Joe Bonamassa – Live At Carnegie Hall – An Acoustic Evening VÖ: 23.06.

Am 21. und 22. Januar 2016 spielte Joe Bonamassa mit erlesenen Weltklasse-Musikern zwei einzigartige Akustikkonzerte in der New Yorker Carnegie Hall unter dem Namen ‚An Acoustic Evening‘.

Ein komplettes Konzert dürfen wir nun ab dem 23.06. daheim erleben. Das mir vorliegende Material besteht aus einer Doppel-CD und zwei DVDs. Besprechen werde ich hier die CD, weil beides inhaltlich identisch ist.

Die Besetzung auf dieser kleinen Minitour besteht aus Joe Bonamassa (Akustikgitarren), Reese Wynans (Klavier), Anton Fig (Schlagzeug), Eric Bazillian ((The Hooters) Mandoline, Drehleier, Saxophon, Akustikgitarre, Gesang), dem ägyptischen Perkussionisten Hossam Ramzy und der chinesischen Cellistin/Erhuistin Tinao Guo. Dazu gesellen sich im Backgroundchor Mahalia Barnes, Juanita Tippins und Gary Pinto.

An Acoustic Evening in der Carnegie Hall

Der Opener ‚This Train‘ ist der ideale Anfangstitel. Reese Wynans spielt die ersten Akkorde auf dem Klavier. Zuerst dachte ich bei diesen Tönen an Jethro Tull’s ‚Locomotive Breath‘, aber nachdem Bonamassa die ersten Töne auf der akustischen Gitarre erklingen lässt, legt die Band kurze Zeit später fulminant los. Der Sound ist, wie bei all den letzten Scheiben von Joe Bonamassa, perfekt abgemischt und jedes Instrument ist glasklar zu verstehen. Diesen Titel akustisch zu hören und zu erleben, ist eine wahre Wonne. Gerade auch via Kopfhörer kommt es einem so vor, als sitze man zwischen den Musikern.

Der nächste Song ‚Drive‘ ist mit seinen Calypso-ähnlichen Rhythmen ganz das Gegenteil zum zuvor gehörten Titel. Joe Bonamassa spielt den akustischen Soloteil melodisch und angepasst. Der dezente Backgroundgesang lädt zum Träumen ein und man schwingt förmlich mit den Geigen-/Mandolinenklängen auf einer Welle mit.

Träumerische Melodien und Weltmusik

Tinao Guo darf bei ‚The Valley Runs Low‘ das erste Mal ein Solo spielen. Joe Bonamassa spielt hier zurückhaltend und gibt seinen Musikern genügend Freiraum.

Es kommt bei diesen Konzerten keine elektrische Gitarre vor und es geht hier nicht um lang ausufernde Gitarrensolos. Die Lieder rein akustisch mit dieser Band zu spielen, ist eine Herausforderung und die Umsetzung der Soli mussten dementsprechend umarrangiert werden!„, sagt Joe Bonamassa.

‚Dust Bowl‘ und ‚Driving Towards The Daylight‘, sind seit längerem Bestandteil der elektrischen Konzerte. Hier erklingen sie in ungewohntem, aber frischen Arrangement. Bonamassa singt gefühlvoll mit einem glänzend aufgelegten Backgroundchor. Anton Fig spielt hier angepasst und ohne große Fills. Eric Bazillian setzt die Mandoline stets sehr songdienlich ein und unterstützt Bonamassa auf den diversen Saiteninstrumenten.

Der nächste Titel ‚Black Lung Heartache‘ beginnt mit einem akustischen Slide-Gitarrensolo. Nach knapp 90 Sekunden setzt dann die Band ein und erneut kann Tinao Guo beweisen, das sie auch anders, als klassisch geigend, brillieren kann.

Akustische Höhepunkte

‚Livin‘ Easy‘, mit etlichen Saxophon-Einwürfen, fällt gegenüber den zuvor gehörten Tracks etwas ab. Liegt wohl an den meiner Meinung nach etwas verschrobenen Harmonien seitens Klavier und Saxophon!

Ganz anders dagegen ‚Get Back My Tomorrow‘, wo Gary Pinto beweisen kann, das er nicht nur Backgroundgesang drauf hat. Er wechselt sich hier mit Bonamassa im Leadgesang ab. Hier bleibt der Fuß nicht auf dem Boden und unweigerlich wippt er im Takt der Musik auf und ab.

‚Mountain Time‘, mit knapp über 6 Minuten Laufzeit, lässt Reese Wynans etwas mehr Spielraum, auf dem Klavier solistisch in Erscheinung zu treten.

Honky Tonk Klavier bei ‚How Can A Poor Man Stand Such Times And Live‘. Mahalia Barnes, eine der Töchter von Jimmy Barnes, hat hier ihren Soloauftritt und darf mit ihrer Röhre glänzen. Das ist wirklich ‚An Acoustic Evening‘ und man vermisst nicht eine Sekunde die sonstigen elektrischen Instrumente und Einlagen. Und es folgen noch Höhepunkte

Was für eine Nacht in der Carnegie Hall

‚Song Of Yesterday‘ ist einer der Highlights des Abends. Mit knapp 10 Minuten auch der längste Titel des Albums. Hier ist es Hossam Ramzy in Verbindung mit Anton Fig, welche hier ein Perkussions-Feuerwerk loslassen.

Und es geht weiter mit ‚Woke Up Dreaming‘ und einem Stakkatolauf seitens Bonamassa, in welchem Tinao Guo ‚Flight Of The Bumble Bee‘ darüber setzt, bevor beide sich gegenseitig duellieren. Wahnsinn, was diese beiden Saitenkünstler da auf ihren Instrumenten spielen! Der Applaus seitens des Publikums will fast nicht mehr enden.

‚Hummingbird‘ und ‚The Rose‘, beenden das mit knapp 144 Minuten Laufzeit gespielte Konzert.

Im Gegensatz zu den ‚Guitar Evenings Of The Year‘, ist das vorliegende Konzert gespickt mit Weltmusikklängen und akustischen Instrumenten, welche in den üblichen Konzerten von Bonamassa selten oder nie vorkommen.

Nachdem ich Joe Bonamassa noch am 12.05.2017 in Düsseldorf (Review könnt ihr hier nachlesen) erlebt habe, ist diese CD/DVD/BluRay ein Highlight und ich kann sie auf jeden Fall wärmstens empfehlen. Für jeden Joe Bonamassa-Fan sowieso!

 

Tracklisting:

CD 1:

01.

 

This Train

02. Drive
03. The Valley Runs Low
04. Dust Bowl
05. Driving Towards The Daylght
06. Black Lung Heartache
07. Blue And Evil
08. Livin’ Easy
09. Get Back My Tomorrow
CD 2:

01.

 

Mountain Time

02. How Can A Poor Man Stand Such Times And Live?
03. Song Of Yesterday
04. Woke Up Dreaming
05. Hummingbird
06. The Rose

 

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Bildquellen

  • Joe Bonamassa Carnegie: Netinfect Promotion
  • Joe Bonamassa Coverart: Netinfect Promotion
Wolf

Wolf

Musikalisch aufgewachsen mit den Beatles und den Stones in der großen Ära der Rockmusik der 60/70er Jahre! Meine ersten gekauften Scheiben waren von Deep Purple, Grand Funk Railroad, Frank Zappa, Black Sabbath usw. Bevorzugte musikalische Ecke ist der sogenannte Classic- und Progressiv Rock, jedoch höre ich auch in fast allen anderen Bereichen stets rein.

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