Dropkick Murphys am Super Bowl Sunday in Dortmund

Dropkick Murphy Dortmund 4.2.18
Dropkick Murphy Dortmund 4.2.18

Am Super Bowl Sunday, dem 04. Februar 2018, gastierten die Dropkick Murphys im Rahmen ihrer Europatournee in der Dortmunder Westfalenhalle. Mit dabei waren Flogging Molly und Glen Matlock. Beim Super Bowl hat der Außenseiter gewonnen und wer von den Bands am meisten überzeugt hat… Dazu später mehr. Vorweg, Shirts gab es für faire 25 Euro, während das Parken mit 7 Euro vergleichsweise teuer ausfiel. Die Westfalenhalle war zwar nicht ausverkauft, aber mit 11.000 Leuten trotzdem gut besucht. So zumindest die inoffiziellen Angaben. Es war auf jeden Fall die größte Show der Tour und die Stimmung unter den Fans war gut. Eigentlich also beste Voraussetzungen… Wieso eigentlich?

Glen Matlock – akustisch und schwer verständlich

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Als Beginn war 19 Uhr angegeben und Punkt 19 Uhr stand Glen Matlock, Gründungsmitglied der Sex Pistols, auch auf der Bühne. Einige standen noch draußen am Einlass, andere trieben sich beim Merch rum. Aber es waren trotzdem schon einige tausend da, die ihn mit höflichem Applaus empfingen. Leider war der Sound nicht überragend, dazu der Dialekt, so dass seine Ansagen für mich recht schwer verständlich waren. Auch muss man sich fragen, ob er hier mit seinem Akustikset richtig war. Es wurde zwar höflich nach jedem Song geklatscht, aber die meisten Besucher folgten dem Geschehen auf der Bühne nicht wirklich. Nach einer guten halben Stunde war der Auftritt dann auch vorbei und nach nur 12 Minuten Umbaupause standen dann schon Flogging Molly auf der Bühne.


Flogging Molly rocken die Bühne

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Jetzt war der Innenraum schon gut gefüllt und vor einer großen Backdrop standen Flogging Molly auf der Bühne. Da hinter der Backdrop schon das aufgebaute Setup der Dropkick Murphys war, mussten Flogging Molly aufgereiht nebeneinander sich auf der Bühne ausbreiten. Der Sound war weiterhin nicht überragend und auch das Licht wurde eher sparsam eingesetzt. Aber dafür präsentierten sich Flogging Molly voller Spiellaune und mit deutlich mehr Drive als auf CD. Und sie hatten einige Fans in der Halle! Die Stimmung war von Anfang an sehr gut. Es herrschte viel Bewegung im Innenraum, es flogen reihenweise die Bierbecher und bei „Selfish Man“ gab es die ersten Crowdsurfer und der gesamte Innenraum hüpfte. Nach einer Gitarrenpanne gab es laute Flogging Molly Sprechchöre und überhaupt wurde viel mitgesungen. Das Publikum war bereit zu feiern und Flogging Molly haben geliefert. Absolut überzeugender Auftritt! Nach einer Stunde war dann um 20:45 Uhr leider schon Schluss und auch die folgende Umpauspause dauerte keine halbe Stunde bis das Intro für die Dropkick Murphys aus den Boxen erklang.

Flogging Molly – die Setlist

  1. The Hand Of John L. Sullivan
  2. Swagger
  3. Selfish Man
  4. Drunken Lullabies
  5. The Day We’ve Yet To Meet
  6. Life In A Tenement Square
  7. Float
  8. Tobacco Island
  9. Devil’s Dance Floor
  10. Crushed (Hostile Nations), plus angespielten We Will Rock You
  11. If I Ever Leave This World Alive
  12. What’s Left Of The Flag
  13. The Seven Deadly Sins

 

Dropkick Murphys werden begeistert empfangen

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Die Dropkick Murphys wurden mit begeistertem Jubel empfangen, die Stimmung war direkt hoch. Statt Backdrop gibt es jetzt eine große Leinwand im Hintergrund, sehr schön. Der Sound ist jetzt lauter, aber na ja. Und das Licht wäre auch noch ausbaufähig. Ich habe selten erlebt, dass die Hauptband so früh auf der Bühne steht. Aber es ist Super Bowl Sunday und die Jungs wollen mit Sicherheit nachher noch das Spiel gucken und legen los wie die Feuerwehr. Die Band nutzt die große Bühne super und auch auf dem Drumpodest wird immmer wieder Stellung bezogen. Es wird mitgesungen und mitgeklatscht. Es fliegen immer wieder Bierbecher durch den Innenraum. Es gibt Crowdsurfer und auch auf den Tribünen wird gehüpft. Aber ich habe den Eindruck als ob die Dropkick Murphys ihr Programm doch arg straffen durchziehen um nachher keinesfalls den Super Bowl zu verpassen. Es war ein gutes Konzert. Die Stimmung war gut. Aber es bleibt ein kleiner bitterer Beigeschmack, auch wenn es objektiv nichts zu kritteln gibt. Aber für mich war an diesem Abend wie beim Super Bowl der Außenseiter Sieger. Flogging Molly haben mich einfach mehr überzeugt.

Dropkick Murphys – die Setlist

  1. The Lonesome Boatman
  2. Prisoner’s Song
  3. I Had A Hat
  4. The Legend Of Finn MacCumhail
  5. The Gangs’s All Here
  6. Black Velvet Band
  7. First Class Loser
  8. Buried Alive
  9. Blood
  10. Johnny, I Hardly Knew Ya
  11. Sunshine Highway
  12. Time To Go
  13. Rose Tattoo
  14. Sunday Hardcore Matinee
  15. The Wild Rover
  16. Going Out In Style
  17. You’ll Never Walk Alone
  18. Caught In A Jar
  19. The Hardest Mile
  20. Out Of Our Heads
  21. The Boys Are Back (Zugabe 1)
  22. Until Next Time (Zugabe 1)
  23. Skinhead On The MBTA (Zugabe 1)
  24. Folsom Prison Blues (Zugabe 2)
  25. I’m Shipping Up To Boston (Zugabe 2)

 

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Bildquellen

  • Glen Matlock Dortmund 04.02.18: (c)Kelle-Michael Kellings/www.metal-heads.de
  • Flogging Molly Dortmund 04.02.18: (c)Kelle-Michael Kellings/www.metal-heads.de
  • Dropkick Murphy Dortmund 4.2.18: (c)Kelle-Michael Kellings/www.metal-heads.de
soundchaser

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Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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