleitung und ist wieder etwas massiver im Sound.

Einen Gang zurück

Nach dem Song „On The Run“ habe ich das Gefühl, dass DAGOBA einen Gang runterschalten und die zweite Häfte erreicht trotz ihrer Qualität nicht mehr die Vehemenz und Härte der ersten drei Songs. Das finde ich persönlich etwas schade. Hätte mir noch mal so ein oder zwei Brecher mehr gewünscht, was die Mischung für mich schmackhafter gemacht hätte.

Doch tatsächlich hauen DAGOBA zum Abschluss noch mal richtig einen raus. Beim letzten Song „The Last Crossing“ vor dem Outro drücken die Männer das Gaspedal noch mal ordentlich und lassen die Reifen qualmen.

Fazit

Also wenn man das letzte Album „Black Nova“ als Vergleich heranzieht, haben DAGOBA sicherlich an Härte eingebüßt. „Black Nova“ trifft auf jeden Fall mehr mein Geschmack und ist insgesamt ein richtig geiles Album, welches eine Durchschlagskraft bietet, was ich auf dem aktuellen Album größtenteils vermisse.

Trotzdem muss man sagen, dass DAGOBA mit „By Night“ ein gutes Album abliefern, dass eine Balance zwischen den poppigen Synthies und dem massiven Donnersound herstellt. Ich denke aber, dass manche Fans mit einigen der neuen Songs nicht so richtig warm werden könnten.

Letztlich bleibt „By Night“ ein rundum stimmiges Album, dass den Ansprüchen einer beliebten Modern Metal Band gerecht wird. Zudem hat Sänger Shawter einfach eine geile Stimme, der man in jeglicher Form gerne zuhört.

English review

Modern Metal

DAGOBA (Facebook) come from France and have already gained a large fan base with their modern synth-influenced metalcore. On 2022-02-18 it is so far and the new album „By Night“ will be released. The album cover and video of „The Hunt“ exudes a certain nostalgic charm that goes so in the direction of the late 80’s and early 90’s.

Tough start

The synths were used much more intensively compared to the last album. Overall, they are appropriately integrated and sometimes provide cool effects and the right atmosphere. As a result, we are still not dealing with a cheesy metal fondue, but the hearty metal stew has lost overall sharpness and bite.

However, DAGOBA do not throw fluffy feathers around. This becomes clear at the latest with the first song „The Hunt“. Merciless shouting fists land in your face. Martial riffs and massive dynamic drums drive the sound forward. The chorus comes along highly melodic, the riffs pull back and make room for the flattering leads and finally the song fades out in a gloomy mood.

Temperamentally

it goes with „Sunfall“ into the next round. The song starts with vehement drum salvos, which turn into blast beats, over which the powerful voice of singer Shawter lies with melodic vocal lines. It sounds pretty damn good. I also find the development from the hammering blast beats into the driving rhythmic part very well done.

From tough to cuddly

Okay, it’s not quite that blatant, but if you listen to the first notes of the song „On The Run“, you might think so. „On The Run“ is the song with the poppiest attitude on the album. Shallow synths and a beautiful harmonic female voice introduce the song. The song retains its light character, but surprisingly turns into a massive snappy rocky song. Speaking of rock… „City Lights“ hits the same note, only without softly introduction and is again a bit more massive in sound.

One gear down

After the song „On The Run“ I have the feeling that DAGOBA shift down a gear and the second half, despite its quality, no longer reaches the vehemence and hardness of the first three songs. I personally don’t find that so great. Would have liked another one or two breakers, which would have made the mixture more palatable for me.

But in fact DAGOBA really hit it out again at the end. With the last song „The Last Crossing“ before the outro the men push the gas pedal again and let the tires smoke.

Conclusion

So if you take the last album „Black Nova“ as a comparison, DAGOBA have certainly lost in hardness. „Black Nova“ definitely meets my taste more and is overall a really cool album that offers a punch, which I miss on the current album.

Nevertheless, it has to be said that DAGOBA deliver a good album with „By Night“ that strikes a balance between the poppy synths and the massive thunder sound. However, I think that some fans might not really warm up to some of the new songs.

In the end, „By Night“ remains an all-around coherent album that meets the demands of a popular Modern Metal band. In addition, singer Shawter simply has a great voice that is a pleasure to listen to in any form.

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Bildquellen

  • DAGOBA Cover+Infos-1-: Cover+Infos-->Napalm Records//Rest-->Pixabay
  • DAGOBA Titelbild-1- Foto by by Morgane Khouni: Napalm Records-Foto by Morgane Khouni

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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