Death is just the Beginning


Death is just the Beginnig

Unter dem Motto „Death is just the Beginning“ sind die Death Metal Legenden HYPOCRISY und KATAKLYSM momentan zusammen auf Tour. Zusätzlich im Gepäck hatte man mit THE SPIRIT eine aufstrebende Black Metal Kapelle. Es war Freitag, der 16.11.2018. Ich war noch leicht angeschlagen von LAMB OF GOD und SLAYER zwei Tage zuvor und daher nur mäßig motiviert. Dabei hatte ich mich vorab sehr auf diese Duo Headliner Show gefreut. Dann sagte auch noch mein Fotokollege Scumbag ab, wofür sich aber glücklicherweise Metal-Head Chipsy als Ersatz anbot. Danke nochmal, für dein kurzfristiges Einspringen und die tollen Bilder. Alles Jammern nützte nix, ich stieg ins Auto und bewegte mich Richtung Turbinenhalle 2. In der großen Schwester nebenan spielten zeitgleich die Jungs von der RAMMSTEIN Tribute Band Völkerball. Dementsprechend war ordentlich Gewusel rund um die Turbo-Halle.

THE SPIRIT


Pünktlich um 19.30 Uhr ging es mit THE SPIRIT los. Die erste Platte „Sounds from the Vortex“ direkt über Nuclear Blast auf den Markt gebracht…das läuft wohl bei den Jungs. Ich hatte sie mir vorab 2-3 mal durchgehört und war durchaus angetan, von den Black Metal Klängen. Leider konnten The Spirit die Qualität der Scheibe anfänglich nicht auf die Bühne transferieren. Es ging mit ziemlichem Geknüppel los und leider fehlte die Atmosphäre, die auf dem Album vermittelt wird. Mir klang das deutlich zu roh, aber man konnte definitiv die vorhandene Qualität raushören. Der Sänger erinnerte mich mit seiner Tonlage teilweise an Tom Angelripper von SODOM. Die zweite Hälfte des Gigs wurde dann deutlich besser, vielleicht hatten die Tontechniker auch am Sound geschraubt?! Wenn wir die ersten 10 Minuten mal weglassen, war das ein durchaus gelungener Auftritt einer noch jungen Band.

HYPOCRISY


Nach kurzer Umbauphase betrat dann eine Institution des Death Metal die Bühne. Immerhin gibt es die schwedische Band HYPOCRISY um Mastermind Peter Tägtgren schon seit 1991. HYPOCRISY konnten sich besonders durch ihr Gitarrenspiel in Szene setzen. Frontmann Tägtgren wurde nicht müde, dass Publikum zu animieren und man merkte von Anfang an…der hatte richtig Bock. Und das Publikum auch. Die Setlist des Tages lies wenig Wünsche offen, wurden doch die Dekaden ihres Schaffens ganz gut abgebildet. Und natürlich durften Kracher wie Roswell 47 oder Eraser nicht fehlen. Wirklich beeindruckend war, wie Tägtgren seine Growls und Screams variieren konnte.  Ein top Auftritt einer sehr gut aufgelegten Band.

Tracklist HYPOCRISY

  1. Fractured Millenium
  2. Valley of the Damned
  3. End of Disclosure
  4. Adjusting the Sun
  5. Eraser
  6. Pleasure of Molestation / Osculum Obscenum / Penetralia
  7. Fire in the Sky
  8. Killing Art
  9. Buried
  10. Warpath
  11. The Final Chapter
  12. The Gathering
  13. Roswell 47

KATAKLYSM


Gegen 22 Uhr betrat Schlagzeuger Oli Beaudoin als erster die Bühne und bestieg seinen Thron hinter dem mächtigen Drumset. Damit niemand zu Schaden kam, stand ein Roadie mit kleiner Taschenlampe parat, um ihm den Weg zu leuchten. Sah jedenfalls witzig aus und machte natürlich Sinn. Nach Gitarrist Jean-Francois Dagenais und Bassist Stephane Barbe folgte Sänger Maurizio Iacono und die Show konnte starten. Ja, die spielen wirklich nur als Quartett und der Sänger ist ein „reiner“ Sänger….sprich, es gibt nur einen Gitarristen. Das tat dem Sound aber keinen Abbruch, KATAKLYSM kamen mit ihrem bekannten Tempo und den Northern Hyperblasts daher. Schlagzeuger Oli war absolute Oberklasse…Wahnsinn, wie der sein Drumset verdroschen hat. Sänger Iacono verstand sich gut darauf, das Publikum in Wallung zu versetzen und so gab es neben Crowdsurfing auch Pogo und Moshpits zu bewundern. Sehr angenehm war, dass man sich bei der Setlist nicht zu sehr auf das neue Album versteift hat (Klick fürs Review), sondern auch ältere Songs im Repertoire hatte. Auch hier eine sehr runde Sache mit ordentlich Energie und Krach.

Tracklist KATAKLYSM

  1. Narcissist
  2. The Black Sheep
  3. Fire
  4. Thy Serpent Tongue
  5. 10 Seconds From the End
  6. Guillotine
  7. As I Slither
  8. Crippled & Broken
  9. Outsider
  10. Manipulator of Souls
  11. In Shadows & Dust
  12. …And Then I Saw Blood
  13. Blood in Heaven
  14. At the Edge of the World

Fazit

Das war ein gelungener Abend in der recht gut besuchten Turbinenhalle. Die am Ende ziemlich schlechte Luft war etwas nervig, fällt aber vermutlich nur auf, wenn man nüchtern ist. Auf dem Rückweg kam im Auto die Frage auf, wer denn nun die bessere Band war. Wir einigten uns darauf, dass HYPOCRISY Sieger der Herzen und KATAKLYSM Sieger des Sounds waren.

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Bildquellen

  • The Spirit – 16.11.18 Oberhausen Turbinenhalle 2: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Hypocrisy – 16.11.18 Oberhausen Turbinenhalle 2: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
  • Kataklysm – 16.11.18 Oberhausen Turbinenhalle 2: (c) Chipsy-Karsten Frölich/www.metal-heads.de
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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