Sanctuary – Inception, alt aber toll

Sanctuary Inception

Schon am 24. Februar haben Century Media mit „Inception“ alte, verschollene und dann wiederentdeckte Demoaufnahmen von Sanctuary herausgebracht. Die Aufnahmen aus dem Jahre 1986 wurden von Chris „Zeuss“ Harris wiederhergestellt, remixed und remastered. Alles in allem eine Arbeit die über ein Jahr gedauert hat. Wirklich neu und unveröffentlicht sind allerdings nur „Dream Of The Incubus“ und „I Am Insane“. Die anderen Songs waren auch schon auf dem 1988er Debüt „Refuge Denied“ vertreten. Braucht es diese Veröffentlichung wirklich, macht sie überhaupt Sinn? Eine Frage, der ich intensiv nachgegangen bin. Einen ersten Eindruck könnt ihr euch mit dem Video zu „Dream Of The Incubus“ verschaffen. Viel Spaß!

 

Sanctuary – Inception, das Beiwerk

Sanctuary InceptionDer geneigte Fan kauft sich natürlich die LP-Version, die wie folgt daher kommt:  Gatefold LP auf 180 g Vinyl mit einem 12seitigen Booklet im LP-Format, einem Poster und der CD als zusätzliches Extra. Das Booklet wartet mit vielen, tollen Fotos aus der Zeit, Hintergrundinfos und Linernotes von Lenny Rutledge auf. Obendrauf noch die Lyrics von „Dream Of The Incubus“ und „I Am Insane“ gepackt, macht das ein rundes Package und erfreut das Sammlerherz. Das passt schon mal, aber kann der Inhalt mit der Verpackung mithalten?

Sanctuary – oll aber doll

Los geht’s mit dem bisher unbekannten „Dream Of The Incubus„, ein Kracher den ihr euch im obigen Video schon mal zu Gemüte führen könnt. Ein klassischerSanctuary Band US-Metal Song mit einem – für damalige Verhältnisse – progressiven Touch. Sehr gut und für mich unverständlich warum er nicht auch auf dem Debüt gelandet ist. „Die For My Sins“ kommt der Version auf dem Debüt recht nah. „Soldiers Of Steel“ ist hier über eine Minute länger. Ebenfalls deutlich anders fällt die Version von „White Rabbit„, dem Jefferson Airplane Cover aus. Auf „Inception“ kommt es wesentlich wilder und ungezügelter aus den Boxen und gefällt mir wesentlich besser als die bisherige Version. In der zweiten Hälfte der Platte gibt es mit „I Am Insane“ dann noch den zweiten neuen Song zu hören. Ein vergleichsweise simpler Heavy Metal Song, den ich aber immer noch im oberen Durchschnitt ansiedeln würde. Die anderen Songs sind ja schon von „Refuge Denied“ bekannt, klingen ein wenig anders. Es sind halt frühere Versionen, haben aber auch so Klasse und bieten das, was man von Sanctuary kennt: Klassischen US-Metal aus den 80ern  mit einem komplexen Touch. Dazu mit Warrel Dane einen Sänger der Extraklasse, macht in der Summe ein gutes Album. Aber braucht man das?

SanctuaryDurch die rosarote Brille betrachtet

Bleiben wir mal bei den Hard Facts… Es handelt sich um restaurierte Demoaufnahmen. Ich finde das Ergebnis vom Sound und Gefühl her richtig gelungen. Es atmet den 80er Jahre Spirit. Zwei neue Song und mit dem Opener „Dream Of The Incubus“ ein richtig guter, der das Werk von Sanctuary bereichert. Ansonsten kriegt man natürlich 80er Jahre US-Metal geboten und einen Warrel Dane, der viel mit Kopfstimme in den hohen Lagen singt und kreischt. Noch einmal die Frage: Braucht man das? Die Antwort ist ein klares Jein! Sanctuary-Fans sollten zuschlagen. Neue Songs, umfangreiches Booklet und andere Versionen reichen da als Argument. Geschichtsinteressierte Metal-Fans kriegen hier einen tollen Einblick in die Frühphase einer herausragenden Band. Ich selber will hier gar nicht versuchen objektiv zu bleiben. Sound, Artwork, der hohe Gesang, Songstrukturen haben mich beim ersten Hören ein Vierteljahrhundert zurückversetzt. Ich kann und will „Inception“ daher nur durch die rosarote Brille betrachten. Wer es auch so halten will, dem kann ich das Album nur empfehlen. Alle anderen sollten sich zumindest die regulären Veröffentlichungen von Sanctuary zulegen.

Sanctuary – Inception, die Tracklist

  1. Dream Of The IncubusInception Cover
  2. Die For My Sins
  3. Soldiers Of Steel
  4. Death Rider / Third War
  5. White Rabbit (Jefferson Airplane cover)
  6. Ascension To Destiny
  7. Battle Angels
  8. I Am Insane
  9. Veil Of Disguise

Sanctuary – Kontakt und Termine

Im Sommer sind Sanctuary auch auf ein paar Festivals zu sehen. Hier auf die schnelle die wichtigsten Termine:

15.06.2017 – 17.06.2017 (DE) ST. GOARSHAUSEN / Rockfels, Loreley
12.07.2017 (DE) BALINGEN / Bang Your Head!!!, Messegelände
27.07.2017 – 29.07.2017 (DE) BRANDE-HOERNERKIRCHEN / Headbangers Open Air
03.08.2017 – 05.08.2017 (DE) WACKEN / Wacken Open Air

Weitere Termine und Infos zu Sanctuary wie immer auf der Website, bei Facebook oder direkt bei Century Media. Wer es noch nicht hat, kann Inception direkt über den Link unten bequem nach Hause ordern.

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Bildquellen

  • Sanctuary Inception: Century Media
  • Sanctuary Band: Century Media
  • Sanctuary: Century Media
  • Inception Cover: Century Media
  • Sanctuary Inception Beitragsbild: amazon.de
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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