MAY THE TEMPEST-„Rise To Remain“-Review

METALCORE

aus Deutschland bieten MAY THE TEMPEST (Facebook ). Die Gruppe aus München bringt mit einiger Verspätung (aus bekannten leidigen Gründen) ihr Debütalbum „Rise To Remain“ am 19.03.2021 an den Start. Passenderweise haben erst jüngst ARCHITECTS ihr neues Album „For Those That Wish To Exist“ veröffentlicht. Der Sound von MAY THE TEMPEST geht in eine ähnliche Richtung. Wem das neue Album von ARCHITECTS zu vielfältig und experimentell geraten ist, der dürfte sich bei „Rise To Remain“ sehr wohlfühlen.

Ordentlich Druck

gibt´s auf die Ohren, wenn die Jungs loslegen. Das Album wird mit sphärischen Keybordsamples eingeleitet, zu denen Sänger Lucci sich schon mal warmschreit. Das gut gemachte Intro explodiert in einem furiosen Finale, um den Hörer auf den nächsten Track „Infinte“ einzuschwören. Dazu gesellt sich in einem fließenden Übergang ein kraftvoller Chorus. Mit dem Wort „kraftvoll“ lässt sich auch das gesamte Werkt beschreiben.

Zwischendurch wird das Ganze mit krassen Breakdowns gewürzt, wo Sänger Lucci tontechnisch auch mal ne Sohle tiefer geht. Das gefällt mir! Der Song ist ein richtiges abwechslungsreiches Kraftpaket! So kann man schon mal in ein Album einsteigen und man weiß, was einen auf dem Album erwartet.

Kurz Luft geholt,

um bei „Different“ mit Beschleunigungsphasen davonzujagen! Ein böser Song, bei dem das Tempo zwischendurch stark anzieht und für Rotation im Moshpitkreisel sorgt. Auch hier gibt es einen ruhigen Zwischenpart, wo ich am Ende durch die Klänge der Leadgitarre ein krasses Gitarrensolo als Höhepunkt erwartet hätte. Dies blieb allerdings leider aus. Hätte meiner Meinung nach super gepasst. Trotzdem ein geiler Song!

Große Momente

lassen MAY THE TEMPEST unter anderem entstehen, wenn es um charmante Melodien im Chorus geht. Für den cleanen Gesang zeichnet sich Gitarrist Jonas mitverantwortlich. Diese stehen im krassen Kontrast zu den wütenden Vocals und haben schon eine epischen Ansatz, was z.B. auch bei einem meiner Favoriten, nämlich dem Song „Vacant“, hervorragend zum Ausdruck kommt. Ein deutliches Merkmal in diesem Zusammenhang sind die deutlichen Postcore-Elemente, indem die Band hin und wieder ruhige Phasen mit viel Melodien und Harmonien in die Songs einbaut. Dieses Konzept der Gegensätze prägt das Album und es funktioniert gut. Dazu gesellen sich klangvolle Gitarrenleads über dem massiven Riffing. Für die atmosphärische Tiefe kommen auch Synthies zum Tragen.

Man bleibt sich treu.

Das Kontrastkonzept geht zwar immer wieder auf und liefert ein tolles Hörerlebnis, aber zwischendurch zeigt die Band auch anderes Potential. Ich finde die Momente, in denen sie „ausflippen“ und sich von einer düsteren bzw. extremeren Seite zeigen, ebenso sehr spannend und ansprechend. Neben „Different“ nehme man z.B. den Part ab Minute 02:40 beim Song „Nothing“, der mich weggeblasen hat. Noch deutlicher zeigt der brutale letzte Track „Unspoken Agreement“, dass nicht im jeden Song ein hochmelodischer Chorus dabei sein muss und man auch mit durchgehender Härte extrem gut punkten kann. MAY THE TEMPEST offenbaren in solchen Momenten, was noch alles möglich ist. Mal ab und an den normalen Weg verlassen, eine schwere Steigung nehmen oder ne rasante Abfahrt hinlegen oder sich einfach mal querfeldein durchkämpfen.

Ein Stück beeindruckender Zeitgeschichte! Eine Stadt, ein Land ohne Leben! Dystopisch!

Fazit

MAY THE TEMPEST bieten ein Wechselbad der Gefühle. Energische Shouts, die mit aller Wut brachial herausgeschrien werden, kontrastieren mit gefühlvollen melodischen Gesangslinien. Zusammen mit der qualitativen Instrumentierung ist ihnen ein bemerkenswertes Album gelungen. Zudem ist es noch satt produziert. Daher demonstriert das Album wirkungsvoll, was MAY THE TEMPEST auf dem Kasten haben. So wird man mit MAY THE TEMPEST zukünftig auf jeden Fall weiter zu rechnen haben. Davon bin ich überzeugt.

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Review english

METALCORE

from Germany offers MAY THE TEMPEST (Facebook ). The band from Munich will release their debut album „Rise To Remain“ on 19.03.2021 with some delay (for well-known reasons). Fittingly, ARCHITECTS have just released their new album „For Those That Wish To Exist“. The sound of MAY THE TEMPEST goes in a similar direction. If the new album by ARCHITECTS is too diverse and experimental for you, you should feel very comfortable with „Rise To Remain“.

Tidy pressure

is what you get when the guys get going. The album opens with spherical keyboard samples, to which singer Lucci starts to warm up. The intro explodes in a furious finale to get the listener in the mood for the next track „Infinte“. This is joined by a powerful chorus in a flowing transition. The word „powerful“ can also be used to describe the entire work.

In between, the whole thing is spiced up with crass breakdowns, where singer Lucci also goes a bit deeper in terms of sound. I like that! The song is a real powerhouse full of variety! You can start an album like this and you know what to expect on the album.

A short breath,

to chase away with „Different“ with acceleration phases! A wicked song where the tempo picks up strongly in between and provides rotation in the moshpit. There is also a quiet part in between, where I would have expected a blatant guitar solo as the climax at the end due to the sounds of the lead guitar. Unfortunately, this did not happen. In my opinion, it would have fit perfectly. Still, a great song!

Great moments

MAY THE TEMPEST are, among other things, beautiful when it comes to melodies in the chorus. Guitarist Jonas is jointly responsible for the clean vocals. These stand in stark contrast to the angry vocals and already have an epic approach, which is also expressed excellently, for example, in one of my favourites, namely the song „Vacant“. A clear feature in this context are the distinct Post-Hardcore elements, in that the band now and then incorporates quiet phases with lots of melodies and harmonies into the songs. This concept of contrasts characterises the album and it works well. This is joined by sonorous guitar leads over the massive riffing. Synths also come into play for the atmospheric depth.

They remain true to themselves.

The contrast concept works again and again and delivers a great listening experience, but in between the band also shows other potential. I find the moments when they „freak out“ and show a darker or more extreme side very exciting and appealing as well. Take for example the part from minute 02:40 on the song „Nothing“, which blew me away. The brutal last track „Unspoken Agreement“ shows even more clearly that not every song has to have a highly melodic chorus and they can also score extremely well with continuous hardness. MAY THE TEMPEST reveal in such moments what is still possible. Leave the normal path every now and then, take a difficult slope or make a rapid descent and simply fight your way across country.

A piece of impressive contemporary history! A city, a country without life! Dystopian!

Result

MAY THE TEMPEST offer a rollercoaster of emotions. Energetic shouts, which are shouted out with all their fury, contrast with soulful melodic vocal lines. Together with the qualitative instrumentation, they have succeeded in creating a remarkable work. The album is also well produced. Therefore the album effectively demonstrates what MAY THE TEMPEST are capable of. The album is also well produced. So MAY THE TEMPEST will definitely be a force to be reckoned with in the future. I am convinced of that.

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Bildquellen

  • MAY THE TEMPEST Cover + Infos: Cover+Infos-->MAY THE TEMPEST / Background, Amboss-->Pixabay
  • MAY THE TEMPEST-Titelbild: Foto,Logo-->MAY THE TEMPEST

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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