Jeff Beck – Live At The Hollywood Bowl

Jeff Beck Live At The Hollywood Bowl

„Live At The Hollywood Bowl“ von Jeff Beck erschien am 6.10. via Eagle Rock Entertainment/Universal Music.

Zum 50-jährigen Bühnenjubiläum 2016 lud Jeff Beck einige Gäste nach Los Angeles ein. Näheres dazu im weiteren Verlauf.

Den Anfang des Konzertes macht ‚The Revolution Will Be Televised‘ aus dem Album „Loud Healer“. Der Sprechgesang von Rosie Bones erfolgt via Megaphon. Jeff Beck ist in bestechender Form. Das Gitarrenspiel mittels Daumen und anderen Fingern ist sein Markenzeichen und zeichnet ihn aus. Ein Plektrum? No go…

‚Live At The Hollywood Bowl‘ mit illustren Gästen

Dann folgt ein Block mit den ersten Gästen und alten Hits der Yardbirds. Der in L.A. lebende Todd O’Keefe und Jimmy Hall von Wet Willie singen die nächsten drei Tracks. ‚For Your Love‘ ist auch heute immer noch ein Song, der in den Wunschlisten diverser Radiostationen auftaucht. Mit ‚Beck’s Bolero‘ geht es dann das erste mal richtig rockig zu. Der zum Zeitpunkt des Konzertes 71-jährige Beck spielt noch jede Note treffsicher und seine Mitstreiter auf der Bühne müssen sich nicht verstecken.

Da wären noch Rhonda Smith am Bass, Carmen Vandenberg an der Rhythmusgitarre und Jonathan Joseph an den Trommeln. Stimmlich reisst mich persönlich Jimmy Hall nicht vom Hocker, dennoch macht er seine Sache ordentlich.

Ein alter Bekannter taucht auf

Der Applaus brandet auf, als Jeff Beck seinen alten Freund Jan Hammer ankündigt. Mit ihm gestaltet er einen großen Block diverser Klassiker, angefangen mit dem rockigen ‚Freeway Jam‘. Da werden Erinnerungen wach an glamouröse Zeiten der Jeff Beck/Jan Hammer Group. Und das sie nichts verlernt haben, beweisen sie mit den weiteren Titeln ‚You Never Know‘ oder dem Stevie Wonder Cover “Cause We Ended As Lovers‘. Letzterer mit wunderschönen Soli seitens Beck.

‚Star Cycle‘ rockt in prächtigen Miami Vice-Keyboard Sequenzen los. Bei ‚Big Block‘ entlockt Beck seinem Instrument Töne, die so gar nicht zu einer Gitarre passen. Wer ihn aber mal live erlebt hat, der hat sicher auch sein beachtliches Arsenal an Effektgeräten gesehen. Jonathan Joseph und Rhonda Smith sind ein eingespieltes Team, so das Beck sich voll auf sein Spiel konzentrieren kann.

Die Gästeliste wird aufgeklappt

Etta James‘ ‚I’d Rather Go Blind‘ wird von keiner geringeren als Beth Hart gesungen. Das die Kalifornierin singen kann, bedarf keiner weiteren Silbe. Diese Version überzeugt mit einer grandios singenden Beth Hart und dem gefühlvollen Solo seitens Beck. Und schon folgt der nächste Gast auf der Bühne, der mit seiner Strat auftritt. Kein geringerer als der 80-jährige Buddy Guy liefert sich mit Beck kleinere Gitarreneinlagen.

Es folgen zwei Nummern mit Rosie Bones. ‚Live In The Dark‘, bei dem mir der Gesang nicht so gefällt, wohingegen ‚Scared For Children‘ weitaus besser ist, da größtenteils instrumental. Riesiger Applaus dann für Billy Gibbons, wobei ‚Rough Boy‘ nicht mein Favorit aus der ZZ Top Playlist gewesen wäre. Billy Gibbons hat diesen Song wohl auch schon lange nicht mehr gesungen, irgendwie springt der Funke da nicht ganz rüber bei seiner Gesangsdarbietung.

Jetzt wird es flippig

Nun geht es in die Endphase mit dem nächsten Stargast namens Steven Tyler. Dass der Mann immer noch performen und singen kann, hat er erst unlängst auf der Aerosmith Tour bewiesen. ‚Train Kept A-Rollin“ und ‚Shapes Of Things‘ rocken wie Sau. Das sich da mal der eine oder andere Verspieler einschleicht, ist kein Problem. Zeugt es doch davon, das nichts überarbeitet wurde und man Beck pur hört. Ich hätte mir nur gewünscht, dass die Abmischung etwas differenzierter gewesen wäre. Gesangseinlagen sind teilweise leicht verhallt und etwas zu leise. Doch das ist Meckern auf höherem Niveau.

Das Beatles Cover ‚A Day In The Life‘ wird mit entrückten Melodien und Jams gefüllt. Zum Schluss des Konzertes geben sich fast alle Stars des Abends noch mal die Ehre. ‚Purple Rain‘ von Prince wird von Beth Hart gesungen. Ein sehr gutes Konzert neigt sich dem Ende zu.

Alles hat ein Ende

Fazit: Für Fans ist „Live At The Hollywood Bowl“ ein Pflichtkauf. Für alle anderen zumindest anhörenswert, zeigt es doch einen Jeff Beck in richtig guter Form!  Es sei noch zu erwähnen, das die DVD, welche der Doppel-CD beiliegt, das komplette Konzert enthällt. Die Bildqualität ist sehr gut und der Ton im DTS Format.

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Bildquellen

  • Jeff Beck: Amazon.de
Wolf

Wolf

Musikalisch aufgewachsen mit den Beatles und den Stones in der großen Ära der Rockmusik der 60/70er Jahre! Meine ersten gekauften Scheiben waren von Deep Purple, Grand Funk Railroad, Frank Zappa, Black Sabbath usw. Bevorzugte musikalische Ecke ist der sogenannte Classic- und Progressiv Rock, jedoch höre ich auch in fast allen anderen Bereichen stets rein.

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