Michael Dietrich – Across Open Seas

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Nach seiner ersten Platte „Down Empty Streets“ legt der Karlsruher Michael Dietrich mit „Across Open Seas“ nun via 49 Grad Records sein Zweitwerk vor. Textlich geht es wieder um Fernweh, diesmal aber fernab der Straßen. Jetzt geht es raus aufs Meer. Das Cover ist schön und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Aber es zählen ja hauptsächlich die inneren Werte. Also mal hören…

Across Open Seas – das Review Part 1

Die Platte beginnt mit Meeresrauschen und einer schönen Gitarrenmelodie. Aber dann mausert sich „Running Against The Wind“ zu einem schönen, wenn auch ruhigen, Rocksong mit ein paar härteren Zwischenparts. „To The Farthest Shore“ beginnt melancholisch und wird getragen von Gesang und Akustikgitarre. Ein Song für späte, weinselige Stunden am Lagerfeuer, wo dann alle in den Refrain mit einstimmen. Bei „A Sailor’s Song“ wird er gesanglich von Gloria Mussago unterstützt. Es geht, wie sich unschwer vermuten läßt, um das Meer und das Fernweh des Seemanns. Verschachtelter und komplexer, hat mich aber nicht so gepackt. Flotter wird es dann bei „Blind Leading The Blind„, schöne Gitarrenarbeit und schön aufgebauter Song. Gefällt mir gut. Den Abschluss der ersten Hälfte bildet „The Open Sea„. Ein ruhiger Song zum Zuhören und Gedanken schweifen lassen.

Das Review Part 2

Die zweite Hälfte startet mit orientalischen Anklängen. „Chasing The Morning Star“ kommt härter und schon fast ein bisschen grungig rüber und überrascht eben mit orientalisch anmutenden Melodien zwischendurch. Das macht die Platte abwechslungsreicher und ist in dem Fall auch wirklich gelungen und die knapp 6 1/2 Minuten kommen einem auch nicht zu lang vor. Möwengeschrei leitet über in „The Oneironaut„, den Traumreisenden. Interessantes Thema und hier musikalisch schön umgesetzt. „My Bed On The Ocean“ glänzt mit einem schönen Refrain und der Gesangsleistung. Gleiches gilt für „Dragon Girl„, nur das hier noch mittelalterlich klingende Zwischenparts eingestreut sind, mag ich. So wie die Platte anfing, so endet sie auch mit einer schönen Gitarrenmelodie. „Homeward“ bildet den Abschluss der Reise auf die uns Michael Dietrich mitgenommen hat und gefällt mir in seiner Schlichtheit mit Akustikgitarre und zweistimmigen Gesang sehr gut.

Das Fazit

Across Open Seas“ von Michael Dietrich ist kein metallisches Album. Akustikgitarre und Gesang bilden die Basis. Beides kann Michael Dietrich gut. Was mir gefällt, es ist nicht eintönig. Das Album ist gut produziert und die Songs sind unterschiedlich und bieten genug Abwechslung. Grundsätzlich finde ich bei so Singer-Songwriter Sachen, man muss die Stimme mögen. Daher meine Empfehlung: Wer für ein ruhiges Akustikalbum offen ist, sollte mal ein Ohr riskieren und, wenn die Stimme zusagt, für nur 10 Euro einfach kaufen.

Across Open Seas – Tracklist

  1. Running Against The Wind
  2. To The Farthest Shore
  3. A Sailor’s Song
  4. Blind Leading The Blind
  5. The Open Sea
  6. Chasing The Morning Star
  7. The Oneironaut
  8. My Bed On The Ocean
  9. Dragon Girl
  10. Homeward

Michael Dietrich – Biographie

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Neben seiner Solokarriere als Singer-Songwriter ist Michael Dietrich auch noch als Frontmann mit der Band „Dead Man’s Boogie“ unterwegs. Sogar in „Classic Rock Magazin“ wurden sie schon gefeatured. Mit den Musicals „Auf den Flügeln der Macht“ und „Fate & Failure“ spielt er in Süddeutschland vor ausverkauften Hallen. Darüber hinaus ist er ein gefragter Live- und Studiomusiker. Seine Gitarrenarbeit ist neben seiner klassischen Ausbildung durch Vorbilder wie Ritchie Blackmore, Yngwie Malmsteen und Richie Sambora geprägt. In seinen Songs hört man die Vorliebe für die großen Rockbands wie Led Zeppelin oder Deep Purple heraus, aber auch immer schimmern seine metallischen Wurzeln in Form von Savatage, Ayreon oder Blind Guardian durch.

Die CD kann direkt über seine Homepage bestellt werden oder über den Link unten.

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Bildquellen

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soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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