Warfect – Spectre of Devastation

Warfect - Spectre of Devastation
Warfect

Warfect ist eine Thrashformation aus Schweden. Bis heute habe ich von dieser Band noch nichts gehört, dabei bringen die Jungs mit „Spectre of Devastation“ bereits ihre vierte Platte raus. Schön, dass ich die Möglichkeit habe, mal ins neue Album zu lauschen.

Highspeed

Ich muss sagen, die Schweden verstehen ihr Handwerk. Nach einem düster bedrohlichen Gitarrenintro geht’s mit „Pestilence“ mal sofort in die Vollen. Ein paar Drumrolls und schon beginnt die wilde Luzie. Da wird ordentlich auf Geschwindigkeit gesetzt.
Ganz schön geil. Schön aggressiver, rauher Gesang von Sänger und Gitarrist Fredrik Wester, der sich wie eine Mischung aus Mille und Tom Angelripper anhört.

Bei „Rat King“ behält man das Tempo bei. Sauberes Riffing. Da sitzt jeder Ton, wo er hingehört. Alles messerscharf. Das stramme Geballer wird durch intelligente Breaks und abwechslungsreiches Drumming aufgelockert. „Left to Rot“ ist mein persönliches Highlight der CD. Der Song bewegt sich im Gegensatz zu den vorangegangenen doch eher im Midtempobereich. Das Mainriff erinnert mich ein wenig an Exodus, wobei Warfect hier ein paar deutliche Death-Metal Einflüsse einbringen. Wer da nicht die Luftgitarre schwingt, muss taub sein oder nicht auf Thrash stehen. Das Heulbojensolo erinnert dann auch noch an Slayers beste Tage. Ich bin begeistert.

AC/DC auf Speed

„Hail Caesar“ ist ein Banger. Schnelle und schleppende Passagen wechseln sich ab. Das Riffing ist schon fast rockig, irgendwie AC/DC, die in den Zaubertopf mit Amphetamin gefallen sind. Der „Hail Caesar“-Refrain ist mit seinen Gangshouts ein wahrer Mitgröhler. Stell‘ ich mir live ziemlich geil vor. Trotz der harten Klänge groovt es hier gewaltig.

Super Tappingintro bei „Into the Fray“ und beim Chorus möchte ich immer „Parish in Flames“ von Dark Angel grölen. Zu Beginn von „Colossal Terror“ scheppert der Bass à la „Peace sells“, bevor die Nummer, wie soll’s auch anders sein, wieder aufs Gas drückt. Die beiden letzten Songs des Albums hauen in die gleiche Kerbe.

Fazit

Mein Gott, was für ein Abriss. Warfect machen auf „Spectre of Devastation“ mal so richtig Kleinholz. Man beachte, dass die Band nur ein Trio ist. Klingt aber wie ein ganzes Abrissunternehmen. Musikalisch kann man zwar das Thrashrad nicht neu erfinden, aber Warfect bringen trotzdem durch intelligentes Riffing und abwechslungsreiches Drumming viel frischen Wind in die Hütte. Das Ganze wird natürlich auch höchst professionell vorgetragen und der Sound ist auch State of the Art. Gemastert hat das Ganze übrigens kein geringerer als Flemming Rasmussen, der seinerzeit auch bei Metallicas Meisterwerk „Master of Puppets“ seine Finger an den Knöpfen hatte.
Mit „Spectre of Devastation“ wird Warfect ganz bestimmt einige Fans auf ihre Seite ziehen können. Klasse Album. Da gibt’s nix zu meckern. Spread the Word!

Hier noch zwei Clips für euch:

Tracklist:
Spectre of Devastation
Pestilence
Rat King
Left to Rot
Hail Caesar
Into the Fray
Colossal Terror
Witch Burner
Dawn of the Red

Line-Up
Fredrik Wester – Guitar & Vocals
Kris Wallstrom – Bass Guitar
Manne Flood – Drums

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Bildquellen

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Chipsy

Chipsy

Mag am liebsten Prog, 80's Metal, Thrash und instrumentelle Gitarrenmusik. Gitarrenverrückter Gear Sammler.

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