Dong Open Air 2017 – Festivalbericht Tag 2

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Nachdem der Kollege Scumbag am ersten Tag das Vergnügen hatte (HIER sein Bericht),  habe ich die Ehre vom 2. Tag für euch zu berichten. Bereits um 11:45 Uhr startet das Programm am Freitag beim Dong Open Air 2017. Kein Problem, denke ich mir, und mache mich früh auf die Socken. Am Fuße des Dongbergs angekommen, hat man die Wahl einen Shuttlebus zum Gipfel zu nehmen oder sich zu Fuß auf den Weg zu machen. Die Treppe zum Gipfel (die sogenannte Himmelsleiter) war (wohl wegen der Unfallgefahr für Betrunkene 😉 ) gesperrt. Für mich als Sportler kommt der Bus natürlich nicht in Betracht und so setze ich mich per pedes in Bewegung. Klarer Fall von Selbst-Überschätzung! Auch wenn ich ein strammes Tempo an den Tag lege, brauche in doch fast eine halbe Stunde bis zum Festivalgelände. Ergebnis: Der Auftritt der Thrash Rocker von Fateful Finality ist beendet, als ich mein Ziel erreiche! 🙁

Verspäteter Start beim Dong 2017

Dong7Da gerade die Umbauphase im Gang ist, nutze ich die Gelegenheit mich ein wenig auf dem Gelände umzusehen. Die Atmosphäre ist sehr entspannt und überall herrscht gute Laune. Viele sitzen noch an ihren Zelten und haben schon die ersten Bierchen geöffnet. Sehr populär scheint in diesem Jahr ein Spiel zu sein, dass entfernt an das „Wikinger-Spiel“ erinnert. 2 Gruppen stehen sich gegenüber und versuchen abwechselnd eine in der Mitte stehende Colaflasche umzuwerfen. Die Gruppe, bei der ein Werfer trifft, darf so lange aus ihren Bierdosen trinken bis die andere Gruppe die Flasche wieder aufgestellt hat und wieder an ihrem Platz ist. Sehr amüsant! 🙂

Gute Auswahl und akzeptable Preise

Für diejenigen, die sich nicht selber verpflegen, wird einiges geboten. Vom asiatischen Imbiss über Döner, Pommes, Wurst, Wraps bis zum Eis ist alles vorhanden. Die Preise sind akzeptabel, was auch für die Getränke gilt. Bei 3 € für ein 0,5 l Bier kann man nicht meckern. Jetzt aber auf ins halboffene Festzelt und schauen, was die Musik macht.

Misanthrope Monarch ersetzen Atomgott

Misanthrope Monarch1Da Atomgott wegen der Verletzung eines Musikers absagen mussten, ist die Oberhausener Death Metal Combo Misanthrope Monarch kurzfristig für sie eingesprungen. Die Vorbereitungszeit für den Auftritt dürfte somit nicht allzu lange ausgefallen sein. Gleichwohl liefert die Band einen routinierten und starken Auftritt ab. Schnell ist der Platz vor der Bühne gut gefüllt und die Stimmung ist prächtig. Misanthrope Monarch hat bestimmt einige Fans dazu gewonnen. Hier könnt ihr euch noch einige Bilder des Auftritts anschauen.

AEVERIUM bieten Kontrastprogramm

Aeverium1Die Viersener Alternativ/Gothic Metaller von AEVERIUM bieten ein Kontrastprogramm zu den anderen Bands des frühen Nachmittags. Ihr von dem Gesangsduo Chubby (Growls, Rap- und Klargesang) und Aeva (Klargesang) geprägter Stil ist deutlich melodiöser und abweschslungsreicher. Mit ihrem aktuellen Album „Time“ (HIER unsere Review) im Gepäck liefert die Band einen sehr energievollen und starken Auftritt ab. Die stetig wachsende Menge vor der Bühne feiert die Band prächtig ab und der begeisterte Chubby fragt sich, warum sie nicht schon längst mal den Weg vom 40 km entfernten Viersen zum Dong gefunden haben.  Sogar die etwas softeren Songs der Band kommen gut an und es wird mitgeklatscht, gesprungen und gesungen. Sogar die ersten „Zugabe-Rufe“ ertönen. Ein ganz starker Auftritt zu dem es hier noch einige Bilder zu sehen gibt.

NERVOSA – die 3 Frau UrgewaltNervosa5

Die brasiliansche Kapelle Nervosa bringt wieder einen starken Kontrast. Die 3 Damen aus Sao Paulo spielen Thrash Metal, mit dem sie sich hinter keiner männlichen Kapelle verstecken müssen. Nicht umsonst werden sie schon mit den jungen Slayer und Sepultura verglichen. Die Ladys geben von der ersten Sekunde an Vollgas und so werden die Fäuste gereckt und die Mähnen geschüttelt, was das Zeug hält. Eine wahre Metal-Urgewalt! Lediglich das Stageacting der Südamerikanerinnen fällt etwas dürftig aus, hier ist noch Potential nach oben.  Musikalisch gibt es aber gar nichts zu meckern! Und wieder dürft ihr euch auch noch Fotos ansehen.

WAR KABINETT – eine ganz speziell Truppe

Die Mexikaner von WAR KABINETT konnten schon einmal auf dem Dong überzeugen und auch diesmal stellt der Auftritt einen Höhepunkt des Festivals da. Der schon körperlich imposante Frontmann Dante Diaz überzeugt nicht nur durch den Wechsel von kräftigem Gesang zu hohen Tönen, sondern verzeichnet auch viele Pluspunkte mit seinen Versuchen, die Ansagen überwiegend in deutscher Sprache vorzutragen. Die Truppe hat einige echte Fans vor der Bühne versammelt und so erreicht die Stimmung einen neuen Höhepunkt. Musikalisch lässt sich die Band schwer einordnen. Der Musikstil wird als „Hybrid Symphonic Metal“ bezeichnet und klingt irgendwie wie eine Mischung aus Sabaton und Kamelot!?! WAR KABINETT bietet enorm viel Abwechslung und wird zudem teilweise von 2 Sopranistinnen und 2 Tenören unterstützt. Ein bemerkenswerter Auftritt auf dem Dong 2017!

Leider muss ich mich aus terminlichen Gründen jetzt schon wieder auf die Socken machen! Sehr schade! Der halbe Tag hat mir gereicht, um zu erkennen, dass das Dong Open Air ein richtig geiles Festival ist. Beim nächsten Mal werde ich dafür sorgen, dass ich mehr Zeit habe!!!

Acyl

Der Kollege Scumbag ist glücklicherweise bis zum Ende des Tages vor Ort und versorgt euch mit fantastischen Fotos. Da ihn dies verständlicherweise genug beansprucht, müsst ihr für heute auf weitere Berichte verzichten 🙁  Aber ich denke, die Bilder sprechen für sich! 🙂 Hier in chronologischer Reihenfolge für euch präsentiert:

Contradiction

God Dethroned

Dark Tranquillity

Iced Earth

Schon bald geht es weiter mit Teil 3 unseres Festivalberichts und unser Kelle hat auch wieder Text für euch parat! Versprochen! 😉

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Bildquellen

  • Dong7: (c) metal-heads.de - Uwe
  • Misanthrope Monarch1: (c) metal-heads.de - Uwe
  • Aeverium1: (c) metal-heads.de - Uwe
  • Aeverium3: (c) metal-heads.de - Uwe
  • Nervosa1: (c) metal-heads.de - Uwe
  • War Kabinett – Dong Open Air 2017-17: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
  • Acyl – Dong Open Air 2017-15: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
  • Contradiction – Dong Open Air 2017-13: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
  • God Dethroned – Dong Open Air 2017-11: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
  • Dark Tranquility – Dong Open Air 2017-16: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
  • Iced Earth – Dong Open Air 2017-19: (c) Scumbag/www.metal-heads.de
  • Dong4: (c) metal-heads.de - Uwe
Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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