initIAtion von IA

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IA: Shamanic Metal aus Finnland

IA ist eine in Helsinki ansässige Band. Mit ihrem Konzeptalbum initIAtion wollen sie schamanische Traditionen aufgreifen aber ebenso persönliche Geschichten erzählen. Die Geschichte, die den konzeptionellen Rahmen bildet, ist die der Initiation, der Einführung in die Rolle des Schamanen. Wie sich dessen innere Kraft entwickelt, sein Selbstkonzept prägt bis in den Tod und danach in der Kraft für den nächsten Schamanen wiedererwacht.

Für die Integration schamanischer Elemente in Metalmusik gibt es in Finnland mehrere Beispiele. Zu den auch außerhalb von Finnland bekannten Bands gehören KORPIKLAANI und insbesondere ihr Frontmann Jonne Järvelä mit seinen Soloalben. Doch nun zu initIAtion von IA:

„What will I understand without a guiding light?

„PromethIA“ ist ein gelungener Opener für dieses Album. Denn IA machen hier mit mächtigen Klängen klar, dass (Black) Metal die Basis ihrer Musik ist.

ia initIAtion cover grand sounds pr

Voluminöse und knurrende Vocals, fette Riffs und differenziertes Drumming prägen diesen Song. Die Frage „What will I understand without a guiding light?“ verweist auf die Geschichte hinter der Musik.

„IA“ nimmt dies nun auch musikalisch auf: einige Elemente schamanistischer Musik, wie die Intensität und Rhythmik der Trommel, die Pentatonik und Untertöne in den Vocals, beschwörender Sprechgesang.  Dieser Song ist ein idealer Vertreter für das, was Shamanic Metal sein kann.

Dabei übt der groovende Rhythmus eine enorme Sogwirkung aus. Und Sean Haslam (Gitarre) schmückt das Ganze mit wunderbaren Melodien aus. Ein kraftvoller Song:

„We have the power, we have the force“

„Blackcurrent“ war der erste Song, den ich von IA gehört habe. Er erklingt hier mit neuem Arrangement. Der Wechsel zwischen Klargesang und Growls bzw. Untertongesang (und zwischen Kirill Shevchenko und Antti Nieminen), klingt wie der Dialog zwischen dem Lehrling und dem älteren Schamanen im Rahmen der Initiation.

Weiter geht es mit „ The Golden King of the Forest“, dem mit 11 Minuten längstem Stück des Albums. Dazu gibt es auch ein Video. Darin spiegelt sich der Kampf der Seele, ein Medium zwischen der geistigen und der dinglichen Welt zu werden wider.  

„The Initiation“ groovt dann wieder. Hierbei ist die Veränderung des Trommelrhythmusses mit polyrhythmischen Strukturen einfach hörenswert. Außerdem werden die Rollen des Suchenden und des Initiierenden wieder gesanglich unterschieden. „The Initiation“ ist neben IA der Song, den ich auch wegen der Soli wiederholt gehört habe.

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„The Collapse“ und „Skeletonize“ entlassen uns aus dem Album und Musik sowie Thema in die aktuelle Zeit. So verwenden IA hier auch elektronische Aspekte, die sich aber gut einfügen und die Welten oder Ebenen miteinander verbinden. „Skeletonize“ vereint noch einmal die schamanistische Initiation mit groovendem Metal.

IA ist es gelungen, Folkelemente progressiv mit Metalstrukturen zu verbinden. Dabei spielt das komplexe Drumming von Ukri Suvilehto, der sonst bei ABBATH trommelt, im Zusammenspiel mit Yrjö Gävert (Bass) eine wesentliche Rolle. Auf diese Weise haben sie dynamische Klanglandschaften geschaffen, die von meditativer Atmosphäre bis hin zu dramatischer Präsenz reichen. Und wer sich darauf einlässt, kann Meditatives ebenso erleben wie kraftvollen gradlinigen Metal.

Also: initIAtion gibt es ab dem 26.Juni 2020 auf digitalen Plattformen wie Spotify, Youtube, Deezer und Apple Music.

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Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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