Blues Festival Kaiserslautern Tag 2

Wir haben euch hier bereits umfassend über DAS Blues Festival des Jahres in Kaiserslautern informiert. Falls ihr es wieder erwartend doch nicht persönlich dort hin geschafft habt, berichte ich euch allumfassend, was am Freitag und Samstag in der Kammgarn so geboten wurde…

Freitag 28.10.2016

Bands Groove Cookies, Walter Trout, und Jim Kahr

Groove Cookies

Punkt 20 Uhr starten die Groove Cookies aus dem nur 70 km entfernten Saarbrücken.

Die Cookies beschreiben sich selbst wie folgt: John Fogerty meets Level 42 und Elvis und die Beatles mischen auch mit. So könnte man das Spektrum umschreiben. Dabei legen sich die Groove Cookies auf keinen bestimmten Stil fest – Bluesige Gitarrenriffs, Slapgewitter, knackige funky Keyboards. Die Groove Cookies begeistern durch enorme Spielfreude mit Ausnahmemusikern.

Die fünf Saarländer bieten eine grundsolide und klanglich durchaus gelungene Show. Das einstündige Programm besteht aus großartigen Coversongs vergangener Tage, wie z.B. Nutbush City Limits oder Led Zeppelins Rock N Roll.

Dass Sänger Rick De Soto (Ex- Lancelot) erst zwei Proben mitgemacht hat, ist kaum zu glauben. Rick ist aber seit 40 Jahren im Musikgeschäft und weiß eben, was er da macht.

Die Stagecrew hat ganze Arbeit geleistet und schon das komplette Setup auf der Bühne in zweiter Reihe parat gestellt, damit es in Windeseile um 21:30 Uhr mit Walter Trout weitergehen kann.


Walter Trout

Vor drei Jahren war Walter bereits einmal in Kaiserslautern auf dem Bluesfestival zugange. Damals war es gesundheitlich sehr schlecht um ihn bestellt und es war einer seiner letzten Auftritte, bevor sein Leben durch eine Spenderniere quasi in letzter Sekunde gerettet wurde. Nach langer Leidens- und Genesungszeit sind er und seine Band nun endlich wieder zurück. Ohne TamTam startet er die Show standesgemäß mit einem fetten Giarrensolo, bevor er sich mit seiner Band langsam zum ersten Song hinjamt.

Walter hat sichtlich Spaß und die Menge geht gleich voll mit. Sein Sound ist um einiges härter, als ich es erwartet hätte und Bassist Johnny Griparic arbeitet von Anfang an massiv am fetten Soundteppich. Walter zelebriert jedes Solo und interagiert fantastisch mit dem Publikum. Sein Set umfasst zahlreiche Klassiker aus früheren Zeiten, aber auch einiges von seiner aktuellen Platte Battle Scars, die ausschließlich von seinem Überlebenskampf erzählt, den er durchstehen musste. Es ist kaum zu glauben, dass dieser Mann nach seiner OP weder sprechen, noch gehen, geschweige denn Gitarre spielen konnte. Dass Walter die Show hier aber nicht alleine schmeißt, hat er seinen Bandkollegen Sammy Avila (Orgel) und Schlagzeuger Michael Leasure zu verdanken. Letzterer überzeugt nicht nur mit einem völlig durchgeknallten Drumsolo, das selbst Walter nach all den Jahren ein überraschtes Staunen entlockt. Zum Abschluß bekommt Michael Hill, Organisator des Festivals, die Ehre sich mit dem Meister mit der Gitarre zu duellieren. Natürlich lässt man einen solchen Ausnahmegitarristen nicht ohne entsprechende Zugabe von der Bühne, die er natürlich gerne und ohne große Aufforderung abliefert.


Jim Kahr

Zum Abschluß des Freitag Abends spielt Jim Kahr mit Band ein Stockwerk tiefer im Cotton Club. In gemütlicher Runde geht es in direktem Anschluß an den Headliner um 23:30 Uhr weiter. Jim Kahr ist Songwriter und gebürtig aus Chicago. Er spielt heute Abend zusammen mit Bassist, Drummer und Saxofonistin. Leider lässt hier, auch aufgrund des kleinen Raumes, der Sound etwas zu Wünschen übrig, sodass alles etwas zu laut und matschig wurde. Was man aber gehört hat, hat sich defintiv gelohnt und ist überzeugender Ausklang des zweiten Festival Tages.


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Bildquellen

  • Groove Cookies: (c) metal-heads.de, Reverend Wrinkle
  • Walter Trout: (c) metal-heads.de, Reverend Wrinkle
  • jim kahr: (c) metal-heads.de, Reverend Wrinkle
Reverend Wrinkle

Reverend Wrinkle

Ich höre von AC/DC, Rolling Stones und Led Zeppelin bis in die Neuzeit zu Black Stone Cherry und The Answer so ziemlich alles was hart ist, groovt und Krach macht. Habe aber ebenso eine Vorliebe für den Blues und reise gerne für Konzerte um die ganze Welt.

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