Cage und Gloryful Live im Dschungel

Cage 03.12.19 Moers Dschungel

Cage und Gloryful Live im Dschungel

Irgendwann im Jahr 2017 war die amerikanische Powermetal Kapelle Cage auf einem Europa Trip. Dann kam das eine zum anderen und durch ein paar Kontakte landeten sie schließlich für einen Gig im kleinen aber feinen Dschungel-Club in Moers. 2019 sollte das ähnlich ablaufen. Cage waren wieder in Europa und (eher nicht) zufällig auch wieder in Moers zu Gast. Es wurde noch ein Opener gesucht und durch ein paar weitere Zufälle hieß es dann am 03.12.2019 „Cage und Gloryful Live im Dschungel“.

Cage Live

Für einen Dienstagabend war der Club gut gefüllt und die Stimmung war von Anfang an gelöst. Gespräche hier, Bier dort…alles lief, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich würde jetzt mal auf ca. 70-90 Metal Fans tippen, aber nagelt mich nicht drauf fest. Sowas ist immer schwer abzuschätzen. Wie das Schicksal es manchmal so will, steckte ein fröhlicher Gloryful Musikant im Verkehr fest (oder so ähnlich) und so wurde der Headliner zum Opener. Cage waren sich dafür selbstredend nicht zu Schade und enterten gegen 20.15 Uhr die Bühne. Da Powermetal nicht mein Genre ist, kannte ich die Kombo nur vom Namen nach. Das sollte sich aber glücklicherweise gleich ändern.

Husten, Schnupfen, Heiterkeit

Sänger Sean hatte an dem Abend sichtlich Probleme mit Husten bzw. einer Erkältung. Das merkte man aber weder an der Stimme noch an seiner Performance. So stand eine Art Reinkarnation von Rob Halford auf der Bühne und gab hohe Töne zum besten. Die begleitenden Musiker an ihren Instrumenten ebenfalls über jeden Zweifel erhaben. Vor allem Gitarrist Casey fiel mir auf, der voller Hingabe seine Riffs und Soli zum besten gab. Später hatten wir noch ein anregendes Gespräch an der Theke, ein richtig netter Kerl. Auch der Drummer gab ordentlich Vollgas. Insgesamt herrschte eine geile Atmosphäre im kleinen Dschungel. Und auch über den Sound konnte man sich wahrlich nicht beschweren. Rob, der Mischer von Gloryful, mal wieder mit einer ausgezeichneten Leistung. Die Band hatte Spaß, die Zuschauer hatten Spaß und so kann man insgesamt nur von einem gelungenen Auftritt sprechen. Hoffentlich sehen wir Cage im Dschungel in Zukunft wieder.

Gloryful Live

Kurz vorab…leider habe ich von Gloryful nur ein paar Handybilder, da unser Fotograf Chipsy los musste und ich keine Kamera dabei hatte.

 

 

 

Die Lokalmatadore waren, pünktlich zum Headliner Slot, in vollem Glanze und mit kompletter Mannstärke anwesend. Dazu hatten sie auch einiges an Fans gezogen. So stand einer erfolgreichen Fortsetzung des Abends nichts im Wege. Und was soll ich sagen…Gloryful sind halt Gloryful. Die liefern immer. Sänger Johnny ist einfach eine Rampensau, egal ob bei Ansprachen, Witzchen oder natürlich in seinen Songs. Das aktuelle Album „Cult of Sedna“ lädt aber auch förmlich zum feiern ein. Klassischer Heavy Metal, gepaart mit Thrash Elementen und den Gitarrensoli von Meister Adrian Weiss…Fan Herz, was willst Du mehr? Aber auch die älteren Scheiben sind durch die Bank eine Empfehlung, denn Hits finden sich auf jedem Album mehr als genug. So hat man auch nur zufriedene Gesichter gesehen, inkl. das von Wirt Stephan, dem beide Auftritte sichtlich Spaß bereitet haben.

Fazit

11,50 Euro Eintritt (im VVK) für 2 klasse Bands ist geschenkt. Dazu kaltes Köpi vom Fass, eine tolle Location in Moers, gut aufgelegte Musiker, mit denen man jederzeit ins Gespräch kommen konnte. Mehr geht nicht. So waren 5 Leute aus der Metal-Heads Redaktion nach dem Abend sehr zufrieden und haben gerne den Eintritt entrichtet. Hoffentlich war das, neben den ganzen Cover-Bands, nicht das letzte Metal Konzert im Dschungel-Club. Ich hätte da noch so ein paar Ideen aus der Umgebung…Jaded Heart aus Duisburg fand ich z.B. live auch großartig, oder Formosa aus Essen. Vielleicht finden ja auch solche Bands mal ihren Weg in den Dschungel. 

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Bildquellen

  • Cage 03.12.19 Moers Dschungel: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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