DELAIN, SERENITY und CELLAR DARLING lassen die Zeche beben

Delain - Zeche Bochum
Delain - Zeche Bochum

Gerade einmal 5 Jahre ist es her, dass ich DELAIN zum ersten Mal live erleben durfte. Damals war die Zeche Carl in Essen nicht einmal zur Hälfte gefüllt. Seit dieser Zeit hat die Band eine grandiose Entwicklung genommen. So meldet die Zeche in Bochum für diesen Samstag, den 28.10.2017  „ausverkauft“. Ein Merkmal, dass auch auf die meisten anderen Konzerte im Rahmen der „Danse Macabre“ Tour zutraf. Neben dem rapide gestiegenen Bekanntheitsgrad von DELAIN sind daran vermutlich auch die Vorbands CELLAR DARLING und besonders SERENITY nicht ganz unschuldig.

CELLAR DARLING überzeugen bei ihrer Live-Premiere

Cellar Darling - Zeche Bochum

Cellar Darling – Zeche Bochum

Die Schweizer Band CELLAR DARLING hat Ende Juni mit „This Is The Sound“ (HIER unsere Review) ihr Debütalbum veröffentlicht. Bei dieser Tour feiern sie ihre Live-Premiere. Ihr Auftritt beginnt an diesem Abend unerwartet früh um 18:20 Uhr. Dennoch beginnt sich die Halle schnell zu füllen. Das Songmaterial besteht an diesem Abend naturgemäß ausschließlich aus Songs vom Debütwerk.

Rock mit Drehleier

Auch wenn der optische Eindruck, den die Band um Sängerin Anna Murphy auf der Bühne hinterlässt, mit der im Mittelpunkt stehenden Drehleier etwas gewöhnungsbedürftig ist, kann die Truppe dennoch überzeugen. Die symphatische Sängerin wirkt zwar bei den Ansagen etwas schüchtern und unsicher, kann aber gesanglich überzeugen. Der Einsatz der Drehleier (und bei einem Song auch einer Querflöte) gibt den Songs etwas besonderes. Das Publikum zeigt sich durchaus angetan und verabschiedet die Ex-ELUVEITIE Mitglieder nach 7 Songs mit viel Applaus.

Setlist CELLAR DARLING

Black Moon
Hullaballoo
The Hermit
Avalanche
Six Days
Starcrusher
Challenge


SERENITY lassen den Löwen los

Nach angenehm kurzer Umbauzeit starten SERENITY mit dem Instrumentalintro „Deus Lo Vult“ stimmungsvoll ihren Set. Bereits das Bühnenbild lässt darauf hoffen, dass wir Songs von grandiosen nagelneuen Album (VÖ einen Tag vor dem Konzert in Bochum) „Lionheart“ (lest HIER unsere Review) zu hören bekommen, steht es doch im Zeichen des britischen Löwen. Die Hoffnung ist berechtigt, denn mit dem Opener des neuen Albums „United“ geht

Serenity - Zeche Bochum

Serenity – Zeche Bochum

es gleich richtig los. Mit Georg Neuhauser verfügt SERENITY über einen ungemein charismatischen Frontmann, der das Publikum auch an diesem Abend in seinen Bann zieht. Gesanglich wird Georg zunächst von Bassist Fabio D’Amore  und später bei einigen Songs von Gastsängerin Tasha unterstützt. Auch Gitarrist Chris Hermsdörfer und Schlagzeuger  Andreas Schipflinger liefern gewohnt hervorragende Leistungen ab.

SERENITY gewinnen neue Fans

Die Mischung aus älteren und neuen Songs kommt bei den Zuschauern sehr gut an und die Stimmung steigt stetig. Mit „Lionheart“ gibt es einen zweiten Song vom neuen Album zu hören, der ebenfalls sehr gut ankommt, obwohl er dem Großteil der Zuschauer offensichtlich bis dato unbekannt war. Nach acht Songs geht der Auftritt der Österreicher viel zu schnell zu Ende. Den Fanreaktionen nach hätte er durchaus noch etwas länger dauern dürfen. Auch der Andrang am Merchandise Stand lässt darauf schließen, dass SERENITY an diesem Abend einige Fans dazu gewonnen haben. Die Tatsache, dass Sängerin Tasha höchstpersönlich mitverkaufte, dürfte dem Absatz sicherlich auch nicht geschadet haben 😉 .

Setlist SERENITY

Deus Lo Vult
United
Spirit in the Flesh
Iniquity
Rust of Coming Ages
Legacy of Tudors
Serenade of Flames
Lionheart
Follow Me


DELAIN bringen die Zeche endgültig zum kochen

Delain - Zeche Bochum

Delain – Zeche Bochum

Die  Temperatur in der Halle war im Verlauf des Abends  – der Stimmung entsprechend – schon mächtig angestiegen. Als DELAIN, von den Fans begeistert empfangen, die Bühne entern,  nimmt die Wärme fast schon bedenkliche Ausmaße an. Ausnahmesängerin Charlotte Wessels sieht an diesem Abend nicht nur wieder bezaubernd aus, sondern ist auch stimmlich in Höchstform. Es braucht nicht lange an diesem Abend und die Zeche kocht. Mit Songs wie „We Are The Others“ und „Get The Devil Out Of Me“ gibt es bereits im ersten Teil des Sets Höhepunkte der Bandgeschichte zu hören.

Marco Hietala als Stargast

Delain - Zeche Bochum

Delain – Zeche Bochum

Mit Nightwish Bassist und Co-Sänger Marco Hietala hat DELAIN bei dieser Tour einen besonderen Stargast dabei. Die Setlist wurde daher mit insgesamt fünf Songs bestückt, bei denen sich Marco und Charlotte die Vocals teilen. Der Finne verfügt ebenfalls über eine grandiose Bühnenpräsenz und das Publikum rastet förmlich aus. Mit dem gemeinsam vorgetragenen „Control The Storm“ gibt es auch einen meiner persönlichen Favoriten zu hören.

Neunzehn Songs und dennoch zu wenig

DELAIN präsentieren an diesem Abend eine breite Palette von Songs aus ihren bisherigen Alben. Zugaben werden stürmisch gefordert und der Forderung kommt die Band auch nach. Mit dem Klassiker „The Gathering“ (wieder mit Marco Hietala) endet das konzert nach insgesamt immerhin neunzehn Songs dennoch viel zu früh. Die Zuschauer wären an diesem Samstag Abend sicher in Stimmung gewesen, noch länger weiter zu feiern. Ein ganz starker Konzertabend geht somit um kurz vor 22 Uhr viel zu früh zu Ende 🙁 .

Setlist DELAIN

The Monarch
Hands of Gold
We Are the Others
The Glory and the Scum
Get the Devil Out of Me
Your Body Is a Battleground (mit Marco Hietala)
Scandal (mit Marco Hietala)
Danse Macabre
Scarlet
Here Come the Vultures
Fire with Fire
Nothing Left (mit Marco Hietala)
Control the Storm (mit Marco Hietala)
Sing to Me (mit Marco Hietala)
Suckerpunch
Not Enough

Zugaben:
Mother Machine
Don’t Let Go
The Gathering (mit Marco Hietala)
The Monarch


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Bildquellen

  • Cellar Darling – Zeche Bochum – 2017-10-1470: (c) metal-heads.de / Kelle
  • Serenity – Zeche Bochum – 2017-10-1456: (c) metal-heads.de / Kelle
  • Delain – Zeche Bochum – 2017-10-1418: (c) metal-heads.de / Kelle
Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik „Louder Than Hell“!

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