KORN und „The Nothing“

Korn 2019 by Jimmy Fontaine

Freitag der 13. September 2019 ist das dreizehnte Album von Korn erschienen und enthält 13 Tracks. Zufall? Mitnichten, verarbeitet Sänger Jonathan Davis doch hier lyrisch die Verluste die er 2018 erleiden musste. Er verlor seine Frau und seine Mutter. Das Ganze trägt den Titel „The Nothing“ und erschien bei Roadrunner Records / Warner Music. Produzent war wiedermals der Grammy ausgezeichnete Nick Raskulinecz und die erste Videosingle „You’ll Never Find Me“ gibt uns einen ersten Eindruck von dem Album.

 

Korn mit einem typischen Beginn

„The End Begins“ leitet die Platte mit den für Korn typischen Dudelsackklängen ein. „Cold“ ist sehr rhythmusbetont, teilweise verstörend und überrascht dann doch wieder mit Mitsingrefrains. Geht gut ins Ohr, aber schaut einfach selbst unten im Visualizer dazu. „You’ll Never Find Me“ geht in eine ähnliche Richtung, rasante Wechsel zwischen gefälligen Gesangparts und explosiven Riffs, sehr eingängig. Danach folgt „The Darkness Is Revealing“ und es bleibt düster. Trotz dissonanter Gitarrenriffs geht der Song ins Ohr und ist absolut atmosphärisch. Auf „Idiosyncrasy“ werden vermehrt Growls eingesetzt, aber qualitativ fällt der Song für mein Empfinden dann doch ein bis zwei Stufen ab. Perkussiv, kurz und mit Gesang ist „The Seduction Of Indulgence“. Ein interessantes Intermezzo, das direkt in „Finally Free“ übergeht. Die Gitarren arbeiten hier nur atmosphärisch im Hintergrund, während der Gesang im Vordergrund steht und ansonsten Schlagzeug und Bass für den Drive sorgen. Ein harter Zwischenpart darf natürlich trotzdem nicht fehlen.

 

Korn mit einer ruhigen zweiten Hälfte

Für „Can You Hear Me“ gibt es unten einen weiteren Visualizer zusammen mit dem Trailer zum kommenden The Nothing Podcast. Ein eher ruhiger Song ohne Aggression, aber in der Textzeile „Can You Hear Me? Cause I’m Lost…“ schwingt die ganze Trauer und Verzweiflung von Jonathan Davis mit. „The Ringmaster“ fällt im direkten Vergleich dann leider ab. Der Gesang packt mich hier einfach nicht. Dafür kann „Gravity Of Discomfort“ wieder mehr begeistern und geht gut ins Ohr. Der Härtelevel wird zwischendurch auf „H@rd3r“ wieder etwas höher. Der Refrain ist aber wiederum sehr packend. Viel direkter als mit „The feeling of this loss keeps creeping…“ kann man seine Trauer nicht ausdrücken und so heißt auch der Song einfach „This Loss“. Wahnsinnig emotional und die Unwucht im Song spiegelt die Zerrissenheit von Jonathan Davis perfekt wieder. Der Abschluss heißt dann „Surrender To Failure“ und obwohl sehr kurz gelingt es Korn hier eine gewisse Spannung aufzubauen, die sich im finalen, gehauchten „I’ve failed…“ entlädt.

 

Korn mit einem sehr persönlichen Album

Korn haben mit „The Nothing“ ein sehr persönliches und gutes Album abgeliefert. Ob es das beste in der Historie von Korn ist? Das muss jeder Fan für sich selber beurteilen, denn dafür sind die Alben zu unterschiedlich. Mir gefällt das Album sehr gut. Es sind ein paar Songs dabei, die nur okay sind. Aber der Großteil überzeugt mich mit seiner dichten Atmosphäre und Emotionalität. Ich denke Korn-Fans werden nach dem doch ein wenig umstrittenen letzten Album begeistert sein. Aber auch Nichtfans werden dem Album eine Menge abgewinnen können. Korn sind mit „The Nothing“ auf jeden Fall auf einem guten Weg ihren Thron zurückzuerobern und ich hoffe definitiv noch auf eine große Europatour zu dem Album.

Korn – Line-Up und Kontakt

Jonathan Davis – Vocals
James Shaffer – Guitar
Brian Welch – Guitar
Reginald Arvizu – Bass
Ray Luzier – Drums

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Bildquellen

  • Korn 2019 720×340 by Jimmy Fontaine: Jimmy Fontaine / Head Of PR
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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