Heat machen Ärger mit „Night Trouble“

H.E.A.T Band 720x340

Die Berliner von Heat wirken ein bisschen wie aus der Zeit gefallen und haben via This Charming Man Records am 13. Oktober 2017 ihr drittes Album „Night Trouble“ herausgebracht. Stilecht wurde dieses Classic / Retro Rock Werk natürlich komplett analog im Berliner Big Snuff Studio aufgenommen und gemischt unter der Federführung des ehemaligen Kadaver Bassisten Richard. Zwar gibt es „Night Trouble“ auch auf CD, aber die Musik sollte man lieber auf Vinyl genießen. Einen ersten Eindruck verschafft das Video zu „Hide And Seek“, viel Spaß bei der musikalischen Zeitreise.

 

Heat machen Night Trouble

Heat starten die Platte mit dem Titelsong und fragen direkt: „Are you ready for some night trouble?“ Oh yeah! Hard Rock, der heute so klingt, wie er vor vierzig Jahren geklungen hat. „Burden“ schlägt in eine ähnliche Kerbe, bringt aber einen Tacken mehr Melodie ins Spiel. Die Heroen der 70er lassen grüßen, sehr schön. „Sullen Eyes“ beginnt nur mit Gitarre, dann der Gesang und später folgt der Rest der Band. Schöne, abwechslungsreiche knapp fünf Minuten. Bluesiger wird es bei „Granny Notes“, weniger rockig als die vorhergehenden Songs und eine andere Seite von Heat, gefällt mir. Das nachfolgende „Hide And Seek“ markiert genau die Mitte der Scheibe und das obige Video zeigt, dass Heat auch optisch zur Musik passen.

Heat lassen die Liebe wachsen

Heat Promo Photo 04 (by Maren Michaelis)Die B-Seite der Platte beginnt mit dem längsten (8,5 min) Song „Where Love Grows„. Ein leicht melancholischer Unterton, ausgedehnte Instrumental-Passagen… Ein ausufernder Song für Freunde guter handgemachter Rockmusik. „The Kraken“ kommt verspielter rüber und schielt ein bisschen in die gute alte Psychedelic Rock Ecke. Härter und riffebetonter wird es bei „Divided Road“, sozusagen der wilde Song der Platte. Steht Heat aber auch gut zu Gesicht. Die B-Seite wird mit dem zweitlängsten (7,5 min) Song beendet. „46 Miles To E“ ergeht sich eine gute Minute in elegischen Gitarrenmelodien bevor der Gesang einsetzt. Bei mir kommt hier so ein latentes Country and Western Feeling auf. Aber es gefällt mir, schön abwechslungsreich.

Musik aus der Zeitmaschine

Heat beschwören mit „Night Trouble“ den Geist der späten 60er und der 70er und Ärger machen sie so den modernen Hörgewohnheiten, um den Heat Night TroubleTitel des Reviews mal zu relativieren. Wie eingangs geschrieben, wirken sie auf mich wirklich ein wenig wie aus der Zeit gefallen. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn ich einen der Songs auf irgendeiner Compilation mit Seventies Rock entdeckt hätte. Sind die ersten fünf Songs noch mehr oder minder klassischer Rock, so wird die zweite Hälfte doch deutlich verfrickelter und verspielter. Mir gefällt beides, die A-Seite mehr zum Autofahren und die B-Seite dann mehr zum zu Hause hören und in der Musik versinken. Der Bass rumpelt, die Drums knarren und die Gitarren singen und jaulen. Zwischendurch mag ich sowas gerne, back to the metal roots. Classic und Retro Rock können und sollten hier bedenkenlos zuschlagen. Alle anderen machen aber auch nichts verkehrt, wenn sie sich für diese Art von Rockmusik erwärmen können. Zum Abschluss gibt es mit „Day In Day Out“ noch ein Video. Ist zwar nicht von der Platte, aber einfach schön und deswegen halt:

 

Heat – Line-Up und Kontakt

Patrick Fülling – Gesang
Matthias Schult – Gitarre
Marco Rischer – Gitarre und Backing Vocals
Gräm Rowland – Bass
Marcus Töpfer – Schlagzeug

Mehr zu Heat gibt es auf der Homepage oder ganz modern auch bei Facebook. „Night Trouble“ kann bequem über den Link unten geordert werden. Play it loud!

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Bildquellen

  • Heat Promo Photo 04 (by Maren Michaelis): Maren Michaelis / CZ! Promotions
  • Heat Night Trouble: CZ! Promotions
  • Heat Band 720×340: CZ! Promotions
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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