METAL CHURCH und ARMORED SAINT – Textilsauna Turock

Metal Church 17.07.19 Turock Essen

METAL CHURCH bringen das Turock in Essen zum Kochen! Mehr Klischee geht eigentlich nicht in einer Schlagzeile. Aber beim diesjährigen Auftritt der Speedmetaller ist der Satz wörtlich zu nehmen. Bereits ARMORED SAINT als Vorband hatte physikalisch keine große Mühe, die zu 90% ausverkaufte Spielstätte „anzuheizen“. Die 30 Grad draußen vor der Tür wurden drinnen schnell getoppt.

Von wegen Underground…

Armored Saint 17.07.19 Turock EssenAuf dem Weg zum Eingang hatte ich mich schon gewundert, wieviele Metaller mit ARMORED SAINT-Shirts in der Traube der Wartenden standen. Tatsächlich ist für mein Empfinden die Band eher ein Name aus der dritten Reihe der US-Bands hierzulande. Aber weit gefehlt.

ARMORED SAINT können liefern!

John Bush am Mikro und seine illustren Mitstreiter wussten die Leute vor der Bühne bereits mit dem Opener „Raising Fear“ und dem anschließenden bandeigenen Evergreen „Can U Deliver?“ hinter sich. In der Sekunde, in der der Song endete, gingen die „Armored Saint“-Rufe los. So langsam dämmerte mir der tiefere Sinn hinter der Idee, die Jungs aus der Bay Area mit METAL CHURCH als Co-Headliner auf Tour zu schicken.

Für jeden was dabei

Nach dem Auftakt aus den Anfangstagen der Band ging es dann mit „Creepy Feelings“ und „Head On“ zunächst in die Zeit nach der Reunion zur Jahrtausendwende. Über die anschließende Stunde ging es dann quer durchs Repertoire. Immer tatkräftig unterstützt und amtlich abgefeiert von der bewegungsfreudigen Menge im Saal. Nach knapp 80 Minuten hatten ARMORED SAINT zweifelsfrei einige neue Fans dazu gewonnen und konnten mit der Bandhymne „March Of The Saints“ Platz machen für METAL CHURCH.

Hier noch die Setlist:

Raising Fear

Can U Deliver

Creepy Feelings

Head On

Last Train Home

Underdogs

For the Sake of Heaviness

In the Hole

Seducer

Reign of Fire

Win Hands Down

Nervous Man

March of the Saint

METAL CHURCH starten verhalten

METAL CHURCH eröffneten ihr Set mit dem Titelstück des neuen Albums „Damned If You Do“ (HIER unsere Review) und legten mit „Needle and Suture“ vom Vorgänger nach. Der Auftakt wurde nicht so frenetisch aufgenommen wie zuvor bei ARMORED SAINT. Diese Scharte machten die Herren um  Kurdt Vanderhoof und Mike Howe aber sofort wieder wett. Mit „Badlands“ kann die Band seit über 30 Jahren nichts falsch machen, wenn es gilt, das Publikum zum Abgehen zu bewegen.

Stet Howland gibt 100%Metal Church 17.07.19 Turock Essen

Es folgte dann „Gods Of Second Chance“. Ein grooviger Song vom unterbewertetsten Album mit Mike Howe am Mikro. Wie zuvor bei „Badlands“ war es für mich die größte Freude, zu sehen, wie Drummer Stet Howland das volle Brett fuhr. Nach der ernsten Krebserkrankung im letzten Jahr für mich absolut keine Selbstverständlichkeit. Dementsprechend waren die Reaktionen drei Meter vor und Einssechzig unterhalb des Drumrisers.

Tribute to a great past

Co-Headliner bedeutet immer einen gewissen Cut in der Setlist zu machen. Deshalb waren Songs aus der Frühphase von METAL CHURCH mit David Wayne (RIP) weniger berücksichtigt worden. „Start The Fire“ und „Watch The Children Pray“ sind ein unbedingtes Muss, keine Frage. Aber welcher Track würde vom Debütalbum zum Zuge kommen? Die Antwort versteckte sich vor dem Ende des regulären Sets zwischen „The Black Things“ und „By The Numbers“. Mitten im Werbeblock zum aktuellen Album fand sich „Beyond The Black“ wieder. Wie es zu dieser Songsauswahl kam, könnt ihr in Kürze im Interview mit Mike Howe nachlesen.

Letzter Aufguss in der Metal Church Sauna

Im Zugabenteil fand „The Human Factor“ noch einmal paritätisch Berücksichtigung in Form des selten gespielten „In Mourning“. Unter dem Jubel der Menge machten MC an diesem Abend mit der Vollgas-Hymne „Fake Healer“ den Deckel zu.

Mehr davon..!!!

Fazit: fast drei Stunden Metal-Vollbedienung im 30 Euro-Preissegment. Ein Package, was restlos überzeugen konnte. Für METAL CHURCH wünsche ich mir natürlich, dass das Jahresende oder das erste Quartal 2020 eine Rückkehr als Headliner mit komplettem Zwei-Stunden-Set bringt.

Die „wilde 13“ auf der Metal Church Setlist nochmal im Überblick:

Damned If You Do

Needle and Suture

Bandlands

Gods of Second Chance

Date with Poverty

Start the Fire

No Friend of Mine

Watch the Children Pray

The Black Things

Beyond the Black

By the Numbers

– – –

In Mourning

Fake Healer

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Bildquellen

  • Armored Saint 17.07.19 Turock Essen: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Metal Church 17.07.19 Turock Essen: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
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