Jack Russel’s Great White zeigt wieder Zähne

JACK RUSSELL'S GREAT WHITE Cover

Jack Russel’s Great White bringen mit He Saw It Coming ihr erstes Album unter dem neuen Namen auf den Markt. Die Frage ist jetzt sind (Jack Russel’s) Great White wieder da? Das versuche ich nun mit dem Album herauszufinden, welches am morgigen 27. Januar 2017 veröffentlicht wird.

Erinnerungen werden wach

Damals in der guten alten Zeit des Hard Rocks waren Great White eine meiner Favoriten. Alben wie Shot In The Dark, Once Bitten oder Twice Shy haben ihre Zeit extremst gerockt. Umso schlimmer war der darauffolgende Abstieg der Band, die kein wirklich gutes Album mehr auf den Markt bringen konnte. Zwischenzeitlich begnügten sie sich sogar mit Cover-Alben.

Doch dann folgte am 20. Februar 2003 der Super-GAU, das Feuer im Club The Station in Rhode Island, bei dem 99 Zuschauer und der Gitarrist Ty Longley ihr Leben verloren.

Die Zeit vergeht bis zum Neuanfang

Acht Jahre sollten vergehen, bis ein neuer weißer Hai das Licht der Welt erblickte. Diesmal unter dem Namen Jack Russel’s Great White, nicht zu verwechseln mit Great White (ohne Jack Russel’s) die ebenfalls noch unterwegs sind.

Diesmal stellte sich Jack Russel sein Great White komplett neu auf, mit Ausnahme von Tony Montana. Tony spielte schon am Höhepunkt der Band mit, damals noch den Bass – aber nun wurde er als Gitarrist und Keyboarder ins Boot geholt. Den Basspart übernimmt Dan McNay, komplettiert wird die Band von Lead Gitarrist Robby Lochner und Schlagzeuger Dicki Fliszar.

Jack Russel sagt zu seiner Band:

It’s a powerful band. The music comes across very dynamically. It’s what I always wanted it to be. Tony was a catalyst for moving forward. I was never as close to him as I am now. We never had the opportunity to write music together before. I also never knew he played guitar. When I first heard him, I nearly fell of my chair. He’s my copilot. He’s one of my best friends. I wish we would’ve been this close back in the day.”

Ab ins Studio – auch wenn es etwas gedauert hat

Irgendwann gingen die fünf dann auch mal ins Studio um das Album He Saw It Coming aufzunehmen. Und kurze sechs Jahre nach der Gründung ist das Album auch schon fertig. Russel weiter:

We want the new material to blow people’s ears back. It has the elements of the best Great White music ever written, but there’s an edge. Tony brings that validity, while Robby, Dan and Dicki add a new life. It’s going to surprise people.”

Tony Montana ergänzt:

It’s got the classic sound. The first element is Jack’s voice. No other band sounds like this one ever did or does now.”

So, genug der Geschichte, das Album ist dran

JACK RUSSELL'S GREAT WHITE CoverEröffnet wird dieses von Sign Of The Times, einer klassischen Blues Rock Nummer. Hier fällt sofort die Stimme von Jack Russel auf, die sich kaum verändert hat. Man erkennt ihn sofort. Dazu schon mal Thumbs up!

Mit She Moves Me erwartet uns eine Nummer, die man auch in die 1980’er schieben könnte, das Gleiche gilt für Love Don’t Live Here. Beide Songs klingen aber viel frischer. Dazwischen liegt mit Crazy ein schwächerer Song. Die folgenden Stücke My Addiction und die Ballade Anything For You zeigen Jack Russel’s Great White auch nicht von ihrer starken Seite.

Zum Glück zeigt der Hai beim Titelsong He Saw It Coming wieder ein bisschen seine Zähne, die dann bei Don’t Let Me Go in ein entspanntes Lächeln wechseln. Beide Songs machen richtig Spass.

Mit Spy vs Spy folgt eine coole Uptempo Nummer, die ich so nicht erwartet hätte, aber wunderbar in das Album reinpasst. Blame it on the Night und das Acapella Stück Godspeed runden das Album gekonnt ab und hinter lassen beim Zuhörer ein gutes Gefühl.

Eindeutiges Fazit erst beim zweiten Hören

Jetzt kann ich meine Eingangsfrage beantworten. Die Antwort lautet JA!

Beim ersten Hören war ich doch etwas enttäuscht, da ich meine innere Erwartungshaltung wohl zu hoch gesetzt hatte. Die Songs sind guter und bluesiger Hard Rock und es macht auch Spaß die Stimme von Jack Russel wieder zu hören. Es fehlt aber das gewisse Etwas, das die alten Great White ausgemacht hatte.

Doch beim zweiten Durchlauf dreht sich das Blatt. Die Songs erreichen mich und machen wieder Spaß auf mehr. Ich erwische mich später sogar dabei, dass ich den Wasted Rock Ranger vor mich hin pfeife. Alte Liebe wieder entfacht!

Das Album ist für alte Great White Fans ebenso geeignet, wie für Neueinsteiger. Absolute Kaufempfehlung.

Jack Russel’s Great White mit Sign Of The Times

Und hier noch das Video zum Opener Sign Of The Times. Damit könnt ihr euch schon mal selber einen Eindruck machen.

 

Jack Russell’s Great White sind:

  • Jack Russell, Gesang
  • Tony Montana, Gitarre und Keyboards
  • Robby Lochner, Gitarre
  • Dan McNay, Bass
  • Dicki Fliszar, Schlagzeug

Tracklist He Saw It Coming:

  1. Sign of the Times
  2. She Moves Me
  3. Crazy
  4. Love Don’t Live Here
  5. My Addiction
  6. Anything for You
  7. He Saw it Coming
  8. Don’t Let Me Go
  9. Spy vs Spy
  10. Blame it on the Night
  11. Godspeed

a

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • JACK RUSSELL’S GREAT WHITE Cover: cmm-online.de
  • JACK RUSSELL’S GREAT WHITE Cover: cmm-online.de
Frosch

Frosch

Hör den Summs jetzt schon seit über 30 Jahren. Alles fing damals mit Maiden und Saxon an. Dann kam die legendäre Heavy Metal Night bei Rockpop in Concert, und der Drops war gelutscht.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

zwölf + 9 =