Rose Tattoo mit ihrer 2018er Version von „Blood Brothers“

Rose Tattoo 2018

Golden Robot Records / Soulfood Music veröffentlichten am 18. Mai 2018 eine Neuauflage von Blood Brothers“, dem 2007er Album von Rose Tattoo. Aufgestockt wird diese Wiederveröffentlichung um sechs Live Tracks, mit denen man sich schon einmal auf die anstehende Tour einstimmen kann. Einige Shows sind bereits ausverkauft, aber es gibt bereits erste Zusatztermine. Wo und wann ihr Rose Tattoo sehen könnt, erfahrt ihr hier. Und irgendwie beschleicht mich der Verdacht, dass die Wiederveröffentlichung nur ein Vorwand ist um auf Tour zu gehen. Aber egal, widmen wir uns mal den Songs und wenn Rose Tattoo immer noch so gut in Form sind wie 2007 in Wacken ist es mir verdammt egal warum sie auf Tour gehen.

 

Rose Tattoo – good, old and mean Rock and Roll

„Black Eyed Bruiser“ eröffnet das Album und so muss dreckiger und gemeiner Hard Rock oder meinetwegen auch Rock and Roll klingen. Nichts für Weicheier! Schaut dazu einfach mal das Video unten. „Slipping Away“ ist im Grunde genommen ein Blues Song, aber so schnell und gemein gespielt, dass man es kaum wahrnehmen kann oder will. „Once In A Lifetime“ kommt mit einem für Rose Tattoo überraschend melodischem Touch daher. Hier zeigt sich wohl erstmals der Einfluss des neuen Gitarristen Dai Pritchard. Ist aber eine tolle Hymne. „1854“ ist ein schöner stampfender Rocker und bei „City Blues“ zeigen die Tats noch einmal deutlich ihre Blues Wurzeln. Diesmal aber deutlich langsamer und reduzierter. Sleazig und anrüchig kriecht dann „Sweet Meat“ aus den Boxen. Ja, das ist die Musik vor der euch eure Großeltern früher immer gewarnt haben.

 

Rose Tattoo – live mit noch mehr Energie

Klassisch, böse rock and rollig geht es mit „Man About Town“ weiter, während „Creeper“ noch einen Tacken bedrohlicher und düsterer rüberkommt. I fucking like it! Wer bei „Standover Man“ nicht automatisch anfängt mit dem Fuss mitzuwippen ist wahrscheinlich schon tot. Mit einem kühlen Bier in der Hand am See sitzend oder im Pub. Der perfekte Begleiter dazu ist „Nothing To Lose“. Wo andere zum Ende nachlassen, ziehen Rose Tattoo das Tempo deutlich an und servieren uns „Lubricated“ und hier wird deutlich welch großer Einfluss die Tats für Bands wie Guns N‘ Roses waren. Abgerundet wird die Wiederveröffentlichung durch Liveversionen und es wird mehr als deutlich, das Rose Tattoo live deutlich mehr an Energie gewinnen. Sind die Songs so schon gut, live klingen sie noch einmal eine Stufe besser.

Rose Tattoo – Blood Brother 2018 macht Sinn

Man kann sich ja trefflich über den Sinn und Unsinn von Wiederveröffentlichungen streiten. Und wenn es bei Rose Tattoo nur ein Vorwand ist um auf Tour zu gehen, ist es mir auch egal. Aber auch abgesehen davon macht die Neuauflage Sinn. Das Original ist nicht mehr erhältlich und wer die Platte noch nicht hat, kriegt jetzt als Bonus sechs wunderbare Live Versionen dazu. Für Fans ist die 2018er Variante alleine schon deswegen kaufenswert. Die Qualität der Songs ist über jeden Zweifel erhaben und wer das Album noch nicht hat, sollte jetzt zuschlagen. So muss dreckiger, gemeiner Rock and Roll klingen. Die Tour sollte man sich auch nicht entgehen lassen. Also am besten direkt Platte und Ticket kaufen.

Rose Tattoo – Line-Up und Kontakt

Gary „Angry“ Anderson – Gesang
Dai Pritchard – Slide Gitarre
Randall Waller – Gitarre
Mark Evans – Bass
Paul DeMarco – Schlagzeug

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Bildquellen

  • Rose Tattoo 2018 720×340: Oktober Promotion
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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