MALEVOLENCE – „Malicious Intent“ Review

(English review down below!)

Heavy Metal(core)

MALEVOLENCE (Facebook) aus Sheffield in England sind schon länger ein wahrer Geheimtipp in der Szene. Sie sind dafür bekannt und berüchtigt Ihren kraftstrotzenden Sound auf der Bühne mit einer wahnsinnig intensiven Show explodieren zu lassen. Nun steht das neue Album „Malicious Intent“ seit heute bereit für eine neue MALEVOLENCE-Erfahrung. Die Fans mussten fünf Jahre lang auf die neue Langrille warten. Lediglich die tolle EP „The Other Side“ lies die Wartezeit etwas erträglicher werden.

Hat sich das Warten gelohnt?

Um es vorwegzunehmen: Verdammt noch mal „JA“!!! Und wie sehr es sich gelohnt hat, werde ich Euch hier gerne näher erläutern. Die Metalcore-Schublade ist zwar passend gewählt für den Sound, aber zu eng für MALEVOLENCE, denn der Sound hat mehr zu bieten und sprengt diese Schublade mit Leichtigkeit, indem Einflüße aus anderen Bereichen des Metal alles gehörig aufpeppen

Das Intro „Malicious Intent“ fackelt natürlich nicht lange und die ruppige Stimme von Alex Taylor bricht hervor. Das massive Instrumentalgewitter lässt nicht lange auf sich warten und zeigt bereits eindrucksvoll, was man unter brachialen Breakdowns versteht, die wie heftige Schläge in die Magengrube reinhauen. Perfekter Einstieg würde ich sagen!

Nach dem krassen Einstieg

geht es noch krasser weiter, denn den Jungs geht auf keinen Fall die Puste aus. „Life Sentence“ geht den Weg weiter und entfesselt das nächste Core-Monster. Dabei prügelt das Monster nicht nur einfach stumpf drauflos. Es lässt eine ganze Armada verschiedenster Schlagkombination auf Euch niederprasseln. Der Song ist vollgepackt mit allerlei geilen Sounds, Tempi -und Rhythmuswechseln. Und trotzdem wirkt es nicht zerstückelt, sondern aus einem Guß. Hier leisten alle Protagonisten wirklich Höchstleistungen. Krass fette Riffs, die von einer geilen spielfreudigen Leadgitarre beschossen werden. Für den Moshpit gibt es noch eine Speed-Einlage und das Ende ist ein durchschlagendes Breakdown-Erdbeben.

Grenzen werden gesprengt

MALEVOLENCE scheissen wie viele andere Bands auf Grenzen und spielen einfach das, was sie überzeugt und sie repräsentiert. Und sie zelebrieren das auf ihrem neuen Album mit einer Raffinesse, die ihresgleichen sucht. Besonders gefällt mir die rockige Ader der Songs, die den Sound trotz seiner Vehemenz eine coole Note verleiht. Das perfekte Beispiel dafür wäre der Song „Still Waters Run Deep“. Der Song ist daher eher so ein Mix zwischen grooviger energischer Vehemenz und schmissigen Heavy Rock-Vibes. Hört Euch mal das kurze heiße Gitarrensolo (Josh Baines) vor dem knackigen Bass-Solo (Wilkie Robinson) an! Echt geil gemacht!

Erstens kommt es anders,

und zweitens als man denkt. Also ich hätte bei der ganzen Power einen Song wie „Higher Place“ zum einen nicht erwartet, und zum anderen den harten Kerlen gar nicht zugetraut. Aber ich musste mich eines besseren belehren lassen, denn mit „Higher Place“ haben MALEVOLENCE eine Ballade erschaffen, die ich zur Zeit rauf und runter höre. Harte Schale, weicher Kern. Dieses Sprichwort gilt zumindest für diesen Song.

Eine gefühlvolle Ballade mit einer Kraft, die mein Herz mit fester Hand ergriffen hat. Es ist ein so geiler berührender Song, dass ich diesen beim ersten Durchlauf des Albums sofort dreimal hintereinander hören musste und die Gänsepelle wollte gar nicht mehr verschwinden. Was die beiden Sänger Alex Taylor und Konan Hall hier als Duett vollbringen, ist unbeschreiblich schön. Diese beiden Stimmen erschaffen in einzigartiger Harmonie eine ergreifende Atmosphäre. Sogar der Part mit den harten Growls fügt sich super ein und das anschließende ausgiebige perfekte Gitarrensolo setzt dem Ganzen noch die epische Krone auf. Alleine für diesen Song würde ich 11 von 10 Punkten vergeben.

Klangvolle Abrissbirne

Beim Song „Salvation“ hat kein geringerer als Matthew K. Heafy (TRIVIUM) als Gastmusiker mitgewirkt. Dieser Song ist ein weiteres der vielen Beispiele, mit was für einer Bandbreite MALEVOLENCE agieren können. Das ist Songwriting vom Allerfeinsten. Gerade in diesem Metalbereich sind das geradezu hinreißende Kompositionen, in denen das glühende Metall hart geschmiedet und schließlich mit melodischen kunstvollen Melodien graviert wird. Hier wird eben nicht nur stumpf drauflosgebolzt und verliert trotzdem die ganze Wucht nicht.

Lass den Hammer kreisen

So lautet eine Textzeile des Songs „Karma“, der ohne Rücksicht gnadenlos nach vorne geprügelt, was das Zeug hält, aber eben nicht nur. Kommen wir nun zu einem weiteren Meisterstück. „On Broken Glass“ brettert dermaßen verrückt, dass sich der Circle Pit zu einer Tornado Stampede entwickelt, bei der man nur mitlaufen kann oder untergeht. Meine Fresse… Was ist das bitte für eine abgefahrene Nummer? Der Song hat einfach alles! Es ist bewundernswert, wie diese Truppe zusammen harmoniert und immer wieder hammermäßig abliefert. Diese geniale Kombination der zwei Sänger ist sensationell! Zudem wird bei diesem Song auch wieder mehr als deutlich, was Josh Baines für eine Wildsau an der Gitarre ist. Der fetzt dermaßen über die Saiten, dass eigentlich Funken fliegen müssten. Und der Drummer Charlie Thorpe prügelt alles in Grund und Boden. Absoluter Wahnsinn!

Fazit

Wenn der grüne Hulk auf ein Konzert gehen würde, um mal richtig die Sau rauszulassen, dann wäre das wohl bei MALEVOLENCE. Es der schiere Wahnsinn, was die Band auf ihrem Album „Malicious Intent“ für eine Power entfesseln. Das ist unterhaltsamer Metal, der mit purer emotionaler Kraft dermaßen ballert, dass die Fetzen fliegen und ein Erdbeben die Erde erschüttert. Und das die Band dazu noch ne verdammt geile Ballade schmettern, zeigt nur umsomehr die Vielseitigkeit dieser Männer, die wunderbar zusammen harmonieren. Endgeiles Album und absolute Premier League!

In eigener Sache

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English review

Heavy Metal(core)

MALEVOLENCE (Facebook) from Sheffield in England have been a real insider tip in the scene for quite some time. They are known and notorious for exploding their powerful sound on stage with an insanely intense show. Now the new album „Malicious Intent“ is ready for a new MALEVOLENCE experience since today. The fans had to wait five years for the new album. Only the EP „The Other Side“ made the waiting time a bit more bearable.

Was it worth the wait?

To preface it: Absolutely „YES“!!! And how much it was worth it, I will gladly explain to you here in more detail. This metalcore pigeonhole is aptly chosen for the sound, but too narrow for MALEVOLENCE, because the sound has more to offer and easily blows up this pigeonhole, as influences from other areas of metal spice up the whole thing.

The intro „Malicious Intent“ of course doesn’t take long and the gruff voice of Alex Taylor breaks out. And the massive instrumental storm is not long in coming and already shows impressively what is meant by brute breakdowns that punch like heavy blows in the pit of the stomach. Perfect start I would say!

After the blatant entry

it goes on even more kickass, because the guys definitely don’t run out of breath. „Life Sentence“ continues the way and unleashes the next core monster. Thereby, the monster doesn’t just bluntly thrash away. It lets a whole armada of different punch combinations rain down on you. The song is packed with all kinds of cool sounds, tempos and rhythm changes. And yet it doesn’t seem disjointed, but all of a piece. Here all protagonists really perform at their best. Massive fat riffs, which are bombarded by a horny lead guitar that loves to play. For the mosh pit there is still a speed interlude and the end is a resounding breakdown earthquake.

Boundaries are broken

MALEVOLENCE, like many other bands, shit on boundaries and simply play what convinces them and represents them. And they celebrate this on their new album with a sophistication that is second to none. I especially like the rock vein of the songs, which gives the sound a cool edge despite its vehemence. The perfect example of this would be the song „Still Waters Run Deep“. The song is therefore more of a mix between groovy energetic vehemence and snappy heavy rock vibes. Listen to the short hot guitar solo (Josh Baines) before the crisp bass solo (Wilkie Robinson)! Really cool done!

It comes differently

than you think. With all the power I would not have expected a song like „Higher Place“ on the one hand, and on the other hand I would not have believed the hard guys could made such a song. But I had to be taught better, because with „Higher Place“ MALEVOLENCE have created a ballad that I currently listen to up and down. Hard shell, soft core. This saying is at least true for this song. A soulful ballad with a power that has gripped my heart with a strong hand.

It’s such an awesome touching song that I immediately had to listen to this three times in a row on the first run through of the album and the goose pimple didn’t want to go away at all. What the two singers Alex Taylor and Konan Hall accomplish here as a duet is indescribably beautiful. These two voices create a moving atmosphere in unique harmony. Even the part with the hard growls fits in super and the following extensive perfect guitar solo puts the epic crown on the whole thing. For this song alone I would give 11 out of 10 points.

Melodic wrecking ball

On the song „Salvation“ no one less than Matthew K. Heafy (TRIVIUM) has participated as a guest musician. This song is another of the many examples, with what a bandwidth MALEVOLENCE can act. This is songwriting at its best. Especially in this metal genre, these are downright ravishing compositions in which the glowing metal is forged hard and finally engraved with melodic artful melodies. Here is just not just bluntly bolted on it and still does not lose all the force.

Let the hammer swing

This is one of the lyrics of the song „Karma“, which is mercilessly beaten forward without consideration, but not only. Now we come to another masterpiece. „On Broken Glass“ breaks so crazy that the circle pit develops into a tornado stampede, where you can only run along or go down. What kind of a crazy number is this? This song has everything! It’s admirable how this troupe harmonizes together and delivers awesome over and over again. This ingenious combination of the two singers is sensational! In addition, this song again more than clear what Josh Baines is a wild beast on the guitar. He shreds over the strings in such a way that sparks should actually fly. And the drummer Charlie Thorpe beats everything into the ground. Absolute madness!

Conclusion

If the green Hulk would go to a concert to let off steam, then it would probably be with MALEVOLENCE. It’s sheer madness what power the band unleash on their album „Malicious Intent“. This is entertaining metal, which is so powerful with pure emotional force that the shreds fly and an earthquake shakes the earth. And that the band also belt out a damn cool ballad, shows only the versatility of these men, who harmonize wonderfully together. Endgeiles album and absolute Premier League!

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Bildquellen

  • Malevolence – Malicious Intent – Artwork-1-: Nuclear Blast
  • MALEVOLENCE Malicious Intent Cover + Infos: Cover+Infos-->Nuclear Blast // Rest-->Pixabay
  • Malevolence – Malicious Intent Titelbild: Nuclear Blast

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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