Blackberry Smoke „Like An Arrow“ – VÖ: 14.10.2016

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(Pfeil-)Spitze

Blackberry Smoke veröffentlichen am 14.10.16 ihr neues Studioalbum „Like An Arrow“. Metal-heads.de berichtete ausführlich in den News und nun liegt der Longplayer endlich auf dem Redaktionstisch.

Charlie Starr (lead vocals, guitar), Richard Turner (bass, vocals), Brit Turner (drums), Paul Jackson (guitar, vocals) und Brandon Still (keyboards) brillieren in jeglicher Hinsicht, in jedem Song.

Das Album ist trocken und erdig produziert und verfällt glücklicherweise nicht dem aktuellen Loudness-Wahnsinn, das heißt es knallt auch auf der Anlage im Auto bestens und ist ein wertiger Begleiter für Road Trips!

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Viel Rauch um Vieles

Seit ihrem Debüt vom 2001 veröffentlichte das Quintett vier Studioalben, inkl. „Holding All The Roses“ von 2015, das es auf #1 der Billboard Country Albums Charts, auf #8 Billboard Rock Albums und auch auf Platz 32 der deutschen Albumcharts schaffte.

Besonders bekannt für ihre beeindruckende Liveperformance tourt die Band nahezu pausenlos und hat sich weltweit eine beachtliche Fangemeinde erspielt und trat in den vergangenen Jahren u.a. mit Zac Brown Band, Eric Church, ZZ Top oder aktuell mit Gov’t Mule auf.

Blitz und Donner

Der Opener „Waiting For The Thunder“ kommt schön akzentuiert durch die Speaker. Leicht angerauhter Gesang und Gitarren die zwischen Südstaatenrock und AC/DC schweben. Das macht Spaß.

Country und andere Leckereien

Let it Burn“ erinnert fast ein wenig an den großartigen Brad Paisley. Klassicher Country Rock, der an keiner Stelle schnulzig kommt. Toll gemacht. Die Jungs lassen musikalisch nichts an“burnen“.

Die Vielfalt der Songs ist ein echtes Schmankerl. „The Good Life“ schlägt in eine ähnliche Kerbe wie o.g. Song, kommt dabei getragener und überzeugt mit wunderschönen Lyrics und Melodien.

Zeppelin Drums und Facettenreichtum

Die Drums in „What Comes Naturally“ erklingen fast wie einst das legendäre Led Zeppelins Intro zu „When The Levee Breaks“, der Song schlägt dann aber in einen fantastischen Ragtimer um. Die Nummer lädt zum Schunkeln ein und überzeugt mit positiver Stimmung. Angemerkt sei an dieser Stelle, dass wir uns nach dem Opener konsequent von rockigeren Nummern wegbewegen.

Hier muss jeder für sich entscheiden, ob er die Band auf den puren Rock festnagelt und reduziert, oder sich auf eine Reise mit vielen Facetten einlassen möchte.

Musst Du wissen

Ought To Know“ erinnert ein wenig an die Black Crowes. Das markante Tambourine treibt die Nummer elegant voran und auch die Basslinien sind hier ein kleiner Motor. Das Ganze kulminiert in einen tollen Refrain, mit interessanten Harmonien. Diese Nummer funktioniert auch im Stadion – garantiert.

Organisch, durchdacht geschrieben, interessant eingespielt und mit einem Stück Südstaaten-Sahnetorte garniert

Das gesamte Album ist mehr als stimmig. An jeglichen Stellen überraschen uns die Schwarzbeeren Smokeys mit sehr schönen Songs. Es gibt hier keine zwei aufeinanderfolgende Nummern, die sich irgendwie ähneln. Das gefällt natürlich, denn es klingt stets kurzweilig und legt Zeugnis für die enorme Kreativität der Jungs ab.

Als kleines Sahnehäubchen gibt es dann noch ein gemeinsames Stück mit Gregg Allman (Allman Brothers Band) – was soll man dazu noch sagen? Nennt man Blackberry Smoke und Greg Allman in einem Atemzug, dann kann man eigentlich blind zugreifen – eigentlich! Wie oben beschrieben sollte man sich den vielen Einflüssen der Band öffnen und dieses Album am Stück genießen. Ein sehr schönes Stück Musik, welches die Band nicht auf den musikalischen Olymp heben wird, aber die Hörerschar sicherlich erweitern wird.

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Bildquellen

  • blackberry_smoke: earache records
  • blackberry_smoke_cover_art: amazon.de/blackberrysmoke
Blues Mike

Blues Mike

Als ich 12 war, gab mir ein Freund die Nummer des Teufels. Unter dieser Nummer meldete sich sein Assistent, der Meister der Puppen. Er sagte mir, dass es Rost im Frieden gibt und ich fortan mit meiner Gitarre um Gerechtigkeit für Alle kämpfen sollte!

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