METAL DE HOUTE – Festival 2019

motorjesus metal de houte 2019

Auf dem Clubgelände des Lucifers Dragon Motorclubs in Erkelenz fand Anfang des Monats  das Metal de Houte – Festival statt. In diesem Jahr mit DEAD REBELLION, METAMORPHER, NEVER BACK DOWN, THE VERY END und MOTORJESUS. Um es schon mal vorweg zu sagen: wer nicht da war, hat was verpasst!

Gelungener Auftakt mit DEAD REBELLION

dead rebellion metal de houte 2019Einen knackigen Start in den Abend liefern DEAD REBELLION ab. Mit einer Mischung aus Rock, Metal und Punk-Elementen sind sie ein toller Opener für das Metal de Houte. Die Songs rocken und da ist es auch kein Wunder, dass es ihnen schon mit den ersten Songs gelingt, die Leute direkt vor die Bühne zu holen. Dafür, dass sie erst seit etwa einem Jahr bestehen, haben DEAD REBELLION ordentlich Power und rockig groovende Songs am Start.

METAMORPHER – „Becoming“ ist auch live ganz großartig

metamorpher metal de houte 2019Darauf habe ich gewartet, seitdem ich die EP „Becoming gehört habe: METAMORPHER auf der Bühne zu sehen und die Songs live zu hören. Und los geht’s mit den Songs der EP, die wie erhofft, auch live mächtig nach vorne losgehen. Mit ordentlich Energie und Gefühl, massiver Rhythmusarbeit, feinen Soli und wandelbaren Vocals, die von rau bis sentimental reichen. Während ich die zweistimmigen Gitarrenparts, die Doublebassattacken und die treibenden Rhythmen genieße, dreht das Publikum richtig auf: Leute werden auf Händen getragen und die Songs in Bewegungen verschiedenster Art umgesetzt.

Patrick Wassenberg, Michael Schiefer (Gitarre) und Dominik Kwasny (Bass) liefern eine Performance ab, die die Energie aus dem Publikum aufnimmt und wieder dorthin zurückgibt. So, wie man es sich von einer Live-Show wünscht. Michael Junker (Vocals) freut sich nicht nur über die Zustimmung aus dem Publikum, sondern auch darüber, dass es so eine privat organisierte Veranstaltung wie das Metal De Houte noch gibt.

Premiere in der Premiere

Dann gibt es quasi die Premiere in der Premiere: nicht nur, dass Adam B. als neuer Drummer für amtlichen Druck sorgt: METAMORPHER spielen einen Song, der noch nicht auf der EP ist. Mit „The Yesterdays“ wollen sie den ewig Gestrigen eine deutliche Ansage machen. Da wird nicht nur der erhobene Mittelfinger hörbar, sondern auch ein toller Song.

Danach geht’s weiter mit einer Ballade „House In The Fields“ – passend zum Lagerfeuer, das gemütlich vor sich hin prasselt. Hier – wie auch schon bei „The Yesterdays“ – gibt es tolle Bassläufe.  Währenddessen  transportiert die Ruhe des Songs Emotionen, die sowohl Wohlbefinden hervorruft als auch Gänsehautmomente. Zum Beispiel, wenn Patrick Wassenberg sein Solo spielt. Das Set endet mit „Silvera“, einem GOJIRA-Cover, das hier gut hineinpasst und schön fett rüberkommt. Somit haben METAMORPHER ein absolut gelungenes Bühnen-Debüt gegeben.

NEVER BACK DOWN bringen die Bühne zum Beben

never back down metal de houte 2019Dass NEVER BACK DOWN viel unterwegs waren, um Live-Erfahrungen zu sammeln, hat sich ausgezahlt. Sie bringen mit mächtigen Riffs und Drumming Bühne und Lautsprecher zum Beben. Vor der Bühne wird schon bald gemosht, was der Platz hergibt. „Das ist so geil, ich habe Gänsehaut“ ruft Daryl Mehvißen (Vocals). Die Band aus Heinsberg kommt mit einem Mix aus Metalcore, Hardcore und Beatdown gut an. Denn sie können nicht nur Metalcore, sondern auch mal melodischen, old-schooligen Hardcore.

Angriff auf die Trommelfälle

Da hauen sie uns die Rhythmen um die Ohren, um  im nächsten Moment melodisch und emotional zu werden. Toll gemacht. An diesem Abend hat Drummer Tobias Hoika seinen letzten Auftritt mit NBD. Er wird mit Scherzen sowie einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet. Mit „Anger“, einem Song vom letzten Album, geht es noch einmal zur Sache. Nicht nur, dass sie sich im Beatdown austoben, jetzt soll auch eine Wall of Death geformt werden. Angesichts des Bodens auf dem Gelände hat sie eher was von einer „Wall of Dust“, wie neben mir treffend angemerkt wird.Jedenfalls haben NEVER BACK DOWN heute Abend die Trommelfelle wunderbar in Schwingung gebracht.

THE VERY END – Massiv metallisch groovend

the very end metal de houte 2019Vom Anfang bis zum Ende ihres Sets verursachen THE VERY END  fette Druckwellen mit einem wahren Feuerwerk an Riffs und ebensolchem Drumming. Die Songs, die sich zwischen Trash und Death Metal bewegen, sind durch ihre groovende Energie angenehm druckvoll. Harte Riffs, mitreißende Grooves und die melodisch angehauchten thrashigen Passagen bei Songs wie „Splinters“ oder „A Hole In The Sun“ hämmern sich eindringlich in die Gehörgänge. Die Mannen um Frontmann Björn Gooßes sind unermüdlich unterwegs und liefern eine tolle Performance ab. Da ist ordentlich was los auf der Bühne. Aber nicht nur dort. Vor der Bühne wird getanzt, gemosht und fliegen die Mähnen. Wochenend-Modus eben.

Neue Songs

THE VERY END spielen heute Abend nicht nur Songs von allen drei Alben, sondern haben auch neue Songs am Start, die – wie Björn Gooßes sagt – „gespielt werden wollen“. Besonders gut hat mir das eindringliche „Brave New Blood“ gefallen. Das Set ist richtig gut aufgestellt. Zum Ende hin legen nicht nur THE VERY END dynamisch gesehen noch mal eine Schippe drauf sondern auch die Leute vor der Bühne, die noch einmal ordentlich aufdrehen.

MOTORJESUS – Heavy Rock für den Geschwindigkeitsrausch

motorjesus metal de houte 2019Nach ein paar Monaten MOTORJESUS-Live-Abstinenz habe ich mich richtig auf die hooklastigen Songs und fetten Riffs gefreut. Und wie ich es erwartet habe und man es von ihnen gewohnt ist, lassen MOTORJESUS es anständig krachen. Ob nun mit „Tales Of The Wrecking Ball“ oder „King Collider“ – das ist kraftvoller und rotziger Rock, wie man ihn sich am Samstagabend wünscht. Inzwischen wird es unterm Zeltdach vor der Bühne  richtig kuschelig, so voll ist es geworden. Die Saitenfraktion macht nicht nur spieltechnisch eine gute Figur. Denn Andy Peters und Patrick Wassenberg (Gitarre) sowie Dominik Kwasny (Bass) liefern außerdem eine sehenswerte Performance ab.

Vollgas, Action und lockere Sprüche

Zudem hat Sänger Chris Birx wie immer lockere Sprüche auf den Lippen. „Habt ihr Bock auf Schweden-Rotz-Rock?“ ruft er dem Publikum entgegen oder reimt sich von „Fuel The Warmashine“ zu „füll‘ die Waschmaschin‘“. Angetrieben von Philip Kohout an den Drums bringen MOTORJESUS das Publikum mit „altem Scheiß und neuem Scheiß“ zum Toben. Die hymnischen Refrains werden mitgesungen, die Riffs und Soli gefeiert. Auch nach über einer Stunde zeigen alle noch ungebrochene Energie. Und mit „Back To The Action Car“ oder „Motorjesus“ gibt es noch mal musikalisch eins auf die Zwölf, bis „Dirty Pounding Gasoline“ noch das Letzte aus den Zuhörern herausholt, bevor auch diese Show zu Ende geht.

Nächstes Jahr komme ich wieder

Auch in diesem Jahr haben die Organisatoren des Metal de Houte bei der Auswahl der Bands genau richtig gelegen, die Mischung stimmte. Übrigens waren heute Abend ca. 580 Leute dabei. Und vielleicht hat ja auch eine Rolle gespielt, dass die Bands aus der Umgebung kommen. Egal was der Grund war: hier hatten alle auf und vor der Bühne einen tollen Abend in einer ganz eigenen Atmosphäre. Daher kommt doch nächstes Jahr auch und überzeugt euch selbst!

 

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Bildquellen

  • dead rebellion metal de houte 2019: birgit@metal-heads.de
  • metamorpher metal de houte 2019.1: birgit@metal-heads.de
  • never back down metal de houte 2019.8: birgit@metal-heads.de
  • never back down metal de houte 2019.1: birgit@metal-heads.de
  • the very end metal de houte 2019.1: birgit@metal-heads.de
  • motorjesus metal de houte 2019.2: birgit@metal-heads.de
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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