GHOST TOAST – „Shade without color“ (VÖ: 03.03.2022)

GHOST TOAST Albumcover - Shade without color - Beitragsbild

GHOST TOAST – „Shade without color“ (VÖ: 03.03.2022)

Wow! Das geht mal direkt voll zur Sache. Flitzefinger auf dem Griffbrett und dazu flotte Beats am Schlagzeug. Die Rede ist vom Opener des neuen Albums der experimentellen Progressive Rock bzw. Metal Band GHOST TOAST. Ganz genau 2 Jahre vor dem VÖ-Datum des jetzigen Releases brachte die ungarische Formation ihr letztes Studioalbum namens „Shape without form“ heraus. In der Review auf metal-heads.de könnt ihr hier nachlesen, warum es die Scheibe nicht als Highlight in meinen Jahresrückblick geschafft hat.

Jetzt also eine Ladung neues Material mit dem sechsten Album instrumentellen Vierers. „Shade without color“ heißt das brandaktuelle Werk, das in wenigen Tagen erscheint und 9 Tracks beinhaltet, auf die wir jetzt näher eingehen wollen. Der Einstieg ist wie oben beschrieben druckvoll und schnell. Hier könnt ihr euch den Song in einem Newsbeitrag bei uns anhören (falls ihr das bisher verpasst haben solltet). Ich finde das mal einen gelungenen Start…was meint ihr? Hört mal rein.

„Leaders“ kommt zunächst recht unscheinbar daher, leider nimmt das Ganze auch nicht wesentlich Fahrt auf. Mir ist das zu dröge. Sorry. Das geht besser. Track 3 ist ebenfalls in den ersten 80 Sekunden ziemlich bedächtig. Dann kommt etwas Bewegung in die Sache und später steigern sich die Drums und ergänzen sich mit Gitarrenriffs. Über 12 Minuten geht die Nummer. Wird das nicht langweilig? Also ich meine, manche Passage hätte man schon etwas straffen können. Aber insgesamt ist das schon feiner Song. Rockige Riffs, Doublebass-Salven. Ab dafür! Aber bildet euch doch mit dem Video einfach selbst eine Meinung:

GHOST TOAST – „Shade without color“ (VÖ: 03.03.2022)

„Let me be no nearer“ startet orientalisch angehaucht mit Violinenklängen und Percussion. Ungefähr nach der Hälfte wird es dann mit einer rockigeren Note eine gute Portion härter. „Digitale Sounds“ im Hintergrund nerven mich da eher. Die hätte man gerne weglassen können. Richtung Ende gibt es dann sogar weiblichen Gesang…lieblich. Weiter geht es im nachfolgenden Track mit Pianoarrangements im Zusammenspiel mit Percussion. Diesen Teil finde ich deutlich zu langatmig geraten. Nach ziemlich genau dem halben Song schlägt es in eine eher düstere, teils rockige Stimmung um. Überzeugt mich nicht so recht. Der 6. Track besticht durch eine ordentliche Ladung Heavyness. Keine spektakuläre Sache und dennoch solide gemacht. Passt so. „Reaper man“ steigert sich langsam. Powernde Drums, Spannungsaufbau…melodische Gitarrenarbeit. Soweit gut gemacht. Nachher wird es wieder eher unaufgeregt, mittelmäßig und daher zündet der Song letztlich nicht wirklich.

Von 0 auf 100! Losgerockt. Dann leider über weite Strecken eher langweilig. Nach gut 5 Minuten wird es orchestral, etwas pompös. Das ist noch der bessere Part. Fertig. Was bietet der letzte Song? Viel langatmiges Getrommel, weiblicher „Gesang“…das lockt mich nicht hinter dem Ofen hervor.

GHOST TOAST Albumcover - Shade without color

Das Fazit zum neuen Album von GHOST TOAST bei metal-heads.de

Wie lautet dann letztlich das Fazit zum neuen Material von GHOST TOAST? Der Großteil der Kompositionen ist schon mit dem letzten Silberling entstanden. Die Band hatte die Idee, das letzte und dieses Release als eine Art „aufgeteiltes Doppelalbum“ herauszubringen. Zu zwei verschiedenen Zeitpunkten halt. Inhaltlich geht es um das Thema „Leere“, also weniger um den Zustand an sich, sondern „den Weg dahin“. Um das zu verdeutlichen, nutzt man verschiedene textliche Ausschnitte aus Filmen, Reden oder der Dichtkunst. Wie gefällt mir das Ganze nun? Also es gibt deutliche Höhen und Tiefen. Positive und mitreißende Elemente sind vorhanden, aber teils ist es über längere Passagen zu wenig prickelnd. Es bewegt den Hörer zu wenig. Es rockt, ja es ist auch phasenweise deutlich progressiv. Aber so richtig in Begeisterung versetzen will mich das Material nicht. Sorry!

Zum Abschluss gibt es noch das vor wenigen Tagen erschienene Video zur dritten Single. Bitte sehr:

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Bildquellen

  • GHOST TOAST Albumcover – Shade without color: INVERSE Records
  • GHOST TOAST Albumcover – Shade without color – Beitragsbild: INVERSE Records

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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