Krud – Krud (2018)

Krud

Du denkst jetzt vermutlich „Wat is denn Krud?“ Das ging mir vor ein paar Monaten ähnlich, als ich die Band vom lieben Goreminister empfohlen bekam. Ganz einfach…Krud, das sind Knössel, Rotz und Dampfmaschine aus dem beschaulichen „Dorf“ Schwelm in NRW. So weit, so logisch 🙂 Übrigens nur original mit dem Krud-Finger.

Bandbio Krud

Normalerweise würde ich jetzt noch was zur Bandbiographie schreiben, aber der Text aus der Pressemappe fasst es so schön zusammen, den will ich euch nicht vorenthalten. Ich hätte es nicht besser schreiben können 😉

krud machen übel riechenden Knatter Metal der dir mit dreckigem Bauernslang ordentlich in die Fresse klatscht. Aus dem Latrinensud von Rebattered und P.A.I.N. Management formierten sich die drei Rednecks Knössel, Rotz und Donnerwetter zu einem vermaledeiten Fliegenschiss und produzieren seit Ende 2015 Ihren Dung in Ihrer Probescheune und vergießen diesen auf den lokalen Bühnen der näheren Umgebung. Nach dem viel zu frühen und sehr traurigen Tod von Schlagwerker Donnerwetter entschieden sich Knössel und Rotz nach einer Trauerpause dafür, das Projekt “krud” fortzuführen…Donnerwetter hätte es definitiv so gewollt! So holte man sich den langjährigen Freund Dampfmaschine mit auf den Hof. Dieses räudige Rhthmus-Nutztier verpasst krud seitdem nochmals eine ordentliche Schmutzschippe Mist mehr. Die Töne, die krud produzieren sind wie das Landleben – dreckig, simpel und ehrlich. 2018 sollte das Jahr werden, in dem dieser rustikaler Charme und fette Kacke zusammen ein Album ergeben wie es die Welt verdient hat; einfach, dick und mit gaaanz viel Bumms! krud sind gefährlich, krud sind ein musikalischer Befehl, krud sind unkultivierte Penner mit Herzen aus Hopfen.

Das Album

2018 kam der selbstbetitelte Erstling „Krud“ auf den Markt. Die Jungs sind einfach konsequent Krud. 10 Songs und knackige 36 Minuten Metal der etwas ruppigeren Gangart erwarten uns. „March Of The K.r.u.d.“ ist da nur der instrumentale Wegbereiter für das, was da kommen mag. Denn das nachfolgende „Fire“ ist sowas, wie der inoffizielle Hit der Kapelle. Kurz, knackig, prägnant, Vollgas und Party. Dazu gibt es sogar ein sehr gut gemachtes Musikvideo, dass die Stimmung im Lied einfach perfekt transportiert.

„Face of Fear“ klingt weniger nach Party, eher düster, dreckig, rotzig und besticht mit seinem Refrain…“feeeaaaaaaaar“. „A.b.r.f.t.s.“ steht für „As blood rains from the sky“, wie sich Lied Nummer 4 nennt…übrigens mit exakt 4:00 Minuten Spielzeit. Hier wird schnell die Stärke der Band offensichtlich…geile Hooklines mit passendem Refrain. Das perfekte Package für eine geile Live Performance. Ein paar schöne bewegte Live Bilder gibt es in diesem, ganz frisch veröffentlichten Video.

„Pain“ startet mit knatterhaftem Südstaaten Sound und geizt nicht mit geilen Growls, die zum Ende des Songs vielleicht etwas übertrieben rüber kommen 😉

Halbzeit

5 sind durch, 5 haben wir noch. Das folgende „We Are Deaf“ startet gemächlich und drückt dann im Krud-Style schön auf die Tube. Geschaffen, um im Moshpit zu eskalieren. „Walk The Mass“ bringt wieder ein paar Südstaaten Akzente im Klampfenbereich mit sich. Mit „Feed the Forces“ bestreiten die Jungs einen etwas anderen Weg…ich bin mir gerade auch gar nicht sicher, ob da jemand anders singt?! Insgesamt verlässt die Scheibe zum Ende hin etwas von der anfänglichen Party Stimmung. „Private Greed“ klingt dann auch vom Gesang her schon fast etwas nach Death Metal mit nachdenklichen Tönen. Kirchenglocken leiten den letzten Song „Maze“ ein. Insgesamt vom Tempo etwas zurückhaltender, klingt die Scheibe dann doch im Knatter Metal Style aus, denn zum Schluß wird nochmal auf die Tube gedrückt.

Fazit

Krud. Das ist einfach Spiel, Spaß und Schok äh Bier. Und Knatter Metal. Aber auf der anderen Seite auch nachdenkliche und sozialkritische Texte. So kann man das Album eigentlich teilen…der erste Part geht etwas mehr ab, der zweite wirkt etwas ruhiger, nachdenklicher. Insgesamt ein gelungener Mix, den man sich gut anhören kann…ja, der auch viel Spaß macht. Ich kann es kaum erwarten, die Jungs (hoffentlich in 2020) mal live zu sehen. Das wird bestimmt ein Fest. Daumen hoch für Krud.

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Bildquellen

  • krud-emblem: Krud
  • Krud-Band: Krud

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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