Iron Savior, Torian & Ignition – Power Metal pur im Resonanzwerk Oberhausen

Iron Savior

Mit dem Power-Metal-Trio Ignition, Torian und Iron Savior gab es am vergangenen Freitag endlich wieder Live-Mucke im Sektor und wir von metal-heads.de waren für euch live natürlich vor Ort mit dabei. Und zwar im Resonanzwerk Oberhausen. Aber der Reihe nach…

Halle, Halle, Halle…

Am 20.08.2021 schien die Sonne vor allem südöstlich von der Neuen Mitte. Denn dort liegt die 1922 erbaute, ehemalige Werkstatthalle der Zeche Oberhausen 1/2. Nach Schließung vom Pütt wurde die Werkstatt seit Mitte der 90er Jahre als Veranstaltungshalle genutzt und immer wieder umbenannt. Die alte Hasen unter euch kennen vielleicht noch Namen wie Schildahalle, Niebuhrg-Theater oder Schacht 1. Seit 2013 heißt das gute Stück nun Resonanzwerk. Und zum Auftakt des vergangenen Wochenendes nach der leidig langen Corona-Spielpause trumpften dort die Duisburger Local Heroes von Ignition, die seit 2002 existierende Paderborner Truppe Torian sowie als Headliner die Hamburger Power Metal-Urgesteine von Iron Savior auf. Kein Wunder also, dass die Sonne lachte.

Resonanzwerk Oberhausen

Die neue Normalität bei Live-Konzerten?

Mit Freudentränen in den Augen standen die Metal-Fans an diesem Freitag um 19.00h pünktlich zum Einlass brav und erwartungsfroh Schlange vor dem Kassen-Holzbüdchen. Und während die verrückt-fröhlichen Niederländer noch hupend und winkend an der Menschenschar vorbei drifteten, zückten die ersten Besucher bereits ihren Mundschutz. Außerdem wurde auf dem Handy in der Corona Warn-App nach dem vollständigen Impfstatus gesucht, den man zusammen mit dem Personalausweis der Eintrittskarte beilegen musste, um Einlass vom super freundlichen und entspannten Personal des Resonanzwerks zu erhalten. Und als Bonbon durfte man sich am Holzbüdchen auch noch einen Sitzplatz aussuchen. Ja, so gehen Heavy-Metal-Gigs im Sommer 2021 kurz vor der 4. Welle. Live-Konzerte mit Sitzplatzgarantie – und das sogar im Innenraum.

Der Opener Ignition

Musik gab es dann aber auch noch. Pünktlich um 20.00h startete das Duisburger Power-Metal-Quintett Ignition. Und die Fans feierten die erfahrenen Musiker, die es als Band Ignition erst seit gut fünf Jahren gibt, mächtig ab. Sitzend, versteht sich (siehe Foto).

Resonanzwerk Oberhausen

Insgesamt 10 Songs von den bisherigen Alben „We Are The Force“ (EP, 2016), „Guided By The Waves“ (Full-CD, 2017) und „Call Of The Sirens“ (Full-CD 2020) präsentierten Sänger Schally, Bassist Andreas, Drummer Dominik sowie die beiden Gitarristen Sebastian und Tim dem Publikum an diesem Abend. Darunter mit „Marching Into Battle“ auch den Song zum gleichnamigen Video. Schaut und hört euch den Song hier doch bitte einmal an:

Ignition heizten dem Publikum derart ein, dass von den Stühlen laute Zugabe-Rufe ertönten, als der letzte Ton von „We Are The Force“ verstummte. Leider war der Zeitplan bereits etwas ins Wanken geraten, da die Technik allen Bands bereits beim Soundcheck und auch später live auf der Bühne ein paar kleinere Probleme bereitete. So konnte Gitarrist Seb von Ignition leider nie zur anderen Bühnenseite sprinten, weil ihn in der Bühnenmitte das Funksignal verließ und man ihn nicht mehr hören konnte. Abseits dieser sogenannten Sender-Empfänger-Problematik bot sich den Zuschauern allerdings eine tolle Hallen-Akustik und eine perfekt abgestimmte Lichtershow, die den zivilen Eintrittspreis von 25 € im Vorverkauf aller Ehren wert war. Hier eine kleine Fotostrecke zu Ignition:

Fotostrecke zum Opener Ignition

Hier geht´s zur Internetseite von Ignition und hier zu unseren bisherigen Artikeln über diese Band.

Torian aus Paderborn

Danach brachten sich die Paderborner von Torian ins Schwitzen. Denn unter den Spots war es wirklich heiß. Sänger Marc präsentierte sich und die Band mit viel Spaß und einem bunten Strauß mit acht Songs aus den bisherigen vier Alben der im Jahr 2002 gegründeten Band. Die Lieder der aktuellen Scheibe „God Of Storm“ waren – coronageschuldet – bislang noch nicht live aufgeführt worden und hinterließen beim Publikum einen nachhaltigen Eindruck. Hinterher im Backstage-Bereich verriet Marc, dass es schon komisch war, vor einem Sitzplatz-Publikum aufzutreten. Aber da ging es allen drei Bands gleich. Nach über einem Jahr im Proberaum kam dieser Gig hier allen wie der erste Auftritt vor. Das Publikum sah es den Musikern nach, dass ein jeder mit kleineren Verspielern oder Stimmproblemen zu kämpfen hatte. Hier ein paar Pics zu Torian:

Den Facebook-Auftritt von Torian findet ihr hier. Und den coolen, etwas härteren Song der Band „Evil vs Evil“ gibt es obendrauf:

Iron Savior mit 18 Songs

Die eingangs kurz angerissenen, technischen Probleme beim Sound bekam vor allem Sänger, Gitarrist und Bandgründer Piet Sielk von Iron Savior zu spüren. Er konnte sich mit seiner Flying V-Gitarre nämlich vom Schlagzeug quasi nur um 45 Grad um die eigene Achse drehen, bevor es kräftig brummte. Diese Rückkopplung rückzukoppeln, dauerte dann gute 20 Minuten. Aber das Publikum wartete brav und feierte den verspäteten Beginn der Show der Hamburger Urgesteine lauthals. Und Iron Savior lieferten mächtig ab. Um das Feld von hinten nach vorn aufzurollen: Mit ´nem ordentlichen Judas Priest-Cover zu „Breaking The Law“ als letzten Song kann man nix falsch machen. Aber auch das Live-Debüt von „Skycrest“ vom gleichnamigen, aktuellen Album gleich als Opener hatte es in sich. Der Ersatz-Bassist machte ´nen guten Job und die Hanseaten kamen echt sympathisch rüber und füllten ihre Rolle als Headliner souverän aus. Hier einige Fotos zu Iron Savior:

Hier geht´s zur Internetseite der seit 1996 existierenden Band Iron Savior. Wer die Jungs nicht kennt: hier haben wir mal ein Musikvideo zum Song „Souleater“ für euch parat:

Fazit

Ein Dankeschön geht raus an Ignition, Torian und Iron Savior. Die drei Bands schafften den Kaltstart nach 15 Monaten im Proberaum zurück auf die Showbühne und verbreiteten ordentlich Spaß. Ein großes Dankeschön geht raus an das Publikum, dass diesen Feldversuch „Einhaltung der 3G-Regeln auf einem Metal-Konzert“ mitmachte. Auch wenn leider einige Stühle leer blieben. Ein noch größeres Dankeschön geht raus an die Crew vom Resonanzwerk, angefangen vom Grillmeister mit seinen 5€-Steakbrötchen über das nette Thekenpersonal mit den zivilen Getränkepreisen (3 €) bis hin zum sympathischen Einlass. Und das größte Dankeschön geht raus an den Veranstalter Kersten Lamers von kl-concerts-promotion.de. Und zwar für seinen Mut, mithilfe des Neustart-Kultur-Teilprogramms dieses Mini-Festival auf die Beine zu stellen. Wahrlich in diesen Zeiten keine Selbstverständlichkeit. Alle hier Genannten, die zum guten Gelingen dieses „Resonanzwerk Goes Rock„-Events beitrugen, hätten daher auch ein ausverkauftes Haus mehr als verdient gehabt. Aber es war immerhin ein Anfang zurück zur neuen Normalität. Endlich wieder Heavy Metal live…

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Ralfi Ralf

Als ich mir mit 14 zum ersten Mal das Nasenbein beim Moshen mit dem Tennisschläger im heimischen Kinderzimmer brach, war es um mich geschehen! METAL...

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