„Citrinitas“ von SHUULAK (bereits VÖ)

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Shuulak

SHUULAK aus unserem Nachbarland Holland haben mit „Citrinitas“ 2019 ihre dritte EP herausgebracht. 2014 von Bastiën Baron (Vocals), Eve Laetitia (Gitarre) und Angelo Towers (Drums) gegründet, kam bald noch Ricardo Kroon (Gitarre) hinzu. Im letzten Jahr übernahm Puck Wildschut den Bass anstelle von Riccardo Terlien.

Bastiën, Eve und Angelo kannten sich schon länger, bevor sie 2014 beschlossen, eine Band zu gründen. Ihre Songs beschäftigen sich u.a. mit der Besessenheit der Menschen gerade für die Dinge, die sie letztlich zerstören.

Grundlage und Inspiration für Lyrics und Musik stellt das gemeinsame Interesse an Alchemie und Okkultismus dar (mehr darüber könnt ihr morgen in dem Interview lesen, das ich mit Bastiën geführt habe).

Drei EPs zum Magnum Opus

Inzwischen haben SHUULAK drei EPs veröffentlicht, die konzeptionell verbunden sind. Sie sind Elemente, die zum Gesamtkonzept eines „Magnum-Opus des Alchimisten“ führen. Sie beinhalten Geschichten über den Wunsch des Menschen nach Größe, die unweigerlich in Wahnsinn mündet und dem Streben nach alchimistischer Erleuchtung.

Die Musik von SHUULAK transportiert diese Themen, die ja durchaus Düsteres und Beängstigendes beschreiben, mit einer differenzierten und dennoch kraftvollen Saitenarbeit von Gitarren und Bass sowie einem druckvollen Drumming. Die Lyrics übermittelt Bastiën Baron mit einer wandelbaren Stimme, die die verschiedenen Grundgefühle und Gemütszustände spürbar macht. Live ist das noch intensiver und magischer. (Schaut doch mal Hier)

Citrinitas“ bedeutet im Zusammenhang mit Alchemie „Gelbfärbung“ und ist – wie auch „Nigredo“ und „Albedo“ – eine der vier Hauptstufen des alchemistischen Magnum Opus und bezeichnet die Umwandlung von Silber in Gold.

„Citrinitas“ und das Streben nach Erleuchtung

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Mit der vier Tracks umfassenden EP „Citrinitas“ setzen SHUULAK die Geschichte des Alchimisten im Streben nach Erleuchtung weiter fort. Auch wenn es um existentielle Themen geht, hat die Musik einen ordentlichen Groove.

„The Chosen“ ist geprägt von einem fetten Gitarrensound auf dichtem Rhythmusfundament. Eindrucksvoll, wie der Rhythmus der Gitarren sich in den Dialog von Drums und Bass einbringt. Und über all dem legen sich mal zart, mal energisch die Vocals.

Bei „Altar Of Gods“ entwickeln sich aus glühenden Riffs ganz feine Leads. Diese werden von einem variablen, energischen und dabei warmen Bass begleitet. Nach zwei Minuten gibt es eine Zäsur: jetzt klingen Gitarre und Vocals wie aus einer anderen Sphäre, bis die Drums einsetzen und der Bass alles zum Vibrieren bringt.

„Chaosborn“ rockt und wartet mit rhythmischen und klanglichen Variationen auf. Mitreißend sind die Passagen, in denen das Tempo zurückgenommen, der Sound noch intensiver und druckvoller wird, bis das Tempo wieder zunimmt und die Gitarren die Geschichte, die in den Vocals begonnen wurde, weitererzählen.

Der Titelsong „Citrinitas“ beendet die EP mit sphärischen, fast unheimlichen Orgelklängen und Stimmen und einem Glockenschlag. Es ist etwas zu Ende, doch gleichzeitig spürt man: das war noch nicht alles

Das Warten auf Fortsetzung

SHUULAK nutzen viele Facetten der Metalmusik. Und die Produktion, die SHUULAK selbst übernommen haben, gibt auch den Songs dieser EP wieder einen intensiven und klaren Klang.

Donnernde Drums, ein wuchtiger Bass und ein Fundament aus Riffs, geben den Gitarren die Möglichkeit, fesselnde Melodien zu entwickeln. Über allem die wandelbare Stimme von Bastiën Baron, die die Emotionalität und Tragik der Songs einen besonderen Ausdruck verleiht.

Nach „Nigredo“, „Albedo“ und „Citrinitas“ fehlt lediglich noch die die letzte Stufe „Rubedo“ im Magnum Opus bzw. ein Konzeptalbum. Hoffentlich müssen wir darauf nicht mehr lange warten.

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Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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