Manuel Barbará – „Moonrise“ (VÖ: 19.03.2021)

Manuel Barbará - Albumcover - Moonrise - Beitragsbild

Manuel Barbará – „Moonrise“ (VÖ: 19.03.2021)

Ja, der Doc wird immer wieder gerne der Prog-Schiene zugeordnet. Und auch wenn ich bei metal-heads.de durchaus auch andere Musikstile bediene, so liegt mein Interessensschwerpunkt schon im Bereich der progressiven Musik. Dabei sind neben den Szenegrößen wie DREAM THEATER, FATES WARNING und Co. immer wieder aufstrebende Newcomer interessant. Zum Glück zeigt sich da weltweit eine enorme Vielfalt und aus diesem breiten Spektrum möchte ich euch heute mal wieder was ganze Neues vorstellen. Es geht um Manuel Barbará aus dem amerikanischen New Jersey. Den Titeltrack zum Debütalbum „Moonrise“ hatten wir euch hier bereits präsentiert.

Wer ist Manuel Barbará & was verbindet ihn mit DREAM THEATER?

Wer ist dieser Musiker? Manuel Barbará hat einerseits eine Vorliebe für klassische Musik, andererseits für Progressive Metal. Auch wenn er in einer Musikerfamilie groß geworden ist, so begann er erst mit 16, eine Gitarre zur Hand zu nehmen – inspiriert durch Bands wie IRON MAIDEN und PINK FLOYD. Dank engagiertem Einsatz und Gitarrenunterricht schaffte er es auf das renommierte Berklee College of Music in Boston (u.a. die Musiker von DREAM THEATER haben dort einen Abschluss erworben), von wo er auch mit einem Abschluss abging. Aber schauen wir doch mal auf die Musik dieses Erstlingswerkes. Der Song, der die Scheibe eröffnet ist gleich mal ein Einstieg, den man ruhig als heavy bezeichnen kann. Gitarrenriffs, progressive Drumbeats, das geht nach vorne. Trotzdem fehlt es nicht an der nötigen Melodie. Ein guter Start.

Manuel Barbará - Promophoto

Kann der Gitarrist das Niveau halten?

Mit „The god complex“ werden dann deutlich ruhiger Töne angeschlagen. Gitarrenfokussiert, mit dezent agierenden Drums…dann bekommt das Ganze eine härtere Note. Die dritte Nummer startet mit vertrackten Schlagzeugparts, die Gitarre springt auf den Zug mit auf. Dann wird es plötzlich für einen Moment melancholisch und nachdenklich…bevor es wieder weiterrockt. In der zweiten Hälfte ist es dann – für meinen Geschmack – etwas zu einfallslos und eintönig. Das überrascht. Der nächste Track namens „Mirrors“ ist dreigeteilt. Der erste Part mit ca. 5 Minuten liefert uns Klangmuster, die Gefühle von „Weltraum“ transportieren. Dazu Drums und Gitarren, die sich hinsichtlich der Härte weitestgehend zurücknehmen.

Im zweiten Teil gleitet das Raumschiff dahin…die Sounds sind mehr mysteriös. Eine Ruhepause für unsere Ohren…aber vielleicht ein wenig lang geraten!? Es geht zum Abschluss ähnlich weiter, aber jetzt setzen Gitarren und Schlagzeug wieder mit ein – diese hatte man zuvor komplett außen vor gelassen. Was dabei herauskommt!? Ich finde es teils recht wirr und unruhig…puuuh! Ob das der letzte Track dieses Albums mit seinen 6 Minuten wieder herausreißen kann? Ziemlich spannungsgeladen beginnt „The nightmare weaver“. Auch irgendwie düster und schwer…der Dreiklang von progressiven Drums, den Melodiebögen des Weltalls und von rockigen Gitarrenriffs übernimmt. Dann wieder seichtere Töne, bevor es nach einem weiteren wilden Ritt sanft ausklingt…

Manuel Barbará - Albumcover - Moonrise

Das Fazit bei metal-heads.de

Das Fazit bei metal-heads.de zum Debüt von Manuel Barbará fällt letztlich folgendermaßen aus: es scheint ohne Zweifel, dass wir einen talentierten Musiker und Komponisten vor uns haben. Die Marschrichtung ist in weiten Teilen des Materials progressiver Metal mit der entsprechenden Härte und Komplexität. Das kommt gut. Teilweise wirkt das Ganze ein bisschen durcheinander oder sagen wir unstrukturiert. Die instrumentelle Qualität kann man der Band sicher nicht absprechen, aber nach einem hoffnungsvollen Beginn hat man mich leider als Hörer recht bald „verloren“. Zu unruhig und chaotisch mutet mir das an. Das geht sicher besser…

Mehr Infos zum Musiker findet ihr auf seiner Homepage.

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Bildquellen

  • Manuel Barbará – Promophoto: Asher Media
  • Manuel Barbará – Albumcover – Moonrise: Asher Media
  • Manuel Barbará – Albumcover – Moonrise – Beitragsbild: Asher Media
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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